Die Geschichte des Oberbergischen Fußballs

 

 

 

 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts regierte in Deutschland der preußische König und deutsche Kaiser Wilhelm II. In seinem Staat herrschte Zucht und Ordnung, so dass die Turnbewegung, die sich unter Friedrich Ludwig Jahn entwickelt hatte, die bestimmende Sportart war. Die Turner legten größten Wert auf Disziplin und Ordnung, denn ihre Übungen entsprachen einem genau vorgegebenen Muster. So war es absolut nicht verwunderlich, dass es im Oberbergischen eine Vielzahl von Turnvereinen gab.

 

Zwar gab es zu dieser Zeit in Deutschland bereits Fußballvereine, die jedoch von der Anzahl der Mitglieder keine Konkurrenz darstellten. Ende des 19. Jahrhunderts wurden einzelne Regionalverbände gegründet, die die einzelnen Fußballvereine zusammenfassten, darunter auch den 1888 als ersten reinen Fußballverein gegründeten Berliner FC Germania.

Am 28. Januar 1900 trafen sich in Leipzig 36 Vertreter von 86 Vereinen, um als Dachverband aller Regionalverbände und Vereine den Deutschen Fußballbund zu gründen.

 

Im Jahr 1904 gab es in Deutschland 194 Vereine mit 9317 Mitgliedern, zu dieser Zeit war der Fußball noch ein Sport der Schüler und der Angestellten. Die Arbeiter hatten den Fußball noch nicht für sich entdeckt, was bei einem 10-Stunden-Tag in einer 6-Tage-Woche und den herrschenden teils katastrophalen Arbeitsbedingungen verständlich war. Die Arbeiter hatten in ihrer knapp bemessenen Freizeit sicherlich besseres zu tun, als sich körperlich zu betätigen.

Für die Turner galt der Fußball als rau und undiszipliniert, womit sie sicherlich auch Recht hatten, so dass sich mit der Zeit eine regelrechte Feindschaft zwischen dem Deutschen Turnerbund und dem Deutschen Fußballbund auftat.

 

Im Jahr 1903 wurde das erste Endspiel um die Deutsche Meisterschaft ausgetragen. In Hamburg-Altona gewannen sie vor 2.000 Zuschauer gegen den DFC Prag mit 7:2. Fünf Jahre später bestritt Deutschland das erste Länderspiel, in Basel verlor man gegen die Schweiz mit 3:5. Im selben Jahr gehörte der Fußball auch offiziell zu den Disziplinen bei den Olympischen Spielen in London, nachdem es zuvor nur zum Demonstrationsprogramm gehörte.

 

 

1902

 

 

Zu dieser Zeit gab es im Oberbergischen noch keinen irgendwie organisierten Fußballbetrieb. Zwar gab es einen Hinweis auf den Gummersbacher Fußball-Klub, der im Januar des Jahres 1902 unter dem Vorsitz von Alfred Weber in den Rheinisch-Westfälischen Spielverband eingetreten sein soll, doch nur wenige Monate später, im September 1902 trat er wegen des Übertritts in den TV Gummersbach wieder aus. Über Spiele ist nichts bekannt.

 

Von daher wurde im Oberbergischen zwar Fußball gespielt, doch völlig ungeordnet und mit keinen festen Mannschaften, Fußballvereine mit den entsprechenden Strukturen gab es halt noch nicht.

 

 

Spielzeit 1908 / 09

 

 

Verein

 

Zu Beginn des neuen Jahrhunderts hatte die aufstrebende Industriestadt Bergneustadt etwas mehr als 3.500 Einwohner. Am 6. Dezember 1908 versammelten sich Fußballbegeistere Neustädter Bürger in der Altstadtschänke (Wilhelm Bockemühl) und gründeten nach einer Aussprache einen Fußballverein. Zum ersten Vorsitzenden wurde Ernst Hausmann gewählt, sein Stellvertreter wurde Walter Spahn.

Einen Monat später erhielt der neue Verein den patriotischen Namen „Fußballclub Germania 08 Bergneustadt“.

Ein geeigneter Sportplatz befand sich direkt neben der Gaststätte Felix Neuhaus (in Höhe Kölner Straße 350). Die ersten Tore lieferte Karl Faulenbach für 1,20 Reichsmark, jedoch ohne Querbalken; die ersten Bälle wurden von den Spielern billig erworben.

 

 

Im selben Jahr wurde im Aggertal ein weiterer Fußballclub gegründet, der FC Hansa Vollmerhausen

 

 

Am Abend des 20. Mai 1909 saßen in der Gaststube von Fritz Nohl wieder einmal viele fußballinteressierte Drabenderhöher Bürger zusammen und sprachen abermals über die Möglichkeit einen Fußballverein zu gründen. Nach längeren Diskussionen wurde folgender Beschluss gefasst:

- Wir Spieler schließen uns sofort zum „Fußballclub Stern Drabenderhöhe“ zusammen

- Wir erstreben eine einheitliche Sportkleidung und ein Vereinsabzeichen

- Wir geben uns eine Satzung

- Unser Vereinswirt ist Fritz Nohl

Die vorläufige Geschäftsführung wurde zunächst an die Herren Erwin Bick und Karl Mahnert übergeben. Wenige Monate später wurde Mahnert zum 1. Vorsitzenden gewählt

Der Sportplatz befand sich auf der Wiese „Fetten Stück“ in der Ortslage Brächen. Als Spielkleidung einigten sich die Mitglieder auf ein schwarz-weiß gestreiftes Trikot, weiße Hose, schwarze Strümpfe mit weißem Ring und einer weißen Mütze mit schwarzem Stern.

 

 

Natürlich kam bei der geringen Anzahl von Vereinen kein geregelter Spielbetrieb zustande. So begnügte man sich mit Freundschaftsspielen. Man spielte gegeneinander, aber auch gegen Betriebsmannschaften oder losen Verbindungen, die sich nur zu diesem einem Spiel zusammen fanden. Trainiert wurde gar nicht oder höchstens einmal die Woche.

 

 

 

Spielzeit 1909 / 10

 

 

Verein

 

Im Jahr 1910 hatte die Ortschaft Belmicke zusammen mit den umliegenden Dörfern knapp 350 Einwohner. Einer davon hieß Matthias Meier, der vier Jahre zuvor von Wuppertal-Elberfeld nach Belmicke gezogen war, um als Lehrer an der Dorfschule tätig zu sein. Meier begeisterte sich von Beginn an fürs Turnen und als Gastwirt Josef Hütte an seine Gastwirtschaft einen Saal bauen ließ, fand er auch die passende Räumlichkeit. So war es nur eine Frage der Zeit, bis sich am 15. Januar die Jugendlichen zur Gründung eines Turnvereins in der Gastwirtschaft Hütte zusammenfanden. Wie erwartet wurde Lehrer Meier in der Gründungsversammlung zum 1. Vorsitzenden des TV Belmicke gewählt.

 

 

Spielzeit 1910 / 11

 

 

Verein

 

Am 23. Januar 1910 gründeten acht junge Männer den Fußballclub Teutonia Gummersbach. Zunächst wurde auf einer großen, aber sehr holprigen, Wiese gespielt, die Hermann Köster zur Verfügung gestellt hatte.

Noch im selben Jahr änderte man den Vereinsnamen in Viktoria Gummersbach. Die Mannschaft lief in einer schwarz-weißen Bluse mit einer roten Schärpe auf. Wenig später erhielten sie rote Trikots mit schwarzen Hosen

 

 

 

Spielzeit 1912 / 13

 

 

Verein

 

Im April 1913 vereinigte sich Viktoria Gummersbach mit dem FC Komet Gummersbach und der Betriebssportgemeinschaft der Fa. Steinmüller. Der neue Verein erhielt den Namen Sport- und Spielverein Gummersbach.

 

 

Spielzeit 1919 / 20

 

 

Verband

 

Im April des Jahres 1920 entstand bei vielen Vereinen der Wunsch, sich in einem geregelten Spielbetrieb gegenüberzustehen. Jedoch musste man erst eine Organisation schaffen, die in der Lage war, dies strukturiert zu ermöglichen. Auf Initiative des Industriellen Hermann Baldus aus Friedrichstal trafen sich die Vertreter der Vereine SSV Gummersbach, Germania 08 Bergneustadt, FC Hansa Vollmerhausen, SpVg Ründeroth, BV 09 Drabenderhöhe und des SSV Engelskirchen und gründeten nach einer Aussprache den Oberbergischen Rasensportverband (ORV). Zum ersten Vorsitzenden wurde Alfred Solbach aus Gummersbach gewählt, erster Schriftführer war Alfred Freischlader aus Bergneustadt.

 

Zwar waren nun die regionalen Grundlagen geschaffen, um im Kreis Gummersbach einen geregelten Spielbetrieb einzuführen, dennoch musste man sich erst um eine Aufnahme in den Westdeutschen Spielverband bemühen, was auch recht schnell erfolgte.

 

Zur selben Zeit entstand der VfL Agger als Zusammenschluss der Vereine im Kreis Waldbröl. Dazu zählten die Sportvereine aus Niederbierenbach, Huppichteroth, Malzhagen, Elsenroth und Grötzenberg.

 

Organisatorisch wurde der Oberbergische Kreis dem Gau Bergisch-Mark zugeteilt, in dem die besten Vereine aus Düsseldorf, Remscheid oder Elberfeld-Barmen kamen. Dabei gehörte man dem Bergischen Kreis an. Dieser war unterteilt in die Bezirke Elberfeld-Barmen, Solingen und Remscheid-Oberberg

 

Im August des Jahres 1920 wurde diese Einteilung auf einer Sitzung des Bergischen Kreises in Elberfeld bestätigt. Gleichzeitig wurde Alfred Solbach zum Obmann für den Bezirk Oberberg gewählt. Neuer Vorsitzender des ORV wurde der Engelskirchner Willy Müller.

 

Auf einer weiteren Sitzung des Vorstands des Bergisch-Märkischen Gaus, in der es um die Klasseneinteilung, wurde festgelegt, dass die Oberbergischen Vereine noch nicht über die Spielstärke verfügen, um mit den guten Vereinen aus Remscheid oder Solingen mitzuhalten, zudem fehlen ihnen immer noch die notwendigen Strukturen, um einen wirklich geordneten Spielbetrieb zu gewährleisten. So wurde kein Verein aus dem Oberbergischen in die A-Klasse Solingen-Remscheid, die aus neun Mannschaften bestehen soll, aufgenommen. Meister wurde der Cronenberger SC vor dem VfB Remscheid und dem SSV Elberfeld.

Die Oberbergischen Vereine wurden gemäß ihrer Spielstärke in verschiedenen Klassen eingeteilt. In der B-Klasse befand sich neben dem SSV Gummersbach Vereine aus Remscheid, Wermelskirchen, Hückeswagen und Radevormwald. Darunter gab es die C-Klasse, die in zwei Gruppen unterteilt war.

In der Gruppe A spielten unter anderem der RS 19 Waldbröl, der SSV Wiehl, SSV Huppichteroth oder der SV Homburg-Niederbierenbach.

In der Gruppe B spielten unter anderem der VfR Friedrichstal, der RSV Frömmersbach, der SV Hunsheim, der SV Agger Mittelagger, der FC Mühlenseßmar oder der FC Borussia Derschlag.

Laut der Vereinschronik des SSV Nümbrecht wurde der SV Niederbierenbach Kreismeister

 

 

 

Spielzeit 1921 / 22

 

 

Verband

 

Erneut strebte der Westdeutsche Sport Verband (WSV) eine Reform an, da einige Vereine mit der Gaueinteilung unzufrieden waren. Die Zahl der Gaue wurde um zwei, auf sieben erhöht. Es handelte sich um die Gaue Niederrhein und Südwestfalen.

Gau I               (Bergisch-Mark)

Gau II              (Niederrhein)

Gau III             (Rheinland)

Gau IV            (Ruhr)

Gau V             (Südwestfalen)

Gau VI            (Hessen-Hannover)

Gau VII           (Westfalen)

 

Einem Wunsch des DFB entsprechend wurde das Gebiet des WSV in Bezirke und Gaue eingeteilt.

 

Aufgrund des schlechten Abschneidens der westdeutschen Vereine in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft wurde die Einführung einer obersten Spielklasse für jeden Gau beschlossen. Damit erhoffte sich der WSV eine allgemeine Anhebung der Spielstärke.

 

Dies hatte jedoch zur Folge, dass die Vereine um die wenigen Plätze in der Gauliga mit allen erlaubten und teilweise auch unerlaubten Mitteln kämpften. Das führte zu einem erheblichen Anstieg der Proteste und der Verstöße gegen die Amateurbestimmungen.

 

Um die Situation wieder zu beruhigen, beschloss der Verband am 3. Dezember 1921 eine neue Reform des Spielsystems, dem sogenannten „Neuen Weg“. Die Spielzeit sollte sich über zwei Jahre erstrecken.  In der folgenden Spielzeit 1922 / 23 sollte zunächst nur die Hinrunde der Meisterschaft ausgetragen werden und in der Spielzeit 1923 / 24 die Rückrunde. So hatte der Verband mehr Zeit die Meisterschaftsspiele regulär ablaufen zu lassen. Zusätzlich beschloss der Verband, dass nach der ersten Doppelspielzeit sowohl die Aufstiegs- als auch die Abstiegsregelung ausgesetzt wird.

 

 

 

Spielzeit 1922 / 23

 

 

Verein

 

Im Jahr 1922 kamen die Fußballbegeisterten im Denklinger Hotel Dick zusammen. Nach einer Aussprache wurde schließlich der Spiel- und Sportverein Denklingen gegründet. Lehrer Kuhn wurde von den Mitgliedern zum 1. Vorsitzenden gewählt, dessen Stellvertreter wurde Fritz Dick, Heinrich Solbach übernahm das Amt des Schriftführers, Fritz Schneider wurde Kassenwart. Als Vereinslokal sollte auch weiterhin das Hotel Dick dienen. Als Vereinsfarben wurden die Farben grün und gelb bestimmt. Erst nach dem 2. Weltkrieg wurden diese durch grün-weiß ersetzt.

Der Spielbetrieb wurde mit einer Seniorenmannschaft und einer 1. Jugendmannschaft begonnen. Die Spiele fanden auf einem Sportplatz in Oberdenklingen statt.

Noch im selben Jahr trat der SSV Denklingen dem Oberbergischen Rasensportverband (ORV) bei

 

 

Spielzeit 1923 / 24

 

 

Verband

 

Im September 1923 wurde auf dem Bezirkstag des Bergisch-Märkischen Kreises zum wiederholten Mal beantragt den Bezirk Remscheid-Oberberg zu trennen und den Oberbergischen Kreis als eigenständigen Kreis zu bestätigen. In den Jahren zuvor war diesem Ansinnen immer negativ beschieden worden. Doch nun setzte sich auch hier die Vernunft durch, die Delegierten stimmten der Trennung zu.

 

Kurz danach fand im Gummersbacher Cafe Solbach die erste Sitzung des neuen Bezirksvorstands statt. Der Vorsitz wurde Alfred Solbach aus Gummersbach übertragen, Geschäftsführer wurde Felix Kogel, ebenfalls aus Gummersbach. Jugendwart der Wallefelder Willi Schürfeld, Schiedsrichter-Obmann wurde Gustav Morkepütz aus Vollmerhausen, Kassenwart Willi Müller aus Engelskirchen

 

Am 1. September 1923 erfolgte nach langjährigen Streitigkeiten zwischen der Deutschen Turnerschaft und den Sportverbänden die „reinliche Scheidung“. Bis zum 1. November mussten sich die Spielabteilungen der Turner zwischen einer Mitgliedschaft im Sportverband oder in der Turnerschaft entscheiden. So lösten sich in der Folgezeit eine Vielzahl von Fußballabteilungen aus den bisherigen Turnvereinen und gründeten eigene selbständige Sportvereine (z.B. so entstand der FC Schalke 04, der sich vom TuS 1877 Schalke trennt), die dann größtenteils Mitglied im DFB wurden

 

 

 

Spielzeit 1925 / 26

 

 

Verband

 

Zu Beginn dieser Spielzeit beschloss der WSV eine Umbenennung sämtlicher Spielklasse um im gesamten Regionalbereich eine einheitliche Sprachregelung zu gewährleisten. Die höchste Spielklasse, die Gauliga Bergisch-Mark wurde in 1. Bezirksklasse Bergisch-Mark umbenannt. Zudem gab es die 2. Bezirksklasse, dann eine 1. Und 2. Gauklasse

 

 

Verein

 

Im Jahr 1921 wurde der Lehrer Hermann Kerres nach Belmicke versetzt, um die Leitung der Schule zu übernehmen. Er kam ursprünglich aus Aachen und war ein begeisterter Anhänger des Fußballsports. Diese Begeisterung übertrug er in den folgenden Jahren auch auf die Jugendlichen, so dass man im Februar 1925 ein erstes Fußballspiel auf einer Weide nahe Belmicke austrug. Nach kurzer Zeit fand man auch ein wirklich geeignetes Gelände, wo man mit viel Mühe einen Fußballplatz errichtete. So entstand auf einer Höhe zwischen Belmicke und Benolpe, rechtsseitig der Straße ein Spielfeld von 90 Meter Länge 50 Meter Breite.

Am 9. August 1925 beschlossen die Mitglieder in einer Versammlung, vor allem auf Initiative von Hermann Kerres hin, aus dem Deutschen Turnerbund auszutreten und sich dem Verband der Deutschen Jugendkraft (DJK) anzuschließen. So wurde der TV Belmicke Mitglied im DJK-Bezirk Aggertal. Ausdrücklich wurden im Verein neben dem Fußball auch weiterhin die Sportarten Leichtathletik und Turnen betrieben. Kerres war zu diesem Zeitpunkt 1. Vorsitzender des Vereins. Er war nicht nur für den Belmicker Sport sondern auch für den gesamten Sportbetrieb im DJK-Bezirk Aggertal eine unverzichtbare Größe.

Der TV Belmicke spielte in der Meisterschaft in der Gruppe Aggertal gegen die Vereine DJK Victoria Dieringhausen, Lindlar und Overath.

 

 

Unter Einbeziehung der Betriebsmannschaft der Strickwestenfabrik Erdingen gründeten  Sportinteressierte den Spiel- und Sportverein Odenspiel. Zum ersten Vorsitzenden wurde Ewald Koch gewählt, der dem Verein letztlich über 30 Jahre vorstehen sollte. Die ersten Spiele fanden auf einer Wiese in Mohrenbach statt.

 

 

Am 10. Januar 1926 wurde der SV Hermesdorf gegründet

 

 

Spielzeit 1926 / 27

 

 

Verband

 

Im August 1925 hatte der WSV die Wiedereinführung der einjährigen Spielzeit beschlossen.

Um nicht wieder in Terminnöte zu verfallen, durfte keine Klasse mehr als acht Mannschaften umfassen. So entstanden bis in den obersten Bereich hinein eine Vielzahl nebeneinander laufende Spielklassen. Der Staffelmeister hatte daher keine Aufstiegsgarantie mehr. Die Folge dieser Beschlüsse waren zwar kürzere und einfachere Meisterschaftsrunden, doch anschließend folgten eine große Zahl von Entscheidungs-, Ausscheidungsspielen oder sogar Runden.

 

 

 

Spielzeit 1928 / 29

 

 

Verein

 

Am 15. März 1929 bestätigte der Fußballverband Gau Oberberg in einem Schreiben das Aufnahmeersuchen und die Einordnung der DJK Vorwärts Lindlar in den Gau Oberberg im Bergisch-Märkischen Bezirk im WFV.

Einhergehend mit dieser Aufnahme beschloss der Verein eine Namensänderung. Der Zusatz DJK Vorwärts wurde weggelassen, der Verein hieß fortan nur noch TuS Lindlar

 

 

 

Spielzeit 1929 / 30

 

 

2. Gauklasse

 

In der 2. Gauklasse Oberberg belegte der SV Sinspert-Wehnrath den 1. Tabellenplatz und stieg damit mit die 1. Gauklasse Oberberg auf

 

 

Verein

 

Als sich im August des Jahres 1929 in Marienhagen der örtliche Turnverein auflöste, fanden sich sehr schnell viele Bürger, die einen neuen Sportverein gründen wollten. Diesmal war es jedoch der aufstrebende Fußball, dem die ganze Aufmerksamkeit gelten sollte. Wilhelm Rötzel sammelte die Begeisterten um sich und rief sie am 9. März 1930 in der Gaststätte Jonas zusammen, um einen Fußballverein ins Leben zu rufen, der dann in der Versammlung auch unter dem Namen Verein für Rasenspiele Marienhagen gegründet wurde. Vierzehn Tage später fand in derselben Gaststätte eine weitere Versammlung statt, in der der 1. Vorstand gewählt und die Vereinsfarben rot und weiß festgelegt wurden. Zum 1. Vorsitzenden wählten die anwesenden Mitglieder Richard Feld, zum Stellvertreter Eugen Gries, Adolf Niersbach wurde Geschäftsführer, Kassenwart Anton Völler.

 

 

Gründung des Sportvereins Steimelhagen. In mühevoller Kleinarbeit entstand an der Straße von Appenhagen nach Steimelhagen der erste Sportplatz. Der Verein wird vom Westdeutschen Fußballverband dem Gau Betzdorf zugeteilt.

Zwar wird kurze Zeit später auch in Holpe ein Sportverein gegründet, dieser wird jedoch nicht aktiv, so dass sich die Fußballfreunde dem SV Steimelhagen zur Verfügung stellen

 

 

 

Spielzeit 1930 / 31

 

 

Verband

 

Zu Beginn dieser Spielzeit wurden die Spielklassen erneut umgestaltet. Als höchste Spielklasse für den Bereich des WSV wurde die Bezirksliga gegründet. Darunter befanden sich die 1. und. 2. Bezirksklasse, darunter die 1. und 2. Gauklasse.

 

 

2. Bezirksklasse

 

Die höchste Klasse für den Oberbergischen Kreis war folglich die 2. Bezirksklasse, in der die Vereine SSV 08 Bergneustadt, SSV Gummersbach, RS 19 Waldbröl, SSV Engelskirchen, Borussia Derschlag, Hansa Vollmerhausen, TuS Wiehl und der BV 09 Drabenderhöhe spielten.

Meister wurde der SSV 08 Bergneustadt vor dem SSV Gummersbach, die damit beide den Aufstieg in die zweithöchste Klasse im Gau, der 1. Bezirksklasse Remscheid schafften.

 

 

1. Gauklasse

 

Meister in der 1. Gauklasse wurde der Alper BC vor dem SSV Denklingen, dem SSV Odenspiel und dem SSV Dümmlinghausen. Alle Mannschaften hatten sich damit den Aufstieg in die 2. Bezirksklasse Oberberg gesichert.

 

 

2. Gauklasse

 

Meister der 2. Gauklasse, die in zwei Gruppen unterteilt war, wurden der SSV Hochwald und der ASV Mittelagger, gleichzeitig sicherte sich der SV Windhagen den Aufstieg in die 1. Gauklasse.

 

 

 

Spielzeit 1931 / 32

 

 

Verband

 

Zu Beginn der Spielzeit 1931 / 32 schrieb der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband einen Pokalwettbewerb für seinen Bereich aus.

 

 

Pokal

 

Zunächst wurde der Pokal in Vorrunden ausgetragen, für die sich jeder Verein der Gauklasse, der 2. Bezirksklasse sowie einzelne Gastmannschaft aus dem Deutschen Turnerbund melden konnten. Aus dieser Vorrunde qualifizierten sich für jeden Bezirk je nach Größe 7 – 10 Mannschaften für die Zwischenrunde. Die Zwischenrunde wurde in den einzelnen Gauen ausgetragen. Zu den bisher qualifizierten Mannschaften kamen die Vereine der 1. Bezirksklassen und der Bezirksligen hinzu. Die Sieger der insgesamt acht Bezirkspokale spielten dann in einer Endrunde den Westdeutschen Pokalsieger aus. Der Pokalsieger nahm als dritter Teilnehmer aus Westdeutschland an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft teil. Eine Regel zum Pokalwettbewerb besagte: „Falls das Spiel unentschieden endet, folgt sofort die Verlängerung von zwei mal 15 Minuten, wobei jedoch nicht länger als bis zum 1. Tor gespielt wird.

 

Als einziger Oberbergische Vereine konnte sich der SSV Gummersbach für die Vorrunde dieses Pokals, dem Bezirkspokal Bergisch-Mark qualifizieren. Jedoch musste man auswärts beim Erstligisten antreten, dem BV 08 Lüttringhausen antreten und schied mit einer 2:7 Niederlage aus dem Wettbewerb aus

 

 

 

Spielzeit 1932 / 33

 

 

1. Gauklasse

 

In der 1. Gauklasse Oberberg belegte der SSV Engelskirchen, punktgleich mit dem SSV Gummersbach, den 1. Tabellenplatz. Ein erstes Entscheidungsspiel um die Meisterschaft endete 1:1 unentschieden. Das zweite Entscheidungsspiel verlor der SSV Engelskirchen mit 0:2

 

 

Spielzeit 1933 / 34

 

 

Verband

 

Im Zuge der politischen Maßnahmen nach dem Reichstagsbrand verbieten die Nationalsozialisten im Februar zunächst die Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheiten (Rotsport und im Mai den Arbeiter Turn- und Sportverband (ATSB) und die dazugehörigen Vereine. Die Fußballvereine lösen sich daraufhin entweder auf und wechseln in den DFB über

 

Am 24. Mai 1933 gibt der Reichssportkommissar Hans von Tschammer und Osten bekannt, dass sämtliche Organisationen des deutschen Sports im Sinne der nationalsozialistischen Philosophie neu strukturiert werden sollen. Der anlaufende Prozess der gesellschaftlichen Gleichschaltung soll damit auch auf den Sportbereich übertragen werden.

 

Dazu werden die bisher bestehenden Verbände aufgelöst und den neu aufgestellten Fachverbänden zugeordnet. Der Fußball wird dabei dem Fachverband 2 zugeteilt.

 

Im Juni 1933 wird der bisherige 1. Vorsitzende des DFB, Felix Linnemann, zum Führer dieses Fachverbands ernannt.

 

Am 8. Juli 1933 wird auf dem DFB-Bundestag beschlossen, dass zudem die bisher vorhandenen geografischen Strukturen aufgelöst und Deutschland in 16 Gaue eingeteilt wird. Der Oberbergische Kreis wird dabei aus dem Bezirk Bergisch-Mark genommen und dem Gau XI Mittelrhein zugeteilt.

 

 

Artikel aus der Waldbröler Zeitung v. 10. August 1933

„Die Neuorganisation im Fußball. Gau Oberberg aufgelöst! Amtliche Mitteilung  im FUL. Der Führer des für uns zuständigen Gaues XI (Mittelrhein) Jakob Zündorf, Köln, hat das Gebiet seines Gaus in die drei Bezirke Köln, Koblenz und Trier eingeteilt. Der frühere Gau Oberberg, der nunmehr aufgehört hat zu bestehen, geht auf im Kreis Siegburg, der aus den politischen Kreisen Siegkreis, Waldbröl und Gummersbach besteht [da der Kreis Waldbröl zu diesem Zeitpunkt nicht mehr besteht, hätte es statt Waldbröl und Gummersbach Oberbergischer Kreis heißen müssen.]

Der Kreis Siegburg bildet zusammen mit den Kreisen Köln und Bonn den Bezirk Köln. Unsere heimischen Sportvereine sind also nicht mit den Remscheider Vereinen zusammengefasst worden, sondern mit den Kölnern.“

 

 

 

 

Spielzeit 1934 / 35

 

 

Verband

 

Zu Beginn dieser Spielzeit wurden die Gruppen erneut verändert, die Gegner des SSV Denklingen hießen nun SV Höhe, SV Schönenbach, SV Leuscheid oder SSV Odenspiel. Der SSV beendete dieses Spieljahr mit 0:28 Punkten abgeschlagen an letzter Stelle.

 

 

 

Spielzeit 1937 / 38

 

Jugend

 

Am Ende dieser Spielzeit belegte die Jugendmannschaft des RS 19 Waldbröl in ihrer Staffel den 1. Tabellenplatz.

Im Endspiel um die Kreismeisterschaft gewann Waldbröl dann gegen TuRa Dieringhausen knapp mit 3:2.

Eine Woche später unterlag man jedoch im Zwischenrundenspiel um die Gebietsmeisterschaft in Siegburg gegen Friedrich-Wilhelms-Hütte mit 0:2.

 

 

Verein

 

Im Jahre 1937 wurde die nationalsozialistische Philosophie der Machtkonzentration auch für den SSV Gummersbach bedeutsam. Auf politischen Druck mussten sich mehrere Gummersbacher Sportvereine, darunter der SSV Gummersbach zu einem Verein zusammenschließen. Der neue Verein nannte sich VfL Gummersbach 1861.

 

 

 

Spielzeit 1942 / 43

 

 

Jugend

 

Nachdem die Jugendmannschaft des VfR Marienhagen die Runde als Sieger beendet hatte, nahm sie als Vertreter des Kreises Oberberg an der damaligen Gebietsmeisterschaft [Mittelrhein-Meisterschaft) teil. Nach Siegen über die Jugendmannschaften des SV Bergisch-Gladbach, von Blau-Weiß Köln und des SV Geilenkirchen erreichte der VfR die Endrunde.

 

 

 

Spielzeit 1945 / 46

 

 

Verband

 

Nach Ende des 2. Weltkriegs übernahmen die Alliierten Besatzungstruppen die Macht in Deutschland. Der Bereich des Oberbergischen Kreises lag in der britischen Besatzungszone..

Die Alliierten hatten unter anderem auch den „Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen“ verboten und damit auch die Verbände und Vereine aufgelöst. Es nun keinen Verband, keine Vereine und damit auch keine Spielordnung oder regulärer Spielbetrieb mehr.

 

Mit Genehmigung der britischen Militärbehörde hatte Fritz Pampus aus Dieringhausen Mitte Juli zu einer Versammlung eingeladen, in welcher über die Neugestaltung des Sports und die Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Oberbergischen beraten werden sollte.

 

Am 29. Juli trafen sich im Dieringhauser Hotel Hammerschmied 90 Sportler aus 16 Vereinen und schufen in ausgiebigen und sachgerechten Beratungen die Grundlage für die Wiederaufnahme des Sports im Oberbergischen, umsichtiger Versammlungsleiter war Wilhelm Wardenbach aus Wiehl. Unter seiner Leitung wurde, per Zuruf, der erste Nachkriegs-Vorstand des Oberbergischen Fußballs gewählt. Kreisfachwart wurde Fritz Pampus, Jugendobmann Ernst Huhn aus Vollmerhausen, Schiedsrichterobmann Walter Schöler aus Gummersbach, Mitarbeiter des Jugendobmanns Karl Euler aus Wiehl und Beisitzer Carl Bonner aus Engelskirchen. In den erweiterten Vorstand wurden zudem Herbert Dick aus Waldbröl und Karl Klohsowski aus Dieringhausen gewählt. Dieser Verband gab sich den Namen „Oberbergischer Sportverband“ (OSV).

 

Mitte Juli fand sich in der Gummersbacher Gaststätte Solbach ein kleiner Kreis Fußballer zusammen, zur Neugründung des Fußballvereins SSV Gummersbach; Alfred Solbach, Rolf Solbach, Karl Wirths, Bernhard Stommel, Josef Steimel, Alfred Schramm, Walter Schöler, Otto Dick, Karl Kühr, Otto Clemens, Erich Wirths, Fritz Buchholz, Josef Reichert und Paul Herhaus. Der Beginn wurde durch ein strenges Versammlungsverbot der englischen Besatzungsmacht erschwert. Alfred Solbach und Bernd Stommel wurden vom englischen Stadtkommandanten vorgeladen, Alfred Solbach sogar einmal kurze Zeit in Haft genommen.

Am 12. August 1945, gut drei Monate nach Kriegsende wurde der SSV Gummersbach als eigenständiger Verein neu gegründet. Zum ersten neuen Abteilungsleiter wurde Alfred Solbach gewählt, der sich auch sehr massiv für die Belange des gesamten Oberbergischen Fußballs einzusetzen wusste

 

Am 30. September 1945 trafen sich auf Initiative von Hubert Frohne hin fast vierzig Belmicker Bürger in der Gastwirtschaft Josef Bieker, um den vor zehn Jahren verbotenen Sportverein wieder aufleben zu lassen. Den Sportplatz hatte man bereits vorher notdürftig wieder hergerichtet. In der Versammlung wurde zunächst die Notwendigkeit eines eigenen Sportvereins bestätigt, dann wurde Hubert Frohne zum 1. Vorsitzenden gewählt. Der neue Name des Vereins lautete nun Turn- und Spielverein Belmicke. In dieser Gründungsversammlung wurde ebenfalls beschlossen, dass man sich dem Deutschen  Fußballbund anschließt. So wurde der TuS Belmicke Gründungsmitglied der im November 1945 beginnenden ersten Spielserie nach dem Krieg.

In den letzten beiden Meisterschaftsspielen dieser Gründungsspielzeit hatte sich der TuS Belmicke mit drei guten Spielern aus Drolshagen verstärkt. Weil es für den TuS Drolshagen im Kreis Olpe noch keine Möglichkeit bestand, den regulären Spielbetrieb aufzunehmen, betrieb man sowohl von Belmicker als auch von Drolshagener Seite aus den Zusammenschluss. Am 13. April 1946 trafen sich die Vertreter beider Vereine im Gasthof Stahl in Stupperhof und besprachen die Einzelheiten. Schon an diesem Abend konnte man die Bildung des Vereins Turn- und Sportverein Drolshagen-Belmicke verkünden

 

Am 21. Oktober 1945 fand in der Gummersbacher Gaststätte Solbach eine Sitzung des OSV statt, auf welcher die Rahmenbedingungen einer Spielrunde besprochen wurden. Die bis dato gemeldeten Vereine wurden in drei regional zusammengestellten Gruppen (Wiehl, Bröl und Agger) eingeteilt, und letztlich der Termin für den Beginn dieser Runde auf den 11. November festgesetzt.

 

 

Kreisklasse

 

Der Kreismeister sollte dann in einer gesonderten Endrunde ermittelt werden, für die sich die Meister der jeweiligen Gruppen qualifiziert hatten.

In der Endrunde mit dem Meister der Gruppe Bröl, dem SSV Wildbergerhütte-Odenspiel und dem Meister der Gruppe Agger, dem SSV 08 Bergneustadt hatte Nümbrecht vor dem letzten Spiel einen Punkt Vorsprung auf den SSV Wildbergerhütte-Odenspiel und genau bei diesem Gegner mußte Nümbrecht antreten, so dass es zu einem echten Endspiel um die Kreismeisterschaft kam. Nümbrecht genügte ein Unentschieden, die Hausherren mussten gewinnen, um selber Kreismeister zu werden.

Am 16. Juni 1946 standen rund 1.000 Zuschauer rund um den Sportplatz in Wildbergerhütte. Bereits frühzeitig mußte Wildbergerhüttes bester Stürmer Will Nusch verletzungsbedingt ausscheiden. So hatten die stark aufspielenden Gäste keine Probleme ihr technisch versiertes Spiel aufzuziehen. Letztlich gewannen sie soverän mit 4:0 und wurden damit erster oberbergischer Kreismeister nach dem Krieg. Willi Bars für die Hausherren sowie Spielertrainer Albert Marx, Werner Hermann, Helmut Fiedler und Walter Wilhelms waren die bestimmenden Spieler auf dem Platz

 

 

Als Kreismeister stieg der SSV Homburg-Nümbrecht in die neu gegründete Bezirksklasse Mittelrhein auf.

 

Die Endrunde um die Mittelrheinmeisterschaft wurde Ende Juli und im August 1946 ausgetragen. Qualifiziert waren die Kreismeister des Kreises Köln; Schwarz-Weiß Köln, des Kreises Bonn, Sportfreunde Üdingen, des Kreises Aachen, Rhenania Würselen, des Kreises Sieg, SSV Troisdorf 05, des Kreises Düren, die SG Düren 99 und des Kreises Oberberg. Der Kreisemeister des Kreises Erkelenz wurde für die Endrunde nicht gemeldet.

Der Modus lautete jeder gegen jeden in fünf Spieltagen. Am 1. Spieltag, der am 28. Juli 1946 ausgetragen wurde, spielte der SSV Nümbrecht auf hemischen Platz gegen Schwarz-Weiß Köln und unterlag mit 0:2. Am 2. Spieltag verlor man zu Hause gegen Rhenania Würselen mit 0:5, am 3. Bei der SG Düren 99 mit 0:8. Am 14. August spielte man am heimischen Hömerich gegen Sportfreunde Üdingen 0:0 unentschieden und holte damit den ersten Punkt in dieser Endrunde. Am 5. und letzten Spieltag verlor man dann gegen den SSV Troisdorf 05 mit 2:5. So belegte man in der Abschlusstabelle mit 1:9 Punkten und 2:20 Toren den letzten Tabellenplatz.

Mittelrheinmeister wurde nach Entscheidungsspiel, Spielabruch und Verbandsbeschluß die SG Düren 99.

 

Die ersten drei einer jeden Gruppe wurden der neu gegründeten 1. Kreisklasse zugeteilt, dazu in einer Ausscheidungsrunde die 4. der Staffeln 2 und 3.

 

Die übrigen Vereine einschließlich der Neugründungen wurden auf zwei Gruppen in der 2. Kreisklasse verteilt.

 

 

Freundschaftsspiele

 

Am 17. März 1946 standen sich in einem Freundschaftsspiel eine kombinierte Mannschaft des SSV Gummersbach und der TuRa Dieringhausen und des ehemaligen Deutschen Meisters Fortuna Düsseldorf gegenüber. Vor 6.000 Zuschauer in der Gummersbacher Lochwiese gingen die Hausherren bereits in der 5. Spielminute mit 1:0 in Führung. Einem Fortuna-Spieler sprang der Ball im eigenen Strafraum unglücklich an die Hand, und der 64-jährige Schiedsrichter Alfred Schramm aus Gummersbach zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Halbstürmer Heinrich Stuhldreher von der TuRa verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:0. Nach diesem Rückstand drehten die Gäste nunmehr richtig auf und erzielten in regelmäßigen Abständen ihre Tore zum letztlich völlig verdienten 4:1 Erfolg

 

Kombinierten:

Heinz Schneevogt (SSV Gummersbach), Alfred Hamburger (SSV Gummersbach), Friedel Schütz (TuRa Dieringhausen), Erwin Brand (SSV Gummersbach), Kurt Kleinjung (TuRa Dieringhausen), Karl Rauch (SSV Gummersbach), Hans Heirich (SSV Gummersbach), Josef Trapp (TuRa Dieringhausen), Werner Fuchs (SSV Gummersbach), Heinrich Stuhldreher (TuRa Dieringhausen), Gerhard Kienbaum (SSV Gummersbach)

 

 

Verein

 

Im Spätsommer fanden sich einige Männer zusammen, in der Absicht in der Gemeinde Lindlar den Sport wieder aufleben zu lassen. Trotz aller widrigen Umstände gelang es ihnen, Bekleidung und Sportgeräte zu beschaffen und wieder ein Vereinsleben entstehen zu lassen. In einer Versammlung wurde die Neugründung des TuS Lindlar beschlossen, zum 1. Vorsitzenden wurde Alois Schumacher gewählt.

Gleichzeitig stellte man ein Aufnahmeersuchen an den neugegründeten Fußballkreis Oberberg, dem Anfang 1946 stattgegeben wurde, der Verein wurde für die kommende Spielzeit der 2. Kreisklasse Oberberg zugeteilt

 

 

 

Spielzeit 1946 / 47

 

 

1. Kreisklasse

 

In der 1. Kreisklasse belegte der TuS Derschlag mit zwei Punkten Vorsprung auf den RS 19 Waldbröl den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Bezirksklasse Mittelrhein auf.

 

 

Verein

 

Obwohl die Mannschaft des TuS Belmicke-Drolshagen nun einen wirklich guten Standard erreicht hatte und von renommierten auswärtigen Trainer betreut wurden, schafften sie am Ende der Spielzeit 1946 / 47 nicht den erhofften Aufstieg in die 1. Kreisklasse Oberberg. Man musste sich mit dem enttäuschenden Platz 4 begnügen. Da sich inzwischen für Drolshagen die sportliche  Situation im Kreis Olpe gebessert hatte, trennten sich beide Vereine  im Juli 1947 bereits wieder.

 

 

Spielzeit 1947 / 48

 

 

1. Kreisklasse

 

Am Ende dieser Spielzeit standen mit dem SSV 08 Bergneustadt und dem SSV Wildbergerhütte-Odenspiel zwei Mannschaften punktgleich an der Tabellenspitze, so dass der Kreis ein Entscheidungsspiel um die Meisterschaft ansetzten musste. Am 21. April 1948 trafen dann beide Mannschaften auf dem Kreissportplatz in Vollmerhausen zum dritten Mal aufeinander.

Die 3.000 Zuschauer sahen zunächst ein dürftiges Spiel. Von Beginn an wurden bei den Neustädtern deutlich, dass sie gegen den sehr defensiv eingestellten Gegner die falsche Taktik wählten. Die Neustädter drängten die Hütter mit Macht in die Defensive und nahmen sich dadurch gleichzeitig den notwendigen Platz um ihr technisch gutes Spiel aufziehen zu können. Minutenlang standen bis auf SSV-Torwart Robert Hillmer alle anderen 21 Spieler in der gegnerischen Hälfte. Der Raum wurde eng und die vielbeinige Abwehr ließ erst gar keine gefährlichen Situationen aufkommen. Neustadt hätte den Gegner besser mitspielen lassen und damit aus der eigenen Hälfte gelockt.

Erst in der 43. Minute fand Egon Schmidt eine Lücke in der Wildbergerhütter Abwehr und ihren Torwart Karlheinz Pühler überwinden. Mit einer knappen aber mehr als verdienten 1:0 Führung wurden auch die Seiten gewechselt.

Nach Wiederanpfiff entwickelte sich ein offenes Spiel. Die Hütter mussten nun mehr wagen und gingen entsprechend ihrerseits zum Angriff über. Hierbei erspielten sie sich durchaus gute Torchancen, einmal konnte Verteidiger Erich Krummer für seinen bereits geschlagenen Torwart Hillmer im letzten Moment retten, und den Ausgleich damit verhindern. Anschließend war die Neustädter Abwehr jedoch wach, und ließ die Hütter Angriffe gar nicht erst gefährlich werden. Ihre eigenen Angriffe sorgten hingegen auch weiterhin für gefährliche Situationen

In der 75. Minute kam Neustadts Stürmer Josef Jordan frei zum Schuss und erhöhte auf 2:0, was angesichts des Spielverlaufs bereits eine Vorentscheidung bedeutete. In der 86. Minute schlug sich ein Hütter Verteidiger bei einem umständlichen Abwehrversuch den Ball ins eigene Tor zum 3:0, und nur zwei Minuten später schaffte Heinz Nagel gar einen vierten Treffer. In einem vom Morsbacher Schiedsrichter Walter Brüninghaus souverän geleiteten stets fairen Spiel kamen die Wildbergerhütter fast mit dem Schlusspfiff zumindest zum Ehrentreffer.

Erich Krumme, Helmut Wunderlich, Artur Moritz, Egon Schmidt und Torwart Robert Hillmer bei Bergneustadt sowie Paul Rieband und Torwart Karlheinz Pühler bei Wildbergerhütte waren die Besten.

 

In der Aufstiegsrunde zur Bezirksklasse musste sich der SSV 08 Bergneustadt dann eingestehen, dass seine Leistungen für diese Klasse noch nicht reichten. Nachdem sie das erste Spiel verloren hatten, erreichten sie im zweiten Spiel vor 1.500 Zuschauer in Vollmerhausen gegen den Bonner Vertreter SV Mehlem nur ein 1:1 unentschieden, woraufhin sie chancenlos zum dritten Spiel gegen den Bergheimer Vertreter Kerpen nicht mehr antraten.

 

 

Freundschaftsspiel

 

Am 31. Juli 1947 erwarteten über 4.000 Zuschauer am Rebbelrother Freibad den heimischen Bezirksligisten TuS Derschlag und den süddeutschen Oberligisten 1. FC Schweinfurt 05 zu einem Freundschaftsspiel. Die Gäste liefen unter anderem mit den Nationalspielern Andreas Kupfer, Albin Kitzinger und Robert Bernard auf.

Bereits in der 1. Spielminute erlief sich Hans Heirich eine zu lasche Rückgabe des Schweinfurter Verteidigers Scheublein und schob den Ball zum 1:0 ins Tor. Aber nur kurze Zeit später erzielte Jakob Lotz mit einem unhaltbaren Schrägschuss den Ausgleich. Die Gäste zogen nun das Tempo an, in der 25. Minute gingen sie folgerichtig durch einen von Paul Gorski verwandelten Handelfmeter mit 2:1 in Führung. Trotzdem hielt der TuS wacker gegen, und kam in der 40. Minute zum Ausgleich, als Bernard zu kurz abwehrte und Hennes Hofmann den Ball mit dem Kopf eindrückte. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt.

Nach der Pause ging das muntere Spiel weiter, auch wenn die Gäste nach und nach mehr Spielanteile bekamen. Gegen kräftemäßig nachlassende Hausherren gelang Lotz zunächst das 3:2. Nach einer schönen Kombination der Läuferreihe Kupfer Bernard und Kitzinger gelang abermals Lotz zunächst das vierte Tor und nur zwei Minuten später gar das 5:2. Die Derschlager stellten ihr Spiel nun ein wenig um, so dass die Läuferreihe nicht mehr so gekonnt aufspielen konnte. In der Schlussphase kamen sie wieder zu einigen guten Torchancen. Eine davon nutzte Hofmann in der 85. Minute als er Schweinfurts Torwart Fritz Käser zum drittenmal überwand. Beim Stand von 5:3 für die Süddeutschen blieb es dann bis zum Schlusspfiff.

 

Derschlag:

Schöning, Alfred Hamburger, Budde, Erich Bech, Peters, Hansi Huland, Hans Heirich, Edwin Holland, Hofmann, Ludwig Münch, Robert Scharnowski

 

Schweinfurt:

Fritz Käser, Rolf Baier, Ludwig Merz, Albin Kitzinger, Karl Kupfer, Andre Kupfer, Paul Gorski, Robert Bernard, Jakob Lotz, Herbert Zimmermann, Rudi Schaupp

 

Auch diese Meldung gehörte letztlich zum Spiel: „ […] im Uebrigen wurde der vielbesprochende Fall Kupfer richtig gestellt. Der -Anderl- aus Schweinfurt hat völlig recht, wenn er dementiert, mit Krefeld irgendeine Verbindung zu haben. Allerdings ist da ein kleinerer idyllischer Ort im Oberbergischen Land, Derschlag, wo dem Nationalspieler ein Einfamilienhaus und seiner Frau ein Geschäft geboten wurde. Aber es scheint wohl nichts geworden zu sein.

(laut der Sportzeitung „Kicker“ v. 27.10.1948)

 

 

16. Mai 1948

3.000 Zuschauer warteten rund um den Sportplatz an der Waldbröler Maibuche gespannt auf das Auftreten einer Auswahlmannschaft der oberen Sieg und des Südkreises gegen den West-Oberligisten Sportfreunde Katernberg, und wurden letztlich ein wenig enttäuscht. Denn die Ruhrgebietler waren mit einigen Ersatzspielern aufgelaufen und zeigten von daher nicht die Leistung, die man von ihnen erwartet hatte. Vielleicht lag es ja auch an der Leistung der Auswahlmannschaft, die viele Zuschauer mit ihrem mutigen und engagierten Spiel überraschten. Es wurde beileibe kein Spiel auf ein Tor, bei dem es letztlich nur um die Höhe des Erfolges geht. So kam er Oberligist auch nicht durch einen wundervoll vorgebachten Angriff oder einen tollen Spielzug zum 1:0, sondern durch ein Missverständnis in der Hintermannschaft, die der Katernberger Linksaußen mit einem unhaltbaren Linksschuss ausnutzt. Auch das zweite Tor fiel nach einer Unsicherheit, als der Wiehler Torwart Fred Will einen harten Schuss zwar halten konnte, aber abprallen ließ, und der Halbrechte des Gegners den Ball zum 2:0 ins Tor schieben konnte. Das sollte aber auch der einzige Fehler des Torwarts sein, der ansonsten grandios hielt, und seiner Abwehr den notwendigen Rückhalt bot, den Angriffen zu widerstehen. So kamen die Gegner kaum zu sehenswerten Spielzügen, sondern schlugen den Ball meist steil nach vorne, in der Hoffnung, dass die Stürmer etwas damit anzufangen wissen. Jedoch erwies sich die Abwehr mit den Verteidigern Heinz Klein aus Waldbröl und Günter Müller aus Schladern, geführt vom hervorragenden Mittelläufer Heinz Hundhausen aus Oettershagen ihren Gegnern durchaus ebenbürtig. Auch das Spiel nach vorne lief bei der Auswahlmannschaft recht passabel, nur fehlte ganz vorne ein richtiger Vollstrecker, so blieb auch hier vieles Stückwerk. Als bei den reinen Amateuren die Kräfte nachließen, verstärkten die Gäste noch einmal ihre Angriffsbemühungen und Torwart Will stand wieder öfters im Mittelpunkt. Doch diesmal ließ sich die Abwehr nicht mehr überlisten. Ganz im Gegenteil, Günter Müller aus Schladern drosch den Ball bei einem Freistoß mit unheimlicher Wucht unter die Latte des gegnerischen Tores, dass dem Oberliga-Torwart keine Abwehrchance blieb.

Als der Schiedsrichter das Freundschaftsspiel nach neunzig Minuten abpfiff, hieß es 2:1 für Katernberg und die Auswahlmannschaft hat sich mehr als achtbar aus der Affäre gezogen.

 

Auswahl.

Fred Will (RS 19 Waldbröl) – Heinz Klein (RS 19 Waldbröl), Günter Müller (TuS Schladern) – Heinz Hundhausen (SV Oettershagen), Anton Tiller (SV Leuscheid), Willi Sauer (SV Schönenbach) – Kurt Branscheid (RS 19 Waldbröl), Hans Beer (SV Hermesdorf), Hans Kaiser (SV Schönenbach), Ernst Linka (RS 19 Waldbröl), Walter Bähner (TuS Schladern)

 

 

Verein

 

Nach nur einem Jahr im Fußballkreis 4 Oberberg beantragte der TuS Lindlar aus verkehrstechnischen Gründen die Aufnahme in den Fußballkreis 1 Köln, dort gelang ihnen auf Anhieb der Aufstieg in die 1. Kreisklasse

 

 

 

Spielzeit 1948 / 49

 

 

1. Kreisklasse

 

In der 1. Kreisklasse belegte der SSV Wildbergerhütte mit sieben Punkten Rückstand auf den TuS Wiehl, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz und musste damit in die 2. Kreisklasse absteigen

 

 

2. Kreisklasse

 

In der 2. Kreisklasse belegte der TuS Brüchermühle mit zwei Punkten Rückstand auf den BSV Bielstein, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den vorletzten Tabellenplatz und musste damit in die 3. Kreisklasse absteigen

 

 

3. Kreisklasse

 

In der 3. Kreisklasse, Staffel 1 belegte die SV Frielingsdorf-Scheel mit vier Punkten Vorsprung auf die Reservemannschaft des TuS Derschlag den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 2. Kreisklasse auf

 

 

Kreispokal

 

Der Kreispokal Oberberg wurde in dieser Spielzeit nach Beendigung der regulären Meisterschaftsspiele ausgetragen.

Nach der 1. Runde mussten der VfR Marienhagen und Hansa Vollmerhausen ihre weitere Teilnahme abbrechen, da sie gleichzeitig an der Aufstiegsrunde zur Bezirksklasse teilnahmen.

 

So setzten sich letztlich der SSV Nümbrecht und der SSV Wildbergerhütte durch

 

Da die Vereine Hansa Vollmerhausen und VfR Marienhagen durch die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Bezirksklasse nicht weiter am gleichzeitig stattfindenden Kreispokal teilnehmen konnten, beide Vereine aber bekunden, dass sie großen Wert auf eine Teilnahme legten, entschloß sich der Kreisausschuß des Fußballkreises Oberberg, im Hinblick auf die schweren Aufstiegsspiele, die beide Vereine durchzustehen hatten, sie mit den letzten beiden Vereinen SSV Wildbergerhütte und SSV Nümbrecht zum Halbfinale wieder mitspielen zu lassen.

 

Gegen diese Entscheidung des Kreisausschusses legte der SSV Wildbergerhütte Protest ein.

 

Die Spruchkammer des Fußballkreises Oberberg entschied nach einer längeren Sitzung, dass die Vereine Hansa Vollmerhausen und der VfR Marienhagen nicht mehr in die laufende Pokalrunde eingereiht werden durften.

So standen der SSV Wildbergerhütte und der SSV Nümbrecht als Endspiel-Teilnehmer fest

 

Das Endspiel fand am 12. Juni 1949 in Wiehl statt. Zunächst hatten die favorisierten Nümbrechter die Einsatzfreude des Absteigers aus der 1. Kreisklasse doch sehr unterschätzt, denn ihr Spiel wirkte unmotiviert und wenig zielstrebig. Erst langsam fanden die Nümbrechter zum Spiel und bauten die Angriffe systematischer auf, auch erkannte man immer deutlicher den technischen Unterschied beider Mannschaften. In der 35. Minute entschied der Schiedsrichter nach einem Handspiel im eigenen Strafraum auf Elfmeter für Nümbrecht. Heinz Sorychta ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte sicher zur 1:0 Führung. Kurz darauf unterlief einem Wildbergerhütter Spieler ein Eigentor zum 0:2. Abermals nur wenige Minuten später erhöhte Walter Weber zum 3:0. Der Druck der Nümbrechter wurde nun so groß, dass sich die Hütter noch ein zweites Mal den Ball ins eigene Tor schlug. Zur Pause war das Spiel entschieden. Nümbrecht führte mit 4:0. Nach dem Wechsel verfiel das Spiel zusehends. Die Nümbrechter wollten nichts mehr tun, die Hütter ihrerseits konnten nichts tun. So gab es zwar noch einige halbherzig vorgetragene Angriffe, wobei jedoch nichts Zählbares bei herumkam, zumal die Nümbrechter den Gegner mehr als einmal in ihre gut organisierte Abseitsfalle laufen ließen. Als der Schiedsrichter nach neunzig Minuten  das Spiel abpfiff, waren eigentlich alle erleichert. Nümbrecht war durch einen auch in dieser Höhe verdienten 4:0-Erfolg Kreispokalsieger geworden.

 

 

Der Kreisfußballausschuss setzt nunmehr ein Spiel der beiden Ausgeschlossenen Hansa Vollmerhausen gegen den VfR Marienhagen an, um so den Wettbewerb zur Ermittlung des besten oberbergischen Vereins einen neuen Reiz zu geben.

 

In Vollerhausen gewann der VfR Marienhagen gegen Hansa Vollmerhausen mit 5:0

 

Nunmehr wurde für den 26. Juni 1949  im Rahmen der Sportwoche in Vollmerhausen das Spiel des Kreispokalsiegers SSV Nümbrecht gegen den VfR Marienhagen angesetzt.

 

Vor 3.000 Zuschauer lieferten sich beide Mannschaften ein kampfbetontes Spiel, daß aber die Zuschauer nicht recht begeisterte, dass zu sehr auf Sicherheit gespielt wurde, und die besten Kräfte beider Mannschaften in den Deckungsreihen standen. Zunächst hatte Nümbrecht mit zügigen Flachpässen mehr von Spiel, scheiterte aber an der guten Marienhagener Deckung. Dann kamen sie selber mit halbhohen Zuspiel etwas mehr zu Geltung, aber auch sie erbrachten nichts Zählbares. Nach dem Wechsel wurde das Spiel noch kampfbetonter. Nümbrecht agierte auch hier mit ihrer äußerst geschickt gestellten Abseitsfallen, in die die Marienhagener Spieler mehr als einmal hinein liefen. Die Deckung stand, und da sie auch keine Fehler machten, stand es nach neunzig Minuten immer noch torlos 0:0 unentschieden.

In der Verlängerung hatten die Marienhagener dann die besseren Kraftreserven, die Nümbrechter Deckung zeigte Schwächen, die dann sofort zu zwei Tore ausgenutzt wurden. Am Ende stand dann ein verdienter 2:0 Erfolg der kräftemäßig besseren Marienhagener.

 

 

 

Freundschaftsspiel

 

Am 19. Dezember 1948 standen sich auf dem Platz am Rebbelrother Freibad zu einem Freundschaftsspiel der heimische TuS Derschlag und der deutsche Vize-Meister 1. FC Kaiserslautern gegenüber. Unter den 7.000 Zuschauern reihte sich auch Sepp Herberger, der designierte Bundestrainer ein um seine Schützlinge zu beobachten. Star der Südwestdeutschen war ohne jeden Zweifel der mehrfache Nationalspieler Fritz Walter. Zudem liefen mit Werner Kohlmeyer, Werner Liebrich und Ottmar Walter drei weitere Weltmeister von 1954 auf.

Schon nach einer Minute stand es 0:1, als Mittelstürmer Ottmar Walter die Nervosität des Bezirksligisten gnadenlos ausnutzte. Nach zwölf Minuten erhöht Fritz Walter auf 2:0. Erst langsam kamen die Oberberger ins Spiel, doch als sie ihre Scheu überwunden hatten, erspielten sie sich gute Torchancen. Nach einem schnellen Vorstoß bekam Rechtsaußen Edwin Holland den Ball, seinen guten Pass verwandelte Mittelstürmer Rudi Schupp zum 1:2 Anschlusstreffer. Bis zur Pause tat sich dann auf beiden Seiten recht wenig.

Direkt nach Wiederanpfiff ging Fritz Walter nahezu ohne Gegenwehr durch die Derschlager Verteidigung und erzielte das 3:1. So langsam ließen bei den Oberbergern die Kräfte nach, so dass die Gäste ihre technische und läuferische Überlegenheit voll ausspielen konnten. Rechtsaußen Günter Grewenig traf mit einem unhaltbaren Flachschuss zum 4:1. Ottmar Walter nach einem Fehler von Ludwig Münch zum 5:1. Auf Vorlage von Fritz Walter erzielte Werner Liebrich mit einem Schuss aus 30 Metern das 6:1. Nach einem herrlichen Alleingang von Fritz Walter hieß es 7:1 und mit dem Schlusspfiff sorgte erneut Grewenig mit seinem Tor zum 8:1 für den Schlusspunkt in diesem großartigen Spiel.

 

Derschlag:

Paul Klaus (SpVg Frechen 20), Eugen Pauly, Horst Quarz, Hans Huland, Alfred Hamburger, Erich Bech, Edwin Holland, Kurt Liepold, Rudi Schaupp, Ludwig Münch, Robert Scharnowski

 

Kaiserslautern:

Werner Berndt, Rudolf Huppert, Werner Kohlmeyer, Ernst Liebrich, Werner Liebrich, Heinz Klee, Günter Grewenig, Fritz Walter, Ottmar Walter, Werner Baßler, Hans Christensen

 

 

Verein

 

Im Jahr 1948 wurde der Fußballclub Pernze-Wiedenest gegründet. Die Spiele wurden auf dem Sportplatz Frümerich ausgetragen. Dieser lag im Wald oberhalb der Bahnlinie Bergneustat - Olpe im Bereich des Belmicker Weges Richtung Hundeplatz / Attenbach / Belmicke.

 

 

 

Spielzeit 1949 / 50

 

 

Bezirksklasse Mittelrhein

 

In der Staffel 2 stand der TuS Derschlag am Ende dieser Spielzeit, punktgleich mit dem BV 01 Opladen, gemeinsam an der Tabellenspitze und stiegen auch gemeinsam in die Landesliga Mittelrhein auf

 

 

2. Kreisklasse

 

In der 2. Kreisklasse, Staffel 1 belegte der SV Hermesdorf mit einem Punkt Vorsprung auf den SSV Denklingen den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 1. Kreisklasse Oberberg auf

 

 

3. Kreisklasse

 

In der 3. Kreisklasse, Staffel 2 belegte der TuS Brüchermühle verlustpunktfrei mit sechs Punkten Vorsprung vor der SV Sinspert-Wehnrath den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 2. Kreisklasse auf

 

 

 

Freundschaftsspiel

 

Am 1. Mai 1950 begrüßten fast 7.000 Zuschauer auf dem Sportplatz in Vollmerhausen die Mannschaften des West-Oberligisten Preußen Dellbrück und einer Oberbergischen Kreis-Auswahlmannschaft. Direkt nach dem Anpfiff des Bielsteiner Schiedsrichters Willi Stockhausen wurden die Einheimischen in die Defensive gedrängt. Durch einen Doppelschlag von Martin Mühlfarth aus der 15. und 17. Minute gingen die Kölner schnell mit 2:0 in Führung. Erst jetzt fanden auch die Oberberger ins Spiel und starteten mit Einsatz die ersten eigenen erfolgversprechenden Angriffe. In der 30. Minute wurde der Derschlager Curt Kreile von seinem Vereinskameraden Ludwig Münch schön freigespielt, scheiterte mit seinem Schuss aber am gegnerischen Torwart Fritz Herkenrath. Das schien für den Oberligisten ein Zeichen zu sein, die Zügel wieder anzuziehen, denn sie zogen ihre Angriffe wieder entschlossener durch und das mit Erfolg. Bis zur Pause erhöhten Walter Severin, Josef Schmidt und Willi Schlömer auf 5:0.

Nach dem Wechsel stellten die Dellbrücker sichtbar auf Trainingsbetrieb um. Jeder Angriff wurde in einer anderen Variation durchgezogen. Aber erst, als bei den Oberbergern die Kraft immer mehr nachließ, war dieses Spielsystem vom Erfolg gekrönt. Mühlfahrt und Severin mit zwei weiteren Toren sowie ein letztes Tor aus dem Gedränge heraus. Als der Schiedsrichter das Spiel nach neunzig Minuten abpfiff lautete das Endergebnis zwar 8:0 für Preußen Dellbrück, dennoch konnten die Zuschauer zufrieden den Platz verlassen, denn sie hatten nicht nur eine technisch auf hohem Niveau stehende Oberligamannschaft sondern auch leidenschaftlich kämpfende Oberberger gesehen.

 

Kreisauswahl:

Willi Plamenstrom (TuRa Dieringhausen) – Willi Sträßer, Werner Weber (beide SSV Nümbrecht) – Hans Huland (TuS Derschlag), Harald Hackländer (VfR Marienhagen), Curt Kreile (TuS Derschlag) – Egon Reuber (VfR Marienhagen), Kurt Branscheid, Heinz Weigel (beide RS 19 Waldbröl), Ludwig Münch, Robert Scharnowski (beiden TuS Derschlag)

 

Eingewechselt wurden: Werner Hermann (SSV Nümbrecht), Walter Lück, Dieter Schmidt (beide TuS Wiehl)

 

 

Preußen Dellbrück

Fritz Herkenrath – Eduard Zielinski, Johann Paffrath – Hubert Hübecker, Heinz Schlömer, Hermann Drost – Werner Fischer, Willi Schlömer, Josef Schmidt, Martin Mühlfahrt, Walter Severin

 

 

 

Spielzeit 1950 / 51

 

 

1. Kreisklasse

 

Am Ende dieser Spielzeit wurde der VfR Marienhagen in der 1. Kreisklasse einem Punkt Vorsprung auf den SSV 08 Bergneustadt Kreismeister wurde und schaffte den Aufstieg in die Bezirksklasse Mittelrhein, eben mit Torwart Rolf Dienes, den Brüdern Hackländern und Friedhelm Schneider. Zeitgleich wurde nach vorbildlicher Zusammenarbeit der VfR-Mitglieder mit der Dorfgemeinschaft der neue Sportplatz eingeweiht.

 

 

2. Kreisklasse

 

In der 2. Kreisklasse, Staffel Agger belegte der SV Sinspert-Wehnrath mit zwei Punkten Vorsprung auf den TuS Belmicke den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 1. Kreisklasse auf

In der Staffel Bröl belegte der TuS Brüchermühle mit sechs Punkten Vorsprung auf den SSV Hochwald den 1. Tabellenplatz und stieg damit ebenfalls in die 1. Kreisklasse auf

 

 

Pokal

 

Im Endspiel um den Kreispokal Oberberg gewann der SSV Nümbrecht am 23. Juni 1951 vor 600 Zuschauer in Bielstein gegen den TSV Ründeroth mit 4:0. Zu Beginn des Spiels bestimmt nicht, wie eigentlich allgemein erwartet, der favorisierte Bezirksligist Nümbrecht das Spiel, sondern quasi mit dem Mut der Verzweiflung, der Vertreter der 1. Kreisklasse Ründeroth. Ihnen stand nur der Nümbrechter Torwart Sattler im Weg, der mit einigen tollen Paraden einen frühen Rückstand verhinderte. Nach einer guten halben Stunde war der Schwung der Ründerother ergebnislos verflogen, nun kamen auch die Nümbrechter endlich ins Spiel. In der 40. Minute zeigte dann Weber, wie man es richtig macht, als er mit der ersten richtig gelungenen Aktion gleich das 1:0 für den SSV erzielte. Damit war der Elan des TSV endgültig gebrochen. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt.

Nach der Pause spielten nur noch die Nümbrechter, die Ründerother kamen nur noch zu gelegentlichen Entlastungsangriffen. Zudem verletzte sich noch Ründeroths Torwart Weiermann, er konnte jedoch nach einer kurzen Behandlungspause weiterspielen. Arnold erhöhte kurz darauf auf 2:0, abermals Weber markierte in der 75. Minute das 3:0, und kurz vor Schluß war es Dickel, der mit seinem Tor zum 4:0 für den Endstand sorgte. Letztlich gewann Nümbrecht zwar verdient, aber zu hoch.

 

 

Freundschaftsspiel

 

Am 12. August 1950 standen sich am Rebbelrother Freibad der heimische Landesligist

und der mehrfache österreichische Landesmeister First Vienna Wien gegenüber. Die 3.000 Zuschauer sahen von Beginn an eine schwungvolle Begegnung, in der die Gäste zwar technisch und spierlisch überlegen waren, dies machten die Hausherren durch erhöhten Kampfgeist mehr als wett.

Direkt nach dem Anpfiff zeigen die Wiener einige sehr schöne Spielzüge. In der 2. Minute spielt Rechtsaußen Marchan einen genauen Paß auf Mittelstürmer Erich Medveth, der den Ball aus einer eigentlich sehr ungünstigen Position trotzdem unhaltbar für Derschlags Torwart Heinz Berg zur frühen Führung einschießt. Die Hausherren lassen sich jedoch nicht entmutigen und zeigen ihrerseits ansehnlichen Kombinationsfußball. So gelingt Außenstürmer Hans Heirich mit einem prächtigen Schuss aus spitzem Winkel der durchaus verdiente Ausgleich. Österreichs mehrfacher Nationalspieler Karl Decker sorgt noch vor der Pause für die erneute Gästeführung.

Auch nach dem Wechsel bleibt das Spiel zunächst ausgeglichen. In der 61. Minute fast eine Kopie des Wiener Stils. In einem schnell vorgetragenen Angriff kommt es zu einem schönen Zusammenspiel von Robert Scharnowski und Kurt Liepold, und erstgenannter überwindet Viennas Torwart Bruno Engelmeier zum zweiten Mal. Als bei den Hausherren die Kräfte langsam nachlassen zeigt Decker seine Klasse auf und sorgt mit zwei schnellen Toren letztlich für die Entscheidung.

 

Derschlag:

Berg, Wirth, Horst Quarz, Senn [Edwin Holland], Alfred Hamburger, Hans Huland, Hans Heirich, Robert Scharnowski [Kurt Liepold], Schwenzfeier, Ludwig Münch, Zipfel

 

Wien:

Bruno Engelmeier, Erwin Haberle, Karl Novotny, Beran, Karl Koller, Aulner, Alfred Machan, Karl Decker, Erich Medveth, Hackerle, Müllner

 

 

 

Spielzeit 1951 / 52

 

 

1. Kreisklasse

 

In der 1. Kreisklasse belegte der SSV 08 Bergneustadt mit sechs Punkten Vorsprung auf Hansa Vollmerhausen den 1. Tabellenplatz und bestritt auch die Aufstiegsspiele erfolgreich, so dass letztlich der Aufstieg in die Bezirksklasse Mittelrhein feststand.

Absteigen in die 2. Kreisklasse mussten die SpVg Rossenbach, die mit drei Punkten Rückstand auf den TuS Elsenroth, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz belegt hatte.

 

 

Verein

 

Drei Spielzeiten lang spielte der FC Pernze-Wiedenest in der untersten Liga, der 3. Kreisklasse Oberberg, ehe der Vorstand die Mannschaft am 26. November 1951 mit sofortiger Wirkung aus dem laufenden Spielbetrieb zurückzog. Im folgenden Jahr löste sich der Verein dann ganz auf.

 

 

 

Spielzeit 1952 / 53

 

 

1. Kreisklasse

 

In der 1. Kreisklasse belegte Hansa Vollmerhausen mit sieben Punkten Vorsprung auf den TSV Ründeroth den 1. Tabellenplatz. Als Kreismeister nahmen sie dann erfolgreich an der folgenden Aufstiegsrunde teil und stiegen damit in die Bezirksklasse Mittelrhein auf

 

 

 

Spielzeit 1953 / 54

 

 

 

2. Kreisklasse

 

In der 2. Kreisklasse, Staffel 1 belegte der TuS Belmicke mit fünf Punkten Vorsprung auf die Reservemannschaft des TuS Derschlag den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 1. Kreisklasse auf

 

 

Freundschaftsspiel

 

Am 7. Juni 1954 empfing der RS 19 Waldbröl auf heimischen Platz eine DFB-Amateur-Auswahlmannschaft zu einem Freundschaftsspiel. Zwar zeigten sich die Auswahlspieler auf fast allen Positionen besser besetzt und zogen ein schönes Kombinationsspiel auf, mit einem großen aber fairen kämpferischen Einsatz machten die Hausherren diese Defizite nahezu weg, so dass sich in der Folge ein schönes Spiel entwickelte. In der 9. Minute zog Mittelstürmer Arndt aus Hermeskeil aus 20 Metern ab, der Ball schlug unhaltbar für RS-Torwart Willi Palmenstom zum 1:0 im Netz ein. Fünfzehn Minuten später nutzte der agile Arndt einen Ausrutscher von Verteidiger Günter Hundhausen eiskalt aus und erzielte das 2:0. Kurz vor der Pause stand Willi Kolb einmal falsch zu seinem Gegenspieler Neumann aus Bad Homburg, der dann keine Mühe hatte auf 3:0 zu erhöhen. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt. Nach dem Wechsel präsentierte sich Waldbröl aggressiver und setzte das gegnerische Tor stark unter Druck. Im Tor der Auswahl stand mit Bareck vom VfB Bottrop ein Meister seines Fachs, der selbst die besten Tormöglichkeiten zunichte machte. Nur gegen den Schuss von Kurt Branscheid hatte Chance und musste den Ball passieren lassen. Anderseits hielt Palmenstrom sein Tor in der zweiten Halbzeit trotz aller gegnerischen Bemühungen sauber. Beim Schlusspfiff stand es daher 3:1 für die Auswahl, für die Waldbröler ein hervorragendes Ergebnis

 

Waldbröl:

Willi Palmenstrom - Günther Hundhausen, Werner Solbach, Willi Kolb, Heinz Hundhausen, Günter Ising, Werner Schmitz, Heiner Müller. Kurt Branscheid, Dieter Müller, Friedhelm Simon

 

DFB-Auswahl:

Bareck (VfB Bottrop) - Bürger (Bad Homburg 05), Schmätter (TuS Hamm), Hermann Oster (TuS Neuendorf), Hüllbrück (VfL Osnabrück), Henn (VfB Gießen), Oehler (FV Villingen), Willi Hellweg (Hessen Kassel), Arndt (Hermeskeil), Neumann (Bad Homburg 05), Förner (Cuxhaven)

 

 

 

Spielzeit 1954 / 55

 

 

1. Kreisklasse

 

In der 1. Kreisklasse belegte der SV Sinspert-Wehnrath nach einer umstrittenen Entscheidung am „Grünen Tisch“ mit zwei Punkten Rückstand auf den TuS Belmicke den letzten Tabellenplatz und muss damit in die 2. Kreisklasse absteigen

 

 

2. Kreisklasse

 

Am Ende einer spannenden Spielzeit standen in der 2. Kreisklasse, Staffel 1 mit dem TV Dümmlinghausen-Hesselbach und dem SV Frömmersbach zwei Mannschaften punktgleich an der Tabellenspitze, so dass Entscheidungsspiele Klarheit über den Staffelmeister bringen musste. Am 5. Juni 1955 hatte Dümmlinghausen auf dem Sportplatz in Erlenhagen das Hinspiel mit 3:0 gewonnen, das Rückspiel eine Woche später auf dem neuen Sportplatz am Sonnenberg hatte indes Frömmersbach knapp mit 1:0 für sich entscheiden können, so dass der Kreis für den 17. Juni in der Gummersbacher Lochwiese ein Entscheidungsspiel ansetzte. In einem harten Kampf, bei dem sich beide Mannschaften nichts schenkten und technische Schwierigkeiten mit größerem Einsatz ausgeglichen wurden stand es zur Pause noch 1:1 unentschieden. Kurz nach der Pause gingen die Dümmlinghauser scheinbar entscheidend mit 3:1 in Führung, doch unter größtem Einsatz und Willen schafften die Frömmersbacher den Ausgleich. In der 75. Minute gingen die Dümmlinghauser abermals in Führung, eine letzte gute Chance zum erneuten  Ausgleich wurde kurz vor Schluss vergeben, so dass beim Schlusspfiff Dümmlinghausen das Spiel und damit auch die Staffelmeisterschaft gewonnen hatte.

Jedoch sollte sich Dümmlinghausen in zwei weiteren Entscheidungsspielen gegen den Meiser der Staffel 2, dem TuS Elsenroth behaupten, um endgültig in die 1. Kreisklasse aufzusteigen. Im Hinspiel am 19. Juni gewann Dümmlinghausen auf heimischen Platz mit 4:2, verlor jedoch das Rückspiel eine Woche später an der Elsenrother Kreuzheide mit 2:3. Ein angesetztes Entscheidungsspiel konnte wieder abgesagt werden, da letztlich beide Mannschaften in die 1. Kreisklasse aufsteigen durften.

 

 

Pokal

 

Am 28. April 1955 standen sich in der Gummersbacher Lochwiese der Landesligist TuS Derschlag und der VfL Gummersbach aus der Bezirksklasse zum Endspiel um den Kreispokal Oberberg gegenüber. Die zahlreichen Zuschauer erwarteten allgemein einen Sieg der favorisierten Derschlager, die zudem in Bestbesetzung auflaufen konnten. Doch bereits in der 10. Spielminute kam Albert Kerber nach einer schönen Kombination man den Ball und schoss unhaltbar für Derschlags Torwart Werner Heinsch zur 1:0 Führung ein. In der Folge übernahm der TuS immer mehr die Initiative und drängte den VfL in die Defensive. Die Verteidigung mit Torwart Wolfgang Töpfer und Vorstopper Dieter Boden stand jedoch sicher. Vor allem Töpfer bekam reichlich Gelegenheit, sein Können zu beweisen, denn Angriff auf Angriff rollte gegen sein Tor. Angetrieben von Spielmacher Ludwig Münch, der mit geschickten Pässen immer wieder seine Stürmer in gute Positionen brachte, erspielten sich Robert Scharnowski und seine Stürmerkollegen beste Torchancen. Doch entweder scheiterte man an Torwart Töpfer, hatte kein Glück, spielte im entscheidenden Moment zu eigensinnig oder vergab die Chance zu leichtfertig, die knappe Führung hielt und hielt. Während man hinten sicher stand, war man mit gelegentlichen Kontern stets gefährlich, so dass TuS-Vorstopper Hansi Huland sich nicht genügend in den Angriff mit einschalten konnte, um vielleicht mal einen entscheidenden Impuls zu setzen. Zwar rannte Kerber allzu oft ins Abseits, oft genug konnte man die gefährlichen Angriffe auch nur durch Foulspiel stoppen, Huland war hinten gebunden. Die Derschlager waren zweifelsohne  technisch wie taktisch eine Klasse besser und erspielten sich eine große Anzahl von Ecken, die jedoch sämtlich ergebnislos in den Strafraum geschlagen wurden. Gegen Ende wurde das Spiel der Derschlager immer hektischer, die Angriffe noch druckvoller, doch Gummersbachs Abwehr ließ sich auch dann noch nicht bezwingen, so dass beim Schlusspfiff des gut leitenden Schiedsrichter immer noch die knappe 1:0 Führung bestand hatte.

 

 

 

Spielzeit 1955 / 56

 

 

Bezirksklasse

 

In der Bezirksklasse stand der SSV 08 Bergneustadt unter dem legendären Trainer Curt Kreile mit einem Punkt Vorsprung auf den 1. FC Spich auf dem 1. Tabellenplatz und konnte damit endlich den Aufstieg in die neu gegründete Landesliga Mittelrhein feiern.

Absteigen in die 1. Kreisklasse Oberberg mussten hingegen die Sportfreunde Vollmerhausen, die mit elf Punkten Rückstand auf den FC Germania Dattenfeld, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz belegt hatte.

 

 

1. Kreisklasse

 

In der 1. Kreisklasse belegte der VfL Engelskirchen mit drei Punkten Vorsprung auf den VfR Marienhagen den 1. Tabellenplatz. Im Hinspiel um den Aufstieg in die Bezirksklasse Mittelrhein verlor der VfL Engelskirchen zunächst auf heimischen Platz gegen den Kölner Vertreter VfR Sinnersdorf mit 0:2. Im Rückspiel gewann der VfL beim VfR Sinnersdorf hingegen überraschend deutlich mit 4:0.

Am 15. Juli 1956 kam es in Zündorf zum Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Bezirksklasse Mittelrhein zwischen dem VfL Engelskirchen und der VfR Sinnersdorf. Bereits in der 13. Spielminute brachte Rudi Stellberg den oberbergischen Kreismeister mit 1:0 in Führung. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt. In der zweiten Halbzeit bemühten sich die Kölner vergeblich um den Ausgleich, liefen sich aber immer wieder an der hervorragend aufgestellten Verteidigung der Oberberger fest, so dass der VfL den knappen Vorsprung bis zum Schlusspfiff retten konnte.

 

 

2. Kreisklasse

 

In der 2. Kreisklasse, Staffel 2 belegte die Reservemannschaft des SSV Nümbrecht mit drei Punkten Vorsprung auf den TuS Homburg-Bröltal den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 1. Kreisklasse auf

 

 

 

Spielzeit 1956 / 57

 

 

Landesliga

 

In der Landesliga belegte der TuS Derschlag mit einem Punkt Rückstand auf drei Vereine, darunter dem SSV 08 Bergneustadt, den drittletzten Tabellenplatz und musste damit in die Bezirksklasse Mittelrhein absteigen

 

 

1. Kreisklasse

 

Nach dem letzten Spieltag der 1. Kreisklasse standen die TuRa Dieringhausen und der TuS Wiehl punktgleich an der Tabellenspitze, so dass der Kreis zur Ermittlung des Kreismeisters für den 1. Mai 1957 auf dem Sportplatz in Engelskirchen ein Entscheidungsspiel angesetzte. Fast 3.000 Zuschauer säumten den Platz als beide Mannschaften in Bestbesetzung aufliefen.

Zunächst machte die TuRa das Spiel, sie ließen den Ball schön laufen und kamen zu guten Angriffen, scheiterten zunächst jedoch an der Wiehler Abwehr, in der Bubi Lück wie gewohnt  dirigierte, unermüdlich kämpfte und die Verteidigung zusammenhielt, Dennoch ging die TuRa auch nicht unverdient mit 1:0 in Führung, als Günter Politz ein schönes Zuspiel von Werner Lenz erhielt und geschickt einschoss. Wenige Minute später entschied Schiedsrichter Klüser aus Ründeroth auf Elfmeter, als einem Spieler der TuRa im eigenen Strafraum der Ball an die Hand ging. Wolfgang Tratz ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und traf zum 1:1 Ausgleich. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt. Nach Wiederanpfiff entwickelte sich wieder ein nahezu ausgeglichenes Spiel zweier absolut gleichwertiger Mannschaften. Als dann einem Wiehler der Ball ebenfalls an die Hand sprang, zeigte Klüser zum zweiten Mal auf den Punkt, so dass Dietmar Babel den fälligen Elfmeter zur erneuten Führung für die TuRa einschießen konnte. Angetrieben vom überragenden Lück wurden die Wiehler nunmehr offensiver und Manfred Bauer schaffte mit einem beherzten Antritt den vielumjubelten 2:2 Ausgleich. Bei diesem Ergebnis blieb es trotz aller Bemühungen bis zum Schluss der regulären Spielzeit.

Die Verlängerung lief erst wenige Minuten als Manfred Bauer TuRa-Torwart Heinz Diederichs mit einem geschickten Heber überwand und Hans Dasbach den Ball zur 3:2 Führung einschieben konnte. Die TuRa wirkte jedoch nicht geschockt sondern drang mit aller Energie auf den Ausgleich. Und nur drei Minuten später schaffte Horst Groß das 3:3, als er aufs Wiehler Tor schoss und der Ball von Jansen unglücklich abgefälscht wurde. Und nur wenige Spielzüge weiter erzielte Mittelstürmer Babel das letztlich entscheidende Tor, als sein harter Schuss von Wiehls Verteidiger Hans Weinreich noch abgefälscht würde, und deshalb unerreichbar für Torwart Norbert Jüttner im Tor einschlug. Eine letzte gute Möglichkeit der Wiehler blieb ungenutzt, als der Ball nur knapp über die Latte strich. Beim Schlusspfiff des gut leitenden Schiedsrichters stand daher ein knapper 4:3 Erfolg für die an diesem Tag halt einen Hauch bessere TuRa auf dem Papier.

 

Dieringhauen:

Heinz Diederichs, Horst Pack, Arvid Ganske, Fred Waffenschmidt, Horst Groß, Günter Sommer, Günther Politz, Günter Siepe, Dietmar Babel, Horst Martel, Lenz

 

Wiehl:

Norbert Jüttner, Hans Weinreich, Rolf Bauer, Wolfgang Tratz, Walter Lück, Wirths [II], Hans Dresbach, Wirths [I], Manfred Bauer, Jansen, Dresbach [I]

 

 

Der Kreismeister stand jedoch nicht als direkter Aufsteiger in die Bezirksklasse fest, er musste sich erst in einem weiteren Entscheidungsspiel gegen Borussia Königshofen, dem Meister des Kreises Bergheim dazu qualifizieren. Dieses Spiel wurde am 2. Juni 1957 auf dem Sportplatz in Köln-Vingst ausgetragen. Von Beginn an übernahm die Borussia die Initiative und drängte die TuRa bis an das eigenen Tor zurück. Die Verteidigung der TuRa hatte in dieser Phase große Mühe und auch ein wenig Glück, um einen frühen Gegentreffer zu verhindern. Erst nach zwanzig Minuten kamen auch die Oberberger ins Spiel und starteten erste erfolgversprechende Angriffe. In der 31. Minute erhielt Dietmar Babel den Ball und schoss erfolgreich zur 1:0 Führung ein. Die Königshofer hatten sich von dem Schock noch nicht erholt, als Günter Siepe keine drei Minuten später auf 2:0 erhöhte. Mit diesem recht beruhigenden Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt. Nach dem Wechsel zeigten sich die Oberberger souveräner als zu Beginn des Spiels. Als der gegnerische Torwart nach einem harten Schuss von Babel den Ball nicht festhalten konnte und nach vorne abprallen ließ, schob Siepe den Ball zum vorentscheidenden 3:0 ein. Das 4:0 von Günter Politz war dann nur noch Formsache. Als der Kölner Schiedsrichter Heinz Schiefer das Spiel nach 90 Minuten abpfiff, stand die TuRa erstmals in der Vereinsgeschichte in der Bezirksklasse.

 

 

2. Kreisklasse

 

In der 2. Kreisklasse, Staffel 2 belegte die Reservemannschaft des SSV Nümbrecht mit drei Punkten Vorsprung auf den TuS Homburg-Bröltal den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 1. Kreisklasse auf

 

 

 

Spielzeit 1957 / 58

 

 

1. Kreisklasse

 

Kreismeister wurde der VfR Marienhagen, er scheiterte in der Aufstiegsrunde zur Bezirksklasse jedoch an Victoria Manheim und dem TuS Mechernich.

 

Auf dem vorletzten Tabellenplatz der 1. Kreisklasse stand der SSV Denklingen mit einem Punkt Rückstand auf den RS 19 Waldbröl, und musste damit in die 2. Kreisklasse absteigen

 

 

Freundschaftsspiel

 

Am 11. August 1957 hatte der TV Dümmlinghausen-Hesselbach aus Anlass seiner Platzeinweihung eine ganz besondere Mannschaft als Gast empfangen. Die Betriebssportgemeinschaft Aufbau Potsdam stellte sich zu einem Freundschaftsspiel einer oberbergischen Auswahlmannschaft. In der DDR spielten die BSG Aufbau in einer Klasse vergleichbar der hiesigen 1. Kreisklasse, so dass die aus vielen Bezirks- und Landesligaspielern zusammengestellte Auswahl eigentlich als hoher Favorit anzusehen war. Von Beginn an zeigte sich aber, dass die Spieler aus Potsdam gut miteinander harmonierten und ein schönes Kombinationsspiel aufzogen, während sich die Auswahl mehr in Einzelaktionen verschrieb. In der ersten halben Stunde schienen die Oberberger zudem vom forschen Spiel der Gäste überraschend zu sein. Zweimal Buchholz [II] und Drescher schossen eine 3:0 Führung heraus. Dann kam Hansi Huland das erste Mal richtig zum Zug und erzielte den Anschlusstreffer, jedoch stellte Buchholz mit seinem dritten Treffer den alten Abstand schnell wieder her. Kurz vor der Pause spielte sich Ludwig Münch vorbildlich durch und schaffte das 2:4. Nach dem Wechsel zeigten sich die Oberberger engagierter, auch hatte sich die Auswahl besser eingespielt. Bereits in der 48. Minute konnte wiederum Münch auf 3:4 verkürzen, doch schon im Gegenzug hieß es durch Zimmermann 3:5. Zwar entwickelte sich in der Folge ein recht munteres und ausgeglichenes Spiel, ohne dass es zu weiteren Torerfolgen kam. Erst in der Schlussminute verwandelte Münch einen Foulelfmeter zum 4:5 und sorgte damit für den Endstand.

 

 

Am 27. Juni 1958 standen sich in Ründeroth aus Anlass der 100-Jahr-Feier des TSV Ründeroth die Kreis-Auswahlmannschaft Oberberg und der Oberligist Meidericher SV zu einem Freundschaftsspiel gegenüber. Von Beginn an zeigten die Gäste aus dem Ruhrgebiet den knapp 1.000 Zuschauer ihr technisches und taktisches Spielvermögen auf, drängten die Auswahl direkt in die Defensive und versuchten das Spiel schnell mit Toren zu beruhigen. Vor allem das schnelle Spiel aus der Abwehr und wie man mit zwei, drei direkten Pässen in die gegnerische Hälfte kommt, faszinierte die Zuschauer. Bester Spieler auf dem Platz war Stürmer Heinz Versteeg, der mit vier Toren seine Klasse zeigte und vom seinem Gegenspieler niemals zu halten war. Gerade Versteeg wurde vom Spielmacher Gerd Schönknecht immer wieder gut in Szene gesetzt. Als dieser in der Pause beim Spielstand von 5:0 für den MSV ausgewechselt wurde, verlor das Spiel des Oberligisten erheblich an Drang. In der Auswahl standen Karlfried Hans vom BV 09 Drabenderhöhe und Hans Eis vom TSV Ründeroth jeweils eine Halbzeit im Tor, sie machten ihre Sache ausgezeichnet und verhinderten mit mehreren guten Paraden, dass das Ergebnis am Ende nicht zweitstellig ausfiel. Besonders imponierend war indes auch die Leistung von Vorstopper Horst Groß von der TuRa Dieringhausen, bei dem vor allem in der zweiten Halbzeit für mehr und mehr Angriffe des MSV Endstation war. Der frühere Kölner Franz Alexius zeigte zwar in Ansätzen seine noch vorhandene Klasse, hatte aber das Pech, direkt gegen den besten MSVler Schönknecht spielen zu müssen. Im Angriff sorgte Manfred Bauer vom TuS Wiehl und Karl Reinke von VfL Engelskirchen für einige Unruhe in der Meidericher Verteidigung. So war es auch nicht verwunderlich, dass gerade diese beiden die beiden Tore für die Auswahl erzielten. Reinke mit einen herrlichen Fallrückzieher und Bauer mit einem indirekten Freistoß. Beim Schlusspfiff des Schiedsrichters stand es 8:2 für den Meidericher SV, ein durchaus gerechtes Ergebnis

 

 

 

Spielzeit 1958 / 59

 

 

2. Kreisklasse

 

In der 2. Kreisklasse, Staffel 1 belegte der SV Sinspert-Wehnrath unter Trainer Edwin Holland punktgleich mit dem TuS Belmicke, den 1. Tabellenplatz.

Am 24. Mai 1959 wurde auf dem Sportplatz in Derschlag zwischen dem TuS Belmicke und dem SV Sinspert-Wehnrath das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die 1. Kreisklasse ausgetragen. Am Ende der regulären Spielzeit stand es 1:1 unentschieden. Erst in der Verlängerung setzte sich Belmicke entscheidend durch und gewann noch deutlich mit 4:1.

 

 

Freundschaftsspiel

 

Am 7. November 1958 gewann die SV Schnellenbach in einem Freundschaftsspiel auf dem Sportplatz in Ründeroth gegen die Betriebsmannschaft des Drahtwerks Schumacher knapp mit 3:2. Die Torschützen in dieser erstmals unter diesem Namen auflaufenden Mannschaft  hießen August Strässer, Dietmar Pohl und Horst Büscher. Knapp zweieinhalb Wochen später, am 25. November fanden sich im Saal des Gasthofs Bergfrieden rund 80 Sportinteressierte zusammen, die in der Versammlung die Sportvereinigung Schnellenbach (SV Schnellenbach) gründeten. Während dieser Versammlung unter der Leitung des stellvertretenden VfL-Vorsitzenden, Herrn Dr. H. U. Solbach, trugen sich 60 Personen in die Mitgliederliste ein. Anschließend wurde einstimmig der neue Verein gegründet. Im weiteren Verlauf des Abends wurde dann der komplette Vorstand bestimmt. Den Vorsitz übernahm Robert Büth. Als Stellvertreter wurde Werner Eschmann gewählt, Abteilungsleiter Fußball wurde Herr Herbert Wahle.

 

 

Am 29. März 1959 standen sich im Wilhelm-Bisterfeld Stadion bei strahlendem Wetter der heimische Landesligist SSV 08 Bergneustadt und der Traditionsverein Schwarz-Weiß Essen, die in der laufenden Spielzeit Tabellenführer der 2. Liga West waren gegenüber. Die Essener hatten vorab ihre komplette Stammelf garantiert, und so präsentierte Essens Trainer Willy Multhaup den 2.000 Zuschauern auch wirklich alle bekannten Essener Spieler. Beide Mannschaften mussten jedoch mit einigen Handicaps klar kommen. Während die Neustädter noch am Vortag ein schweres Meisterschaftsspiel gegen den VfL Leverkusen zu bestreiten hatten, waren die Gäste aus ganz anderen Gründen ein wenig müde; denn sie hatten nach einem 1:1 Unentschieden gegen den Wuppertaler SV am Vorabend recht ausgiebig ihren Aufstieg in die Oberliga West gefeiert. So entwickelte sich nach dem Anpfiff des Morsbacher Schiedsrichters Berthold Schmidt ein recht ausgeglichenes Spiel, in dem die Neustädter auch spielerisch durchaus zu überzeugen wussten. Gerade die beiden Außenstürmer Dieter Dresbach und Bernd Appel sorgten mit ihrer offensiven und aggressiven Spielweise für manche Verwirrung in der gegnerischen Abwehr.

In der 25. Minute flankte Appel scharf nach innen und Dieter Dresbach schoss den Ball unhaltbar für Essens Torwart Merchel zur umjubelten und bestimmt nicht unverdienten 1:0 Führung für den SSV ein. Vier Minuten später hatte es Erhard Schmidt im Fuß, das Ergebnis auf 2:0 zu erhöhen, doch sein wuchtiger Schuss ging knapp am Tor vorbei. Als dann nur wenige Minuten später Appel von Essens Verteidiger Pips im Strafraum gefoult wurde, zeigte Schiedsrichter Schmidt ohne zu zögern auf den Elfmeterpunkt, Außenläufer Friedhelm Röttger schoss den Ball auch scharf in die linke Torecke, doch Torwart Merchel machte sich lang und fischte den Ball aus dem Eck heraus, so dass es beim 1:0 für denn  SSV blieb. Dennoch stürmte der SSV unverdrossen weiter, zwei weitere Gute Torchancen konnten von Eberhard Heubach und Schmidt jedoch nicht genutzt werden.

Erst in der 40. Spielminute kamen die bis dato enttäuschenden Gäste zu ihrer ersten guten Torgelegenheit als Amateur-Nationalspieler Theo Klöckner den Ball über das leere Tor hob, aber nur eine Minute später sollte dann der Ausgleich fallen. Wiederum erhielt Klöckner den Ball. Diesmal spielte er zwei Neustädter Verteidiger aus und schob den Ball unhaltbar für Torwart Rolf Dienes zum 1:1 ins Tor. ´Mit diesem Unentschieden wurden auch die Seiten gewechselt.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit spielte der SSV erstaunlich gut mit, auch wenn die Gäste langsam das Spiel in den Griff bekamen, zumal sich die Verteidiger inzwischen auf die starken Neustädter Außenstürmer eingestellt hatten. Bei einer scharfen Hereingabe unterlief dem ausgezeichnet agierenden  Außenverteidiger Günter Leßmann ein Eigentor zum glücklichen Essener Führung. Die Gäste erhöhten nun noch einmal das Tempo und zogen ein verwirrendes Spiel ohne Ball auf, wodurch sie den Gegner immer mehr in die Verteidigung drängten. In der 83. Minute erzielte Hennes Küppers das dritte Tor und kurz darauf sorgte Spielführer Edmund Kasperski mit seinem Tor zum 4:1 für den Endstand. Als Schmidt das Spiel nach 90 Minuten abpfiff, waren sich alle klar, dass sich der SSV bestens verkauft hatte.

So meinte Essens Trainer Multhaup zum Spiel: „Unser Sieg ist wohl in dieser Höhe verdient. Bergneustadt machte uns durch seinen hohen Einsatz sehr zu schaffen. Besonders gefiel mir Rechtsaußen Appel und Mittelstürmer Leienbach. Leider war der Platz sehr schlecht.

 

Bergneustadt:

Rolf Dienes – Günter Leßmann, Horst Thomas, Hermann Kappes, Ottomar Leienbach, Friedhelm Röttger, Bernd Appel, Erhard Schmidt, Eberhard Heubach, Hans-Heinrich Stadtländer, Dieter Dresbach

 

Essen:

Hermann Merchel – Karl-Heinz Mozin, Gert Pips, Wilfried Günter, Edmund Kasperki, Heinz Österreich, Paul Geller, Hennes Küppers, Theo Klöckner, Manfred Schmidt, Gerhard Süß

 

 

 

 

 

Spielzeit 1959 / 60

 

 

Bezirksklasse

 

In der Bezirksklasse belegte der TuS Derschlag mit zwei Punkten Rückstand auf den VfL Gummersbach, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den vorletzten Tabellenplatz und musste damit in die 1. Kreisklasse absteigen

 

 

1. Kreisklasse

 

In der 1. Kreisklasse belegte die TuRa Dieringhausen mit einem Punkt Vorsprung auf den RS 19 Waldbröl den 1. Tabellenplatz. In der Aufstiegsrunde zur Bezirksklasse Mittelrhein verlor die TuRa jedoch gegen den TuS Linnich mit 0:5 und gegen Rot-Weiß Berrendorf mit 2:4

 

 

2. Kreisklasse

 

In der 2. Kreisklasse, Staffel 2 belegte der TuS Brüchermühle, gemeinsam mit dem punktgleichen TuS Elsenroth, den 1. Tabellenplatz.

Im Entscheidungsspiel um die Meisterschaft gewann der TuS Brüchermühle in Nümbrecht gegen den TuS Elsenroth mit 3:0, und stieg damit in die 1. Kreisklasse auf. In der 35. Spielminute brachte Wölk die Brüchermühler mit 1:0 in Führung. In der zweiten Halbzeit bestimmten sie zunächst auch weiterhin das Spiel und kamen nach einer Stunde durch Dederichs zum 2:0. In der 73. Minute sorgte dann Wölk mit seinem zweiten Tor für den Endstand

 

 

Jugend

 

In der Sonderstaffel belegte die A-Jugendmannschaft des RS 19 Waldbröl verlustpunktfrei und mit 15 Punkten Vorsprung auf die TuRa Dieringhausen souverän den 1. Tabellenplatz und wurde damit Kreismeister.

In der 1. Runde um die Mittelrheinmeisterschaft verlor die A-Jugendmannschaft des RS 19 Waldbröl vor 500 Zuschauer auf heimischen Platz gegen die Siegkreismeister SV Eitorf 09 mit 1:3. In der 25. Spielminute brachte der spätere Kölner Nationalspieler Hennes Löhr die Gäste mit 1:0 in Führung. Zehn Minuten nach der Pause erhöhte Schyns auf 2:0. Kurz darauf verwandelte er einen Elfmeter zum vorentscheidenden 3:0. Wolfgang Krause schaffte nur noch den Ehrentreffer zum 1:3

 

 

 

Spielzeit 1960 / 61

 

 

Landesliga

 

In der Landesliga belegte der SSV 08 Bergneustadt mit zwei Punkten Rückstand auf TuRa Köln, die auf dem ersten Nichtabstiegplatz stand, den drittletzten Tabellenplatz und musste damit in die Bezirksklasse Mittelrhein absteigen

 

 

1. Kreisklasse

 

Am Tabellenende belegte der TuS Brüchermühle mit sechs Punkten Rückstand auf den SSV Marienheide, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz steht, den letzten Platz und musste damit in die 2. Kreisklasse absteigen

 

 

Jugend

 

Am Ende dieser Spielzeit belegt die A-Jugendmannschaft der TuRa Dieringhausen in ihrer Gruppe mit sieben Punkten Vorsprung auf den RS 19 Waldbröl den 1. Tabellenplatz und wird damit Kreismeister.

In der 1. Runde um die Mittelrheinmeisterschaft verliert die A-Jugendmannschaft der TuRa Dieringhausen beim Meister des Kreises Bergheim, der Jugend 07 Bergheim mit 3:11

 

 

Person

 

Nach einer schweren Knieverletzung musste sich der Vertragsspieler Helmut Grimm, der bei Borussia Dortmund in der Oberliga West spielte zunächst einer langfristigen Rehabilitation unterziehen. Anschließend kündigte er im Einvernehmen mit dem Vereine seinen Vertrag und ließ sich reamateurisieren. Durch seinen ehemaligen Vereinskameraden Hans Zielasko kam Grimm in Verbindung mit Vertretern des TSV Ründeroth. Diese boten ihm eine Arbeitsstelle als Elektroschweißer bei der Firma Eduard Dörrenberg und Söhne an, die Grimm annahm und in der Folge ins Oberbergische umzog. Gleichzeitig meldete er sich beim TSV Ründeroth an. Anfang Mai 1961 spielte er dann zum ersten Mal für seinen neuen Verein, für die er in der Bezirksklasse eine wesentliche Verstärkung darstellte.

 

 

 

Spielzeit 1961 / 62

 

 

Bezirksklasse

 

In der Bezirksklasse belegte der VfL Engelskirchen mit zwölf Punkten Rückstand auf den TSV Ründeroth, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz und musste damit in die 1. Kreisklasse Oberberg absteigen

 

 

1. Kreisklasse

 

In der 1. Kreisklasse belegte die TuRa Dieringhausen mit sieben Punkten Vorsprung auf den TuS Wiehl den 1. Tabellenplatz. In der Aufstiegsrunde zur Bezirksklasse Mittelrhein stand die TuRa Dieringhausen, gemeinsam mit dem Kaller SC auf dem 2. Tabellenplatz. In einem Entscheidungsspiel gewann die TuRa Dieringhausen gegen den Kaller SC mit 2:0 und stieg damit in die Bezirksklasse Mittelrhein auf

 

 

2. Kreisklasse

 

In der Staffel 1 belegte die SV Frielingsdorf-Scheel mit einem Punkt Vorsprung auf die SpVg Dümmlinghausen den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 1. Kreisklasse Oberberg auf

 

 

Jugend

 

In der Sonderstaffel belegte die A-Jugendmannschaft der TuRa Dieringhausen mit acht Punkten Vorsprung auf den SSV Wildbergerhütte den 1. Tabellenplatz und wurde damit Kreismeister. In der 1. Runde um die Mittelrheinmeisterschaft verlor die TuRa am heimischen Hammerhaus gegen den Siegburger SV 04 nur knapp mit 3:4.

 

 

 

Spielzeit 1962 / 63

 

 

Bezirksklasse

 

In der Bezirksklasse belegte der SSV 08 Bergneustadt mit einem Punkt Vorsprung auf den FC Spich den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Landesliga auf

 

1. Kreisklasse

 

Aufgrund des sehr langen Winters zog sich die Meisterschaft der 1. Kreisklasse bis weit in den Juni hinein. Am 16. Juni 1963 musste der KV Oberberg jedoch einen Vertreter für die Aufstiegsspiele zur Bezirksklasse Mittelrhein melden. Zu diesem Zeitpunkt führte der TuS Wiehl die Tabelle noch mit drei Punkten Vorsprung auf den SSV Nümbrecht an. Daher wurde dem FV Mittelrhein der TuS Wiehl als oberbergischer Vertreter gemeldet.

 

In der Aufstiegsrunde spielte der TuS Wiehl in seiner Gruppe zunächst 3:3 unentschieden gegen den Meister des Kreises Aachen, dem VfL Zweifall und gewann dann mit 8:3 gegen den FC Olef, dem Meister des Kreises Schleiden und stieg damit in die Bezirksklasse Mittelrhein (5. Liga) auf

 

In der 1. Kreisklasse standen nach dem letzten Spieltag der TuS Wiehl und der SSV Homburg-Nümbrecht punktgleich an der Tabellenspitze.

Am 28. Juli 1963 standen sich die beiden Mannschaften in Waldbröl zum Entscheidungsspiel um die Kreismeisterschaft gegenüber. Rund 1.500 Zuschauer sahen eine Wiehler Mannschaft, die von Beginn an Druck machte und die Nümbrechter in deren Hälfte einschnürte. So war die 1:0 Pausenführung durch Hans Dresbach aus der 35. Minute mehr als verdient. Nach dem Wechsel übernahmen nun die Nümbrechter die Initiative und drängten die Wiehler in die Verteidigung. Diese hatten in der Folge mehrere brenzlige Situationen zu überstehen, bis sie sich gegen Ende der Begegnung wieder etwas Luft verschaffen konnten. Prompt erzielte  Halbstürmer Dieter Schmidt das vorentscheidende 2:0. Das 3:0 durch Manfred Schmidt aus der 82. Minute hatte von daher nur noch statistischen Wert.

 

Absteigen aus der 1. Kreisklasse musste der TuS Derschlag, der mit sechs Punkten Rückstand auf die SpVg Rossenbach, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz belegte.

 

 

2. Kreisklasse

 

In der 2. Kreisklasse, Staffel 1 belegte die SpVg Dümmlinghausen mit sieben Punkten Vorsprung auf die Reservemannschaft der TuRa Dieringhausen den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 1. Kreisklasse auf.

In der  Staffel 2 belegte der SV Sinspert-Wehnrath mit vier Punkten Vorsprung auf den BSV Bielstein den 1. Tabellenplatz und stieg damit in 1. Kreisklasse auf.

Abgestiegen in die 3. Kreisklasse waren der TV Windhagen aus der Staffel 1 und die SpVgg Holpe-Steimelhagen aus der Staffel 2

 

 

Jugend

 

In der Sonderstaffel Oberberg belegte die A-Jugendmannschaft der TuRa Dieringhausen mit fünf Punkten Rückstand auf den SSV 08 Bergneustadt den 2. Tabellenplatz. In der Endrunde um die Kreismeisterschaft setzte sich die TuRa gegen die Staffelsieger TuS Brüchermühle, dem BV 09 Drabenderhöhe und der SV Frielingsdorf durch und qualifizierte sich damit für das Endspiel. Dort trat die A-Jugendmannschaft des SSV 08 Bergneustadt jedoch nicht an, womit das Spiel für die TuRa gewertet wurde, die damit auch Kreismeister wurden.

 

 

 

Spielzeit 1963 / 64

 

 

Verband

 

Der Deutsche Fußballbund führte die gesamtdeutsche Bundesliga ein. Als Unterbau gab es für jeden Regionalverband eine Regionalliga.

 

Der Amateurbereich blieb gegliedert wie bisher. Die höchste Spielklasse war die Verbandsliga, darunter überregional die Landesliga und Bezirksklasse. Für den  Kreis galt 1., 2. und 3. Kreisklasse

 

Gemeinsam mit der Einführung der Bundesliga gab es auch eine Reform des DFB-Vereinspokals.

Die Teilnehmerzahl für die 1. Runde im DFB-Vereinspokal belief sich auf 32 Mannschaften

Die 16 Bundesligisten waren automatisch spielberechtigt, die übrigen 16 Teilnehmer wurden wie bisher über den regionalen Pokalwettbewerb [westdeutschen Pokal] ermittelt. Der Westdeutsche Fußballverband (WFV) stellte dabei vier Teilnehmer

 

 

Landesliga

 

In der Landesliga belegte der SSV 08 Bergneustadt mit sieben Punkten Rückstand auf den SSV Troisdorf 05, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den vorletzten Tabellenplatz und musste damit in die Bezirksklasse  absteigen

 

 

Bezirksklasse

 

In der Bezirksklasse belegte der TuS Wiehl mit einem Punkt Rückstand auf gleich fünf Mannschaften, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz standen, den drittletzten Tabellenplatz und musste damit in die 1. Kreisklasse  absteigen.

 

 

1. Kreisklasse

 

Am 26. Spieltag der 1. Kreisklasse gewann der SSV Wildbergerhütte auf heimischen Platz gegen die SpVg Dümmlinghausen knapp mit 4:3 und belegte in der Abschlusstabelle mit zwei Punkten Vorsprung auf den SV Hermesdorf den gesicherten drittletzten Tabellenplatz. Der SV Hermesdorf hatte jedoch gegen die Wertung einiger Spiele des SSV Wildbergerhütte Protest eingelegt, weil die mitwirkenden Spieler Lewin und Krause angeblich nicht spielberechtigt waren. Die Kreisspruchkammer gab dem Protest des SV Hermesdorf statt, so dass dem SSV Wildbergerhütte nachträglich Punkte abgezogen wurden. Inder bereinigten Tabelle  belegte der SSV den vorletzten Tabellenplatz und stieg damit in die 2. Kreisklasse ab.

Die SpVg Rossenbach belegte mit fünf Punkten Rückstand auf den SV Hermesdorf, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz und musste damit in die 2. Kreisklasse Oberberg absteigen

 

 

Pokal

 

Im Dezember wurde ein Vorschlag des Fußballkreises Oberberg umgesetzt, eine eigene Pokalrunde einzurichten. Diesbezüglich erschien am 30. Dezember 1963 im Kölner-Stadt-Anzeiger folgender Zeitungsartikel :  « Erstmalig werden im Oberbergischen kreisinterne Pokalbegegnungen stattfinden. Es geht dabei um einen vom Oberkreisdirektor gestifteten Wanderpokal, der in den dauernden Besitz derjenigen Mannschaft übergehen wird, die ihn nacheinander dreimal erwirbt oder mit Unterbrechungen fünfmal. Die erste Ausscheidungsrunde wird am 5. Januar durchgeführt, also unmittelbar vor Beginn  der Rückrunde. […]. Gespielt wird gemäß den Bestimmungen des DFB-Pokals, also nach dem K.o.-System. Um den Vereinen allzu große Anfahrten zu ersparen, wurden die Vereine des Kreises in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Paarungen ermittelte man durch Losentscheid. Den Platzvorteil hat der in der niedrigeren Klasse spielende Verein. »

 

Anfang 1964 kam der SV Hermesdorf, der in der 1. Kreisklasse spielte, zu einem Spiel im Mittelrheinpokal gegen den Regionalligisten Viktoria Köln wie die Jungfrau zum Kinde. Die letzte Runde auf Kreisebene konnte nicht ausgetragen werden konnte, weil die Plätze aufgrund des starken Winters allesamt unbespielbar waren. Der Fußballverband Mittelrhein  steckte deshalb in erheblichen Terminnöten. Um überhaupt noch zu einem Abschluß zu kommen, wurde aus jedem Fußballkreis ein Verein durch Los bestimmt, der an den Runden auf höherer Ebene teilzunehmen hatte. So bekam es der Kreisklassenverein mit dem Regionalligisten Viktoria Köln zu tun

Das Spiel sollte ursprünglich am 8. Februar in Hermesdorf stattfinden, da der Platz jedoch unbespielbar war, musste man nach Waldbröl ausweichen. Am 19. Februar 1964 empfingen etwas 500 Zuschauer die nahezu in Bestbesetzung angetretene Viktoria in einem Flutlichtspiel. So spielte das Ergebnis von Beginn an keine Rolle, am Sieger gab es niemals auch nur den Hauch eines Zweifels. Für die tapfer mitspielenden Hermesdorfer war es vor allem ein unvergeßliches Erlebnis, mal gegen Dieter Nasdalla, Gero Bisanz oder Willibert Kremer gespielt zu haben. Am Ende stand eine 2:19 Niederlage, und sicherlich auch viel Bewunderung und Respekt für die Spielkunst der Gäste.

 

 

 

Spielzeit 1964 / 65

 

 

Verband

 

Am 10. Juni 1965 wurde im Hotel „Bergischer Löwe“ in Bergisch Gladbach von den anwesenden Vereinsvertretern mit Zustimmung des Fußballverbands Mittelrhein der Fußballkreis „Rheinisch-Bergischer Kreis“ als 15. Mitglied innerhalb des FV Mittelrheins gegründet. Mit dieser Gründung folgte die Versammlung dem Wunsch des Verbands, den allgemeinen Gepflogenheiten entsprichend, wonach sich die Grenzen der Sportkreise mit den Grenzen der kommunalen Kreise nach Möglichkeit decken sollten.

An der Gründungsversammlung nahmen Vertreter von 32 Vereinen teil, davon spielten bisher 29 (u. a. der TuS Lindlar) im Fußballkreis Köln und drei (VfL Engelskirchen, SV Frielingsdorf u. ASC Loope) im FußballKreis Oberberg.

Die Vereinsvertreter wählten in der Gründungsversammlung Paul Lenort aus Lindlar zum Kreisgeschäftsführer.

 

 

Bezirksklasse

 

Am 23. Mai 1965 erlebte die Bezirksklasse Mittelrhein an ihrem 30. und letztem Spieltag ein richtiges Endspiel. In Morsbach erwartete der heimische SV den 1. FC Spich. Beide standen vor dem Spiel punktgleich an der Tabellenspitze. Der Sieger wird Meister und damit Aufsteiger in die Landesliga. Nach einer grandiosen Saison hatte sich der SV die Möglichkeit absolut verdient. Bei Spielbeginn standen rund 2.500 Zuschauer rund um den Aschenplatz. Die Hausherren begannen furios und erzielten in der 6. Spielminute durch Reinhold Kappenstein ein Tor, welchem Schiedsrichter Willi Weckmann aus Bonn wegen Abseits die Anerkennung verwehrte. Zwar drängten die Morsbacher auch weiterhin, doch allzuoft vergaben die Stürmer beste Torchancen. In der 18. Minute kamen dann die Gäste das erste Mal gefährlich vor das Morsbacher Tor. Spichs linker Läufer Günter Kannengießer ging mit nach vorne und schoß aus knapp 20 Metern recht unerwartet aufs Tor, so dass Torwart Horst Hombach den Ball recht unglücklich passieren ließ. Trotz dieses Rückstands stürmten die Hausherren weiter, doch Spichs Torwart Peter Moll steigerte sich stetig und hielt die glückliche Führung bis zur Pause fest.

Nach dem Wechsel bekamen die Spicher das Spiel immer besser in den Griff, und erspielten sich ihrerseits beste Torchancen, scheiterten jedoch am glänzend haltenden Hombach. In der Schlussphase, als sich längst ein offenes Spiel entwickelt hatte, sorgte Halbstürmer Werner Brungs für die Entscheidung, als er in eine Flanke hineinlief, mit Verteidiger Heinz Kurtseifer zusammenprallte und den Ball unhaltbar eindrückte.

Zwar versuchten die Morsbacher noch einmal alles und drängten energisch auf den Anschlusstreffer, doch wieder einmal vereitelte Moll eine Großchance, so dass es bis zum Schlusspfiff beim 2:0 Erfolg blieb.

 

 

1. Kreisklasse

 

Am 9. Mai 1965 erwartete der VfL Engelskirchen auf heimischen Platz zum vorletzten Spieltag der 1. Kreisklasse den VfR Marienhagen. Beide Mannschaften standen punktgleich an der Tabellenspitze. Vor rund 500 Zuschauern, darunter eine große Anhängerschar aus Marienhagen, spielten die Gäste unter ihrem Trainer Fritz Klein taktisch Klug zunächst gegen den starken Wind und erzielten dabei aus einer verstärkten Deckung heraus sogar noch zwei Tore zur beruhigenden 2:0 Halbzeitführung. In der zweiten Halbzeit mussten die Hausherren gegen den starken Wind ankämpfen, was ihnen jedoch nicht so erfolgreich gelang wie den Gästen. Als Manfred Klein in der 75. Minute das 3:0 für die Gäste erzielte, was das Spiel und die Meisterschaft entschieden.

 

 

2. Kreisklasse

 

In der 2. Kreisklasse Staffel 1 belegte der SSV Marienheide mit einem Punkt Vorsprung auf den TuS Derschlag den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 1. Kreisklasse auf

 

 

Pokal

 

Am 6. September 1964 trafen in Morsbach der heimische Bezirksligist SV Morsbach und der A-Kreisligist VfR Marienhagen zum Endspiel um den erstmals ausgespielten Wanderpokal des Oberkreisdirektors, des heutigen Kreispokals, aufeinander. Die 600 Zuschauer erlebten eine Überraschung, als zu Beginn des Spiels nicht die favorisierte Heimmannschaft das Zepter übernahm sondern der VfR. Morsbach musste ohne seinen Spielertrainer Kurt Nolden antraten, so dass sie ihren etatmäßigen Regisseur nicht dabei hatten, was ihr Spiel natürlich stark beeinträchtigte. Bereits nach kurzer Zeit konnte der Gästenanhang zum ersten Mal juebeln, als Dietmar Koch den Ball zum 1:0 einschoß. Erst jetzt kamen auch die Hausherren ins Spiel und prompt erzielte Reinhod Kappenstein in der 20. Minute den Ausgleich. Kurz vor der Pause der nächste Aufreger, zunächst brachte Mittelstürmer Rudi Bröhmer den VfR erneut in Führung, dann vergab Friedhelm Schmallenbach die große Chance zum Ausgleich, als er einen Elfmeter verschoß.

Nach dem Wechsel stand VfR-Torwart Wolfgang Ohrendorf im Mittelspunkt, als der SV verstärkt auf den Ausgleich drängte, doch immer wieder am starken Torwart scheiterte. Erst langsam konnten sich die Marienhagener aus der Verteidigung lösen, doch dann äußerst erfolgreich. Mir ihren schnell vorgetragenen Angriffen brachten sie die Morsbacher Abwehr immer wieder in Verlegenheit. Die Stürmer erzielten noch drei weitere Tore. Beim Schlußpfiff stand es dann überraschend deutlich 5:1 für den VfR, was für den weiteren Verlauf dieser Spielzeit einiges hoffen ließ.

 

 

Freundschaftsspiel

 

Am 16. September 1964 empfing in Wiehl eine Südkreis-Auswahlmannschaft den Bundesligisten 1. FC Köln zu einem Freundschaftsspiel aus Anlass der Landesgartenschau. In der 20. Minute umspielt Kölns Brasilianer Jose Gilson Rodriguez, genannt Zeze, gekonnt zwei gegnerische Verteidiger und schiebt den Ball unhaltbar für Auswahltorwart Weißbrodt vom BV 09 Drabenderhöhe zur 1:0 Führung ein. Die Auswahl hält mit aller Kampfkraft dagegen und so dauert es bis zur 40. Minute, als Weißbrodt erneut machtlos ist. Herbert Bönnen wurde von Hennes Löhr wunderbar freigespielt und hatte keine Probleme zum 2:0 einzuschießen. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt.

Die Oberberger hatten in der Halbzeit einige Wechsel vollzogen und so ging ein Stück ihres Spielflusses verloren, zumal sie immer mehr konditionelle Probleme bekamen. So hatten es im Umkehrschluß die Kölner Stürmer immer leichter, Lücken in der Verteidigung zu finden. In der 48. Minute schoß Karl-Heinz Thielen unhaltbar von der Strafraumlinie zum 3:0 ein. Eine Minute später kann Waldbröls Torwart Klaus Wirts den Ball nicht festhalten, Herbert Bönnen staubt zum 4:0 ab. Bönnen, Thielen und der eingewechselte Hans-Josef Bläsing erhöhen auf 7:0, ehe Heinz Hornig in der 80. Minute mit seinem Tor zum 8:0 für den Endstand sorgte.

 

 

Am 3. Oktober 1964 war der Bundesligist 1. FC Köln wieder einmal Gast im Oberbergischen. Diesmal trafen sie in Waldbröl auf eine Südkreis-Auswahlmannschaft, die sich dabei vorgenommen hatte, dem übermächtigen Gegner Parolie zu bieten. Doch wie eigentlich jedesmal schienen dies nur Hoffnungen zu sein, denn nach knapp zwanzig Minuten führte der FC durch Tope von Hans-Josef Bläsing und Hennes Löhr bereits mit 2:0. Als dann jedoch nach einer halben Stunde Manfred Eschmann den Anschlußtreffer erzielte, wuchs das Selbstbewuptsein der Auswahl stark an. Immer öfter gewannen die Oberberger die Zweikämpfe und trugen auch manch gelungenen Angriff vor. So dauerte es bis zur 70. Minute, ehe Heinz Hornig das 3:1 erzielte und das Spiel damit entschieden schien, zumal in den anderen Spielen die Hausherren konditionell stark abbauten. Mit einem überragend haltenden Towart Hartmut Weißbrodt aus Drabenderhöhe im Rücken spielte die Auswahl indes munter weiter mit. Ein grober Fehler in der Kölner Verteidigung, als der Morsbacher Friedhelm Schmallenbach Gästetorwart Gerd Schobert und Verteidiger Fritz Pott dermaßen bedrängte, dass Pott den Ball ins eigene Tor lenkte, führte zum 2:3. Und als dann Reinhold Kappenstein in der 80. Minute im Anschluss an eine Ecke den kaum möglich gehaltenen 3:3 Ausgleichstreffer erzielte, war der Jubel unter den 1.200 Zuschauern entsprechend groß. Die Kölner hatten sowohl die Kampfkraft als auch die konditionellen und spielerischen Fähigkeiten der Auswahl unterschätzt, so dass es bis zum Schlusspfiff beim fast sensationell Unentschieden blieb.

 

Am 29. Mai 1965 bekamen auch die Zuschauer im Nordkreis den Bundesligisten 1. FC Köln zu Geischt, den in der Gummersbacher Lochwiese stellte sich ihnen ein verstärkter VfL Gummersbach zu einem Freundschaftsspiel. Bereits in der 5. Spielminute gingen die Gäste mit 1:0 in Führung. Einen Freistoß von Hennes Löhr aus knapp 18 Metern ließ Torwart Wolfgang Töpfer durch die Arme ins Tor gleiten. In der 12. Minute traf Mittelstürmer Christian Müller mit einem Lupfer nur die Latte. Die Oberberger hatten sich längst von ihrer anfänglichen Nervosität gelöst und begannen nun forsch mitzuspielen, so dass sich das Spiel zeitweise durchaus ausgeglichen gestaltete. Auch wenn die Kölner sich beste Torchancen herausarbeiteten, in der VfL-Verteidigung stand mit Helmut Grimm ein Mittelläufer, der mit Übersicht und Können die Situationen bereinigte. So gingen beide Mannschaften mit einem knappen 1:0 für den 1. FC in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff verflachte das Spiel zunächst zusehends, die ständigen Wechsel ließen kein gutes Spiel aufkommen. Erst in den letzten 25 Minuten wurde es wieder lebhafter. In der 57. Minute fiel dann doch das 2:0, als Grimm im Strafraum unnötig Hand spielte und Hans Sturm den fälligen Elfmeter sicher verwandelte. In der 70. Minute ein durchaus umstrittenes Tor. Der eingewechselte Toni Regh schoß den Ball an den Innenpfosten, von wo aus er wieder ins Feld sprang, doch Schiedsrichter Günter Lohmar aus Sinspert entschied auf Tor. Vier Minuten später wurde ihnen ein zweiter Elfemter zugesprochen, doch diesmal schoß Sturm so schwach, daß der für Töpfer eingewechselte Bruno Machinek mühelos halten konnte. Aber nur eine Minute später musste er dennoch hinter sich greifen, als Kölns bester Stürmer Hennes Löhr unhaltbar zum 4:0 einschoß. Beide Mannschaften bemühten sich dann um weitere Tore, scheiterten jedoch am gegnerischen Torwart oder an den eigenen Unzulänglichkeiten, so dass es beim Schlußpfiff von Schiedsrichter Lohmar 4:0 für den 1. FC Köln stand, für die Oberberger ein absolut ehrenvolles Ergebnis.

 

 

Jugend

 

Am 19. Juni 1965 trafen in Bielstein im Endspiel um die A-Jugend Kreismeisterschaft die A-Jugendmannschaften des SSV 08 Bergneustadt und des RS 19 Waldbröl aufeinander. Die Neustädter mussten dabei verletzungsbedingt auf ihren kompletten Innenstrum verzichten. In der 1. Halbzeit sahen die Zuschauer ein durchaus verteiltes Spiel, so dass es zur Pause noch torlos 0:0 unentschieden stand. Nach dem Wechsel bekam der SSV das Spiel immer besser in den Griff und erspielte sich ein starkes Übergewicht. Zweimal Reiner Keilhack und einmal Ingo Osberghaus sorgten dann mit ihren Toren für einen auch in dieser Höhe verdienten Erfolg.

 

 

 

 

 

Spielzeit 1965 / 66

 

 

Bezirksklasse

 

Vor dem 30. und letzten Spieltag der Bezirksklasse Mittelrhein führt die TuRa Dieringhausen mit einem Punkt Vorsprung auf den SV Lohmar die Tabelle an. Am 5. Juni 1966 stehen die Zuschauer in Massen am Hammerhaus, um den von Allen erhofften Sieg und damit den Aufstieg in die Landesliga mitzuerleben. Der Tabellenletzte aus Lohmar war bereits seit Wochen abgestiegen. Trotzdem war der mit dem Vorsatz an die Agger gekommen, der TuRa zumindest ein Unentschieden abzuringen. Dazu stellten sie sich von Beginn an mit allen Mann in die Verteidigung und ließen die gegenerischen Stürmer anrennen. Das zeigte Wirkung, denn die TuRa wirkte in der ersten Halbzeit verkrampft und allzu nervös. So ging es torlos in die Pause. Nach einer gehörigen Standpauke von Trainer Ulrich Pauly drängte die TuRa weiter auf das erste Tor, spielten aber inzwischen strukturierter. Nach einigen Holztreffern war es dann Dieter Koch, der das erlösende 1:0 erzielte. Als dann Horst Groß in der 75. Minute mit einem Kopfball das 2:0 erzielte, war der Aufsteig perfekt. Beim Schlusspfiff des Schiedsrichters stürmten die Zuschauer den Platz.

Absteigen musste hingegen der SSV 08 Bergneustadt, der mit zwei Punkten Rückstand auf den VfR Marienhagen den vorletzten Tabellenplatz belegte

 

1. Kreisklasse

 

In der 1. Kreisklasse belegte der TSV Ründeroth mit sieben Punkten Vorsprung auf den TuS Elsenroth den 1. Tabellenplatz. In der Aufstiegsrunde gewann der TSV zunächst mit 5:4 gegen Eintracht Verlauterheide, verlor dann jedoch mit 1:3 gegen den SV Bonn Nord. Im entscheidenden Spiel konnte sich der TSV überraschend deutlich mit 6:0 gegen den SV Kaltenbherberg durchsetzten und sieg damit in der Bezirksklasse auf

 

Am Tabellenende belegte der SV Hermesdorf mit drei Punkten Rückstand auf den SV Frömmersbach, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Platz und musste damit in die 2. Kreisklasse absteigen

 

 

2. Kreisklasse

 

In der 2. Kreisklasse, Staffel 1 belegte die Reservemannschaft der TuRa Dieringhausen mit drei Punkten Vorsprung auf die SpVg Dümmlinghausen den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 1. Kreisklasse auf

In der Staffel 2 belegte der SSV Wildbergerhütte unter Trainer Hermann Kappes  mit zwei Punkten Vorsprung auf den TuS Derschlag den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 1. Kreisklasse auf. Absteigen in die 3. Kreisklasse musste der SSV Denklingen, der mit einem Punkt Rückstand auf den SSV Hochwald, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz belegte

 

 

3. Kreisklasse

 

In der 3. Kreisklasse, Staffel 2 belegte die Reservemannschaft des SV Morsbach mit einem Punkt Vorsprung auf die DJK Gummersbach den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 2. Kreisklasse auf

 

 

Pokal

 

Am 15. August 1965 standen sich in Waldbröl im Endspiel um den Kreispokal der Bezirksligist SV Morsbach und die SpVg Rossenbach aus der 2. Kreisklasse gegenüber. Von Beginn an ließen die favorisierten Morsbacher keine Zweifel aufkommen, dass sie dieses Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen würden. Mit zwei schnellen Toren sorgte Friedhelm Schmallenbach für eine beruhigende 2:0 Führung, als Reinhold Kappenstein kurz darauf auf 3:0 erhöhte, war das Spiwel praktisch schon entschieden. Nach einem schön vorgetragenen Angriff konnte Horst-Werner Hillenbach zwar auf 1:3 verkürzen, doch nur wenige Minuten später stellte Kappenstein mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wieder her, und mit seinem dritten Tor zum 5:1 auch den Pausenstand her.

Nach Wiederanpfiff erzielte Manfred Hannes das zweite Tor für die Rossenbacher, mehr sollte der SpVg an diesem Tag nicht gelingen. Alfred Kampa erhöhte dann auf 6:2 und Manfred Sigmund stellte mit einem verwandelten Elfmeter den Endstand von 7:2 her.

 

 

Freundschaftsspiel

 

Am 8. August 1965 empfing der Bezirksligist TuRa Dieringhausen am heimischen Hammerhaus den Bundesligisten  Borussia Dortmund zu einem Freundschaftsspiel. Die Oberberger hatten sich mit Fredi Hennecken vom TuS Elsenroth, Helmut Grimm vom VfL Gummersbach, Hans-Jürgen Dommaschk und Reiner Decker, beide von Sportfreunde Vollmerhausen verstärkt. Grimm hatte Ende der Fünfziger Jahre mal zwei Jahre in der Oberligamannschaft von Borussia gespielt.

Von Beginn an zeigten die Oberberger vor über 3.000 Zuschauer keine Nervosität und erpielten sich bereits in den ersten zehn Minute zwei große Torchancen. Pech war daher, dass sie durch ein Eigentor unglücklich mit 0:1 in Rückstand gerieten. Nach zwanzig Minuten musste Dortmunds Nationaltorwart Hans Tilkowski verletzungsbedingt ausscheiden und wurde durch Bernhard Wessel ersetzt. Nach einer guten halben Stunde dann der Ausgleich. Hermann Straschitz fälschte einen Schuß von Peter Broichhagen unhaltbar ab. In der 37. Minute brachte Hennecken die TuRa sogar mit 2:1 in Führung, nur vier Minuten später schaffte  Udo Ockmann den Ausgleich. Eine Minute vor der Pause war es Horst Groß, der einer starken ersten Halbzeit der TuRa krönte, als er das Leder zur abermaligen Führung über die Linie brachte.

Nach dem Wechsel kamen die Dortmunder zwar etwas besser ins Spiel, ohne die TuRa jedoch ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Es dauerte bis zur 70. Minute, ehe Harald Beyer das 3:3 erzielte. Wer nun erwartete, dass die TuRa kontitionell zusammenbrechen würde, sah sich getäuscht. Auch nach dem Ausgleich war das Spiel nahezu ausgeglichen. In der 76. Minute war es Karl-Heinz Babel, der für die TuRa das 4:3 erzielte. Was dann wirklich erstaunte, dass die Dortmunder in der verbleibenden Viertestunde keine Mittel fand, sich erfolgreich gegen die drohende Niederlage zus temmen. Als Schiedsrichter Berthold Schmidt aus Morsbach das Spiel nach 90 Minuten abpfiff, stand es nämlich immer noch 4:3 für die TuRa.

 

 

Jugend

 

In der Sondergruppe Oberberg belegte die A-Jugendmannschaft des SSV Wildbergerhütte mit sieben Punkten Vorsprung auf den SSV Nümbrecht den 1. Tabellenplatz und wurde damit Kreismeister.

 

Im Endspiel um den Wilhelm-Schürfeld-Pokal gewann Wildbergerhütte in Ründeroth gegen den SSV Nümbrecht mit 1:0 und wurde damit auch Kreispokalsieger.

 

In der Mittelrheinmeisterschaft schalteten sie in der 1. Runde den BC Oberbruch nach zwei Spielen mit anschließendem Losentscheid aus. In der 2. Runde verloren sie dann auf heimischen Platz gegen den Bonner SC nur knapp mit 0:1

 

 

 

Spielzeit 1966 / 67

 

 

Bezirksklasse

 

Am Ende dieser Spielzeit stand der VfL Gummersbach in der Bezirksklasse, punktgleich mit dem TuS Lindlar, auf dem 1. Tabellenplatz.

Im Entscheidungsspiel gewann der VfL gegen den TuS vor 5.000 Zuschauer in Engelskirchen knapp mit 1:0 und stieg damit erstmals in die Landesliga Mittelrhein auf.

Der Gummersbacher Mittelfeldspieler WolfgangTräger trug mit hervorragenden Leistungen zu diesem Erfolg bei und so war es auch nicht verwunderlich, dass höherklassige Vereine auf ihn aufmerksam wurden. Letztlich erhielt Eintracht Trier, die in der Regionalliga Südwest, der zweithöchsten Liga in Deutschland spielten, den Zuschlag.

 

 

Pokal

 

Am 21. August 1966 trafen in Waldbröl im Endspiel um den Kreispokal der Bezirksligist RS 19 Waldbröl und der A-Kreisligist TuS Elsenroth aufeinander. Vor den knapp 250 Zuschauern galten die Waldbröler, die schließlich auch auif heimischen Grund spielen konnten als hoher Favorit. Die stark ersatzgeschschwächten Elsenrother, die auf Armin Wossler, Jürgen Behrendt, Gerhard Lau und Helmut Dobrowolski verzichten mussten, zogen sich von Beginn an völlig zurück und überließen den Waldbrölern das Spiel. Diese konnten aus ihrer spielerischen Überlegenheit jedoch kein Kapital schlagen. Im Gegenteil, die Verteidigung stand immer besser, die Nervosität der Waldbröler nahm dagegen im Verlauf des Spiels noch zu. Ihr Mittelfeldspieler Wolfgang Klein ließ sich von seinem Gegenspieler so lange reizen, bis er sich revanschierte und daraufhin vom Schiedsrichter vom Platz gestellt wurde. In der 50. Minute passierte dann, womit niemand rechnen konnte, die Elsenrother kamen einmal vor das Tor von Klaus-Dieter Wirths und Siegfried Zobel erzielte völlig überraschend das 1:0. Erst jetzt wurde der Favorit richtig wach, und spielte auch endlich überlegt Fußball. In der 68. Minute schaffte Gerhard Selbach mit einem Kopfball den mehr als verdienten Ausgleich, und nur zehn Minuten später sorgte Horst Friederichs sogar für die Führung. Die Elsenrother waren durch ihre Abwehrschlacht körperlich so geschwächt, dass sie es jetzt nicht mehr schafften, die Wende noch einmal herbei zu führen. Zwar erzielte Egon Schäfer ein Tor, diesem wurde aber vom Schiedsrichter völlig zu Recht die Anerkennung verwehrt. Beim Schlusspfiff hatte Waldbröl zwar knapp aber verdient gewonnen.

 

 

Freundschaftsspiel

 

Am 3. August 1966 standen sich im Wiehltalstadion eine Oberbergische Auswahlmannschaft und der Bundesligist 1. FC Köln zu einem Freundschaftsspiel gegenüber. Die Gäste begannen wie erwartet offensiv und gingen durch Jürgen Jendrossek bereits in der 5. Minute mit 1:0 in Führung. Die zahlreichen Zuschauer schauten jedoch nicht schlecht, als die Oberberger nunmehr versuchten mitzuspielen, was ihnen auch glänzend bgelang, denn Koch markierte in der 21. Minute den Ausgleichstreffer. Doch im direkten Gegenzug stellte Hans-Jürgen Kleinholz nach Flanke von Heinz Flohe den alten Abstand wieder her. Weitere gute Chancen verhinderte die gut stehende Abwehr um Torwart Hartmut Weißbrodt und Mittelläufer Günter Ranke. Nach dem Wechsel erhöhte Heinz Hornig schnell auf 3:1. Dann aber ließ Willi Klaas die Kölner Verteidigung ganz schlecht aussehen und verkürzte auf 2:3. Dies schien diese mächtig geärgert zu haben, denn nun drückten sie aufs Tempo und kamen in der Folgezeit zu vielen schönen Toren. Wolfgang Rausch, Hornig, Kleinholz, Jendrossek, Josef Röhrig und Hornig sorgten für ein doch standegemäßes 9:2. Das war der Auswahl nun doch zu viel, mit den letzten Kraftreserven rafften sie sich noch zu einigen Angriffen auf. Dieter Koch überwand Köln Torwart Harald Schumacher mit einem schönen Weitschuß zum 3:9 und wenig später erzielte Klaas gar das vierte Tor für die Auswahl. Den Schlußpunkt setzten dann aber doch die Gäste, mit zwei Toren sorgte Franz-Peter Neumann für den Endstand.

 

 

Am 7. August 1966 spielte in Morsbach eine regional zusammengestellte Auswahlmannschaft gegen den Bundesligisten Borussia Dortmund. Auch wenn die 3.000 Zuschauer die WM-Teilnehmer Lothar Emmerich und Siggi Held nicht zu sehen bekamen, so trat der Europapokalsieger doch mit einer Vielzahl Nationalspieler, wie Reinhard Libuda, Wolfgang Wessel, Reinhold Wosab oder Hoppy Kurrat an. In der ersten Halbzeit versuchten die Gäste die Auswahl mit ihren technischen Möglichkeiten auszuspielen, was jedoch nur bedingt gelang, die Verteidigung stand gut und ließ sich nur bei den Schüssen von Willi Neuberger und Willi Mikulasch, beide aus recht spitzem Winkel überraschen. Ansonsten zeigte sich vor allem Auswahltorwart Hartmut Weißbrodt vom BV 09 Drabenderhöhe in bester Form und verhinderte mit mehreren tollen Paraden einen höheren Rückstand.

Nach dem Wechsel ließen die Gäste das Verspielte sein und zeigten sich zielstrebiger. Udo Ockmann und zweimal Neuberger nutzen nun die Lücken und erhöhten schnell auf 5:0. Eine der wenigen Torchancen nutze Mittelrhein-Auswahlspieler Knoch vom Siegburger SV 04 und erzielte unter dem Jubel der Zuschauer das 1:5. Als bei den Auswahlspielern die Kraft immer mehr nachließ, kamen die Dortmunder noch zu zwei weiteren Toren zum Endstand von 7:1

 

 

 

Spielzeit 1967 / 68

 

 

 

Landesliga

 

In der Landesliga Mittelrhein hatte die TuRa Dieringhausen am Ende der vergangenen Spielzeit einige Abgänge zu verzeichnen, deren Verlust man aber mit den Neuzugängen mehr als auzugleichen hoffte. Vor Beginn dieser Spielzeit schrieb die Zeitung über die Aussichten der TuRa „Was die Turaner anstreben, ist ein Platz im ersten Drittel der Tabelle, wenn möglich sogar die Meisterschaft. Dieringhausen hat ein Jahr lang Landesligaluft geschnuppert, und hat das sehr gründlich getan. Es ist keine Utopie, in der Landesliga Meister zu werden. Und die Rot-Weißen haben aus ihren Fehlern viel gelernt, werden sie gewiß nicht ein zweitesmal begehen.

Am Ende dieser Spielzeit belegte die TuRa Dieringhausen unter Spielertrainer Helmut Grimm mit 17 Punkten Rückstand auf den SSV Troisdorf 05, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, abgeschlagen den letzten Tabellenplatz und musste damit in die Bezirksklasse Mittelrhein absteigen

 

 

1. Kreisklasse

 

In der 1. Kreisklasse stand nach dem 24. und letzten Spieltag der SV Sinspert-Wehnrath, punktgleich mit dem BSV Viktoria Bielstein, auf dem 1. Tabellenplatz, so dass vom Kreis ein Entscheidungsspiel auf neutralen Boden angesetzt werden musste.

Am 19. Mai 1968 säumten fast 1.500 Zuschauer erwartungsvoll den Wiehler Sportplatz

Beide Mannschaften begannen sehr nervös, so dass zunächst kaum gelungene Spielzüge zu erkennen waren. Beide Trainer hatten scheinbar dieselbe Order an ihre Verteidiger herausgegeben; schaltet mir erst mal den gefährlichen Mittelstürmer des Gegners aus. Bielsteins Mittelstürmer und Kopfballspezialist Hans-Gerd Berger wurde hautnah von Helmut Kriegeskotte bewacht, auf der anderen Seite kümmerte sich BSV-Vorstopper Edgar Stoffel genauso engagiert um Sinsperts Mittelstürmer Dieter Kroschwald.

Mitte der ersten Halbzeit konnte Bielsteins Torwart Hartmut Dedial eine gefährlich in den Torraum herein geschlagene Ecke nicht erreichen, so dass Verteidiger Wolfgang Kaminke den Ball unglücklich ins eigene Tor köpfte. Durch dieses Missgeschick ließen sich die Bielsteiner jedoch nicht entmutigen und drängten verstärkt auf den Ausgleich, doch konnte Sinspert den knappen Vorsprung in die Pause retten.

Zehn Minuten nach Wiederanpfiff köpfte Berger den Ball maßgerecht zum Mitspieler Manfred Babel und dieser ließ Sinsperts Torwart Helmut Löhr keine Chance. Als sich in der Endphase der Begegnung alle langsam auf eine Verlängerung einstellten, flankte Werner Loeffelmeier den Ball gefühlvoll in den Strafraum und erstmals hatte Mittelstürmer Kroschwald genügend Platz, um den Ball volley und unhaltbar für Dedial zum 2:1 einzuschießen. Den letzten verzweifelten Ansturm der Bielsteiner konnte Sinspert ruhig abwehren, und als der Schiedsrichter das Spiel nach neunzig Minuten abpfiff, hatte Sinspert das Spiel knapp mit 2:1 gewonnen, und sich damit für die Aufstiegsrunde zur Bezirksklasse qualifiziert.

 

In der folgenden Aufstiegsrunde verlor Sinspert zunächst gegen den SV Bechen mit 0:2, gewann dann gegen den SSV Heimbach mit 4:2, und spielte gegen Schwarz-Weiß Neunkirchen 3:3 unentschieden. Dadurch stieg Sinspert erstmals in die Bezirksklasse Mittelrhein auf.

 

 

3. Kreisklasse

 

In der 3. Kreisklasse, Staffel 2 stand am Ende dieser Spielzeit der SSV Denklingen punktgleich mit der Reservemannschaft der SpVg Rossenbach auf den 1. Tabellenplatz. In dem angesetzten Entscheidungsspiel gewann Denklingen und stieg damit in die 2. Kreisklasse auf

 

 

Pokal

 

Am 30. Juni 1968 standen sich im Endspiel um den Kreispokal in Wiehl der SSV Wildbergerhütte aus der 1. Kreisklasse und der Bezirksligist RS 19 Waldbröl gegenüber. Beide Mannschaften traten zum Saisonende nicht ganz in Bestbesetzung an, bei Waldbröl saß Wolfgang Klein verletzungsbedingt zunächst nur auf der Ersatzbank. Bei Wildbergerhütte fehlten Kormann und Bauer. Bei tropischen Temperaturen kam der Favorit deutlich besser ins Spiel. Bereits in der 5. Spielminute ging Ulrich Trampenau scheinbar mühelos durch die gegnerische Verteidigung und überwand SSV-Torwart Erwin Bauer zum 1:0. Zwar kamen jetzt auch die Hütter ins Spiel, sie agierten jedoch zu drucklos, so dass die Waldbröler Verteidigung keine Probleme hatte, die Angriffe abzuwehren. In der 42. Minute konnte sich Rolf Katzenbach durchsetzen und schoss gefährlich aufs Tor. Torwart Bauer ließ den scharfen Ball nach vorne abprallen, so dass Katzenbach den Nachschuss sicher zum 2:0 verwertete. Mit diesem durchaus gerechten Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt. Nach Wiederanpfiff drängten die Hütter zwar weiter, jedoch ebenso ergebnislos. Als bei ihnen die Kraft immer mehr schwand, setzten die Waldbröler das nächste Zeichen. In der 55. Minute traf Trampenau mit einem herrlichen Schuss aus 15 Metern zum 3:0. Die Waldbröler waren durch die scheinbare Entscheidung einen Moment zu nachlässig, denn fast im Gegenzug schaffte Josef Heckener den 1:3 Anschlusstreffer. Doch statt einen letzten Aufbäumens kam der direkte Gegenschlag. In der 60. Minute pfiff der Ründerother Schiedsrichter Weiermann ein Foulspiel von Torwart Bauer an Trampenau im Hütter Strafraum und Gerhard Selbach verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 4:1. Nunmehr wurde auch Wolfgang Klein als Stürmer für Klaus Wirths eingewechselt. Die Hütter konnten nicht mehr, die Waldbröler wollten nicht mehr, so plätscherte das Spiel dahin. Trotzdem kam der RS noch zu zwei weiten Toren. In der 80. Minute erzielte Wolfgang Krause mit einem Schuss aus knapp 25 Metern das 5:1 und kurz vor Schluss sorgte Günter Reifenrath mit seinem Tor zum 6:1 für den Endstand, zwar verdient aber sicherlich um ein, zwei Tore zu hoch.

 

 

Freundschaftsspiel

 

Am 3. Juni 1968 kehrte Wolfgang Träger wieder nach Gummersbach zurück, wenn auch nicht für immer, wie von vielen VfL-Anhängern erhofft, aber zumindest für 90 Minuten, denn sein neuer Verein, der südwest-Regionalligist Eintracht Trier machte in der Lochwiese seine Aufwartung. So waren die 500 Zuschauer vor allem gespannt, wie sich Träger in der neuen Mannschaft macht.

Das Spiel begann direkt mit einem Paukenschlag, denn bereits in der 2. Spielminute brachte Geulich die Gäste mit 1:0 in Führung, als er mit einem satten Schuss VfL-Torwart überwinden konnte. In der Folge entwickelte sich ein durchaus ausgeglichenes Spiel, in dem man selten die zwei Spielklassen Unterschied zwischen beiden Mannschaften bemerkte. Der Ex-Gummersbacher Träger tat sich bei Trier mit einigen sehenswerten Einlagen hervor, er sprühte vor Ideen, hatte in seinem ehemaligen Mitspieler Horst Rogge jedoch einen recht unangenehmen Gegenspieler.

Der Hauptunterschied in der Spielweise beider Mannschaften bestand in der größeren Cleverness der Gäste, in ihrem guten Tempospiel und ihrem direktem Paßspiel. Die technisch recht gut agierenden Gummersbacher spielten oftmals zu umständlich, übertrieben das Querpaßspiel und hatten Schwächen im Paßspiel. Stark im Angriff vor allem der quirlige Detlef Havemann, und Außenverteidiger Rainer Schumacher, den man extra für dieses Spiel von den Sportfreunden Vollmerhausen ausgeliehen hatte, der seinen Gegenspieler Reichert nur selten zur Entfaltung kommen ließ.

So spielte man bis zur Pause auf gleicher Höhe, wobei sich Gummersbach durch Havemann, Rogge und Krumpholz drei hochkarätige Chancen erspielte, die man jedoch nicht nutzen konnte.

In der 56. Minute bot sich Klaus Reuber die beste Torchance, doch prallte sein Schuss, der für den eingewechselten Torwart Hehl sicherlich unhaltbar gewesen wäre, von der Innenseite des Pfostens wieder ins Feld zurück.

Nur zwei Minuten später traf auf der Gegenseite Träger mit einem wuchtigen Schuss ebenfalls nur die Latte, doch Trier hatte mehr Glück, den Abpraller verwertete Dücker zum 2:0. Dieses Gegentor schien die Moral der Hausherren doch schwer getroffen zu haben, denn von nun an zeigte sich Konditionsschwächen, die mit bis dahin nicht gesehenen Fehler einher gingen. In der 63. Minute wurde Röpert in abseitsverdächtiger Position angespielt und erhöhte auf 3:0, weitere fünf Minuten später schoss der Ex-Neunkirchener Paul Pidancet aus dem Hinterhalt zum 4:0 ein, und als dann Dücker in der 75. Minute mit einem Kopfball Torwart Gerd Schneider, zum fünften Mal überwand, nahm das Ergebnis standesgemäße Züge an.

In der letzten Viertelstunde waren die Gummersbacher zwar stehend ko, doch hielten sie bis zum Schlusspfiff des umsichtigen Schiedsrichters das Ergebnis. Zwar blieb ihnen trotz einer Vielzahl bester Möglichkeiten der Ehrentreffer verwehrt, dennoch hatte sich der Landesligist gegen die Halbprofis aus dem Südwesten hervorragend aus der Affäre gezogen.

 

Gummersbach:

Wolfgang Töpfer [Gerd Schneider] - Horst Rogge, Rainer Schumacher (Sportfreunde Vollmerhausen), Babel, Werner Putzig, Siegfried Siegel, Detlef Havemann, Reiner Decker (Sportfreunde Vollmerhausen), Hans-Dieter Metzler, Klaus Reuber, Dietmar Krumbholz, Holzhammer

 

Trier:

Schröder [Hehl] – Steinecke, Paul Pidancet, Gülich, Werner Hammelbacher, Winfried Pelzer, Reichert, Joachim Röpert, Brand, Kokott, Wolfgang Träger, Dücker, Kohr

 

 

Jugend

 

In der Sonderstaffel Oberberg belegte die A-Jugendmannschaft des VfL Gummersbach mit drei Punkten Vorsprung auf den RS 19 Waldbröl den 1. Tabellenplatz., die Staffelmeister waren Sportfreunde Vollmerhausen, der TSV Ründeroth und die SpVgg Holpe-Steimelhagen.

 

Am 30. Juni 1968 standen sich dann in Wiehl im Endspiel um die Kreismeisterschaft die A-Jugendmannschaften des VfL Gummersbach und der SpVgg Holpe-Steimelhagen gegenüber. Durch einen von Mittelstürmer Detlef Havemann verwandelten Elfmeter gingen die hoch favorisierten Gummersbacher mit 1:0 in Führung. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt. In der zweiten Halbzeit spielte der VfL seine spielerische Überlegenheit voll aus. Havemann erhöhte auf 2:0, Edgar Milhahn schaffte das 3:0 und der überragende Havemann traf beim 4:0 zum dritten Mal. Erst als beim VfL die Konzentration nachließ, kamen die durchaus nicht enttäuschenden Gäste zum Ehrentreffer, so dass es beim Abpfiff des Schiedsrichters 4:1 für den VfL hieß.

 

 

 

Spielzeit 1968 / 69

 

 

 

1. Kreisklasse

 

In der 1. Kreisklasse belegte der TuS Wiehl mit einem Punkt Vorsprung auf den SSV 08 Bergneustadt den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Bezirksklasse Mittelrhein auf.

Absteigen in die 2. Kreisklasse musste hingegen die Reservemannschaft der TuRa Dieringhausen, die mit 15 Punkten Rückstand auf den BV 09 Drabenderhöhe, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz.

 

 

2. Kreisklasse

 

In der 2. Kreisklasse, Staffel 1 belegte der SSV Marienheide mit zehn Punkten Vorsprung auf den SV Schnellenbach den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 1. Kreisklasse auf

 

 

Freundschaftsspiel

 

Am 3. August 1968 empfing der VfL Gummersbach in der heimischen Lochwiese den Bundesligisten 1. FC Köln zu einem Freundschaftsspiel. Die 5.500 Zuschauer sahen von Beginn an eine engagiert aufspielende Gastmannschaft, bei der laut Trainer Hans Merkle vor allem das Doppelpassspiel gut geklappt hat. In der 7. Spielminute traf Neuzugang Ludwig Bründl von den Münchner Löwen zum 1:0. Carl-Heinz Rühl erhöhte in der 17. Minute auf 2:0, und nur eine Minute später erzielte der mehrfache Nationalspieler Wolfgang Overath auf 3:0. Die Kölner ließen in ihrer Konzentration nun ein wenig nach, so dass der VfL nunmehr auch zu einigen guten Aktionen kam, ohne das Tor von Paul Heyeres wirklich ernsthaft zu gefährden. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt. Nach einer guten Stunde ließ bei den heimischen Amateuren die Kondition immer mehr nach, so dass die Gäste sich den Ball immer unbedrängter zuspielen und Torchancen erspielen konnten. Karl-Heinz Thielen traf in der 68. Minute zum 4:0, Rühl schaffte mit einem Doppelschlag in der 70. und 73. Minute das 5:0 und 6:0, nur eine Minute später schoss Bründl zum 7:0 ein, und als Jürgen Jendrossek schon eine weitere Minute später zum 8:0 einschoss, hatte der VfL innerhalb von sieben Minuten fünf Tore kassiert. In der 80. Minute erzielte Rühl sein viertes Tor, und zwei Minuten vor Schluss sorgte Bründl mit seinem dritten Tor für ein zweistelliges Ergebnis. Beim Schlusspfiff des Morsbacher Schiedsrichter Berthold Schmidt hieß der Endstand zwischen dem 1. FC und dem VfL 10:0.

 

Gummersbach:

Bruno Machinwek, Horst-Helmut Rogge, Hans-Dieter Pickardt [Dieter Huzppertz], Werner Putzig, Achim Töpfer, Siegfried Siegel, Klaus Reuber [Günter Leßmann], Dietmar Krumpholz, Hans-Jürgen Liedtke, Detlef Havemann, Karl Friedrich Soest [Rainer Frömberg]

 

Köln:

Paul Heyeres, Peter Blusch, Werner Biskup, Wolfgang Weber, Karl-Heinz Thelen, Heinz Simmet, Heinz Flohe [Jürgen Jendrossek], Wolfgang Overath, Carl-Heinz Rühl, Ludwig Bründl, Heinz Hornig

 

 

Am 20. August 1968 bot die Bielsteiner Sportwerbewoche mit einem ganz besonderen Leckerbissen auf. Die Auswahlmannschaft der Kölner Sporthochschule stellte sich in einem Freundschaftsspiel einer oberbergischen Auswahlmannschaft. Hennes Weisweiler, Trainer an der Sporthochschule, hatte auch einige seiner Spieler aus dem Bundesligakader von Borussia Mönchengladbach mitgebracht, vor allem den jungen Nationalspieler Berti Vogts, aber auch Hartwig Bleidick und Rudolf Pöggeler, ferner spielten noch Gerd Menne vom VfB Stuttgart und Rudolf Kröner von Hertha BSC Berlin, ebenfalls aus der ersten Liga mit. Gerade diese Spieler beeindruckten die Zuschauer immer wieder mit ihrer hervorragenden Ballbehandlung. Von Anpfiff an zeigten beide Mannschaften recht ansehnlichen Fußball. Die angehenden Sportlehrer gingen erwartungsgemäß schnell mit 2:0. Kurz vor der Pause flankte Müller entschlossen in den Strafraum und Friedhelm Saatmann köpfte den Ball zum umjubelten Anschlusstreffer ins Tor. In der zweiten Halbzeit erzielten die Gäste zwar noch zwei weitere Tor, doch als es beim Schlusspfiff nur 1:4 stand, waren alle Beteiligten mit dem Ergebnis zufrieden, zu dem vor allem die beiden ausgezeichneten Torhüter Förster vom TuS Weiershagen und Lorinz vom BV 09 Drabenderhöhe mit guten Paraden großen Anteil hatten

 

Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Fußballabteilung hatte die TuRa Dieringhausen am 15. Juni 1969 den Bundesligisten Borussia Dortmund zu einem Freundschaftsspiel eingeladen. Da sich die Borussia jedoch bis zum letzten Spieltag im Abstiegskampf befunden hatte, fehlten die eigentlich zugesagten Nationalspieler Lothar Emmerich, Siggi Held und Willi Neuberger. Zwar waren alle auflaufenden Akteure ebenfalls Bundesligaspieler, doch der große Glanz fehlte den 2.000 Zuschauern halt. In den ersten zwanzig Minuten lieferte die TuRa, die sich durch einige Spieler aus den Nachbarvereinen verstärkt hatte, dem Bundesligisten eine durchaus ebenbürtige Begegnung, Horst Groß hatte sogar die erste große Chance im Spiel, verpasste jedoch knapp das gegnerische Tor. Nach einer guten halben Stunde machten sich bei den Amateuren bereits die ersten Konditionsmängel bemerkbar. Die Borussia übernahm immer mehr das Geschehen und die TuRa wurde entsprechend immer mehr in die Verteidigung gedrängt. In der 35. Minute markierte Friedrich Lehmann den längst überfälligen Führungstreffer. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt. In der zweiten Halbzeit spielten die Gäste nunmehr mit halber Kraft. Das reichte aber immer noch zu zwei weiteren Toren durch Reinhold Wosab. Weitere Treffer verhinderte der sehr gut haltende Karl-Heinz Rosenthal im Tor der TuRa.

 

Dieringhausen:

Karl-Heinz Rosenthal – Klaus-Peter Keßler (BSV Bielstein), Harald Tuschy, Friedel Piel, Klaus Meuer, Hans-Jürgen Dommaschk, Armin Wossler (TuS Elsenroth), Manfred Klein (VfR Marienhagen), Peter Broichhagen, Horst Groß, Heinz Müller (TuS Elsenroth) [Peter Dick (Sportfreunde Vollmerhausen], Horst Frielingsdorf, Basteck, Kirchner, Dieter Kranenberg, Schneider (TuS Weiershagen)]

 

Dortmund:

Klaus Günther – Klaus Beckfeld, Wolfgang Paul, Gerd Peehs, Friedhelm Groppe, Theodor Redder, Klaus Brackelmann, Horst Trimhold, Reinhold Wosab, Dieter Kurrat, Friedrich Lehmann, Walter Szaule

 

 

Verein

 

In dieser Spielzeit gründeten fußballbegeisterte Griechen eine griechische Fußballmannschaft gegründet, die sich dem TuS Derschlag anschloss, wo sie als 3. Mannschaft am regulären Spielbetrieb teilnahm.

 

 

Spielzeit 1969 / 70

 

 

1. Kreisklasse

 

Am 14. Juni 1970 stand in der 1. Kreisklasse der letzte Spieltag auf dem Plan. Der Tabellenführer SSV Nümbrecht erwartete den BSV Bielstein und durfte sich keinen Ausrutscher leisten, denn der Vorsprung auf den TuS Elsenroth betrug nur einen Punkt. Doch von Beginn an ließen die von Trainer Heinz Knöppel hervorragend eingestellten Nümbrechter keine Zweifel aufkommen, denn Gerd Grümer erzielte bereits in der 1. Minute das 1:0. Auch in der Folge ließen die Nümbrechter nicht nach, versäumten es jedoch, ihre guten Chancen zu nutzen. So dauerte es fast eine halbe Stunde, ehe Lothar Rohsiepe zum beruhigenden 2:0 traf. Kurz nach der Pause sorgte Paul Baum mit seinem Tor zum 3:0 für die Entscheidung. Grümer erhöhte noch auf 4:0, ehe Uwe Hüller für den BSV zumindest den Ehrentreffer erzielte. Am Ende stand ein jederzeit ungefährdeter Erfolg und damit verbunden der Aufstieg in die Bezirksklasse.

 

Nümbrecht:

Reinhold Baum - Hans Otto Schröer, Gerd Grümer, Rainer Scheffels, Klaus Hennig, Lothar Rohsiepe, Oskar Neumann, Wilhelm Gosse, Paul Gerhard Baum, Erwin Kölm, Günter Dobberstein, Gerd Mähler, Gerd Gabel

 

 

2. Kreisklasse

 

Am 31. Mai 1970 traf der SV Hermesdorf zu ihrem letzten Meisterschaftsspiel der 2. Kreisklasse, Staffel 2 beim BSV Bielstein an. Der Tabellenführer wurde von Trainer Kurt Nolden hervorragend auf dieses entscheidende Spiel eingestellt, die Mannschaft ließ keine Nervosität spüren und führte schon zur Halbzeit mit 3:0. Überragender Mann auf dem Platz war Ulrich Trampenau, der auch zwei Treffer zum letztlich auch in dieser Höhe verdienten 5:0 Erfolg beitrug. Manfred Lauff und Fritz Pack waren jeweils einmal erfolgreich, einen Treffer steuerte zudem der Gegner bei. Am Ende hatte der SV bei nur einer Niederlage in zwanzig Spielen drei Punkte Vorsprung auf die SpVgg Holpe-Steimelhagen stieg damit in die 1. Kreisklasse auf.

 

 

3. Kreisklasse

 

In der 3. Kreisklasse, Staffel 1 belegte die Reservemannschaft des TuS Derschlag mit drei Punkten Vorsprung auf die Reserve des SSV Marienheide den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 2. Kreisklasse Oberberg auf

In der Staffel 2 belegte die Reservemannschaft der SpVg Rossenbach mit sechs Punkten Vorsprung auf die Reservemannschaft des BV 09 Drabenderhöhe den 1. Tabellenplatz und stieg damit ebenfalls in die 2. Kreisklasse auf

 

 

Pokal

 

Am 3. August 1969 standen sich in Wiehl der Landesligist VfL Gummersbach und der Bezirksligist SV Morsbach zum Endspiel um den Kreispokal der Spielzeit 1968 / 69 gegenüber. Bei drückender Hitze gab es bereits vor dem Anpfiff Probleme, weil beide Mannschaften mit weißen Trikots auflaufen wollten, was Schiedsrichter Demmer verständlicherweise beanstandete. So mussten die gut 400 Zuschauer geduldig auf das Spiel warten, bis sich die Morsbacher roten Hemden besorgt hatten. Einen weiteren Grund zur Aufregung war die Ankündigung der Gummersbacher, ihre neuen Spieler einzusetzen. In den amtlichen Mitteilungen des Technischen Obmanns Horn hatte es zuvor geheißen, dass in diesem Endspiel nur Spieler eingesetzt werden könnten, die am 30. Juli 1969 spielberechtigt waren. Der Vorstand des VfL Gummersbach berief sich jedoch auf eine Auskunft des stellvertretenden Staffelleiters Heukeshoven, der eine solche Regelung als „lächerlich“ bezeichnete, so setzte der VfL die Neuzugänge Reiner Schumacher und Michael Fuchs ein. Die Morsbacher wollten diesbezüglich nur unter Protest spielen. Denn Fußball wurde schließlich auch noch gespielt. Die Morsbacher versuchten ihr Heil von Beginn an in erhöhten Einsatz und Kampfkraft, während der VfL ihre spielerische Überlegenheit in die Waagschale werfen wollte. Mit einem direkt verwandelten Freistoß brachte Dieter Breidenbach den VfL mit 1:0 in Führung, anschließend griffen die Südkreisler zwar verstärkt an, jedoch zunächst ohne das notwendige Glück zum Ausgleich. Erst nach einer knappen halben Stunde schaffte Spielertrainer Hans Cieslarczyk mit einem herrlichen Kopfball auf Flanke von Friedhelm Schmallenbach das verdiente 1:1. Dann kam die unrühmliche Zeit des Morsbacher Torwarts Pauli, denn die nächsten drei Tore von Siegfried Siegel und zweimal Dieter Breidenbach war er mit beteiligt, so dass es beim Pausenpfiff deutlich 4:1 für den VfL stand. Nach dem Wiederanpfiff suchten die Morsbacher ihre letzte Chance in einer verstärkten Offensive, doch abermals konnten sie die routiniert stehende Verteidigung nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen. Als dann bei den resignierenden Morsbachern die Kraft immer mehr nachließ, zeigte der VfL in der letzten halben Stunde noch einmal ihre Cleverness und Kaltschnäuzigkeit. Zweimal Detlef Havemann sowie der überragende Breidenbach mit seinem vierten Treffer sorgten für einen letztlich zu hohen, aber verdienten 7:1 Erfolg der Gummersbacher.

 

Gummersbach:

Werner Boeckers [ab. 46. Fuchs], Karlfried Soest, Wolfgang Töpfer, Günter Lessmann, Rainer Schumacher, Dieter Breidenbach, Siegfried Siegel, Detlef Havemann, Jürgen Liedtke [ab 59. Rolf Kalthäuser], Manfred Gerheim, Dietmar Krumpholz

 

Morsbach:

Helmut Pauli, Hans-Gerd Ernst, Dieter Schmallenbach, Dieter Weiß [ab 46. Herbert Faßbender], Dieter Müller, Wolfgang Thiel, Alois Weigoni, Hans Cieslarczyk, Manfred Sigmund, Klaus Theres, Friedhelm Schmallenbach

 

 

Jugend

 

Am 26. Juli 1970 gewann die A-Jugendmannschaft des SSV 08 Bergneustadt in Wiehl im Endspiel um die Kreismeisterschaft gegen den RS 19 Waldbröl mit 3:0. Von Beginn an zeigten sich die Neustädter als bessere Mannschaft, indem sie nicht nur spielerisch überzeugen konnten sondern auch kämpferisch Vorteile hatten. Torschützen für den SSV waren zweimal Reinhard Naß, darunter ein herrlicher Alleingang zum 3:0 und Christoph Kraeber.

 

In der Leistungsstaffel 1 belegte die A-Jugendmannschaft des TuS Derschlag mit vier Punkten Vorsprung auf den TuS Eckenhagen den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Sonderstaffel auf

 

 

Freundschaftsspiel

 

In einem Freundschaftsspiel aus Anlass des 50-jährigen Bestehens des BSV Viktoria Bielstein empfing der verstärkte BSV am 7. Juni 1970 auf heimischen Platz den Regionalligisten Bayer 04 Leverkusen. Der Tabellenelfte der abgelaufenen Spielzeit, der mit dem Ex-Elsenrother Fredi Hennecken antrat,  zeigte sich den reinen Amateuren von Beginn in allen Belangen überlegen, spielte und kombinierte nach Belieben und führte zur Pause bereits mit 3:0. Unmittelbar nach Wiederanpfiff erzielte Uwe Hüller unter großem Jubel der knapp 800 Zuschauer das 1:3. Als bei den Spielern der Heimmannschaft im Verlauf der zweiten Halbzeit die Kondition immer mehr nachließ, kamen die Gäste zu leichten Toren, so dass es am Ende sogar zweistellig wurde. Zweimal traf Hennecken, der beste Torschütze beim 10:1 hieß jedoch Karl-Heinz Brücken.

 

Bielstein:

Hartmut Dedial - Gerhard Lau (TuS Elsenroth), Alfons Gothow, Gert Kind, Bernd Clemens, Karl-Robert Roggendorf, Otto Pack (TuS Elsenroth), Jürgen Behrendt, Lothar Vollmer, Gerd Gothow, Uwe Hüller, Albert Dornseifer, Hans-Gert Berger, Helmut Knecht (BV 09 Drabenderhöhe), Armin Wossler (TuS Elsenroth), Ulrich Klocke

 

Leverkusen:

Hans Benzler - Willi Haag, Wilfried Seifert, Horst Wieland, Helmut Röhrig, Manfred Eichner, Werner Thies, Karl-Heinz Brücken, Wolfgang Lüttges, Fredi Hennecken, Heinz Seves, Helmut Schade, Günter Haarmann

 

 

Verein

 

Der erste reine Ausländerverein im Oberbergischen Kreis war der SC Italia Gummersbach. Dieser wurde im Jahr 1969 von italienischen Mitbürgern, zumeist aus Dieringhausen kommend, gegründet. Ihr Sportplatz befand sich in Niederseßmar, auf dem Kabel, unterhalb der Theodor-Heuss-Akademie.

 

 

Spielzeit 1970 / 71

 

 

Bezirksklasse

 

Für die oberbergischen Vereine entwickelte sich diese Spielzeit in der Bezirksklasse gelinde gesagt hundsmiserabel. Zur Halbzeit spielte zwar kein Verein in der Spitze mit, doch standen der SSV Nümbrecht, der RS 19 Waldbröl und der SV Sinspert-Wehnrath mit einem positiven Punktekonto im gesicherten Mittelfeld. Der VfR Marienhagen war 10, und der SV Morsbach 12. Einzig der TuS Wiehl stand auf dem letzten Tabellenplatz und hatte bei nur zwei Punkten  Rückstand auf den sicheren 13. Tabellenplatz zumindest noch die theoretische Möglichkeit, dem drohenden Abstieg zu entgehen.

 

belegte der SV Sinspert-Wehnrath mit einem Punkt Rückstand auf den SV Morsbach, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stehen, den drittletzten Tabellenplatz und musste damit in die 1. Kreisklasse absteigen. Schlechter ist der TuS Wiehl, der als Tabellenletzter auf Morsbach schon 15 Punkte Rückstand hat

 

Am Ende dieser Spielzeit belegt der VfR Marienhagen in seiner Staffel mit einem Punkt Rückstand auf den SV Morsbach, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stehen, den vorletzten Tabellenplatz und muss damit in die 1. Kreisklasse Oberberg (6. Liga) absteigen

 

 

 

1. Kreisklasse

 

In der 1. Kreisklasse belegte Sportfreunde Vollmerhausen mit 16 Punkten Rückstand auf den SV Hermesdorf, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz steht, abgeschlagen den letzten Tabellenplatz und musste damit in die 2. Kreisklasse absteigen

 

 

2. Kreisklasse

 

In der 2. Kreisklasse, Staffel 1 belegte der SV Frömmersbach mit fünf Punkten Vorsprung auf den VfL Berghausen den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 1. Kreisklasse Oberberg auf.

In der Staffel 2 belegte die Reservemannschaft des BSV Bielstein mit fünf Punkten auf den TuS Weiershagen, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz und musste damit in die 3. Kreisklasse absteigen

 

 

3. Kreisklasse

 

In der 3. Kreisklasse, Staffel 1 belegte der TuS Eckenhagen unter Spielertrainer Hermann Kappes mit acht Punkten Vorsprung auf die Reservemannschaft des TSV Ründeroth den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 2. Kreisklasse auf

 

 

Pokal

 

Am 2. August 1970 trafen im Endspiel um den Kreispokal der Spielzeit 1969 / 70 der Landesligist VfL Gummersbach und der Bezirksligist RS 19 Waldbröl aufeinander. Das Spiel fand auf dem Waldbröler Maibuche statt, so dass sich die unterklassigen Waldbröler zumindest eine kleine Chance erhofft hatten. Doch bereits in der 12. Spielminute gelang den Gummersbachern das 1:0, als Detlef Havemann nach einer schönen Flanke von Werner Putzig traf. Zwar steigerten sich die Waldbröler im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit und brachten den Gegner auch mehrfach in Verlegenheit, doch reichte es nicht zum durchaus verdienten Ausgleich, so dass es zur Pause noch 1:0 für den VfL stand.

Nach Wiederanpfiff griffen die Waldbröler weiterhin forsch an, liefen dann jedoch in 54. Minute in einem Konter, als Edgar Hartmann nach schöner Vorarbeit von Wolfgang Träger zum 2:0 einschoss. Erst jetzt kamen die Gummersbacher wieder richtig ins Spiel. In der 70. Minute konnte Waldbröls Torwart Klaus-Dieter Wirths einen Volleyschuss von Träger nicht richtig abwehren, so dass Rainer Schumacher per Nachschuss auf 3:0 erhöhte. Und kurz vor Schluss war es erneut Schumacher, der mit seinem Tor zum 4:0 für den Endstand sorgte. Zwar spielte Waldbröl stark auf, letztlich fehlten ihnen dennoch die spielerischen Möglichkeiten um den solide auftretenden VfL ernsthaft gefährden zu können.

 

Gummersbach

Bernd Podak, Günter Leßmann, Horst Beuck, Achim Töpfer, Rainer Büth, Werner Putzig, Dieter Breidenbach, Wolfgang Träger, Detlef Havemann [ab 70. Jürgen Albrecht], Rainer Schumacher, Edgar Hartmann

 

Waldbröl:

Klaus-Dieter Wirths, Gerhard Wirths, Gerhard Selbach, Karl-Gert Ley, Günter Reifenrath, Dieter Koch, Rolf Heinz Trampenau [ab 76. Alfred Nöh], Horst Friederichs, Christian Wirths [ab 70. Hans Mortsiefer], Otmar Maus

 

 

Am 20. Mai 1971 standen sich in Wiehl zum Endspiel um den Kreispokal der Spielzeit 1970 / 71 der Bezirksligist SV Sinspert-Wehnrath und der A-Kreisligist BSV Viktoria Bielstein gegenüber. Beide Trainer konnten ihre stärksten Mannschaften aufs Feld schicken. Die favorisierten Sinsperter begannen sehr forsch, und erzielten bereits in der 4. Spielminute das 1:0, als Jürgen Pankonin BSV-Torwart Alfons Gothow mit einem Drehschuss überwinden konnte. Diese frühe Führung beflügelte den Sinsperter Sturm nur noch mehr. Keine zehn Minuten später konnte sich Pankonin erneut durchsetzen, passte auf Hans-Dieter Kroschwald und der erzielte das 2:0, und nur weitere sieben Minuten später war das Spiel praktisch schon entschieden. Pankonin schickte Kroschwald mit einem schönen Pass auf den linken Flügel, dort konnte sich dieser gegen seinen Gegenspieler durchsetzen und schoss dann unhaltbar zum 3:0 ein. Erst jetzt fingen auch die Bielsteiner mit dem Fußballspielen an. In der 24. Minute schaffte Karl-Heinz Wiehle mit einem Freistoßtor aus 22 Metern zumindest den Anschlusstreffer. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause. Bielsteins Trainer Mantanovic musste seinen Spielern eine gehörige Standpauke gehalten haben, den nach Wiederanpfiff sahen die Zuschauer endlich eine mutig agierende Bielsteiner Mannschaft, während sich die Sinsperter auf den Vorsprung auszuruhen schienen. In der 63. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einem Foul auf den Elfmeterpunkt. Bielsteins Manfred Babel ließ sich diese Chance nicht entgehen und verkürzte auf 2:3. Doch trotz aller Bemühungen wollte der Ausgleich nicht mehr fallen, so dass die Sinsperter durch den letztlich knappen 3:2 Erfolg neuer Kreispokalsieger wurden.

 

Sinspert-Wehnrath:

Helmut Löhr, Ulrich Flitsch, Gerd Bremer, Heinz Schwertner, Günter Schwertner, Rainer Frömberg, Edgar Milhahn, Jürgen Pankonin, Hans-Dieter Kroschwald, Wolfgang Haas, Jürgen Dickel

 

Bielstein:

Alfons Gothow, Fritz Schneider, Gerd Gothow, Burkhard Klein, Lothar Vollmer, Karl-Robert Roggendorf, Manfred Babel, Albert Dornseifer, Karl-Heinz Wiehle, Rolf Wagner, Hans-Gerd Berger [Günter Klees, Friedhelm Moog]

 

 

Verein

 

Im Januar des Jahres 1971 kamen dreißig Interessierte einer Einladung zur Vereinsgründung nach und trafen sich in der Wiedenester Gaststätte Schneider. Im Vorfeld hatte der Vorsitzende des Fußballverbands Oberberg eine Satzung entworfen, die er dann in der Versammlung den Anwesenden vorstellte. Unter seiner Leitung wurde diese nach kurzer Aussprache einstimmig angenommen, und wenig später der neue Verein unter dem Namen Sportverein Wiedenest gegründet. Zum 1. Vorsitzenden wählten die nunmehr Mitglieder Ludwig Clemens, sein Stellvertreter wurde Fred Hoffmann, Geschäftsführer Manfred Adolphs, alle aus Wiedenest. Horst Schriever übernahm die Kassenprüfung. Unmittelbar danach wurde der Verein im Vereinsregister des Amtsgerichts Gummersbach eingetragen und ein Antrag beim Fußballverband Mittelrhein um Aufnahme des Vereins in den Verband gestellt.

Am 20. Februar war der Verein durch die Veröffentlichung in den amtlichen Mitteilungen auch offiziell in den Fußballverband aufgenommen

Gleichzeitig wurde das Sportgelände in Lieberhausen, wo in der Fünfziger Jahren der TuS Hickländer Lieberhausen seine Spiele bestritten hatte, von der Stadt Gummersbach gemietet und in Eigenleistung zum Spielbetrieb hergerichtet.

 

Aufgrund von wiederholten Tätlichkeiten während und nach dem Spiel schloss der TuS Derschlag im März 1971 die Griechenmannschaft im März 1971 aus dem Verein aus.

 

 

Jugend

 

Zu Beginn der Spielzeit 1970 / 71 beschloss der Fußballverband Mittelrhein die Einführung einer überregionalen Jugendklasse. Bisher gab es in jedem der 16 Kreisverbände als höchste Klasse die Sonderstaffel. Die einzelnen Kreismeister spielten dann in einem KO-System den Mittelrheinmeister aus. Angelehnt an die bereits bestehende Juniorenrunde gab es in dieser Spielzeit erstmals zwei Verbands-Jugend-Sonderklassen, bestehend aus der Staffel Aachen und der Staffel Köln. Es wurden keine Qualifikationsspiele angesetzt, die 24 teilnehmenden Vereine wurden vom Verband bestimmt.

So war in der ersten Spielzeit auch kein oberbergischer Verein vertreten. Am Ende standen sich im Endspiel um die Mittelrheinmeisterschaft der 1. FC Köln und Alemannia Aachen  gegenüber, welches die Kölner souverän gewannen. Diese wurden wenig später durch ein 5:1 gegen den 1. FC Nürnberg auch Deutscher A-Jugendmeister.

 

Erst für die nächste Spielzeit konnten Vereine ihr Interesse an der Teilnahme an der Verbandsklasse frühzeitig beim Fußballverband melden. Der Verband teilte diese daraufhin ihrer Stärke nach dahingehend ein, welche Mannschaften für die Liga direkt gesetzt und welche Qualifikationsspiele bestreiten müssen.

 

Der A-Jugend-Kreismeister der Spielzeit 1970 / 71 hieß SSV 08 Bergneustadt. In der Sonderstaffel belegten sie mit einem Punkt Vorsprung auf den SSV Wildbergerhütte den 1., Platz und im Endspiel um die Kreismeisterschaft gewannen sie in Marienheide gegen den BSV Viktoria Bielstein mit 1:0.

In den Qualifikationsspielen zur Aufstiegsrunde setzten sich die Neustädter gegen Meister des Kreises Bergheim, dem VfL Sindorf, mit einem 1:0 Erfolg auf heimischen Platz und einem 3:3 unentschieden beim Gegner durch.

In ihrer Gruppe der Aufstiegsrunde erwarteten den SSV 08 der SSV Vingst 05, der Siegburger SV 04 und der BC Bliesheim, welche bereits in der Verbandsliga gespielt hatten, zudem die Meister des Kreises Rhein-Berg, Union Rösrath und des Kreises Köln, der CfB Ford Niehl.

 

Die beiden ersten einer Gruppe qualifizierten sich für die Verbandsklasse Mittelrhein. Mit großen Ambitionen ging der SSV in diese Runde. Doch bereits am 1. Spieltag gab es beim SSV Vingst 05 eine ernüchternde 1:2 Niederlage. Dem folgten jedoch ein 4:2 Erfolg gegen den BC Bliesheim und ein 4:1 Erfolg bei Union Rösrath, nach einem 0:1 Rückstand zur Halbzeit. Am 4. Spieltag machten die Neustädter ihr bestes Spiel und gewannen auf heimischen Platz gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer CfB Ford Niehl mit dem späteren Bundesligaspieler und –trainer Jürgen Röber glatt mit 3:0. Im letzten Spiel erreichte man dann beim ebenfalls noch um den Aufstieg kämpfenden Siegburger SV 04 ein 1:1 unentschieden. Am Ende war Ford Niehl als Tabellenerster direkt aufgestiegen, Vingst und der SSV 08 lagen punktgleich auf dem 2. Platz, so dass der Verband ein Entscheidungsspiel ansetzen musste.

Am 7. Juli 1971 standen sich in Overath der SSV und der SSV Vingst zum zweiten Mal gegenüber. Über einen Pausenstand von 1:0 führten die Kölner Mitte der zweiten Halbzeit scheinbar sicher mit 2:0. Christoph Kraeber erzielte den Anschlusstreffer zum 1:2, doch dauerte es bis in die Nachspielzeit, ehe Uli Schäfer doch noch für das 2:2 sorgte.  Die Verlängerung verlief torlos, so dass das Elfmeterschießen über die Qualifikation entscheiden musste. Hier hatten die Neustädter die besseren Nerven, so ließ der Schiedsrichter viele Elfmeter wiederholen, und gewannen letztlich mit 6:4.

 

Damit hatte sich bereits im ersten Anlauf eine oberbergische Mannschaft für die höchste deutsche Jugendstaffel qualifiziert.

 

 

 

Spielzeit 1971 / 72

 

 

1. Kreisklasse

 

In der 1. Kreisklasse blieb es bis zuletzt spannend. Vor dem letzten Spieltag führte der SV Sinspert-Wehnrath die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung auf den FC Aggertal an. Als Heiden in der 20. Minute im Spiel gegen die SpVgg Holpe-Steimelhagen das 1:0 für Sinspert erzielte, lagen die überaus nervösen Aggertaler beim SV Hermesdorf durch Tore von Meiswinkel und Trampenau bereits mit 0:2 in Rückstand, wodurch sich ihre Hoffnungen auf die Meisterschaft auf ein Minimum reduzierten. Zwar kamen die Holper in Sinspert immer besser ins Spiel, ohne dem Spiel jedoch eine Wende geben zu können. Die Aggertaler konnten ihrerseits durch Dommaschk auf 1:2 verkürzen, mussten dann in der 72. Minute das 1:3 durch Schulz hinnehmen. Beim Schlusspfiff hatte Sinspert mit 1:0 gewonnen und hatte damit die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksklasse sicher.

In der Abstiegsfrage kam es zu einem wahren Endspiel. Vor dem letzten Spieltag war der SSV Wildbergerhütte abgeschlagen Tabellenletzter und bereits seit Langem abgestiegen. Vorletzter war der TuS Homburg-Bröltal mit 20 Punkten, punktgleich mit dem SV Frömmersbach. Den 11. Platz  belegt der BV Drabenderhöhe mit 21 Punkten.

Am 26. Spieltag trafen in Grötzenberg der heimischen TuS Homburg-Bröltal und dem BV 09 Drabenderhöhe aufeinander. Der SV Frömmersbach musste beim TSV Ründeroth antreten. Nach 45 Minuten führte der TuS Homburg-Bröltal durch ein Tor von Becher durchaus verdient mit 1:0, in Ründeroth stand es 1:1 unentschieden. Unmittelbar nach dem Wechsel konnte Drabenderhöhe das Spiel durch Becker und Knecht drehen, während die kämpferisch starken Frömmersbacher in Ründeroth die Führung übernahmen. Im Endspurt zeigten sich die Homburger als kämpferisch stärker. Hülsberg schaffte den Ausgleich, Torwart Freches verwandelte einen Foulelfmeter und Thalke sorgte mit seinem Tor zum 4:2 für die große Erleichterung, denn mit diesen Ergebnis hatte Homburg die Klasse erhalten und, da Frömmersbach mit demselben Ergebnis in Ründeroth erfolgreich war, den BV 09 in die 2. Kreisklasse geschickt.

 

 

3. Kreisklasse

 

Zu Beginn dieser Spielzeit wurde der neu gegründete SV Wiedenest unter Trainer Finkenrath vom Fußballkreis Oberberg der 3. Kreisklasse Oberberg, Staffel 1, der untersten Liga zugeteilt.

Am Ende dieser Spielzeit belegte man hinter der Reservemannschaft des TSV Ründeroth den 2. Tabellenplatz und verpasste gleich in seiner ersten Spielzeit nur knapp den Aufstieg.

 

 

Pokal

 

Im Halbfinale um den Kreispokal Oberberg hatte sich der Bezirksligist SSV 08 Bergneustadt auf heimischen Platz mit 3:1 gegen den Ligakonkurrenten SV Morsbach durchgesetzt. Im zweiten Halbfinalspiel gewann der Erstligist TSV Ründeroth mit 2:0 beim Zweitligisten SSV Marienheide.

 

Als am 11. Mai 1972 auf dem Dieringhauser Sportplatz das Endspiel angepfiffen wurde, waren die Bergneustädter auch die erklärten Favoriten. So erlebten die 150 Zuschauer von Beginn an eine recht einseitige Begegnung, den der SSV spielte vor allem seine technischen und spielerischen Fähigkeiten voll aus. Die Ründerother standen fast nur in der eigenen Hälfte und versuchten sich der ständigen Angriffe zu erwehren. Entlastungsangriffe waren deshalb äußerst selten und blieben oftmals schon im Ansatz stecken. Hingegen kamen die Neustädter immer wieder zu schön herausgespielten Torchancen, die sie auch viermal zu einem erfolgreichen Torschuss nutzten. Als der Schiedsrichter die erste Halbzeit beendete stand des bereits 4:0 für den SSV.

Unmittelbar nach Wiederanpfiff drangen die Ründerother mit einem Angriff mal bis zum gegnerischen Tor durch, und Ünni Mörchen sorgte mit seinem Treffer zum 1:4 zumindest für ein Erfolgserlebnis an diesem Nachmittag. Nach diesem Aufflackern bestimmte der SSV wieder das Spielgeschehen und traf bis zum Schlusspfiff noch vier Mal. Nach neunzig Minuten hatte Ingo Osberghaus mit drei Toren, Dietmar Krumpholz und Horst Semrau mit zwei Toren sowie einmal Jürgen Halbe mit dem Endergebnis von 8:1 für den höchsten Endspielsieg in der Pokalgeschichte gesorgt.

 

 

Freundschaftsspiele

 

Am 4. August 1971 empfing der Landesligist VfL Gummersbach den Regionalligisten Fortuna Köln zu einem Freundschaftsspiel. Mit Ausnahme des verletzten Torwarts Wolfgang Fahrian stellte Trainer Ernst-Günter Habig seine beste Mannschaft auf. Vor knapp 2.500 Zuschauern in der heimischen Lochwiese zeigten die Hausherren von Beginn an sehr viel Respekt und agierten äußerst nervös, während die Gäste direkt ein sicheres und druckvolles Spiel aufzogen. So konnte VfL-Torwart Bernd Podak sich gleich zu Beginn des Spiels mehrfach auszeichnen, seine Paraden forderten immer wieder den Beifall der Zuschauer heraus. Nach knapp zehn Minuten kamen die Hausherren ein wenig besser ins Spiel. Bei einem gut vorgetragenen Angriff  scheiterte Hans-Peter Schlüssel am Pfosten. In der 19. Minute konnte Wolfgang Glock sich gegen seinen Gegenspieler erfolgreich durchsetzten und überwand Podak zur 1:0 Führung. Nur kurze Zeit später legte VfL-Libero Klaus Peter Keßler dem gegnerischen Mittelstürmer Rolf Kucharski dem Ball bei einer leichtsinnigen Rückgabe maßgerecht auf den Fuß, so dass dieser sich mit dem Tor zum 2:0 bedankte. Die Gäste kontrollierten im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit Ball und Gegner. In der 41. Minute erhöhte Werner Waddey auf 3:0. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause. Der zweite Durchgang wurde direkt mit einem Bombentreffer von Gerd Zimmermann zum 4:0 eröffnet. Während die Gummersbacher kaum noch aus der eigenen Hälfte herauskamen, spielten die Gäste sich den Ball wie im Training zu, einzig Torwart Bernd Podak stand weiteren Gegentreffern im Weg. In der 75. Minute kamen die Hausherren mit einem der ganz wenigen Entlastungsangriffen in den gegnerischen Strafraum, wo Wolfgang Träger den Ball erhielt und Fortuna Torwart Helmer Schwarzbach zum 1:4 überwinden konnte. Dieser Ehrentreffer war aufgrund der starken Abwehrleistung auch durchaus verdient. Als bei den oberbergischen Amateuren in der Schlussphase die Kraft immer mehr nachließ, sorgten der irische Nationalspieler Noel Campell sowie Helmut Bergfelder mit ihren Toren für den standesgemäßen Endstand.

 

Gummersbach:

Bernd Podak - Klaus-Peter Keßler, Dietmar Weller, Edgar Hartmann, Karlfried Soest, Horst Beuck, Reiner Schumacher, Hans-Peter Schlüssel, Detlef Havemann [ab 46. Achim Töpfer], Hans Langanke, Wolfgang Träger

 

Köln:

Helmar Schwarzbach - Ferdinand Heidkamp, Gerd Zimmermann, Hans-Günther Neues [ab 46. Karl Lamberti], Noel Campell, Peter Boers, Werner Wadday, Wolfgang Glock [ab 46. Helmut Bergfelder], Rolf Bauerkämper [ab 46. Peter Schmitz], Rolf Kucharski, Uwe Blotenberg

 

 

Der Bundesligist FC Schalke 04 schlug in dem vor kurzem zur Stadt ausgerufenen Wiehl ihr Trainigslager auf, um sich dort auf die neue Spielzeit vorzubereiten. Die Mannschaft logiert im Hotel zur Post, das Training unter der Leitung des Ungarn Ivica Horvat fand im Wiehltalstadion statt. Am Ende dieses Trainingslagers sollte dann ein Freundschaftsspiel gegen eine Wiehler Stadtauswahlmannschaft stattfinden. So standen sich am 23. Juli 1971 im heimischen Wiehltalstadion zu einem Freundschaftsspiel eine Wiehler Stadtauswahlmannschaft und der Bundesligist FC Schalke 04 gegenüber. Vor diesem Spiel fragte Wiehls Trainer Hartmut Neuhoff den 22-jährigen Marienhagener Jürgen Klein, ob er sich zutraue gegen Stan Libuda zu spielen, der an seinen guten Tagen ohne Zweifel zu den besten Außenstürmern der Welt gezählt werden durfte. Mit dem richtigen Schuss Selbstbewusstsein bejahte Klein diese Frage, und machte anschließend eines seiner besten Spiele. Libuda bekam während der 90 Minuten keinen Stich gegen den ehrgeizigen Verteidiger. Schalkes Trainer Ivica Horvat war anschließend von Kleins Leitung so angetan, dass der Vorstand von Schalke dem sechstklassigen Kreisklassenspieler ein Vertragsangebot für die Lizenzspielermannschaft unterbreiten ließ, was dieser nach reiflichen Überlegungen unterschrieb.

 

 

Anfang Juni weilte die Nationalmannschaft von Malaysia zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in München, wo sie u. a. auf die Deutsche Amateurnationalmannschaft treffen werden, zu einem Trainingslager in Wiehl.

Am 3. Juni 1972 wurden die asiatischen Ballkünstler im Wiehler Stadion von einer Wiehler Stadtauswahlmannschaft zu einem Freundschaftsspiel empfangen. Die Auswahl hatte sich zudem mit zwei Spielern des Landesligisten VfL Gummersbach verstärkt. Klaus-Peter Keßler hatte jedoch mal in Bielstein und Karlfried Soest in Wiehl gespielt, so dass man sie im weitesten Sinne zur Stadtauswahl Wiehl zählen konnte.

Die asiatischen Gäste zeigten zwar den technisch besseren Fußball, die Oberberger stellten sich jedoch mit dem gebührenden Kampfgeist entgegen, so dass sich ein zumindest recht ausgeglichenes Spiel entwickelte. Zur Pause führten die Gäste durch ein Tor von Choon Wah Wong nur mit 1:0. Kurz nach Wiederanpfiff erhöhte Ersatztorwart Fung Lee Lim, der als Stürmer eingesetzt wurde auf 2:0. Die Auswahlspieler kamen nun immer besser ins Spiel und erarbeiteten sich ihrerseits gute Torchancen. Eine davon nutzte der Wiehler Josef Abstoß zum 1:2 Anschlusstreffer. Kurze Zeit später schaffte der Wiehler Klaus-Dieter Klein durch einen verwandelten Elfmeter sogar den Ausgleich. Der malaysische Rekordnationalspieler mit 87 Länderspielen, Mohamed Chandran, brachte die Gäste noch einmal mit 3:2 in Führung doch der eingewechselte Bielsteiner Friedhelm Hohl sorgte mit seinem Treffer zum 3:3 für den erneuten Ausgleich. Als der Schiedsrichter das Spiel nach neunzig Minuten abpfiff, stand es 3:3 unentschieden und die Wiehler Auswahl hatte sich prächtig geschlagen.

 

Auswahl:

Hans-Joachim Merten (VfR Marienhagen), Jose Hernando, Harald Berz (beide TuS Wiehl), Klaus-Peter Keßler, Karlfried Soest (beide VfL Gummersbach), Hartmut Janzen, Günther Schwertner (beide TuS Wiehl) [ab 46. Rainer Nähring (VfR Marienhagen)], Karl-Heinz Wiehle (BSV Bielstein) [ab 46. Friedhelm Hohl (BSV Bielstein)], Reinhard Gries, Josef Abstoß, Klaus-Dieter Klein (alle TuS Wiehl)

 

 

Am Freitag, dem 16. Juni 1972 standen sich in der Gummersbacher Lochwiese der heimische Landesligist VfL Gummersbach und der Bundesligist 1. FC Köln zu einem Freundschaftsspiel gegenüber. Vor knapp 3.000 Zuschauer traten die Gäste, bis auf den verletzten Hennes Löhr, in Bestbesetzung an. Und von Beginn an zeigten sie den Amateuren den Klassenunterschied mehr als deutlich auf. Meist vorgetragen vom überragenden Mittelfeldregisseur Wolfgang Overath kombinierten die Profis auf spielerisch leichte Art und Weise durch die Gummersbacher Verteidigung, in der mit Dietmar Weller und Edgar Hartmann zudem zwei wichtige Spieler fehlten. In der 12. Minute wurde VfL-Torwart Bernd Podak das erste Mal überwunden, als Bernd Rupp von Overath schön freigespielt wurde und aus kurzer Entfernung unhaltbar einschießen konnte. Die Kölner ließen nicht nach und spielten weiter nur auf Angriff. Mit langen Pässen auf die Flügel, mit gekonntem Doppelpassspiel und mit schnellen Dribblings wurde die Gummersbacher Abwehr immer wieder überwunden. Overath traf in der 21. Minute zum 2:0, Heinz Flohe erhöhte per Foulelfmeter zwei Minuten später auf 3:0. Nach einem Doppelschlag durch Rupp und Matthias Hemmersbach in der 27. Minute stand es 5:0, und abermals Hemmersbach traf noch vor der Pause zum sechsten Mal. Unmittelbar nach dem Wechsel trafen  Detlef Lauscher und Karl-Heinz Hähnchen zum 8:0, so dass das Spiel für den VfL zu einer Demütigtung auszuarten schien. Aber jetzt begannen die Hausherren endlich, sich spielerisch zu wehren und fingen langsam an, selber mit gelungenen Kombinationen nach vorne zu spielen. Zudem steigerte sich Torwart Bernd Podak zu einer wahren Klasseleistung. Waren die Tore bisher zumeist unhaltbar, so wehrte er nun die härtesten Schüsse von Overath, Rupp, Flohe und co. gleich reihenweise ab. Regisseur Peter Schlüssel trieb seine Mitspieler nach vorne, wodurch das Tor der Gäste durchaus bedrohlich in Gefahr geriet. In der 75. Minute schlug Klaus Peter Keßler eine schöne Flanke in den Kölner Strafraum, die von Wolfgang Träger unter dem großen Jubel der Zuschauer unhaltbar für den Kölner Torwart Karl-Heinz Volz zum 1:8 verwertet wurde. Auch jetzt blieb das Spiel nahezu ausgeglichen. Nach einem Fehler von Josef Bläser konnte Träger Volz in der 87. Minute sogar ein zweites Mal überwinden. Sekunden vor Schluss gelang Flohe, der bis dato mit seinen Schüssen kein Glück hatte, mit einem Volleyschuss unter die Latte das schönste Tor des Tages zum Endstand von 9:2

 

Gummersbach:

Bernd Podak - Klaus-Peter Keßler, Günter Leßmann, Horst Beuck, Karlfried Soest, Rainer Schumacher, F. Wurm, Detlef Havemann, Peter Schlüssel, Wolfgang Trager, Günter Arntz [ab 46. Klaus Reuber]

 

Köln:

Karl-Heinz Volz - Heinz-Dieter Schmitz, Matthias Hemmersbach [ab 46. Josef Bläser], Karl-Heinz Thelen, Harald Konopka, Heinz Simmet, Jürgen Glowacz [ab 46. Karl-Heinz Hähnchen], Heinz Flohe, Bernd Rupp, Wolfgang Overath, Detlev Lauscher

 

 

Jugend

 

In dieser Spielzeit konnte sich die A-Jugendmannschaft des SSV 08 Bergneustadt unter Trainer Klaus Haase in der Verbandsklasse recht gut behaupten. Vor allem im Spiel gegen den amtierenden Deutschen Meister 1. FC Köln mit seinen Jugendnationalspielern Herbert Hein und Georg Bosbach sowie dem späteren Nationalspieler Herbert Neumann zog man sich mit 0:2 recht achtbar aus der Affäre. Mit einem Punktverhältnis von 14:22 belegte man am Ende den 7. Tabellenplatz, musste aber aufgrund der Aufstiegsregelung des FV Mittelrhein (die beiden letzten Mannschaften der Tabelle stiegen direkt ab, alle weiteren mit einem negativen Punkteverhältnis müssen in die Regelationsrunde) erneut um die Teilnahme bangen.

 

In der Aufstiegsrunde kam der SSV 08 in eine Gruppe mit dem SSV Vingst 05, dem Siegburger SV 04, den Meister der Kreise Rhein-Berg, dem TuS Lindlar, des Kreises Bonn, dem Post SV Bonn und dem Meister des Kreises Euskirchen, dem TuS Chlodwig Zülpich. Am Ende belegte der SSV hinter dem Siegburger SV 04 den 2. Tabellenplatz und hatte damit auch für die kommende Spielzeit einen Platz in der höchsten deutschen Jugendliga sicher.

 

 

 

Spielzeit 1972 / 73

 

 

Bezirksklasse

 

In der Bezirksklasse Mittelrhein hatte der SV Morsbach von Beginn an einen großen Kampf auszufechten. Zur Winterpause lag die Mannschaft auf dem letzten Tabellenplatz. In der Rückrunde zeigten sie Südkreisler ihre kämpferischen Qualitäten, holten Punkt um Punkt und lagen in der Abschlusstabelle punktgleich mit Bergfried Leverkusen und dem SV Bechen auf dem ersten Abstiegsplatz. Da Morsbach jedoch das beste Torverhältnis der drei Mannschaften aufwies, war ihr Verbleib in der Liga auch für die kommende Spielzeit gesichert.

 

 

1. Kreisklasse

 

Nachdem der Verbleib des SV Morsbach in der Bezirksliga erst mit dem letzten Spieltag feststand, mussten sich auch einige Vereine aus der 1. und 2. Kreisklasse auf eine Verlängerung der Spielzeit einrichten, da es mehrere Entscheidungsspiele gab.

Als Meister der 1. Kreisklasse, verbunden mit dem Aufstieg in die Bezirksklasse, stand schon länger die Mannschaft des TuS Wiehl fest, als direkte Absteiger der TuS Derschlag, mit einem Punkt Rückstand auf die beiden Vorletzten. Um diesen Tabellenplatz wurde für den 17. Juni 1973 auf dem Sportplatz in Gummersbach-Strombach ein Entscheidungsspiel zwischen den punktgleichen Mannschaften des SSV Marienheide und des SV Frömmersbach angesetzt. In diesem Spiel verlor Marienheide mit 0:3 und stand damit als zweiter Absteiger in die 2. Kreisklasse fest.

 

 

2. Kreisklasse

 

In der 2. Kreisklasse, Staffel 1 stand die SpVg Dümmlinghausen schon fast als Meister fest. Erst am letzten Spieltag zog die DJK Gummersbach in der Tabelle vorbei und wurde letztlich mit zwei Punkten Vorsprung auf die SpVg Dümmlinghausen Meister und Aufsteiger in die 1. Kreisklasse.

 

In der Staffel 2 war die Mannschaft des BV 09 Drabenderhöhe kaum zu bezwingen. Am Ende hatten sie sechs Punkte Vorsprung auf den SSV Denklingen.

Die beiden Tabellenzweiten konnten über zwei Entscheidungsspiele ebenfalls in die 1. Kreisklasse aufsteigen. Am 17. Juni 1973 gewann die SpVg Dümmlinghausen ihr Heimspiel gegen den SSV Denklingen deutlich mit 3:0. Im Rückspiel, eine Woche später in Denklingen, ließen sich die Nordkreisler den Aufstieg nicht mehr nehmen.

 

 

3. Kreisklasse

 

In der 3. Kreisklasse, Staffel 1 belegte der SV Wiedenest mit drei Punkten Vorsprung vor dem FC Windhagen den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 2. Kreisklasse auf

 

In der Staffel 2 belegte der TV Rebbelroth in seiner Staffel mit sieben Punkten Vorsprung auf die Reservemannschaft des VfR Marienhagen den 1. Tabellenplatz und stieg damit ebenfalls in die 2. Kreisklasse auf

 

 

Pokal

 

In den beiden Halbfinalspielen um den Kreispokal Oberberg hatten sich letztlich die Favoriten durchgesetzt. Der Landesligist VfL Gummersbach gewann in der heimischen Lochwiese gegen den Bezirksligisten SSV 08 Bergneustadt mit 2:0, und in Morsbach mußte sich der heimische SV dem Bezirksliga-Konkurrenten SSV Nümbrecht mit 3:4 geschlagen geben.

 

Als der Schiedsrichter am 31. Mai 1973 im Wiehler Stadion das Endspiel zwischen dem VfL Gummersbach und dem SSV Nümbrecht  anpfiff, war die Favoritenrolle in diesem Spiel eigentlich auch klar, dafür war der VfL einfach die klassenhöhere Mannschaft. Zudem fehlte den Nümbrechtern ihr wichtigster Spieler. Spielmacher Fredi Hennecken war verletzt und mußte auf der Ersatzbank Platz nehmen, so dass das von vielen mit Spannung erwartete Duell der beiden großen oberbergischen Spielmacher Fredi Hennecken gegen Wolfgang Träger zunächst ausfiel.

In der ersten halben Stunde verlief das Spiel ein wenig schleppend. Die SSV-Abwehr stand gut, und die spielerisch besseren Gummersbacher fanden bislang einfach noch keine Möglichkeit dieses Bollwerk zu durchschlagen. Die wenigen Schüsse aufs Tor waren dann auch kein Problem für SSV-Torwart Reinhold Baum. In der 37. Minute nutzte dann Mittelfeldspieler Klaus Reuber eine Unsicherheit in der Abwehr zum überfälligen 1:0, und nur zwei Minuten später erhöhte Hans-Peter Schlüssel auf 2:0. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt.

Zur zweiten Halbzeit wechselte sich SSV-Spielertrainer Fredi Hennecken selbst ein, und obwohl er aufgrund seiner Verletzung nicht voll ausspielen konnte, Kamen die Nümbrechter nun besser ins Spiel. Jedoch hatten sie keine Kraft mehr, um die routinierte Abwehr mit Libero Klaus-Peter Keßler und Torwart Bernd Podak ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. In der 70. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einem Foul im Nümbrechter Strafraum auf den Elfmeterpunkt. Torjäger Detlef Havemann ließ sich diese Chance nicht entgehen und sorgte mit seinem verwandelten Strafstoß zum 3:0 endgültig für die Entscheidung. Die letzten zwanzig Minuten spielten die Gummersbacher ganz souverän zu Ende, und als der Schiedsrichter nach 90 Minute abpfiff, stand für die Schützlinge von Trainer Gert Burkhardt, dessen letztes Spiel es gewesen sein sollte, ein deutlich und verdient herausgespielter 3:0 Erfolg zu Buche.

 

Gummersbach:

Bernd Podak, Klaus-Peter Keßler, Horst Beuck, Willi Tscholl [ab 75. Volker Schorsch], Günter Leßmann, Wolfgang Träger, Klaus Reuber, Hans-Peter Schlüssel, Detlef Havemann, Reiner Schumacher, Friedel Wurm [ab 75. Karlfried Soest]

 

Nümbrecht:

Reinhold Baum, Gerd Mähler, Gerd Gabel, Hans Blum, Klaus Hennig, Werner Putzig, Ottmar Maus, Günter Dobberstein [ab 46. Fredi Hennecken], Gerd Grümer, Lothar Rohsiepe, Rainer Scheffels

 

 

Verein

 

Mitte des Jahres 1972 wurde von jugoslawischen Mitbürgern der FC Adria Bergneustadt gegründet.

 

Ebenfalls im Jahr 1972 gründeten griechische Mitbürger den Verein FC Nicki Bergneustadt. Zur Spielzeit 1972 / 73 wurden sie in die 3. Kreisklasse Oberberg eingeteilt, wo sie zunächst nur Pflichtgesellschaftsspiele bestritten.

 

Schon seit Längerem spielte im SSV 08 Bergneustadt eine große Anzahl türkischer Mitbürger. Zur Spielzeit 1971 / 72 nahmen sie mit einer eigenen Mannschaft, offiziell als 3. Mannschaft des SSV in der 3. Kreisklasse Oberberg am regulären Spielbetrieb teil. Im Verlauf des Jahres fragten die Verantwortlichen der Mannschaft beim Vorstand an, ob sie nicht unter einem eigenen Namen, der die Identität der Spieler noch mehr hervorheben würde, innerhalb des Vereins am Spielbetrieb beteiligen könnten. So entstand die Türkenmannschaft, die offiziell als SSV 08 Bergneustadt Türken zur Spielzeit 1972 / 73 in der 3. Kreisklasse Oberberg eingeteilt wurden.

 

 

Person

 

Vor dem 12. Spieltag in der Bundesliga stand der FC Schalke 04 auf einem Tabellenplatz nahe der Abstiegszone. Zuletzt hatte es vier Niederlagen in Folge gegeben. Jürgen Sobiray und Torjäger Klaus Fischer waren vom DFB wegen ihrer Verwicklungen im Bundesligabestechungs-Skandal gesperrt worden, und genau dieser Klaus Fischer hatte am letzten Spieltag der vergangen Spielzeit das letzte Auswärtstor für Schalke erzielt. Seitdem blieben sie 574 Minuten, oder alle sechs bisher in dieser Spielzeit ausgetragenen Auswärtsspiele ohne Tor. Noch saß Trainer Ivica Horvat sicher auf seinem Stuhl, doch langsam wurde die Situation bedrohlich.

Zwar hatte der vom VfR Marienhagen nach Schalke gewechselte Jürgen Klein bereits einige Male im Kader gestanden, doch eingesetzt worden war er bislang noch nicht.

Am 11. November 1972 fuhren die Schalker daher mit gemischten Gefühlen zum Auswärtsspiel beim 1. FC Köln. Deren Saison verlief bislang mitteprächtig, was sich im 7. Tabellenplatz ausdrückte.

Als Schiedsrichter Schulenburg das Spiel pünktlich um 15.30 anpfiff, saß Klein wie erwartet auf der Auswechselbank. Bereits in der 5. Minute hatten die 14.000 Zuschauer, so sie Kölner Anhänger waren, Grund zum Jubeln. Nach einem Foul im Strafraum zeigte Schulenburg auf den Punkt, und Kölns Verteidiger Jupp Kappelmann ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte den Strafstoß sicher zur 1:0 Führung. Die Schalker schienen bereits jetzt resigniert zu haben, denn es kam überhaupt keine Gegenwehr, so dass die Kölner, immer wieder angetrieben vom überragenden Mittelfeldstrategen Wolfgang Overath, ihr Spiel aufziehen konnten. Ob öffnende Pässe über 30 Meter, oder kurze Pässe in den Raum, Overath beherrscht sämtliche Variationen der Spieleröffnung, wobei er auch im gegnerischen Strafraum seine Gefährlichkeit andeutete. Allerdings fand er in seinem direktem Gegenspieler Herbert Lütkebomert auf keinen richtigen Widersacher. Dieser wurde von Overath so herumgehetzt, dass seine Schritte immer langsamer wurden, und er in der letzten halben Stunde fast gar nicht mehr bei dem Kölner Nationalspieler war.

Zusammen mit Kapellmann und dem überaus offensiven Bernd Cullmann trieb Overath die Kölner immer wieder nach vorne, wobei sie sich eine Vielzahl guter Torchancen erspielten. Nach 15 Minuten brach bei Außenstürmer Erwin Kremers eine alte Verletzung wieder auf, so dass ihn Horvat gegen Roland Kosien auswechseln musste. In der 28. Minute bekam Heinz Simmet den Ball maßgerecht auf den Kopf serviert und sein platzierten Kopfball überwand Nigbur zum zweiten Mal. Ob Klaus Fichtel, Rolf Rüssmann oder Helmut Kremers, niemand verstand es, sich diesen Angriffen erfolgreich entgegen zu stemmen. Unmittelbar vor der Pause lag der Ball zum dritten Mal im Schalker Tor, als Detlef Lauscher eine erneute Unsicherheit in der Schalker Verteidigung ausnutzte und das 3:0 erzielte. Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Schulenburg zur Pause.

Auf dem Weg zur Kabine teilte Trainer Horvat seinem Auswechselspieler Klein mit, dass er sich warm laufen soll. Er beabsichtige, ihn nach der Pause für Paul Holz einzuwechseln, um die allzu wacklige Verteidigung zu stabilisieren.

Als Schiedsrichter Schulenburg dann zur zweiten Halbzeit anpfiff, stand Klein auf dem Platz und war endlich am Ziel seiner Träume. Er war Bundesligaspieler, und nun auch ein richtig aktiver. Mit Klein lief es dann bei Schalke auch besser; die Abwehr hatte sich ein wenig auf die Angriffe der Kölner eingestellt, zudem steigerte sich Nigbur von Minute zu Minute und lief zur wahren Prachtform auf. Die Überlegenheit der Kölner schien zwar nicht nachzulassen, doch die Erfolge blieben aus. Entweder scheiterten die Kölner Angriffsversuche bereits in der nun besser stehenden Verteidigung oder Torwart Nigbur stand dem Erfolg im Weg. Glück kam auch hinzu, als Löhrs schöner Treffer wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt wurde. Die Schalker schafften es nur selten, gute Angriffe vorzutragen, von großen Torchancen konnte man dabei jedoch nicht sprechen, so dass Kölns Torwart Gerhard Welz einen mehr als ruhigen Nachmittag erlebte. Als Schiedsrichter Schulenburg nach 90 Minuten abpfiff stand es immer noch 3:0 für die Kölner, eine Niederlage zwar, aber Klein hatte seine Halbzeit zumindest unentschieden gestaltet.

 

Köln:

Gerd Welz – Jupp Kapellmann, Bernd Cullmann [ab 84. Matthias Hemmersbach], Karl-Heinz Thelen, Harald Konopka, Heinz Simmet, Wolfgang Overath, Heinz Flohe, Jürgen Glowacz, Hennes Löhr, Detlef Lauscher

 

Schalke:

Norbert Nigbur – Hartmut Huhse, Klaus Fichtel, Ulrich van den Berg, Helmut Kremers, Herbert Lütkebomert, Paul Holz [ab 46. Jürgen Klein], Klaus Beverungen, Rolf Rüssmann, Peter Ehmke, Erwin Kremers [ab 15. Roland Kosien]

 

Der Kicker gab Klein für seine Leistung eine (3), was gleich dem Schulnoten-System ein befriedigend bedeutet.

 

 

Freundschaftsspiel

 

Am 5. Mai 1973 standen sich im Wiehler Stadion eine verstärkte Wiehler Stadt-Auswahlmannschaft und der Bundesligist 1. FC Köln zu einem Freundschaftsspiel gegenüber. Bereits in der 3. Minute brachte Hennes Löhr die rheinischen Gäste mit 1:0 in Führung, nur zwei Minuten später erhöhte Heinz Flohe auf 2:0, abermals Flohe in der 18. sowie der argentinische Stürmer Ricardo Horacio Neumann in der 20. Minute sorgen für den Pausenstand von 4:0. Auch wenn die Kölner zur zweiten Halbzeit viele neue Spieler einwechseln, bleibt die Überlegenheit bestehen. Obwohl die Hausherren wahrlich keine schlechte Mannschaft aufgeboten hat, kommen sie jedoch kaum aus der eigenen Hälfte heraus. Nachdem Karl-Heinz Hähnchen kurz nach Wiederanpfiff das fünfte Tor erzielt hatte, zeigte der große Kölner Spielmacher Wolfgang Overath seine ganze Klasse und erzielte innerhalb von zehn Minuten einen lupenreinen Hattrick. In der 67. Minute kamen die Hausherren endlich mal gekonnt vor das gegnerische Tor, und dem Drabenderhöher Friedhelm Nohl war es vergönnt, den Kölner Torwart Toni Schumacher zum 1:8 zu überwinden.

Direkt im Gegenzug erzielte der eingewechselte Paul Scheermann das 9:1. Jupp Kapellmann machte das Ergebnis in der 83. Minute zweistellig und der Ex-Nationalspieler Wolfgang Weber sorgte in der 85. Minute mit seinem Tor zum 11:1 für den Endstand.

 

Auswahl:

Reinhold Baum (SSV Nümbrecht) [ab 46. Günter Pohl (TuS Wiehl)], Hans-Peter Elend (TSV Ründeroth), Siegfried Dill, Hartmuth Janzen (beide TuS Wiehl), Werner Putzig (SSV Nümbrecht), Christoph Kraeber (SSV 08 Bergneustadt) [ab 46. Günter Schwertner (TuS Wiehl)], Reinhard Naß (SSV 08 Bergneustadt) [ab 46. Friedhelm Nohl (BV 09 Drabenderhöhe)], Fredi Hennecken (SSV Nümbrecht) [ab 46. Frank Buik (TuS Wiehl)], Klaus-Dieter Stenzel (TSV Ründeroth), Reinhard Gries, Klaus-Dieter Klein (beide TuS Wiehl)

 

Köln:

Gerhard Welz [ab 46. Harald Schumacher], Matthias Hemmersbach [ab 46. Jupp Kapellmann], Detlef Lauscher [ab 46. Herbert Hein], Jupp Bläser [ab 46. Paul Scheermann], Wolfgang Weber, Heinz Simmet, Jürgen Glowacz [ab 46. Rainer Gebauer], Heinz Flohe, Ricardo Neumann [ab 46. Karlheinz Hähnchen], Wolfgang Overath, Hennes Löhr

 

 

Jugend

 

Die Spielzeit in der Verbandsklasse Mittelrhein begann die A-Jugendmannschaft des SSV 08 Bergneustadt unter ihrem neuen Trainer Karl-Ernst Helmus mit einem 1:1 beim BC Efferen recht gut, doch dann setzte es Niederlagen gegen den CfB Ford Niehl, dem TuS Höhenhaus, ein 0:7 gegen den 1. FC Köln und ein 1:5 gegen die SpVg Frechen 20, so dass man sich nach fünf Spieltagen am Tabellenende wiederfand. Zwei Unentschieden gegen den Bonner SC und dem Siegburger SV 04 folgte eine weitere Niederlage gegen den Mitkonkurrenten um den Abstieg, dem TSV Wolsdorf und zum Abschluss der Hinrunde ein 0:2 bei Bayer 04 Leverkusen.

 

Zu Beginn der Rückrunde stand dann wohl eine völlig andere Mannschaft auf dem Feld. Im ersten Spiel wurde der BC Efferen bezwungen, dann folgten Siege gegen  den CfB Ford Niehl und dem TuS Höhenhaus. Erst der 1. FC Köln mit dem späteren Nationalspieler Gert Strack konnte diese Serie durch einen 4:0 Heimspielerfolg brechen. Ein Unentschieden gegen die SpVg Frechen 20 und ein 2:1 Erfolg gegen den Bonner SC brachten den SSV 08 ganz dicht ans gesicherte Mittelfeld heran, aus 3:15 hatte man 12:18 Punkte gemacht. In einem ganz wichtigen Spiel gaben sie gegen den Siegburger SV 04 eine sichere 3:0 Führung aus der Hand und verloren in der Schlussminute noch mit 3:4. Gegen Bayer 04 Leverkusen wurde dann beim 2:2 ein wichtiger Punkt erkämpft, so dass alles auf das letzte Spiel ankam. Dabei standen sich der SSV 08 Bergneustadt und der TSV Wolsdorf gegenüber. Ein Unentschieden gegen den um einen Punkt schlechter platzierten TSV hätte gereicht, um sich als Tabellenachter erneut für die Relegationsrunde zu qualifizieren. Doch mit einer unerwartet schwachen Leistung und einer folgerichtigen 1:3 Niederlage musste man sich als Vorletzter direkt aus der Verbandsklasse verabschieden.

 

 

 

Spielzeit 1973 / 74

 

 

2. Kreisklasse

 

In der 2. Kreisklasse, Staffel 1 belegte der SSV Marienheide mit drei Punkten Vorsprung auf die Reservemannschaft des VfL Gummersbach den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 1. Kreisklasse auf

Absteigen in die 3. Kreisklasse musste aus dieser Staffel der TuS Weiershagen, der mit neun Punkten Rückstand auf den VfL Berghausen, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz belegte

 

In der Staffel 2 belegte der TuS Eckenhagen mit zehn Punkten Vorsprung auf die Reservemannschaft des SSV 08 Bergneustadt den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 1. Kreisklasse auf

 

 

3. Kreisklasse

 

In der 3. Kreisklasse, Staffel 1 stand der FC Adria Bergneustadt, punktgleich mit den Reservemannschaften des TuS Derschlag und des TuS Belmicke, auf dem 1. Tabellenplatz. In der angesetzten Endscheidungsrunde konnte sich Adria durchsetzen und wurde Staffelsieger.

Da in diesem Jahr von den drei Staffelsiegern nur zwei aufsteigen durften, wurde eine zusätzliche Runde angesetzt, wo Adria im entscheidenden Spiel der Reservemannschaft des TuS Elsenroth mit 1:2 unterlag.

Der andere Aufsteiger in die 2. Kreisklasse hieß Nicki Bergneustadt

 

 

Pokal

 

In der 2. Runde des Westdeutschen Pokals (Vorstufe des DFB-Vereinspokals) musste der VfL Gummersbach am 23. Juli 1973 in der heimischen Lochwiese gegen den Regionalligisten Alemannia Aachen antreten. Die 4.000 Zuschauer wurden von ihrer Mannschaft nicht enttäuscht, denn sie bot der hochfavorisierten Alemannia einen couragierten Kampf. Trainer Manfred Schlebusch hatte die Mannschaft zwar defensiv aufgestellt, dennoch kamen die Gummersbacher mit ihren gelegentlichen Kontern immer gefährlich vor das Aachener Tor. Zweimal stand Rainer Schumacher in aussichtsreicher Position vor Gäste-Torwart Gustav Leisten, doch beide Male scheiterte er, aber auch die Abwehr ließ sich nicht überraschen, so dass es beim Pausenpfiff zur Zufriedenheit der Zuschauer noch torlos 0:0 unentschieden stand. Scheinbar hatte Aachens Trainer Michael Pfeiffer seinen Spielern in der Pause gehörig den Marsch geblasen, denn nach Wiederanpfiff erlebten die Zuschauer eine andere Alemannia. Fast mit dem ersten Angriff gingen sie durch Rolf Meissner mit 1:0 in Führung. Kurz darauf erhöhte Christian Breuer auf 2:0, und als abermals Breuer per Elfmeter das 3:0 erzielte, war die Begegnung praktisch entschieden. Der VfL spielte jedoch weiter munter mit, und konnte durch Edgar Hartmann sogar auf 1:3 verkürzen. Nach einem Fehler von Torwart Bernd Podak stellte Hans-Jürgen Ferdinand den alten Abstand wieder her. Dann traf endlich auch Schumacher und konnte erneut verkürzen. Doch im direkten Gegenzug übersah der Schiedsrichter eine klare Abseitsposition und Breuer erzielte seinen dritten Treffer. Gegen resignierende Gummersbacher sorgte dann Peter Klünter mit seinem Tor zum 6:2 auch für den Endstand.

 

Gummersbach:

Bernd Podak – Klaus-Peter Keßler, Horst Beuck, Günter Arntz, Peter Schlüssel, Edgar Hartmann, Axel Musiol [ab 66. Karlfried Soest], Klaus Reuber, Rainer Schumacher, Wolfgang Träger, Willi Tscholl

 

Aachen:

Gustav Leisten – Christoph Walter, Christian Breuer, Willi Haag, Kalle del Haye, Norbert Lenzen, Willi Ritz [ab 46. Hans-Jürgen Ferdinand], Jo Montanes, Peter Klünter, Rolf Meissner, Bert Schütt

 

 

Freundschaftsspiel

 

Am 1. August 1973 konnte sich der SSV 08 Bergneustadt auf das Gastspiel von Rot-Weiß Lüdenscheid freuen, die seit dieser Spielzeit in der Regionalliga West spielten. Die 600 Zuschauer sollten ihr Kommen nicht bereuen, denn sie sahen von Beginn an eine sehr engagiert auftretende Heimmannschaft, der es gelang, das Spiel über weite Strecken durchaus ausgeglichen zu gestalten und die es vor allem auch schafften, selbst spielerisch mithalten zu können. Neustadts Trainer Hans-Gert Bisterfeld hatte seine Mannschaft hervorragend auf den Gegner eingestellt. So dauerte es fast eine halbe Stunde, ehe Jürgen Kuchta die Westfalen mit 1:0 in Führung brachte. Mit einer schönen Einzelleistung erhöhte Wolfgang Jakubwoski kurz darauf auf 2:0. Mit diesem Ergebnis wurden dann auch die Seiten gewechselt.

In der 50. Spielminute schaffte Jürgen Halbe den verdienten Anschlusstreffer, als er zunächst zwei Lüdenscheider Verteidiger ins Leere laufen ließ und dann auch noch unhaltbar für den gegnerischen Torwart einschob. Fünf Minuten später stellte Klaus Seiler den alten Abstand wieder her. Neustadt spielte zwar weiter gut mit, ohne jedoch zu einem weiteren Torerfolg zu kommen. Mit einem Doppelschlag schaffte abermals Jakubowski das 5:1. Der überragende Halbe starte kurz vor Schluss zu einem weiteren Alleingang, ließ sich von niemanden aufhalten und verkürzte mit einem herrlichen Tor auf 2:5. Als der Schiedsrichter das Spiel nach 90 Minuten abpfiff, stand es zwar 5:2 für den Regionalligisten, die Neustädter hatten sich aber über alle Erwartungen hinweg sehr gut verkauft.

 

Bergneustadt:

Gerd Schneider – Horst Mießner [ab 46. Lothar Haselbach], Karlfried Moritz [ab 46. Christoph Kraeber], Horst Semrau, Helmut Naß, Dieter Joost, Erfried Martel, Rolf Semrau, Reinhard Naß [ab 32. Jürgen Halbe], Ingo Osberghaus, Peter Corten

 

Lüdenscheid:

Karl Erich Faßbender – Jürgen Boduszek, Jürgen Kuchta, Reinhold Wosab [ab 46. Siegfried Jarosch], Volkmar Schmitt-Kling, Bernd Linnhoff, Georg Schymetzek [ab 46. Jürgen Schütz], Paul Misterk [ab 46. Jürgen Schröter], Wolfgang Jakubowski, Klaus Seiler, Gerd Haselhoff

 

Wenige Tage vor ihrem ersten Bundesligaspiel gab Fortuna Köln am Mittwoch, dem 8. August 1973 ihre Visitenkarte beim oberbergischen Landesligisten VfL Gummersbach ab. Trainer Volker Kottmann ließ dabei bis auf den verletzten Gert Zimmermann die Stammmannschaft auflaufen. Die 1.500 Zuschauer in der Lochwiese sahen in der ersten Halbzeit jedoch alles andere als eine Bundesligamannschaft, denn die Gummersbacher, immerhin drei Klassen tiefer spielend, hielten erstaunlich gut mit, zudem sie auf ihren Spielmacher Wolfgang Träger verzichten mussten, der immer noch an einer Verletzung laboriert.

Bereits in der 3. Spielminute brachte Karl-Heinz Struth den Gast mit einem schönen Schuss mit 1:0 in Führung. Anstatt geschockt zu sein, griffen die Hausherren unverdrossen an. In der 9. Minute brachte Peter Schlüssel mit einem Steilpass Rainer Schumacher in Position, der seine Schnelligkeit nutzte und die Kölner Abwehr, einschließlich seines direkten Gegenspielers Friedhelm Otters überlief. Sein Schuss prallte an die Latte, und VfL-Torjäger Detlef Havemann drückte den Ball als Abstauber zum 1:1 Ausgleich über die Linie. In der 28. Minute schaffte der irische Nationalspieler Noel Campell mit einem unhaltbaren Weitschuss die erneute Führung. Der VfL spielte auch in der Folge recht gut mit, und ging mit diesem knappen Rückstand in die Pause.

In der Kölner Kabine muss Trainer Kottmann die richtigen Worte gefunden haben, denn nach Wiederanpfiff stand eine völlig andere Kölner Mannschaft auf dem Platz, und das nicht nur wegen der drei ausgewechselten Spieler. Jetzt spielte Fortuna endlich motiviert, endlich zeigten sie ihre technische und spielerische Überlegenheit, mit schnellem und direktem Spiel rissen sie jetzt die Lücken in der VfL-Abwehr, die man braucht, um sie Torchancen zu erarbeiten. Trotzdem brauchte der Bundesligist noch eine Viertelstunde, ehe Rolf Kucharski das 3:1 erzielte. Jetzt waren sie richtig im Fluss, zumal der VfL kräftemäßig nachzulassen begann. Mit zwei schnell vorgetragenen Angriffen im Minutentakt erhöhten Struth und Wolfgang Thier auf 5:1. Dann kam die große Zeit des Rolf Kucharski, der mit einem lupenreinen Hattrick innerhalb von sieben Minuten (66., 68., 73.) schon etwas Besonderes schaffte.

In der 80. Minute erzielte Schlüssel nach einem der selten gewordenen Angriffe den zweiten Treffer für Gummersbach zum zwischenzeitlichen 2:8. Nachdem Karlfried Soest eine Minute später ein Eigentor zum 2:9 unterlief, verhinderte in den Schlussminuten eine kämpferisch starke VfL-Abwehr eine zweistellige Niederlage. Als der Schiedsrichter das Spiel nach neunzig Minuten abpfiff, hatte der Bundesligist mit dem 9:2 doch noch einen standesgemäßen Erfolg gelandet.

 

Gummersbach:

Bernd Podak [ab 46. Schöning], Horst Beuck, Klaus-Peter Keßler, Willi Tscholl, Karlfried Soest, Günter Arntz [ab 46. Frank Buik], Edgar Hartman [ab 67. Hardt], Klaus Reuber, Peter Schlüssel, Rainer Schumacher, Detlef Havemann

 

Köln:

Wolfgang Fahrian [ab 65. Helmar Schwarzbach] - Friedhelm Otters [ab 46. Günter Schwaba], Peter Boers [ab 46. Wolfgang Glock], Karl-Heinz Struth, Hans-Günter Neues, Noel Campell, Helmut Bergfelder [ab 46. Karl-Heinz Mödrath], Günter Oleknavicius, Rolf Bauerkämper, Rolf Kucharski, Wolfgang Thier.

 

 

Verein

 

Im Jahr 1973 gründeten spanische Mitbürger den spanischen Jugend-Fußballclub „Juventudes“ Bergneustadt. Zur Spielzeit 1973 / 74 wurde zunächst eine Jugendmannschaft gemeldet, die jedoch nur Pflichtgesellschaftsspiele austrug.

 

Nachdem der SC Italia Gummersbach drei Jahre am regulären Spielbetrieb teilgenommen hatte, löste sich der Verein am 1. Januar 1974 endgültig auf, unter anderem auch, weil sie mehrfach wegen Tätlichkeiten aufgefallen waren und von der Kreisspruchkammer entsprechend bestraft worden sind.

 

 

Spielzeit 1974 / 75

 

 

2. Kreisklasse

 

In der 2. Kreisklasse, Staffel 1 belegte die Reservemannschaft des VfL Gummersbach unter Trainer Hans Georg Herda mit zwei Punkten Vorsprung auf den SSV Wildbergerhütte den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 1. Kreisklasse Oberberg auf.

In derselben Staffel zog der Vorstand des FC Nicki Bergneustadt im November die Mannschaft mit sofortiger Wirkung aus dem laufenden Spielbetrieb zurück. Im April 1975 meldete sich der Verein komplett ab.

 

 

3. Kreisklasse

 

In der 3. Kreisklasse, Staffel 1 wurde der FC Adria Bergneustadt wurde unter Trainer Jürgen Lemanik erneut Meister, und schaffte diesmal den direkten Aufstieg

 

Zu Beginn dieser Spielzeit meldete der Vorstand des Spanischen Jugend FC Bergneustadt eine Seniorenmannschaft an, die in der 3. Kreisklasse Oberberg Pflichtgesellschaftsspiele austrug.

 

 

Pokal

 

Zum Endspiel um den Kreispokal standen sich am 8. Mai 1975 in Wiehl der Landesligist VfL Gummersbach und der Kreisligist SV Sinspert-Wehnrath gegenüber. Vor den 500 Zuschauern versuchten die Sinsperter von Beginn an den favorisierten Gummersbachern mit einem robusten und schnörkellosen Fußball zu begegnen und deren technisch versiertes Spiel zu unterdrücken. Am Anfang klappte das auch hervorragend, denn der VfL ließ sich auf das niveaulose Spiel ein, so dass auch kein Klassenunterschied mehr erkennbar war. In der 17. Minute brachte Willi Tscholl den VfL zwar mit 1:0 in Führung, diese spielten dennoch weiter weit unter ihren Möglichkeiten. In der 26. Minute schaffte Sinspert nach einem gelungen vorgetragenen Angriff durch Hartmut Heiden den durchaus verdienten Ausgleich. Kurz vor der Pause nutzte Edgar Hartmann eine Unsicherheit in der gegnerischen Abwehr und brachte den VfL wieder in Führung. Nach der Pause kamen die Sinsperter mit viel Elan aus der Pause und griffen den VfL verstärkt an. Nur knapp fünf Minuten nach Wiederanpfiff erzielte Heinz Jaeger das vielumjubelten 2:2. Nun merkte man dem Kreisligist jedoch seine konditionellen Defizite an, ihr Spiel wurde langsamer, die Verteidigung bekam immer mehr Schwierigkeiten. In der 70. Minute erwischte VfL-Torjäger Dieter Rieke den Ball mustergültig und schoss unhaltbar für Sinsperts Torwart Hartmut Frembgen zum 3:2 ein. Jetzt fehlte den Sinpertern die Kraft um sich ein drittes Mal gegen den Rückstand aufzubäumen. Nur zwei Minuten nach dem 2:3 erzielte Verteidiger Werner Wagenknecht ein Eigentor und sorgte damit unfreiwillig für die Entscheidung. Zwar war der Sieg am Ende verdient, aber bei weitem nicht überzeugend.

 

 

Freundschaftsspiel

 

Am 18. August 1974 erwartete der Landesligist VfL Gummersbach und fast 5.000 Zuschauer  in der heimischen Lochwiese den Bundesligisten FC Schalke 04 zu einem Freundschaftsspiel. Schon in den ersten Minuten stand die VfL-Abwehr stark unter Druck, doch Torwart Horst Heinz, den man für dieses Spiel vom SV Morsbach ausgeliehen hatte, zeigte einige starke Paraden und verhinderte einen allzu frühen Rückstand. So dauerte es fast eine Viertelstunde, ehe Helmut Kremers, der Spielführer der Königsblauen das erste Tor für Schalke erzielte. Doch fast im Gegenzug konnte Klaus-Dieter Keßler Nationaltorwart Norbert Nigbur überwinden und sorgte unter dem Jubel der Zuschauer für den Ausgleich. Mittelstürmer Klaus Fischer sorgte in der 23. Minute für die erneute Führung, drei Minuten später erhöhte er auf 3:1 und mit seinem Tor zum 4:1 erzielte er sogar einen Hattrick. Als die Gäste dann ein wenig mit der Konzentration nachließen, konnte Wolfgang Braun auf 2:4 verkürzen. Mit diesem tollen Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt. Nach dem Wiederanpfiff wurden die Unterschiede zwischen den Berufsspielern und den Amateuren jedoch immer deutlicher. Technisch versierter, schneller lief der Ball durch die Reihen der Schalker. Als dann auch noch die Kondition schwand, kamen die Schalker in der Folge zu leichten aber schönen Toren. Rainer Budde erzielte in der 57. Minute das 5:2, knapp zehn Minuten später erhöht Klaus Scheer auf 6:2, Budde in der 72. Minute zum 7:2, nur drei Minuten später schaffte Bernd Thiele das 8:2. Nach einem Foul verwandelte Rüdiger Abramczik den fälligen Elfmeter in der 85. Minute sicher zum 9:2 und als sich die Schalker direkt nach dem Anpfiff den Ball wieder erkämpften, erfolgte ein schneller Pass auf Thiele, der zum zehnten Mal traf. Beim Schlusspfiff des gut leitenden Schiedsrichters hatte der Gast mit 10:2 gewonnen.

 

Am 1. Juni 1975 standen sich in der Gummersbacher Lochwiese der heimische Landesligist VfL Gummersbach und der Bundesligist 1. FC Köln zu einem Freundschaftsspiel gegenüber. Die 3.000 Zuschauer erwarteten einen kämpferisch starken VfL, wurden jedoch schnell eines Besseren belehrt. Die Gummersbacher Spieler waren nach der kräftezehrenden Saison einfach zu ausgelaugt, um sich in diesem Spiel noch zu einer großen Leistung aufzuraffen. Jedoch passte sich der 1. FC Köln, der in diesem Stadion schon härtere Gegenwehr erfahren hatte, dem schlechten Niveau schnell an. Lediglich Wolfgang Overath und Hennes Löhr zeigten Spielfreude und spielten mit ihren Gegenspielern zeitweise Katz und Maus. Zu den besten Gummersbachern gehörte noch Libero Klaus-Dieter Keßler, bei dem für die Kölner Angriffe sehr oft Endstation war und der überragende Torwart Reinhold Tanzius, der mit vielen tollen Paraden ein Debakel verhinderte. Zwar hatte auch der VfL am Ende einige durchaus gelungene Aktionen und gute Torchancen vorzuweisen, dies komplett zu verhindern zeigte sich der Bundesligist doch zu gnädig, doch wurden diese meistens durch allzu großen Eigennutz der Spieler vertan. Wolfgang Weber leitete in der 10. Minute mit seinem Tor zum 1:0 den Torreigen ein. Bis zur Pause erhöhten Wolfgang Overath, Herbert Hein und Hennes Löhr auf 4:0. Als die konditionellen Defizite bei den Amateuren immer offensichtlicher wurden, kamen die Kölner zu leichten Toren. Löhr nach einer Stunde zum 5:0, Winfried Berkemeier zum 6:0, Detlef Lauscher, Heinz Simmet erhöhten auf 8:0 und mit seinem zweiten Tor sorgte Hein kurz vor Schluss für den Endstand. Die Kölner machten es am Ende sehr gnädig, vor allem weil sie nur noch darauf bedacht waren, ihrem Oldtimer Karl-Heinz Thielen ein Tor aufzulegen. Dies gelang letztlich zwar nicht, verhinderte aber im Gegenzug, dass der VfL nicht zweistellig verlor.

 

 

Jugendbereich

 

Am Ende dieser Spielzeit belegte die A-Jugendmannschaft des TuS Eckenhagen in ihrer Staffel den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Sonderstaffel Oberberg auf.

 

Im Endspiel um den Kreispokal Oberberg gewann der TuS Eckenhagen gegen den SSV Nümbrecht mit 5:0.

 

 

Spielzeit 1975 / 76

 

 

Bezirksklasse

 

In der Bezirksklasse belegte der 1. FC Reichshof mit sechs Punkten Rückstand auf den RSV Rath-Heumar, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den drittletzten Tabellenplatz und musste damit in die 1. Kreisklasse Oberberg absteigen

 

 

1. Kreisklasse

 

In der 1. Kreisklasse belegte der VfR Marienhagen unter Spielertrainer Hans Schreiner mit drei Punkten Vorsprung auf den FC Aggertal den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Bezirksklasse Mittelrhein auf.

In der Abstiegszone stand der BSV Bielstein, punktgleich mit dem TuS Elsenroth und der SpVgg Holpe-Steimelhagen auf einen Abstiegsplatz. In der angesetzten Relegationsrunde verlor Bielstein zunächst mit 1:2 gegen Holpe und im entscheidenden Spiel ebenfalls mit 1:2 gegen Elsenroth und stieg damit in die 2. Kreisklasse ab.

 

 

2. Kreisklasse

 

In der 2. Kreisklasse, Staffel 1 belegte die Reservemannschaft des TSV Ründeroth, punktgleich mit dem TuS Belmicke und der Reserve des SV Frömmersbach, den letzten Tabellenplatz. In einer gesonderten Abstiegsrunde belegte die Reserve des TSV Ründeroth den letzten Tabellenplatz und musste damit in die 3. Kreisklasse Oberberg absteigen.

 

In der Staffel 2 belegte die Reservemannschaft des 1. FC Reichshof mit elf Punkten Rückstand auf die Reserve des TuS Wiehl, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz und musste damit in die 3. Kreisklasse absteigen.

 

 

3. Kreisklasse

 

In der 3. Kreisklasse, Staffel 1 belegte die Reservemannschaft des VfR Marienhagen mit drei Punkten Rückstand hinter der Lehrmannschaft des SSV 08 Bergneustadt den 2. Tabellenplatz und stieg damit ebenfalls in die 2. Kreisklasse Oberberg auf.

In der Staffel 2 belegte die Reservemannschaft des SSV Wildbergerhütte mit zwei Punkten Vorsprung auf den SSV Hochwald den 1. Tabellenplatz und stieg damit ebenfalls in die 2. Kreisklasse auf

 

 

Pokal

 

Am 27. Mai 1976 standen sich an der Waldbröler Maibuche im Endspiel um den Kreispokal Oberberg der Landesligist SSV 08 Bergneustadt und der Bezirksligist SSV Homburg-Nümbrecht gegenüber. Die nur rund 100 Zuschauer sahen zunächst ein recht ausgeglichenes Spiel in dem sich die favorisierten Neustädter nur selten gegen die von Spielertrainer Fredi Hennecken gut eingestellte Nümbrechter Verteidigung durchsetzen konnten. Nach einer guten halben Stunde erhielt Neustadts Außenstürmer Dietmar Krumpholz den Ball und traf unhaltbar für Nümbrechts Torwart Reinhold Baum zur 1:0 Führung. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt. Nach Wiederanpfiff verstärkten die Nümbrechter ihre Angriffsbemühungen, und schafften in der 72. Minuten durch Holger Sohn den durchaus verdienten Ausgleich. In der Schlussphase zeigte sich jedoch die Qualität eines Dietmar Krumpholz, der in der 83. Minute mit seinem zweiten die Neustädter erneut in Führung brachte. Zwar setzten die Nümbrechter nunmehr alles dran, den Ausgleich zu erzielen, doch fehlte ihnen am Ende einer langen Saison die entscheidende Kraft, so dass der SSV 08 Bergneustadt beim Schlusspfiff des Schiedsrichters knapp mit 2:1 gewonnen hatte.

 

 

Jugend

 

Diese Spielzeit wurde für die A-Jugendmannschaft des TuS Eckenhagen zum größten Jahr in der Vereinsgeschichte. Zunächst sichert man sich In der Sonderstaffel mit einem Punkt Vorsprung auf den S 19 Waldbröl den 1. Tabellenplatz und damit die Kreismeisterschaft.

In der Mittelrheinmeisterschaft der Kreismeister musste man sich zwar in der ersten Runde dem Meister des Kreises Aachen, dem BTV Aachen knapp geschlagen geben. Einer 0:1 Niederlage im Hinspiel in Aachen folgte ein 1:1 unentschieden im Rückspiel.

Wenig später war Eckenhagen dann jedoch wieder obenauf. Im Endspiel um den Kreispokal besiegte man am 12. Juni 1976 in Ründeroth den TuS Derschlag mit 2:1 und gewann damit das Double.

 

 

Spielzeit 1976 / 77

 

 

Bezirksklasse

 

In der Bezirksklasse war es für die oberbergischen Vereine ein ganz schlimmes Jahr. Der SSV Nümbrecht belegte am Ende den 10. Tabellenplatz und war damit noch bester oberbergischer Verein. Auf den letzten vier Plätzen fanden sich der TuS Wiehl, der RS 19 Waldbröl, der SV Morsbach und der VfR Marienhagen ein, wobei Wiehl noch auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, die anderen drei Vereine mussten hingegen in die 1. Kreisklasse absteigen.

 

 

1. Kreisklasse

 

In der 1. Kreisklasse belegte die Reservemannschaft des VfL Gummersbach unter Trainer Hans Georg mit zwei Punkten Vorsprung auf den 1. FC Reichshof den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Bezirksliga Mittelrhein auf.

Der TuS Eckenhagen belegte mit einem Punkt Rückstand auf den SV Frömmersbach den 12. Tabellenplatz. Normalerweise hatte dieser Tabellenplatz immer ausgereicht, um die Klasse zu erhalten. Da aber ausgerechnet in dieser Spielzeit drei oberbergische Vereine aus der Bezirksklasse Mittelrhein in die 1. Kreisklasse abgestiegen waren, musste auch Eckenhagen in die 2. Kreisklasse absteigen.

Absteigen musste auch die Reservemannschaft des RS 19 Waldbröl mit vier Punkten Rückstand auf den SV Frömmersbach

 

 

2. Kreisklasse

 

In der 2. Kreisklasse, Staffel 1 belegte der BSV Bielstein mit einem Punkt Vorsprung auf den VfL Berghausen den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 1. Kreisklasse auf

 

Während dieser Spielzeit nahm der Vorstand des FC Adria Bergneustadt seine Mannschaft aus dem laufenden Spielbetrieb der 2. Kreisklasse zurück. Im Jahr 1977 löste sich der FC Adria ganz auf.

 

 

3. Kreisklasse

 

In der 3. Kreisklasse, Staffel 1 belegte die Reservemannschaft des TSV Ründeroth mit acht Punkten Vorsprung auf die Reserve des SSV Marienheide den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 2. Kreisklasse auf

In der Staffel 2 belegte die Reservemannschaft des 1. FC Reichshof mit vier Punkten Vorsprung auf die Reserve der SpVgg Holpe-Steimelhagen den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 2. Kreisklasse auf

 

 

Pokal

 

Am 31. Mai 1977 standen sich in Waldbröl im Endspiel um den Kreispokal der heimische RS 19 Waldbröl und der SSV 08 Bergneustadt gegenüber. Der RS hatte eine schlechte Saison hinter sich, und war gerade aus der Bezirksklasse abgestiegen, der SSV 08 hatte sich in der Landesliga mehr als souverän behaupten können. Von daher galten die Gäste als klare Favoriten auf den Pokalerfolg. Zwar standen die meisten der 400 Zuschauer hinter ihrer Mannschaft, an einen Sieg glaubten allerdings nur die wenigsten. Nachdem beide Mannschaften das Spiel recht nervös begannen, setzten die Waldbröler das erste Zeichen. Jürgen Buhl wurde maßgerecht angespielt und erzielte mit einem wunderbaren Schuss das 1:0 für die Waldbröler. Mit dieser Führung wurden dann auch die Seiten gewechselt. In der Kabine muss SSV-Trainer Karl-Ernst Helmus wohl die passenden Worte gefunden haben, denn nach dem Wiederanpfiff zeigte sich der SSV engagierter und zielstrebiger im Angriff. Aus der Vielzahl von Chancen verwertete Bernd Hannes eine zum verdienten 1:1 Ausgleichstreffer. Kurze Zeit später bestätigte sich dann ein altes Sprichwort, dass ein Stürmer im eigenen Strafraum nichts zu suchen hat, denn SSV-Torjäger Ingo Osberghaus netzte mustergültig ein, doch zum Leidwesen seines Torwarts Gerd Schneider ins eigene Tor. Zwar bemühten sich die Bergneustädter in der Folge um den erneuten Ausgleich, doch Waldbröls Abwehr um Torwart Helmut Pauli stand gut. Kurz vor Schluss sorgte der eingewechselte Rolf Dick mit seinem Tor zum 3:1 für die endgültige Entscheidung.

 

In der 1. Runde um den Mittelrheinpokal unterlag der RS 19 Waldbröl an der heimischen Maibuche der Amateurmannschaft des 1. FC Köln, die in der höchsten Amateurliga, der Verbandsliga Mittelrhein spielte, deutlich mit 0:6

 

 

Freundschaftsspiele

 

Aus Anlass der Einweihung des Stadions fand am 18. Mai 1977 in Eckenhagen ein Freundschaftsspiel zwischen einer kombinierten Mannschaft der beiden Landesligisten SSV 08 Bergneustadt und des VfL Gummersbach, verstärkt mit einigen Kreisklassenspielern und Fortuna Köln statt, die in der 2. Bundesliga Nord spielten. Bis zur Pause konnten die Auswahlspieler noch ganz gut mithalten, auch dank einer guten Leistung des Bergneustädter Torwarts Gerd Schneider führten die Gäste nach 45 Minute nur mit 2:0. Als bei ihnen im weiteren Verlauf des Spiels jedoch die Kraft immer mehr nachließ, kamen die Kölner zu weiteren leichten Toren, so dass es am Ende standesgemäß 7:1 hieß. Zummindest kamen die Oberberg zu einem Ehrentreffer.

 

 

Jugend

 

In der Sonderstaffel belegte die A-Jugendmannschaft des RS 19 Waldbröl mit drei Punkten Vorsprung auf den SSV 08 Bergneustadt den 1. Tabellenplatz und wurde damit Kreismeister

 

 

sonstiges

 

Aber auch das passierte leider in dieser Spielzeit; am 20. September 1976 fand auf dem Sportplatz in Dieringhausen ein Fortbildungslehrgang für Übungsleiter statt. Bei der Ballarbeit fiel der Jugendleiter des RS 19 Waldbröl, Horst Baum, so unglücklich auf den Hinterkopf, dass er das Bewusstsein verlor. Hierauf wurde er mit dem Rettungswagen zunächst in das städtische Krankenhaus Gummersbach eingeliefert, aufgrund der Schwere der Verletzung jedoch noch am selben Abend mit dem Hubschrauber in die Uni-Klinik nach Bonn geflogen. Ohne das Bewusstsein wiedererlangt zu haben verstarb Horst Baum am 24. September. Baum, der nur 47 Jahre alt geworden war, hinterließ eine Frau und drei Söhne im schulpflichtigen Alter.

 

 

 

 

Spielzeit 1977 / 78

 

 

Landesliga

 

Am 16. April 1978 wurden im Bergneustädter Wilhelm-Bisterfeld-Stadion Erinnerungen an große Tage des Oberbergischen Fußballs wach. Am 27. Spieltag der Landesliga Mittelrhein standen sich die beiden oberbergischen Vereine SSV 08 Bergneustadt und der VfL Gummersbach gegenüber. Gummersbach stand im Mittelfeld, Bergneustadt zwar an drittletzter Stelle, beide Vereine waren aber punktemäßig gesichert. Gummersbachs Trainer Coskun Tas wartete zu Spielbeginn mit einer taktischen Überraschung auf. Den gesetzten Mittelstürmer Heinz Müller stellte er auf den Liberoposten, und Jürgen Klein kam zu seinem ersten Einsatz in dieser Spielzeit. Er sollte einen hängenden Mittelstürmer spielen. Nach seiner langen Verletzungspause hatte er natürlich noch erhebliche konditionelle Defizite. Im Spiel ließ er allerdings hin und wieder seine Routine und seine Übersicht aufblitzen. In den Zweikämpfen hielt er sich jedoch merklich zurück, was bei der Sorge um sein frisch verheiltes Knie auch allzu verständlich war. Sein Einsatz war zwar zur Pause beendet, aber er konnte zumindest schon wieder richtig mitspielen.

In der ersten Halbzeit hatten die Hausherren mehr vom Spiel, angetrieben von ihrem Mittelfeldregisseur Erfried Martel erspielten sie sich auch einige gute Torchancen, ohne das von Torwart Kassner gut gehütete Tor des VfL jedoch ernsthaft zu gefährden. Zur Pause dachten die meisten der 1.000 Zuschauer leicht wehmütig an die großen Spiele der Vergangenheit.

Nach dem Wechsel kamen die Gummersbacher wesentlich besser ins Spiel. In der 55. Minute reagierte Torjäger Daddy Havemann im Fünfmeterraum am schnellsten und überwand den A-Jugendlichen Frank Winkler im Tor des SSV zum 1:0. Nach diesem Tor zogen sie sich zurück, ließen den SSV verstärkt angreifen, um den Erfolg mit Kontern zu versuchen. Bei einem dieser schnell vorgetragenen Angriffe scheiterte erneut Havemann nur knapp am gegnerischen Torwart. So plätscherte das Spiel mit wertlosen Angriffsversuchen dahin, bis der Schiedsrichter nach 90 Minuten das Spiel abpfiff und der VfL mit einem knappen 1:0 Erfolg nach Hause fahren konnte.

Nach dem Spiel äußerte sich VfL-Trainer Coskun Tas der Presse gegenüber zum Einsatz von Jürgen Klein: „Über den Sieg habe ich mich nach den zwei letzten unglücklichen Niederlagen gefreut. Durch unsere spielerisch reifere Leistung glaube ich, daß der Sieg verdient war, nur hätten wir bei den Kontern noch mehr Tore schießen müssen. Nach der langen Pause konnte ich von Jürgen Klein noch nicht mehr erwarten, er wird aber, ebenso wie Heinz Müller, auf dem Liberoposten seinen Weg machen.

 

Bergneustadt:

Frank Winkler - Horst Mießner, Klaus Reuber, Helmut Naß, Horst Semrau, Lothar Haselbach, Ludger Heuel, Reiner Schellschmidt [ab 46. Bernd Hannes], Dieter Joost [ab, 75. Udo Lesemann], Erfried Martel, Dietmar Krumpholz

 

Gummersbach:

Ralf Kassner, Helmut Braun, Willi Tscholl, Uwe Klinkow, Heinz Müller, Horst Beuck, Detlef Havemann, Rainer Petermann [ab 70. Michael Theus], Jürgen Klein [ab 46. Wolfgang Berz], Klaus-Dieter Stenzel, Jürgen Pankonin

 

 

Während die Neustädter mit dem Klassenerhalt zuminest ein Minimalziel erreichten, schaffte der VfL den anvisierten Aufstieg in die Verbandsliga auch diesmal nicht, obwohl die Vorausseztungen optimal schienen. Durch die Schaffung einer Oberliga Nordrhein zur Spielzeit 1978 / 79 sollten diesmal sechs Mannschaften aufsteigen, doch letztlich belegte der VfL einen enttäuschenden 10. Tabellenplatz.

 

 

Bezirksklasse

 

In der Bezirksklasse belegte die Reservemannschaft des VfL Gummersbach unter Trainer Hans Georg Herda mit 22 Punkten Rückstand auf den TuS Wiehl, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz und musste damit wieder in die Kreisliga A Oberberg absteigen.

 

 

1. Kreisklasse

 

In der 1. Kreisklasse belegte der SV Morsbach unter der Leitung von Spielertrainer Friedhelm Lutz Staffel mit fünf Punkten Vorsprung auf den SSV Wildbergerhütte den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Bezirksklasse Mittelrhein auf

Auf dem letzten Tabellenplatz landete die Reservemannschaft des SSV 08 Bergneustadt mit neun Punkten Rückstand auf den SV Hermesdorf, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, und musste damit in die 2. Kreisklasse absteigen. Trotz des Trainerwechsels, Horst Semrau war von seinem Amt zurückgetreten, Uli Köhler hatte die Mannschaft übernommen war die Qualität der Mannschaft einfach zu gering, um in der höchsten oberbergischen Klasse bestehen zu können.

 

 

2. Kreisklasse

 

In der 2. Kreisklasse, Staffel 1 belegte der SV Frömmersbach unter seinem Spielertrainer Rolf Semrau mit einem Punkt Vorsprung auf den TuS Derschlag den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die 1. Kreisklasse auf.

 Hingegen belegte der TuS Belmicke mit neun Punkten Rückstand auf die Reservemannschaft des FC Aggertal, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga C absteigen

 

In der Staffel 2 belegte der TuS Weiershagen in seiner Staffel, punktgleich mit der Reservemannschaft des SV Morsbach, den 1. Tabellenplatz.

In einem Entscheidungsspiel gewann der TuS Weiershagen mit 2:1 gegen die Reservemannschaft des SV Morsbach und stieg damit in die Kreisliga A auf

Absteigen in die Kreisliga C musste die Reservemannschaft des SV Hermesdorf, die mit 13 Punkten Rückstand auf die Reserve des SV Frömmersbach, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, abgeschlagen den letzten Tabellenplatz belegte

 

 

3. Kreisklasse

 

In der 3. Kreisklasse, Staffel 1 gab es von Beginn an einen erbitterten Zweikampf zwischen dem TuS Othetal unter ihrem Spielertrainer Hermann Haselbach und der 4. Mannschaft des SSV 08 Bergneustadt. Am letzten Spiel der Hinrunde gewann Othetal auf heimischen Platz gegen Bergneustadt mit 3:2 und wurde damit Herbstmeister. Auch in der Rückrunde spielten beide Mannschaften erfolgreich weiter, während der TuS ohne Punktverlust blieb, stand beim SSV ein weiteres Unentschieden zu Buche. Am vorletzten Spieltag empfing der TuS Othetal den Tabellenletzten, die Reservemannschaft der DJK Gummersbach. Ein deutlicher Sieg, wie jedermann im Othetal meinte und die Meisterschaft stand fest, ohne an das letzte Spiel in Bergneustadt denken zu müssen. Von Beginn an drängte Othetal die Gäste aus Gummersbach in die Verteidigung, erspielt sich auch Chance auf Chance, man traf auch häufig genug das Tor, nur leider nicht ins Tor. So stand es zur Halbzeit zum allgemeinen Erstaunen aller noch torlos 0:0 unentschieden, und eine gewisse Nervosität machte sich auf dem Sportplatz schon breit. Auch nach dem Wechsel ging das einseitige Spiel weiter, ohne dass es sich in Toren ausdrückte. Erst tief in der zweiten Halbzeit packte Spielertrainer Haselbach scheinbar die Wut, oder war es gar Verzweiflung. Aus kurzer Entfernung kam er mit dem Kopf an den Ball und schaffte das scheinbar unmögliche, den Ball über die Linie zu bugsieren. Nachdem er sich aus dem Knäul der gesamten auf ihm liegenden Mannschaft befreit hatte, konnte er selber auch das letztlich entscheidende Tor zur Meisterschaft feiern. Beim Schlusspfiff stand nicht nur ein knapper 1:0 Erfolg über die DJK Gummersbach fest, sondern auch der erste Aufstieg in der neueren Vereinsgeschichte. Das letzte Spiel in Bergneustadt wurde dann zudem auch noch mit 6:5, nach einem 0:4 Rückstand, erfolgreich bestritten, so dass in der Abschlusstabelle eine verlustpunkfreie Null stand.

 

In der  Staffel 2 belegte Hansa Vollmerhausen, punktgleich mit der Reservemannschaft des SSV Marienheide, den 1. Tabellenplatz. In einem Entscheidungsspiel um die Staffelmeisterschaft konnte sich Vollmerhausen gegen Marienheide durchsetzen und stieg damit in die Kreisliga B auf

In der  Staffel 3 belegte die Reservemannschaft der SpVgg Holpe-Steimelhagen mit einem Punkt Vorsprung auf die Reserve des TuS Elsenroth den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga B auf

 

 

Pokal

 

Knapp drei Wochen nach dem Meisterschaftsspiel, am Mittwoch, dem 3. Mai 1978, standen sich der VfL Gummersbach und der SSV 08 Bergneustadt erneut gegenüber. Diesmal war der Anlass; das Endspiel um den Kreispokal Oberberg, welches im Wiehler Wiehltalstadion ausgetragen wurde. Beiden Mannschaften bot sich in diesem Spiel die Gelegenheit, eine verkorkste Spielzeit mit einem Titel abzuschließen. Klarer Favorit war hierbei der VfL, der nicht nur in der Meisterschaft den SSV zweimal besiegen konnte, sondern auch in der Tabelle viel weiter vorne rangierte.

Die erste gute Torchance bot sich den Blau-Weißen in der 15. Spielminute, als ein Gewaltschuss von Klaus-Dieter Stenzel nur knapp über das SSV-Tor ging. Mit zunehmender Spieldauer bestimmten dann jedoch die Neustädter das Spiel, jedoch agierten sie im Angriff viel zu zaghaft, als dass sie wirklich gefährlich werden konnten. Lediglich Linksaußen Dietmar Krumpholz entwischte ein paar Mal seinem direkten Gegenspieler Uwe Klinkow, ohne daraus indes Kapital zu schlagen. Mitten in diese Drangperiode hinein gingen die Gummersbach in Führung. Jürgen Klein hatte Klaus-Dieter Stenzel wunderbar freigespielt. Stenzel hielt sich zwar in stark abseits verdächtiger Position auf, der Schiedsrichter ließ jedoch weiterlaufen, und so schob der elegante Mittelfeldspieler den Ball seelenruhig an Torwart Frank Winkler vorbei zum 1:0 ins Netz.

Die Neustädter stürmten unverdrossen weiter, und nur wenige Minuten hatte Erfried Martel die große Chance zum Ausgleich, doch sein Schuss aus Linksaußenposition strich knapp am Tor des VfL vorbei. So gingen beide Mannschaften mit einem 1:0 in die Pause.

Nach dem Wechsel drängten die Grün-Weißen die Kreisstädter immer mehr in die Defensive. Das 1:1 schien nur eine Frage der Zeit zu sein, doch dazu dauerte es bis zur 89. Minute. Gummersbachs Verteidiger Helmut Braun spielte im eigenen Strafraum völlig unnötig den Ball mit der Hand, der Schiedsrichter sah das und zeigte konsequenterweise auf den Elfmeterpunkt. Erfried Martel ließ sich diese Chance dann nicht entgehen und verwandelte den Ball sicher zum 1:1 Ausgleich.

In der Verlängerung waren nur wenige Minuten gespielt, als der Schiedsrichter das Spiel wegen der hereinbrechenden Dunkelheit abbrach.

 

Das Wiederholungsspiel des am 2. Mai abgebrochenen Endspiels um den Kreispokal Oberberg zwischen den beiden Landesligisten VfL Gummersbach und dem SSV 08 Bergneustadt fand am 10. Mai 1978 in der Gummersbacher Lochwiese statt. Vor nur knapp 100 Zuschauern brachte der ehemalige Gummersbacher Klaus Reuber den SSV bereits frühzeitig mit 1:0 in Führung. Nun kam auch der VfL richtig ins Spiel und kam durch Klaus-Dieter Stenzel zum verdienten Ausgleich, und kurz vor der Pause gingen sie nach einem Treffer von Rainer Petermann sogar mit 2:1 in Führung. Nach dem Wiederanpfiff erhöhte der VfL den Druck und wollte eine schnelle Entscheidung erzwingen. Nach einer Unsicherheit in der SSV-Abwehr schaffte Wolfgang Schmidt mit seinem Tor zum 3:1 eine kleine Vorentscheidung. Der SSV hatte jetzt resigniert und keine Kraft mehr, eine Wende herbei zu führen. Und so war das 4:1 durch den zweiten Treffer von Stenzel nur noch Formsache. Der VfL gewann vielleicht ein Tor zu hoch, aber absolut verdient.

 

Gummersbach:

Ralf Kassner – Michael Theus, Wolfgang Berz, Jürgen Pankonin, Helmut Braun, Heinz Müller, Rainer Petermann, Klaus-Dieter Stenzel, Detlef Havemann, Ferdinando Raiola, Wolfgang Schmidt

 

Bergneustadt:

Gerd Schneider – Klaus Reuber, Helmut Naß, Horst Semrau, Horst Mießner, Erfried Martel, Dieter Joost [Reinhard Naß], Lothar Haselbach, Dietmar Krumpholz, Bernd Hannes [Ludger Heuel], Udo Lesemann

 

 

Freundschaftsspiele

 

Zur Vorbereitung auf die Qualifikationsspiele zur Fußball-Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien quartierte sich die japanische Nationalmannschaft in der Sportschule Duisburg-Wedau ein. Nachdem sie in einem Freundschaftsspiel dem Bundesligisten 1. FC Köln ein hervorragendes Spiel boten, erklärten sie sich kurzfristig bereit, für kleines Geld zu einem  weiteren Freundschaftsspiel in Gummersbach anzutreten. Der Vorstand des VfL Gummersbach schloss sich daraufhin mit dem Ligakonkurrenten SSV 08 Bergneustadt zusammen, um einerseits mit einer gemeinsame Mannschaft einen leistungsstarken Gegner entgegen stellen zu können, und um sich anderseits die Unkosten zu teilen.

So standen sich am 9. Juli 1977 in der Gummersbacher Lochwiese zu einem Freundschaftsspiel eine Kombination der beiden Landesligavereine VfL Gummersbach / SSV 08 Bergneustadt und die Nationalmannschaft von Japan gegenüber.

Bekanntester Spieler der Japaner war Yasuhiko Okudera, der seit dieser Spielzeit als Bundesligaprofi beim 1. FC Köln unter Vertrag stand.

Vor 800 Zuschauer entwickelte sich von Beginn an ein überrasche ausgeglichenes Spiel. Zwar zeigten die Gäste das technisch bessere Spiel, doch stellten die Oberberger ihren Kampfgeist entgegen. Obwohl die Hausherren eine uneingespielte Mannschaft auf dem Platz hatte, kamen sie im Verlauf der ersten Halbzeit zu einigen guten Torchancen. In der 9. Minute vertändelten Detlef Havemann und Bernd Hannes gemeinsam eine gute Gelegenheit zur Führung und nur wenige Minuten später wurde ein Weitschuss von Libero Horst Semrau im letzten Moment abgeblockt.

In der 20. Minute schien dann die Gästeführung fällig; nach einem Eckball unterlief Torwart Wolfgang Katzwinkel den Ball, so dass der dahinter stehende Arai frei zum Kopfball kam, doch anstatt ins leere Tor prallte der Ball nur gegen den Pfosten. In der 32. Minute verhinderte Katzwinkel mit einer Blitzreaktion den möglichen Rückstand. So ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Pause.

Sechs Minuten nach Wiederanpfiff erzielte Mittelstürmer Usui die längst überfällige Führung für die Japaner. Die Verteidigung zeigte sich im Strafraum einen Moment zu zögerlich, so dass Usui in Ballbesitz kam, und gegen seinen Schuss aus kurzer Entfernung hatte Bernd Podak, der zur Pause für den hervorragenden haltenden Katzwinkel ins Tor kam, keine Chance. Aber auch Podak sollte in der Folgezeit mehrfach Gelegenheit haben, sich auszuzeichnen und vor allem seine weiten Abwürfe bis weit über die Mittellinie entlockten auch den Asiaten wiederholt erstaunte Blicke.

Die Oberberger drängten nun verstärkt auf den Ausgleich und erspielten sich einige gute Torchancen. So zwang Schorsch Japans Torwart Taguchi nach einer schönen Einzelaktion, bei dem er zunächst seinen Gegenspieler mit einem Beinschuss ausspielte, und einem Schuss in den Winkel zu einer Glanzparade. In der 83 Minute war aber auch Taguchi geschlagen. Erfried Martel brachte eine lange Flanke in den Strafraum und Mittelstürmer Havemann verlängerte den Ball mit dem Kopf unhaltbar zum vielumjubelten 1:1 Ausgleichstreffer.

Die Spieler und Zuschauer hofften schon auf ein Unentschieden, als die Gäste drei Minuten vor Schluss doch noch einmal zuschlugen. Der eingewechselte Sowa schoss von der Strafraumgrenze unvermittelt aufs Tor und überwand Torwart Podak, der mit diesem Schuss wohl nicht gerechnet hatte, zum letztlich entscheidenden 2:1.

 

Auswahl:

Wolfgang Katzwinkel [ab 46. Bernd Podak], Wolfgang Braun, Michael Theus (alle VfL Gummersbach) [ab 46. Helmut Naß], Horst Semrau (beide SSV 08 Bergneustadt), Horst Beuck, Rainer Petermann (beide VfL Gummersbach) [ab 67. Reinhard Naß (SSV 08 Bergneustadt)], Detlev Havemann, Klaus-Dieter Stenzel (beide VfL Gummersbach), Erfried Martel, Bernd Hannes (beide SSV 08 Bergneustadt) [ab 46. Volker Schorsch], Jürgen Sawallisch (beide VfL Gummersbach)

 

Japan:

Taguchi, Yokotani, Arai, Kato, Ishii Kaneda, Maida, Nishino, Yasuhiko Okudera (1, FC Köln), Osui, Takahashi [Saito, Ochia, Sujishima, Sowa, Yukoyama, Daini]

 

 

Verein

 

Erst zu dieser Spielzeit meldete der Spanische Jugend FC Bergneustadt die 1. Mannschaft zum offiziellen Spielbetrieb an. Diese wurde jedoch nach kurzer Zeit wieder zurückgezogen, wenig später wurde der Verein ganz aufgelöst.

 

 

 

Spielzeit 1978 / 79

 

 

Landesliga

 

Das vierte Jahr in der Landesliga schien für den SSV 08 Bergneustadt von vornherein ein ganz schweres zu werden. Nicht nur, dass Trainer Hartmut Neuhoff nach nur einem Jahr seinen Posten räumte, auch sollte die Mannschaft ein ganz anderes Gesicht bekommen. Absolute Leistungsträger wie Horst Semrau,  Dietmar Krumpholz, Erfried Martel, Klaus Reuber oder Lothar Haselbach verließen den Verein. Unbekannte Spieler und eigene Jugendspieler sollten diese Lücke füllen.

Dennoch schaffte es der Vorstand, als Trainer einen wahren Könner aus dem Hut zu zaubern. Willi Rehbach, langjähriger Libero und Vertragsspieler bei Bayer 04 Leverkusen wurde als Spielertrainer engagiert. Zwar konnte er selber erst nach seiner Reamateurisierung ab dem 1. Oktober mitspielen, doch seine Persönlichkeit und seine professionelle Einstellung zeigten sich von Beginn an und machten sich in der Mannschaft  sowie im Umfeld sofort bemerkbar. Statt Abstiegsangst herrschte nun ein gedämpfter Optimismus

Am 1. Spieltag wurde im heimischen Wilhelm-Biesterfeld-Stadion der Mitfavorit BC Berrenrath erwartet und in einem begeisternden Spiel durch Tore von Gerd Buschmann, Ludger Heuel, Udo Lesemann, Jörg Haselbach und Ingo Osberghaus mit 5:1 besiegt. In der Folge wechselten sich gute Leistungen zu Hause schlechten in der Fremde ab, so dass man zur Winterpause im unteren Mittelfeld platziert war. Nachdem Willi Rehbach seinen angestammten Platz  als Libero eingenommen hatte, erhielt die Verteidigung zunehmen Stabilität, gleichzeitig hatte man einen sicheren Straf- und Freistoßschützen.

Die Rückrunde verlief ebenfalls durchwachsen. Der SSV geriet nie in ernsthafte Abstiegsgefahr, zeigte teilweise sehr gute Spiele, um die Woche darauf wieder scheinbar widerstandslos zu verlieren. Immerhin wurde der ewige Konkurrent VfL Gummersbach in dessem Stadion nach Toren von Dieter Joost, Gerd Buschmann und Willi Rehbach per Elfmeter mit 3:1 zu besiegen. Am Ende belegte man dann den sicheren 10. Tabellenplatz.

 

Die Spielzeit 1978 / 79 sollte für den VfL Gummersbach mit seinem Libero Jürgen Klein einfach nur grauenhaft werden. Die Mannschaft von Trainer Coskun Tas hatte eine Vielzahl erfahrener Stammspieler abgegeben, die neuen hatten beileibe nicht die erforderliche Qualität, um dies auszugleichen. Wenige Tage vor dem ersten Meisterschaftsspiel trennte sich der Verein zudem von Trainer Tas im „beiderseitigem Einvernehmen“. Der neue Trainer, der Ungar Janos Magyan, hatte nun das Problem, eine Mannschaft deren Spieler er kaum kannte, auf eine ganz wichtige Saison einzustellen. Prompt gingen dann auch die ersten drei Meisterschaftsspiele verloren. Als der VfL am 4. und 5. Spieltag zweimal gewann und dabei zehn Tore erzielte, schien die Wende geschafft, was sich jedoch als Trugschluss herausstellen sollte, denn der VfL konnte sich nicht wirklich aus der Abstiegsregion lösen. Zur Winterpause belegte der VfL mit 12:18 Punkten den 13. Tabellenplatz, bei drei sicheren Absteigern, zumindest den ersten Nichtabstiegsplatz.

Zu Beginn der Rückserie reihte sich Niederlage an Niederlage und als der VfL am 1. April 1979 auf eigenen Platz den Lokalrivalen SSV 08 Bergneustadt zum Meisterschaftsspiel des 21. Spieltags erwartete, waren die Voraussetzungen für beide Mannschaften klar. Der SSV stand auf Platz 11, und hatte zwei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, der VfL war inzwischen Tabellenletzter mit vier Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Der VfL mußte einfach gewinnen, um überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Der SSV konnte mit einem Sieg einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen, bei einer Niederlage war er jedoch mittendrin.

Die Woche verlief für beide Vereine höchst unterschiedlich. Im Halbfinale um den Kreispokal Oberberg konnte der SSV durch einen 2:0 Erfolg über den Bezirksligisten SV Morsbach Selbstvertrauen tanken; hingegen unterlagen die Gummersbacher beim A-Kreisligisten SV Frömmersbach nach einer schwachen Leistung mit 1:3. Dies reichte dem Vorstand des VfL scheinbar, denn nach diesem Spiel trennte man sich von Trainer Magyan. Als Nachfolger wurde Hans Schreiner präsentiert, der am Freitag vor dem Spiel erstmals mit seinen Spielern trainierte.

Während der SSV 08 Bergneustadt am Sonntag mit unveränderter Aufstellung antrat, wollte Trainer Schreiner auf jeden Fall Jürgen Klein als Libero wieder dabei haben, Klein war am Mittwoch im Pokalspiel geschont worden. Ohne ihn, und das musste der VfL feststellen, war die Abwehr nur ein Torso.

Auch der äußere Rahmen passte sich den Gegebenheiten an. Wo früher bis zu 2.000 Zuschauer dem Spiel bewohnten, standen heute 400 unentwegte auf den Rängen. Sofort nach dem Anpfiff entwickelte sich ein nervöses, hektisches und dadurch auch sehr ruppiges Spiel, ohne jedoch zu hart zu werden. Schnell hatte der Schiedsrichter mehrere gelbe Karten und auch 10-Minuten-Zeitstrafen verteilt; die Spieler damit beruhigt. So blieb es zunächst bei Geplänkel im Mittelfeld, Torchancen waren daher äußerst rar. Als sich das Spiel nach einer guten halben Stunde beruhigte, sahen die Zuschauer auch sofort gute Angriffe. VfL-Mittelstürmer Heinz Müller scheiterte freistehend an Gäste-Torwart Frank Winkler. Fast im Gegenzug konnte Uwe Klinkow einen Schuss von Udo Lesemann von der Torlinie schlagen. Aber noch in derselben Minute setzte sich Reinhard Naß auf Rechtsaußen durch, flankte maßgerecht auf den mitgelaufenen Dieter Joost, und dieser vollendete gekonnt zur 1:0 Führung. Direkt vom Wiederanpfiff her nahm Klinkow sich den Ball und schaffte mit einem absolut sehenswerten Weitschuss, der unhaltbar im Torwinkel einschlug, den Ausgleich.

In der zweiten Halbzeit kamen zunächst die Hausherren besser ins Spiel, Rainer Petermann verfehlte mit seinem Schuss nur knapp das Tor. In der 53. Minute nutzte Gerd Buschmann eine Unsicherheit in der VfL-Abwehr und brachte den SSV mit einem unhaltbaren Schuss erneut in Führung. Diesmal konnte der VfL nicht sofort kontern, die Abwehr des SSV passte auf. Sie begannen nunmehr das Tempo immer mehr zu verschleppen, hielten den Ball in den eigenen Reihen und zeigten sich dann bei schnell vorgetragenen Konter als sehr gefährlich. In der 80. Minute führte einer dieser Konter zu einem Elfmeter, als VfL-Torwart Ralf Kassner den Neustädter Stürmer Joost völlig unnötig im Strafraum foulte. SSV-Spielertrainer Willi Rehbach, der mit einer gebrochenen Rippe ins Spiel gegangen war, verwandelte gewohnt sicher zum letztlich entscheidenden 3:1. Die letzten Minuten bis zum Schlusspfiff verwaltete der SSV dieses Ergebnis.

Der neue Gummersbacher Trainer Hans Schreiner meinte nach dem Spiel: „Leider hat meine Mannschaft, mit der ich am Freitag erstmals trainiert habe, in der entscheidenden Phase zwei Chancen nicht genutzt und statt dessen praktisch im Gegenzug das 0:1 hinnehmen müssen. Dadurch haben wir etwas unser Konzept verloren, denn wir wollten auf jeden Fall einen Rückstand verhindern. In der zweiten Halbzeit hat uns wohl etwas die Kraft gefehlt, bei einigen Spielern, insbesondere in der Deckung machte sich aber auch Nervosität breit.“ Bergneustadts Trainer Willi Rehbach war natürlich zufrieden: „Ich glaube, aufgrund der zweiten Halbzeit geht unser Sieg in Ordnung. Mit meiner Mannschaft, die eine geschlossene Leistung bot, bin ich besonders in kämpferischer Hinsicht zufrieden.

 

Gummersbach:

Ralf Kassner, Uwe Klinkow, Jürgen Klein, Frank Pätzold, Michael Theus, Horst Beuck, Klaus-Dieter Stenzel, Klaus-Peter Schulte, Rainer Petermann, Heinz Müller, Hans-Günther Klein [ab 40. Bürger]

 

Bergneustadt:

Frank Winkler - Willi Rehbach, Horst Mießner, Siegfried Hammer, Helmut Naß, Reiner Schellschmidt, Udo Lesemann [ab 68. Haselbach], Reinhard Naß, Ludger Heuel, Dieter Joost, Gerd Buschmann

 

Mit diesem verdienten Sieg im Rücken sollte sich der SSV schnell den Klassenerhalt endgültig sichern. Für den VfL bedeutete diese Heimniederlage moralisch sicherlich bereits den Abstieg. Sie sollten in den letzten elf Spielen noch vier (!) Punkte holen.

Am Ende dieser Spielzeit belegte der VfL Gummersbach mit neun Punkten Rückstand auf Wacker Merkenich, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand abgeschlagen den letzten Tabellenplatz und musste damit in die Bezirksliga Mittelrhein absteigen.

 

 

Kreisliga A

 

Vor der Spielzeit wurde des SSV Wildbergerhütte unter ihrem Trainer Dietmar Weller die besten Chancen eingeräumt, die Meisterschaft zu erringen. Doch irgendwie lief es bei den Hüttern nicht rund und zur Winterpause belegte man mit fünf Punkten Rückstand auf das Führungsduo Drabenderhöhe und Frömmersbach nur einen enttäuschenden 6. Tabellenplatz. Als dann auch noch das erste Spiel der Rückrunde beim BV 09 Drabenderhöhe mit 0:1 verloren wurde, waren die Aussichten auf den Aufstieg gleich null. Doch Weller fand scheinbar die richtige Methodik, um die Mannschaft noch einmal aufzurütteln. In den letzten zwölf Spielen gab es nur noch eine Niederlage, dazu zwei Unentschieden und so kämpfte man sich Platz für Platz nach vorne.

Nach dem 23. Spielttag schien die Frage nach dem Meister jedoch erledigt zu sein. Frömmersbach gewann das Spitzenspiel beim unmittelbaren Verfolger Drabenderhöhe mit 2:0 und hatte bei drei noch auszutragenen Spielen vier Punkte Vorsprung, dazu bei zwei Heimspielen.

Am 24. Spieltag verlor Frömmersbach jedoch sein Heimspiel gegen den RS 19 Waldbröl mit 2:3, während die Verfolger ihre Spiele gewannen.

Am 25. Spieltag wurde der Tabellenführer SV Frömmersbach wiederum auf heimischen Platz noch einmal besiegt, diesmal gewann Wildbergerhütte mit 2:1 und so waren nach dem vor dem letzten Spieltag alle drei Mannschaften punktgleich.

Auch am 26. Spieltag gaben sie sich keine Blöße, gewannen alle ihre Spiele und so standen nach dem letzten Spieltag in der Kreisliga A der SV Frömmersbach, der SSV Wildbergerhütte und der BV 09 Drabenderhöhe punktgleich an der Tabellenspitze.

Leider zählte damals noch nicht das heute übliche Torverhältnis, denn hier hatte Frömmersbach das Beste und wäre somit aufgestiegen. Auch nach der heute gebräuchlichen 3-Punkte-Regelung hätte der Aufsteiger SV Frömmersbach geheißen.

So setzte der Kreis eine Aufstiegsrunde an. Im ersten Spiel besiegte der SSV Wildbergerhütte den BV 09 Drabenderhöhe mit 2:0.

Im zweiten Spiel unterlag der SV Frömmersbach dem SSV Wildbergerhütte mit 0:1 und musste den Traum vom Aufstieg begraben. Mit seinen zwei Siegen stieg Wildbergerhütte als Gewinner dieser Relegationsrunde verdient in die Bezirksliga auf

 

Absteigen in die Kreisliga B musste die Reservemannschaft des VfL Gummersbach als vorletzter und der abgeschlagene SV Hermesdorf

 

Kreisliga B

 

In der Kreisliga B, Staffel 1 belegte der TuS Derschlag unter Spieltrainer Klaus Reuber in seiner Staffel mit drei Punkten Vorsprung auf den SV Schnellenbach den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A auf

Am Tabellenende belegte der TV Rebbelroth mit vier Punkten Rückstand auf die Reservemannschaft des 1. FC Reichshof, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga C absteigen

 

In der Staffel 2 belegte der TuS Eckenhagen mit einem Punkt Rückstand auf die Reservemannschaft des SSV Nümbrecht den 2. Tabellenplatz. Allerdings lief gegen die Wertung des Spiels SSV Nümbrecht 2 – SpVg Rossenbach, die in der Endtabelle hinter der Reservemannschaft des TuS Wiehl auf dem letzten Platz stand, noch ein Einspruch von Seiten Rossenbachs

Am 20. Juni 1979 verhandelte die Spruchkammer in Hennef über den Einspruch von Rossenbach. Nach längerer Beratung wurde entschieden, dass dem SSV Nümbrecht der aus dem Spiel gegen Rossenbach bereits zugesprochene Punkt wieder aberkannt wird. Somit standen Eckenhagen und Nümbrecht punktgleich an der Tabellenspitze

In dem nun angesetzten Entscheidungsspiel um die Staffelmeisterschaft gewann der TuS Eckenhagen gegen die Reservemannschaft des SSV Nümbrecht mit 1:0 und stieg damit in die Kreisliga A auf

 

Am Tabellenende belegte die Reservemannschaft des TuS Wiehl mit einem Punkt Rückstand auf die SpVg Rossenbach, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga C absteigen

 

In einem weiteren Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Kreisliga A verlor die Reservemannschaft des SSV Nümbrecht gegen den Tabellenzweiten der Staffel 1, dem SV Schnellenbach knapp mit 2:3.

 

 

Kreisliga C

 

In der Kreisliga C, Staffel 1 belegte der TuS Belmicke mit einem Punkt Vorsprung auf die Reservemannschaft des SSV Marienheide den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga B auf

 

In der Staffel 2 belegte der FC Windhagen in seiner Staffel mit sieben Punkten Vorsprung auf die Reservemannschaft des TuS Brüchermühle den 1. Tabellenplatz und stieg damit ebenfalls in die Kreisliga B auf

 

 

 

Pokal

 

Im Kreispokal Oberberg spielte sich der SSV 08 Bergneustadt souverän bis ins Endspiel durch, wo man auf den motivierten A-Kreisligisten SV Frömmersbach traf.

Am 9. Mai 1979 standen sich diese beiden Mannschaften vor 300 Zuschauer in der Gummersbacher Lochwiese  zum Endspiel gegenüber. Die Frage nach dem Favoritenkonnte sich jeder Beteiligte bei dem Klassenunterschied eigentlich selber beantworten. Nach recht zögerlichem Beginn hatte des SSV auch das Quäntchen Glück, denn Frömmersbach fabrizierte erst mal ein Eigentor. Doch davon ließen sie sich überhaupt nicht beeindrucken. Die von Spielertrainer Dietmar Krumpholz optimal auf seine ehemaligen Mitspieler eingestellten Frömmersbacher griffen weiter forsch an, und schafften schon im Gegenzug den durchaus nicht unverdienten Ausgleich. Kurz vor der Pause brachte Bernd Hannes den SSV erneut in Führung. Der Kreisligist spielte auch nach der Pause gut mit, auch zeigten sie keine Anzeichen von Konditionsschwächen. In der 81. Minute markierte Marx den umjubelten 2:2 Ausgleich. Bei diesem Ergebnis blieb es bis zum Schlusspfiff der regulären Spielzeit, so dass es in die Verlängerung ging. Als Günter Gerheim in der 95. Minute den SV mit 3:2 erstmals in Führung schoss, bahnte sich eine Überraschung an. Doch diesmal wahrte der SSV kühlen Kopf. Angetrieben von Spielertrainer Willi Rehbach schaffte sie den Ausgleich, als Dieter Joost in der 108. Minute zum 3:3 traf. Allen Bemühungen zum Trotz bleib es bis bei diesem Ergebnis, so dass der Fußballkreis für die kommende Woche ein Wiederholungspiel ansetzte.

 

Bergneustadt:

Frank Winkler, Willi Rehbach, Horst Mießner, Helmut Naß, Siegfried Hammer, Gert Buschmann, Bernd Hannes (Anton Schotok), Dieter Joost, Ludger Heuel, Reinhard Naß, Wilfried Kühler (Haselbach)

 

Frömmersbach:

Jürgen Cronrath, Lothar Thiel, Wilfried Hoffmann, Udo Brensing (Uli Strauß), Peter Veith, Günter Gerheim, Dietmar Krumpholz, Schirp (M. Melzer), Siegfried Gösselkeheld, Joachim Marx, Ulrich Bockemühl

 

 

Zum Wiederholungsspiel des Endspiels um den Kreispokal liefen beide Mannschaften am 17. Mai 1979 in nahezu unveränderter Aufstellung auf. In der ersten halben Stunde spielte der Landesligist zwar überlegen, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Dann hatte auch der Kreisligist in das Spiel gefunden. Angeführt von ihrem überragenden Spielmacher Dietmar Krumpholz übernahm der Außenseiter mehr und mehr die Initiative. Beim Seitenwechsel sahen die knapp 300 Zuschauer einen schwachen SSV und einen forsch ausspielenden Kreisligisten, dennoch stand es noch torlos 0:0 unentschieden. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff schloss Gert Buschmann einen Konter des SSV mustergültig ab und überwand SV-Torwart Jürgen Cronrath zur glücklichen 1:0 Führung. Die Frömmersbacher spielten jedoch unverdrossen weiter sehr gut mit, und kamen in der 64. Minute durch Veith zum absolut verdienten Ausgleich. Nach Angaben des Frömmersbacher Vorsitzenden Bremicker wurde der Schiedsrichter nun zur entscheidenden Person auf dem Platz. Zunächst habe er beim Stand von 1:1 ein klares Foul an Krumpholz im Strafraum auf die 16-Meter-Linie verlegt. Und dann habe er einen normalen Pressschlag von Krumpholz mit SSV-Verteidiger Helmut Naß als Foul von Krumpholz gewertet, und ihn mit einer 10.Minuten-Strafe belegt. Diese Überlegenheit nutzte der SSV dann aus; fünf Minuten vor Schluss brachte Helmut Naß den SSV erneut in Führung. Die Frömmersbacher versuchten zwar noch einmal, alle Kräfte zu mobilisieren, mit einem Spieler weniger gelang dies jedoch nicht unbedingt. Mit dem letzten Angriff des Spiels sorgte dann Anton Schotok mit seinem Tor zum 3:1 für die endgültige Entscheidung. Beim Schlusspfiff des Schiedsrichters hatte der SSV einen glücklichen Sieg davon getragen.

 

Bergneustadt:

Frank Winkler, Willi Rehbach, Horst Mießner, Helmut Naß, Siegfried Hammer, Jörg Haselbach, Bernd Hannes (Reinhard Naß), Dieter Joost, Lothar Haselbach, Anton Schotok, Gerd Buschmann

 

Frömmersbach:

Jürgen Cronrath, Lothar Thiel, Wilfried Hoffmann, Jürgen Köster, Peter Veith, Günter Gerheim, Dietmar Krumpholz, Siegfried Gösselkeheld, Joachim Marx, M. Melzer (Uli Strauß), Ulrich Bockemühl

 

 

In der 1. Runde um den Mittelrheinpokal verlor der SSV 08 Bergneustadt im heimischen Stadion gegen den Verbandsligaaufsteiger SpVg Frechen 20 deutlich mit 1:5. Für den Ehrentreffer sorgte Reinhard Naß mit seinem Tor zum zwischenzeitlichen 1:4.

 

 

Freundschaftsspiele

 

Am 22. November 1978 herrschte im Oberbergischen Kreis typisches Schmuddelwetter. Es war kalt, es regnete schier unaufhörlich, von daher war es absolut ungemütlich. Trotzdem kamen fast 4.000 Zuschauer in die Gummersbacher Lochwiese, denn der heimische Landesligist VfL Gummersbach hatte den Bundesligisten FC Schalke 04 zu einem Freundschaftsspiel zu Gast. Nachdem sich der Beginn des Spiels dem Wetter anzupassen schien und recht schleppend verlief, entwickelte sich nach einer guten Viertelstunde doch ein recht munteres Spiel. In der 17. Minute brachte Helmut Kremers Schalke mit 1:0 in Führung. gut zehn Minuten später schlug Torjäger Klaus Fischer das erste Mal zu und erhöhte auf 2:0. Nachwuchsspieler Thomas Lander besorgte in der 32. Minute das 3:0, und dem Torjäger war es kurz vor der Pause vorbehalten, mit dem 4:0 für den Halbzeitstand zu sorgen. Zur zweiten Halbzeit wechselte Schalkes Trainer Ivica Horvat viele Stammspieler aus, so dass der VfL nach Wiederanpfiff ein klein wenig besser ins Spiel kam. Unter dem großen Jubel der Zuschauer schaffte VfL-Torjäger Heinz Müller in der 57. Minute nach einem Fehler von Schalkes Torwart Peter Sandhofe mit einem Kopfball das 1:4. Erst jetzt rafften sich die Gäste wieder zum schönen Kombinationsfußball auf. In der 63. Minute stellte Bernd Thiele den alten Abstand wieder her, und Uli Bittcher erhöhte in der 69. Minute auf 6:1. Trotz aller Bemühungen wollte den Gästen kein weiteres Tor mehr gelingen, so dass sich der VfL beim Schlusspfiff ein durchaus achtbares Ergebnis erkämpft hatte

 

Gummersbach:

Wolfgang Katzwinkel [ab 46. Ralf Kassner], Uwe Klinkow [ab 46. Frank Pätzold], Horst Beuck, Michael Theus, Jürgen Klein, Reimund Berger [ab 50. Edgar Milhan], Klaus-Peter Schulte [ab 46. Hans-Günter Rossenbach], Rainer Petermann, Heinz Müller, Klaus-Dieter Stenzel, Hans-Günter Klein

 

Schalke:

Volkmar Groß [ab 46. Peter Sandhofe] - Thomas Kruse, Norbert Dörmann, Rolf Rüssmann, Klaus Fichtel [ab 46. Mathias Schippers], Herbert Lütkebohmert [ab 46. Bernd Thiele], Thomas Lander, Helmut Kremers [ab 46. Aquailar], Klaus Fischer [ab 46. Freidrich Wagner], Uli Bittcher, Erwin Kremers

 

 

Jugendbereich

 

In der A-Jugend Sonderstaffel Oberberg stehen mit den TSV Ründeroth und dem FC Aggertal zwei Mannschaften punktgleich an der Tabellenspitze. Im Entscheidungsspiel um die Kreismeisterschaft gewinnt der FC Aggertal am 31. Mai 1979 auf dem Nümbrechter Sportplatz gegen Ründeroth mit 2:0

 

 

 

Spielzeit 1979 / 80

 

 

Kreisliga A

 

In der Kreisliga A belegte der TSV Ründeroth mit zehn Punkten Vorsprung auf den RS 19 Waldbröl den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Bezirksliga Mittelrhein auf

 

 

Kreisliga B

 

In der Staffel 1 belegte die Reservemannschaft des SSV 08 Bergneustadt mit einem Punkt Vorsprung auf Hansa Vollmerhausen den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A Oberberg auf.

Am Tabellenende belegte die Reservemannschaft des SV Frömmersbach mit acht Punkten Rückstand auf die Reserve des VfR Marienhagen, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz steht, abgeschlagen den letzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga C Oberberg absteigen

 

In der Staffel 2 standen der TuS Brüchermühle und die SpVgg Holpe-Steimelhagen punktgleich an der Tabellenspitze. In einem Entscheidungsspiel konnte sich Brüchermühle gegen Holpe-Steimelhagen durchsetzen und stieg damit in die Kreisliga A auf. Am Tabellenende musste der TuS Othetal unter Trainer Hermann Haselbach erkennen, dass die zweite Spielzeit nach dem Aufstieg erheblich schwerer ist als die erste. In 26 Spielen sammelte der TuS nur elf Punkte, und belegte damit mit einem Punkt Rückstand auf die SpVg Rossenbach, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz und musste damit wieder in die Kreisliga C absteigen.

 

 

Kreisliga C

 

In der Staffel 1 belegte die Reservemannschaft des SSV Marienheide mit drei Punkten Vorsprung auf den TV Rebbelroth den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga B auf

 

In der Staffel 2 belegte die Reservemannschaft des TuS Elsenroth mit sechs Punkten Vorsprung auf die Reserve des SSV Odenspiel den 1. Tabellenplatz und stieg damit ebenfalls in die Kreisliga B Oberberg auf

 

 

Pokal

 

Am 23. April 1980 standen sich in der Gummersbacher Lochwiese der Landesligist SSV 08 Bergneustadt und der A-Kreisligist SSV Marienheide im Endspiel um den Kreispokal Oberberg gegenüber. Vor knapp 200 Zuschauern in der Gummersbacher Lochwiese führte der favorisierte Landesligist nach einer halben Stunde nach Toren von Gert Buschmann, im Anschluß an einen schönen Freistoß von Erfried Martel und Anton Sczotok nach einem Eckball bereits mit 2:0. Nach dem Wechsel schien der Favorit das Ergebnis nur noch verwalten zu wollen, so dass Marienheide deutlich mehr Spielanteile bekam. In der 55. Minute schloß Raiola einen schönen Angriff mit dem Anschlusstreffer ab. Kurz danach hatten die Neustädter Glück, als ein an sich harmloser Schuss von Ludger Heuel von Marienheiders Torwart Wolfgang Lindenau ins eigene Tor gefaustet wurde.

Dennoch gaben die Kreisligisten nicht auf und drängten die Neustädter in die Defensive. Wenig später erhielten Siegfried Hammer und Lothar Haselbach kurz hintereinander eine 10-Minuten-Strafe, zudem war Reinhard Vogt bereits verletzt ausgeschieden, und konnte nicht mehr ausgewechselt werden, so dass der SSV für diese Zeit nur sieben Feldspieler auf dem Platz hatte. Aber selbst aus dieser Situation wußten die Marienheider kein Kapital zu schlagen. So blieb der Foulelfmeter, den Rainer Keilhack in der Schlußminute zum 2:3 verwandelte das einzige Resultat, zu wenig um dem Spiel noch eine entscheidende Wende zu geben. Beim Schlußpfiff konnte man zwar von einem verdienten Sieg sprechen, dennoch blieb der SSV Bergneustadt viel schuldig. Trotzdem nahm Spielführer Horst Mießner den Kreispokal zufrieden aus den Händen von Landrat Hans Wichelhaus entgegen.

 

Bergneustadt:

Frank Winkler, Siegfried Hammer, Jörg Haselbach, Horst Mießner, Reinhard Vogt, Lothar Haselbach, Jürgen Behrendt [ab 15. Juan Lopez], Erfried Martel, Dieter Joost [ab 46. Ludger Heuel], Anton Schotok, Gerd Buschmann

 

Marienheide:

Wolfgang Lindenau, Rainer Keilhack, Bernd Sandmann, Hans-Jürgen Zimmer, Raiola, Peter Henn, Alex Mirhan, Kurt Waldmann, Hartmann [ab 70. Michael Zerhusen], Rosario Mangione, Raffaelo Raiola

 

 

In der 1. Runde um den Mittelrheinpokal gewann der SSV 08 Bergneustadt auf heimischen Platz gegen den Kölner A-Kreisligisten Adler Dellbrück nach Verlängerung knapp mit 2:1. Zur Pause führten die Gäste nach einem Tor aus der 20. Minute überraschend mit 1:0. In der 70. Minute schaffte Jürgen Behrendt den Ausgleich. Trotz vieler weiterer guter Chancen dauerte es bis zur 95. Minute, ehe Dieter Joost das letztlich entscheidende 2:1 erzielte.

In der 2. Runde um den Mittelrheinpokal verlor der SSV 08 Bergneustadt vor 150 Zuschauer beim Verbandsligisten FC Niederembt mit 0:5. Von Beginn an zeigten sich die höherklassigen Hausherren als spielbestimmende Mannschaft und erzielten in regelmäßigen Abständen ihre Tore. Zur Pause führten sie bereits mit 3:0, beim Schlusspfiff dieses fairen Pokalspiels stand es nach Toren von Herbert Laumen, der ehemalige Mönchengladbacher Nationalspieler war Spielertrainer bei Niederembt, Heiartz, Dieter Becker und zweimal Meul 5:0.

 

 

sonstiges

 

In dieser Spielzeit  war der ehemalige Spieler des SSV 08 Bergneustadt, Jürgen Halbe bei Rot-Weiß Oberhausen Stammspieler in der 2. Bundesliga. Am Ende standen für ihn 35 Ligaspiele und 13 Tore auf dem Konto. Da er trotz der Profiliga weiterhin den Amateurstatus hatte, blieben seine Leistungen auch Erich Ribbeck, dem damaligen Bundestrainer für die Amateurnationalmannschaft nicht verborgen. Am 13. September 1979 wurde Halbe in den Kader dieser Nationalmannschaft berufen. Bei seinem ersten Länderspiel gegen Finnland brachte er Deutschland in der 15. Spielminute mit 1:0 in Führung. Insgesamt machte Halbe fünf Amateur-Länderspiele, und erzielte dabei ein Tor.

 

 

Jugendbereich

 

Am Ende dieser Spielzeit belegt die A-Jugendmannschaft des SV Wiedenest in der Staffel 1 Oberberg den 1. Tabellenplatz und steigt damit in die Sonderstaffel Oberberg auf.

 

 

 

 

Spielzeit 1980 / 81

 

 

Bezirksliga

 

In der Bezirksliga standen am Ende mit dem VfL Gummersbach, dem SSV Overath und dem RSV Rath-Heumar drei Mannschaften punktgleich auf dem ersten Abstiegsplatz.

Da die Tordifferenz noch nicht als Faktor herangezogen wurde, da hatte der VfL die schlechteste, wurde eine Abstiegsrunde angesetzt, bei jeder gegen jeden auf neutralem Platz spielte.

Zwei Punkte hinter diesem Trio belegte der SSV Nümbrecht den vorletzten Tabellenplatz und stand damit als Direktabsteiger in die Kreisliga fest

 

Im dritten Spiel der Abstiegsrunde trennt sich der VfL Gummersbach am 7. Juni 1981 in Engelskirchen vom SSV Overath mit einem torlosen 0:0 unentschieden. Die stark ersatzgeschwächten Overather bestimmen zunächst das Spiel, indes hat der VfL in der 23. Minute Pech, als Schulte bei einem Gegenstoß nur den Pfosten trifft. Aber auch der SSV verzeichnet in der zweiten Halbzeit einen Holztreffer, so dass es beim letztlich gerechtem Unentschieden bleibt

 

Hier erwies sich der RSV Rath-Heumar als schlechteste und musste damit in die Kreisliga Köln absteigen

 

 

Kreisliga B

 

In der Kreisliga B, Staffel 1 belegte der FC Hansa Vollmerhausen mit fünf Punkten Vorsprung auf die SpVg Dümmlinghausen den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A auf

 

 

Kreisliga C

 

In der Kreisliga C, Staffel 2 belegte die Reservemannschaft des BV 09 Drabenderhöhe mit drei Punkten Vorsprung auf die Reserve des TuS Homburg-Bröltal den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga B auf

Den letzten Platz belegte die Reservemannschaft des SSV Odenspiel  mit fünf Punkten Rückstand auf die Reservemannschaft der SpVg Wallerhausen. Dabei erreichen sie ein Torverhältnis von 25:143 Toren

 

 

Pokal

 

Im Endspiel um den Kreispokal Oberberg erwarteten die Zuschauer am 20. Mai 1981 auf dem Bielsteiner Sportplatz ein ausgeglichenes Spiel, denn mit dem VfL Gummersbach und dem SSV Nümbrecht standen sich zwei Bezirksligisten gegenüber. Die erste Halbzeit wurde klar von den Gummersbachern bestimmt, sie imponierten mit einem technisch versierten Fußball und gingen in der 30. Minute durch Frank Schneider auch hochverdient mit 1:0 in Führung. Mit dieserm Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt. Nach der Pause zeigte sich auf einmal ein völlig anderes Spiel. Jetzt waren es die Nümbrechter, die das Spiel machten und den VfL in die Defensive drängten. Chance auf Chance wurden teils kläglich, teils ein wenig unglücklich vergeben, ehe Ralf Kluck in der 75. Minute den mehr als verdienten Ausgleich erzielte. Fünf Minuten später bot sich ihnen sogar die ganz große Chance zur Führung, doch Klaus Hein scheiterte mit einem Elfmeter am hervorragend reagierenden VfL Torwart Wolfgang Katzwinkel.

In der Verlängerung waren beide Mannschaften nur darauf bedacht, nur keinen Fehler zu machen, zu stark war die Anordnung, zunächst das eigene Tor zu sichern, so dass sie sich gegenseitig neutralisierten und ein langweiliges Geplänkel entstand.

Im folgenden Elfmeterschießen trafen die ersten neun angetretenen Schützen sicher. Als letzter mußte dann Nümbrechts Kluck ran, und scheiterte mit seinem Schuß an VfL-Torwart Katzwinkel, so dass der VfL Gummersbach Kreispokalsieger wurde.

 

Gummersbach:

Wolfgang Katzwinkel, Achim Stotzki, Carsten Rothe, Wolfgang Feld, Horst Beuck, Frank Schneider, Frank Pätzold, Detlef Havemann, Manfred Scholle, Raimund Berger, Michael Döhl [Stefan Krämer, Wilfried Hesseler]

 

Nümbrecht:

Dieter Hertrampf, Lothar Rohsiepe, Rainer Scheffels, Wolfgang Becker, Heinz-Dieter Henscheid, Helmut Klaus, Klaus Hein, Ralf Kluck, Roger Lang, Winfried Janzen, Holger Sohn [Bernd Kronenberg, Rainer Lauterbach]

 

 

Freundschaftsspiele

 

In der heimischen Lochwiese empfing der Bezirksligist VfL Gummersbach, der sich für dieses Spiel mit einigen Spielern aus der Umgebung verstärkt hatte, am 24. Juli 1980 den Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen zu einem Freundschaftsspiel. Bayers Trainer Willibert Kremer setzte mit Wolfgang Vöge, Markus Elmer und Arne Larsen Ökland auch seine drei Neuzugänge ein, von denen letztlich jedoch nur der lauffreudige Elmer überzeugen konnte. Bereits in der 10. Spielminute sahen die knapp 1.200 Zuschauer das 1:0 für die Gäste, als Thomas Hörster eine Flanke in den Gummersbacher Strafraum schlägt und Dieter Herzog unhaltbar für VfL-Torwart Bernd Podak verwandelt. Nach diesem Tor fühlten sich die Gäste ein wenig zu sicher, denn nur fünf Minuten später nutzte Thomas Rossmann eine Unsicherheit in deren Abwehr und konnte Torwart Valentin Herr nach einem herrlichen Alleingang über fast 40 Metern zum 1:1 Ausgleichstreffer überwinden. Doch nun nahmen die Gäste das Spielgeschehen etwas konzentrierter in die Hand, und erspielten sich einige gute Torchancen. In der 35. Minute brachte Vöge Bayer mit einem Kopfball erneut in Führung. Sechs Minuten später erhöhte Kurt mit einem schönen Volleyschuss auf 3:1. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt. Kurz nach Wiederanpfiff erzielte Libero Klaus Bruckmann das vierte Tor für die Gäste. In der Folge entwickelte sich ein recht dürftiges Spiel. Die Gäste waren aufgrund der harten Vorbereitung zur Bundesliga kräftemäßig am Ende; der VfL spielerisch einfach nicht in der Lage, weitere Akzente zu setzten. Als der Schiedsrichter das Spiel nach 90 Minuten abpfiff hatte man zwar kein gutes Spiel abgeliefert, zumindest aber ein achtbares Resultat erzielt. Bester Mann auf dem Platz war VfL-Torwart Bernd Podak, der auch von Trainer Willibert Kremer als einziger VfL-Spieler ausdrücklich gelobt wurde.

 

Gummersbach:

Bernd Podak, Helmut Pinski [ab 46. Klaus Zimmermann (SV Morsbach)], Frank Pätzold [ab 76. Peter Kunze], Wolfgang Feld, Carsten Rothe, Michael Theus, Hartmut Janzen (TuS Wiehl), [ab 46. Thomas Wagner (SV Morsbach)], Detlef Havemann, Thomas Rossmann [ab 70. Dirk Töpfer], Raimund Berger [ab 46. Klaus Becker], Brunolf Berger

 

Leverkusen:

Valentin Herr, Walter Posner [ab 46. Peter Klimke], Dietmar Demuth, Klaus Bruckmann, Markus Elmer, Thomas Hörster [ab 46. Hans-Jürgen Scheinert], Wolfgang Vöge, Jürgen Glowacz [ab 46. Norbert Ziegler], Arne Larsen Ökland, Kurt Eigl [ab 46. Peter Hermann], Dieter Herzog

 

 

Am 31. Juli 1980 veranstaltete der Verein Hansa Vollmerhausen ein ganz besonderes Freundschaftsspiel. Die eigene 1. Mannschaft, welche in der Kreisliga B spielte, wurde mit vielen Spielern aus umliegenden Vereinen verstärkt, denn der Gegner sollte die Nationalmannschaft von Malaysia sein. Leider hatte der Trainer des VfL Gummersbach seinen Spielern das Mitwirken an diesem außergewöhnlichen Freundschaftsspiel untersagt, weil es angeblich nicht in den Trainingsplan passe. So standen die Hausherren von Vornherein auf verlorenen Posten, auch wenn man von der Spielstärke der Asiaten keine Vorstellung hatte, aber besser als ein Kreisligist sollten sie alle male sein. Zudem hatten sie einen deutschen Trainer, Karl-Heinz Weigang, der den als verspielt verschrienen Asiaten sicherlich auch in taktischer Hinsicht einiges beigebracht hatte. Vom Anpfiff des Schiedsrichters an bestimmten die Gäste das Spiel und beeindruckten die knapp 250 Zuschauer in der Gummersbacher Lochwiese mit einem technisch und spielerisch absolut versierten Spiel. Zwar versuchten die Hausherren ihnen zumindest in kämpferischer Hinsicht entgegenzustehen, doch meistens waren die Gegner einfach zu schnell. Angetrieben von Libero und Kapitän Sohn Chin Ann drückten die Gäste von der ersten Minute an aufs Tempo und erspielten sich eine Vielzahl bester Torchancen, die die Mitspieler auch oft zu nutzen wussten, so dass es zur Pause bereits 6:0 stand. Auch nach dem Wechsel stand meistens der Torwart der Hansa im Brennpunkt des Geschehens, ohne deren guten Paraden wäre das Endergebnis am Ende sicherlich noch viel höher als 0:11 ausgefallen. Der Trainer dieser Mannschaft, Jürgen Klein, versuchte den Gegner mit ständigen Spielerwechseln zu verwirren, was angesichts des Ergebnisses nur bedingt funktioniert haben dürfte. Bester Spieler, neben Chin Ann, war der fünffache Torschütze Wong, daneben traf Sani dreimal, Chin Ann, Jonit und Abni jeweils einmal.

 

Auswahl:

Franz Schieh-Schneider, Hans-Gerd König (beide Hansa Vollmerhausen), Rainer Miebach (TSV Ründeroth), Helmut Naß (FC Windhagen), Werner Putzig (Hansa Vollmerhausen), Wolfgang Träger (TSV Ründeroth), Rainer Schumacher, Helmut Braun, Dieter Dell (alle Hansa Vollmerhausen), Edgar Milhahn (VfL Berghausen), Dietmar Schumacher (Hansa Vollmerhausen)

[Peter Kreidewolf, Michael Raser (beide TuS Derschlag), Reinhold Baum (SSV Nümbrecht), Rainer Dombrow, Michael Melzer, Wolfgang Hiller (alle Hansa Vollmerhausen), Peter Hüschemenger, Gerhard Fleischer (beide BV 09 Drabenderhöhe)

 

Malaysia:

Ong Yu Tiang, Jamal Nasir, Soh Chin Aun, Shukor Salleh, Abni, James Wong, Hassan Sani, Abdullah Ali, Wan Jamak, Tukamin Bahari [Abdah Alif, Ramli Junit, Hamzah]

 

 

Aus Anlass der offiziellen Einweihung des neuen Morsbacher Stadions am 24. Mai 1981 traf der Bundesligist MSV Duisburg auf eine verstärkte oberbergische Auswahlmannschaft. Der Bergneustädter Trainer Jürgen Behrendt hatte diese zusammengestellt, und nun die leidvolle Aufgabe, aus 18 Spielern eine recht schlagfertige Truppe zu formen. Bei den Duisburgern mußte Trainer Friedhelm Wenzlaff auf den Spielführer der Nationalmannschaft, Bernhard Dietz, der zu einem Länderspiel in Finnland weilte, und die verletzten Gerhard Heinze, Franz-Josef Steiniger und Paul Steiner verzichten.

Entgegen den Befürchtungen der 1.600 Zuschauer begannen die Oberberger recht forsch. Bereits in der 5. Spielminute bediente der Morsbacher Thomas Wagner den Ründerother Rainer Miebach mit einem herrlichen Pass, und dieser konnte Duisburgs Torwart Wolfgang Schreiner zur Freude der Zuschauer zum 1:0 überwinden. Doch nur vier Minuten später schaffte Verteidiger Peter Fenten mit einem schönen Weitschuss den Ausgleich. Es war klar, dass der Bundesligist mit seiner eingespielten Mannschaft gegen die zusammengewürfelte Truppe das Spiel bestimmen würde, doch der Bergneustädter Libero Reinhard Naß konnte die Abwehr zumindest in der ersten Halbzeitrecht gut zusammenhalten. In der 12. Minute trat dann MSV-Mittelstürmer Gregor Grillemeier das erste Mal auf den Plan, als er mit einem schönen Treffer das 2:1 markierte. Die nun locker aufspielenden Gäste zeigten ihre spielerischen und technischen Fähigkeiten und kamen so immer wieder zu guten Torchancen. Franz-Wilhelm Brings in der 34. Und Grillemeier in der 39. Minute sorgten für den Halbzeitstand von 4:1.

Nach dem Wechsel dauerte es zehn Minuten, ehe die Duisburger wieder zuschlugen, dann aber richtig. Innerhalb von fünfzehn Minuten erhöhten Jürgen Ulitzka, Rudi Gores, Rudi Seliger per Elfmeter, Grillemeier und Fenten auf 9:1, und Trainer Behrendt schwante in diesem Moment böses, den dieser Spielstand entsprach so gar nicht seinen Vorstellungen eines Wunschergebnisses. Dies schienen auch seine Spieler bemerkt zu haben, denn nun stemmten sie sich mit aller Macht gegen eine zweistellige Niederlage und fingen sogar an, wieder nach vorne zu spielen. In der 74. Minute konnte Wagner per Freistoß auf 2:9 verkürzen und als Thomas Diederich, die Leihgabe vom Verbandsligisten VfB Wissen, nach einem herrlichen Sololauf und einem Doppelpass gar das 3:9 erzielte, war ein Teil der Ehre wieder hergestellt. Dennoch spürte man bei den Gästen, dass sie das zweistellige Ergebnis wollten, und so war es der vierfache Torschütze Grillemeier, der die Unaufmerksamkeit der Auswahl nach Diederichs schönen Treffer ausnutze und praktisch im Gegenzug diesen zehnten Treffer erzielte. Das Spiel verflachte nun ein wenig. Den Schlusspunkt unter diesem wirklich unterhaltsamen Spiel setzte Weitz vom Sieg-Bezirksligisten SV Honigessen, als er Schreiner ein viertes Mal überwinden konnte und so für den Endstand von 4:10 sorgte.

 

Auswahl:

Peter Deis (SV Morsbach) [Hasso Schöning (TSV Ründeroth], Jörg Haselbach, Mesud Gazibara, Reinhard Naß (alle SSV 08 Bergneustadt), Horst Beuck (VfL Gummersbach), Wilfried Dörmbach, Stephan Menzel (beide SV Frielingsdorf), Rainer Miebach (TSV Ründeroth), Thomas Wagner (SV Morsbach), Thomas Diederich (VfB Wissen), Weitz (SV Honigessen), Heinz-Günther Rossenbach (SV Morsbach), Jörg Dohmann (TSV Ründeroth), Manfred Scholle (VfL Gummersbach), Stricker, Hombach (beide SV Honigessen)

 

Duisburg:

Wolfgang Schreiner, Claus Gebauer [ab 70. Fuchs], Herbert Büssers [ab 46. Jürgen Ulitzka], Peter Fenten, Hans-Dieter Mirnegg [ab 24. Franz-Wilhelm Brings], Manfred Dubski, Rudi Seliger, Norbert Fruck, Gregor Grillemeier, Guido Szesni [ab 64. Dietmar Schacht], Rudi Gores

 

 

sonstiges

 

Zu Beginn der Spielzeit 1980 / 81 kehrte Jürgen Halbe wieder nach Köln zurück. Jetzt zog er sich jedoch das Trikot des noch ruhmreicheren 1. FC Köln über. Halbe spielte in der Amateurmannschaft des Vereins, die zu diesem Zeitpunkt zu den führenden Mannschaften der Oberliga Nordrhein zählten. Am Ende wurde der 1. FC Köln vor den Sportfreunden Hamborn 07 souverän Meister, und  nahm an der Endrunde um die Deutsche Amateurmeisterschaft. Am 14. Juni 1981 gewannen sie das Endspiel gegen den FC St. Pauli mit 2:0.

 

 

Spielzeit 1981 / 82

 

 

Bezirksliga

 

In der Bezirksliga belegte der TuS Wiehl mit neun Punkten Rückstand auf Jan Wellem Bergisch Gladbach, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz standen, den vorletzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga A absteigen

 

 

Kreisliga A

 

In der Kreisliga A belegte der TuS Weiershagen mit acht Punkten Rückstand auf den TuS Elsenroth, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga B ab. Zweiter Absteiger war der SV Schnellenbach unter Spielertrainer Willi Haas, der mit sechs Punkten Rückstand auf Elsenroth den vorletzten Tabellenplatz belegte

 

 

Kreisliga B

 

Am Ende dieser Spielzeit schaffte der SSV Denklingen unter Trainer Wolfgang Becker unter kuriosen Umständen den Aufstieg in die Kreisliga A Oberberg.

In der amtlichen Schlusstabelle der Kreisliga B. Staffel 2 belegte der SSV Denklingen mit einem Punkt Rückstand auf die SpVgg Holpe-Steimelhagen den 2. Tabellenplatz. Durch Verbandsbeschluss wurde die Begegnung 1. FC Reichshof gegen den SSV Denklingen nachträglich für Denklingen als gewonnen gewertet und die Tabelle entsprechend geändert, so dass beide Vereine nunmehr punktgleich an der Spitze standen. Der Verband setzt hierauf ein Entscheidungsspiel an.

Am 12. Juni 1982 fanden sich in Waldbröl über 400 Zuschauer ein, die das Spiel zwischen den SSV Denklingen und der SpVgg Holpe-Steimelhagen sehen wollten. Als Schiedsrichter Otto Fries das Spiel um 18 Uhr anpfiff, befanden sich jedoch nur die Denklinger Spieler auf dem Platz, Holpe-Steimelhagen war nicht angetreten. Hermann-Josef „Jüppi“ Weber machte den Anstoß, woraufhin der Schiedsrichter gleich wieder abpfiff und das Spiel für Denklingen als gewonnen in den Spielbericht eintrug. Später wurde dieses Spiel durch Urteil der Bezirksspruchkammer des FV Mittelrhein in Köln endgültig für den SSV Denklingen als gewonnen gewertet, womit auch der Aufstieg in die Kreisliga A Oberberg endlich perfekt war.

 

 

Pokal

 

Im Endspiel um den Kreispokal Oberberg standen sich am 10. April 1982 in Brüchermühle der Bezirksligist TuS Wiehl und der B-Kreisligist SV Hermesdorf gegenüber. Zu Beginn des Spiels zeigten sich die favorisierten Wiehler vor 300 Zuschauern spielbestimmend und gingen in der 20. Minute folgerichtig durch Udo Krohm mit 1:0 in Führung. Zehn Minute später erhöhte Regisseur Andreas Harnisch auf 2:0. Hermesdorfs Pfeifer scheiterte mit einem Elfmeter an Torwart Helmut Pauli, so dass die Wiehler das Ergebnis sicher nach Hause brachten.

 

 

Freundschaftsspiel

 

Am 3. Juli 1981 konnten sich die Oberberger auf eine ausländische Spitzenmannschaft freuen, denn der amtierende belgische Pokalsieger Standard Lüttich hatte sich angesagt und stand auf dem neuen Morsbacher Rasenplatz einer Südkreis-Auswahlmannschaft gegenüber. Der Wiener Grantler Ernst Happel hatte die Trainingsleitung an Raymond Goethals übergeben, und dieser hatte zugesagt, dass er die Mannschaft in Bestbesetzung auflaufen lassen wird. So sahen die anwesenden 800 Zuschauer eine mit Nationalspielern gespickte Mannschaft. Von Beginn an zeigten sie dann auch ein technisch perfektes Spiel, ließen den Ball sauber und gekonnt laufen, und verwirrten die Hausherren immer wieder mit ihrer perfekt einstudierten Abseitsfalle.

In der 15. Spielminute brachte Eric Gerets die Belgier mit 1:0 in Führung; nur drei Minuten später schlug der beste Mann auf dem Platz, der holländische Nationalspieler Arie Haan zu, und konnte den Auswahl-Torwart Reinhold Baum zum zweiten Mal überwinden. Zwar kamen die Hausherren gelegentlich zu eigenen Angriffen, ohne dem von Michel Preud´homme gehüteten Tor jedoch wirklich gefährlich werden zu können. Nach einer guten halben Stunde erhöhte der schwedische Nationalspieler Benno Magnusson mit einem Doppelschlag auf 4:0. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt. Obwohl Goethals zur zweiten Halbzeit einige Änderungen vornahm, blieb das Spiel dasselbe. Die Belgier zelebrierten technisch versierten Fußball und den Oberbergern blieb vornehmlich die Rolle des Zuschauers. In der 67. Minute war es erneut Haan, der mit einem schönen Treffer das 5:0 markierte. Jos Daerden zum 6:0, und der eingewechselte Onal zum 7:0. In der Schlussphase ließen die Gäste dann Ball und Gegner laufen, vier Minuten vor Schluss sorgte dann Neuzugang Haan mit seinem dritten Treffer für den Endstand. Als der Schiedsrichter nach 90 Minuten abpfiff, hatte sich die Auswahl recht wacker gehalten, ohne den gelungenen Spielfluss der Gäste wirklich gehindert zu haben.

Standard Lüttich zeigte sich in Morsbach als eine spielerisch sehr gute Mannschaft mit erheblichem Potential, was sich in diesem Jahr auch zeigen sollte, denn am Ende dieser Spielzeit wurde Standard Lüttich belgischer Landesmeister und schaffte den Einzug in das Endspiel um den Europapokal der Pokalsieger, wo sie dem FC Barcelona nur knapp mit 1:2 unterlagen.

 

Auswahl:

Reinhold Baum (Hansa Vollmerhausen), Jörg Kötting, Willi Hombach, Peter Reuber (alle TuS Honigsessen), Heinz-Dieter Henscheid, Klaus Hein (beide SSV Homburg-Nümbrecht), Reinhard Naß (SSV 08 Bergneustadt),  Rainer Miebach (TSV Ründeroth), Andreas Harnisch (TuS Wiehl), Hartmut Frembgen (SSV Wildbergerhütte), Jörg Telgheider (Siegburger SV 04), Thomas Diederichs (VfB Wissen), Ralf Eiteneuer, Johannes Puhl, Dietmar Zimmermann, Bernd Schlechtingen, Uli Schmalenbach (alle SV Morsbach)

 

Lüttich:

Michel Preud´homme (ab 46. Gilbert Bodart), Erik Gerets (ab 46. Graf), Gerard Plessers, John Dusbaba, Walter Meeuws, Guy Vandersmissen (ab 46. Erhan Onal), Jos Daerden, Benno Magnusson, Arie Haan, Simon Tohamata, Eddy Voordeckers

 

 

Die Stadtauswahl-Mannschaft der britischen Kronkolonie Hongkong unter ihrem deutschen Trainer Manfred Höner absolvierte in Wiehl ein Trainingslager. Teil dieses Traingslagers war auch ein Freundschaftsspiel gegen eine örtliche Mannschaft. Am 22. Juli 1981 wurde Hongkong im Wiehler Stadion von einer oberbergischen Auswahlmannschaft empfangen. 500 Zuschauer waren gespannt, welche Qualität der asiatische Vereinsfußball hat. Letztlich wurden sie doch ein wenig enttäuscht, denn die Mannschaft aus Hongkong erreichte das Niveau einer guten Verbandsliga-Mannschaft. Zur Pause führten die Gäste zwar mit 2:0, doch die beiden Tore zeigten bei weitem nicht den spielerischen Unterschied auf, das 1:0 resultierte aus einem Eigentor der Hausherren, und das 2:0 folgte nach einem groben Schnitzer in der Abwehr. Spätestens zur Pause hatte wohl auch der letzte Oberberger erkannt, dass die Asiaten auch nur mit Wasser kochten. Nach Wiederanpfiff war auch der letzte Rest an Respekt und Nervosität verflogen. Der Wiehler Udo Grümer schaffte recht schnell den Anschlußtreffer, und Thomas Wagner sorgte mit einem recht glücklich verwandelten Freistoß für den Ausgleich. Bis zum Schlußpfiff mühten sich beide Mannschaften zwar redlich, ohne dem Spiel jedoch eine Entscheidung zu geben, so dass es beim gerechten 2:2 Unentschieden blieb. Hongkongs Trainer Höner war indes mit dem Ergebnis seiner Mannschaft zufrieden.

 

Auswahl:

Norbert Teipel (Rot-Weiß Eulenthal) [ab 46. Helmut Pauli (TuS Wiehl)], Helmut Lewandowski (TuS Wiehl), Heinz-Dieter Henscheid (SSV Homburg-Nümbrecht), Willi Tscholl (TuS Lindlar), Wolfgang Träger (TSV Ründeroth), Thomas Wagner (SV Morsbach), Klaus Hein (SSV Homburg-Nümbrecht), Thomas Klippel, Rainer Nölling (beide VfR Marienhagen), Udo Grümer (TuS Wiehl), Ernst Lang (TuS Elsenroth), Udo Krohm, Michael Kuhn (beide TuS Wiehl)

 

 

Am 18. Oktober 1981 empfing der Bezirksligist RS 19 Waldbröl im heimischen Stadion den ostwestfälischen Bundesligisten Arminia Bielefeld zu einem Freundschaftsspiel. Trotz strömenden Regens zeigten die Gäste den 700 Zuschauern von Beginn an, dass sie auch in diesem Trainingsspiel gewillt waren, besten Fußball zu zeigen und erspielten sich immer wieder beste Torchancen, so dass es beim Schlusspfiff des Schiedsrichters 15:1 für die Arminia stand. Vor allem der schnelle Außenstürmer Ewald Lienen präsentierte sich hochmotiviert. Den Ehrentreffer für die tapfer, aber stets fair kämpfenden Oberberger erzielte Uwe Brensing. Torwart Armin Hoffmann verhinderte mit vielen guten Paraden noch weitere Treffer

 

 

 

Spielzeit 1982 / 83

 

 

Bezirksliga

 

Vor dem vorletzten Spieltag standen mit dem VfL Gummersbach, dem RS 19 Waldbröl und dem SC Nord Köln drei Vereine punktgleich auf den Tabellenplätzen 12-14, wobei der 14. Tabellenplatz gleichbedeutend mit dem ersten Abstiegsplatz war.

Am 29. Spieltag verlor der VfL beim oberbergischen Ligakonkurrenten TSV Ründeroth mit 1:3, der RS 19 Waldbröl konnte an der heimischen Maibuche die SpVg Porz mit 2:1 bezwingen und der SC Nord Köln gewann gar mit 8:1 beim Bensberger FV, so dass die Ausgangslage für den VfL vor dem letzten Spiel, wo sie auf den direkten Tabellennachbarn RS 19 Waldbröl trafen am ungünstigsten war. Zudem sich der SC Nord durch diesen hohen Erfolg aufgrund ihrer Tordifferenz die beste Ausgangslage geschaffen hatte. Aufgrund der Tordifferenz hätte der VfL mit mindestens 6:0 gewinnen müssen, um sich vor den Waldbrölern zu platzieren.

Zwar gewann die Mannschaft von Trainer Detlef Havemann ihr Spiel nach starker Gegenwehr auch, aber nur mit 1:0. Der SC Nord verlor sein Spiel gegen den TSV Ründeroth, so dass die drei Mannschaften wieder punktglich waren. Jedoch musste der VfL aufgrund der schlechtesten Tordifferenz dieser drei Vereine in die Kreisliga A absteigen

 

 

Kreisliga A

 

In der Kreisliga A belegte der BV 09 Drabenderhöhe mit drei Punkten Vorsprung auf den SSV 08 Bergneustadt den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Bezirksliga Mittelrhein auf

Am Tabellenende belegte der VfL Berghausen-Gimborn, gemeinsam mit dem SV Frömmersbach, den 14. Tabellenplatz. Beide Mannschaften hatten ihre Spiele am letzten Spieltag gewonnen, der VfL Berghausen beim SSV Denklingen, der SV Frömmersbach auf heimischen Platz sogar gegen den Meister Drabenderhöhe, ebenfalls mit 2:1, so dass Berghausen aufgrund der schlechteren Tordifferenz in die Kreisliga B absteigen mußte. Abgeschlagen letzter wurde der TuS Elsenroth.

 

 

Kreisliga B

 

In der Kreisliga B, Staffel 1 konnte sich die Reservemannschaft des SSV Marienheide am letzten Spieltag bei der SpVg Dümmlinghausen knapp mit 3:2 durchsetzen und sicherte sich damit mit einem Punkt Vorsprung auf den SV Schnellenbach, die ihr letztes Spiel ebenfalls mit 3:2 gewonnen hatten, den 1. Tabellenplatz und damit den Aufstieg in die Kreisliga A.

Als Absteiger aus dieser Staffel stand bereits seit längerem der FC Windhagen fest, der zweite Absteiger entschied sich erst am letzten Spieltag. Der TV Rebbelroth spielte zu Hause gegen die Reservemannschaft des TuS Derschlag 1:1 unentschieden und holte sich damit den entscheidenden Punkt gegenüber der Reservemannschaft des TuS Eckenhagen, die ihr letztes Spiel beim 1. FC Reichshof gar zweitstellig mit 2:10 verloren, und damit auf dem vorletzten Tabellenplatz endeten.

 

In der Kreisliga B, Staffel 2 belegte TuRa Dieringhausen mit sechs Punkten Vorsprung auf den TuS Weiershagen-Forst den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A auf. Standesgemäß hatten schickten sie am letzten Spieltag die Reservemannschaft des SV Morsbach mit einer 11:0 Niederlage nach Hause.

Absteigen in die Kreisliga C mussten die Mannschaften der SpVg Rossenbach als Tabellenletzter und die Reservemannschaft des BV 09 Drabenderhöhe

 

 

Kreisliga C

 

In der Kreisliga C, Staffel 1 belegte die Reservemannschaft des SSV 08 Bergneustadt unter Spielertrainer Siegfried Gösselkeheld verlustpunktfrei mit elf Punkten Vorsprung auf die dritte Mannschaft des SSV Wildbergerhütte den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga B auf

 

 

Jugend

 

In der Jugend-Sonderstaffel belegte die A-Jugendmannschaft des SSV Marienheide mit einem Rückstand von fünf Punkten auf den SV Wiedenest den letzten Tabellenplatz und muss damit aus der Sonderstaffel absteigen

 

 

 

Spielzeit 1983 / 84

 

 

Bezirksliga

 

In der Bezirksliga belegte der BV 09 Drabenderhöhe mit elf Punkten Rückstand auf den Bensberger FV, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz und musste damit wieder in die Kreisliga A absteigen

 

 

Kreisliga A

Nach dem 25. Spieltag der Kreisliga A stand Hansa Vollmerhausen mit einem Punkt Vorsprung auf den VfL Gummersbach an der Tabellenspitze, und hatte am letzten Spieltag ein vermeintlich leichtes Heimspiel gegen den SV Frömmersbach, dem 9. der Tabelle. Im Grunde genommen konnte gar nichts schief laufen, so hatte Dommaschk auch eine große Feier organisiert, die zur Feier des Aufstiegs noch auf dem Platz stattfinden sollte. Doch wie gegen den großen FC Bayern heutzutage, gaben die Gegner gegen die Hansa meistens alles, und während bei den Gästen alles klappte, vor allem die Einstellung, konnte die Spieler der Hansa ihre Nervosität nicht abschalten. Als der Schiedsrichter nach 90 Minuten abpfiff, stand es in Vollmerhausen 1:1 unentschieden, und da der VfL zur selben Zeit mit 4:2 in Wildbergerhütte gewonnen hatte, war der VfL aufgrund des besseren Torverhältnisses in die Bezirksliga aufgestiegen.

Absteigen musste der SSV Denklingen, der mit vier Punkten Rückstand auf den TuS Eckenhagen, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz belegte

 

 

Kreisliga B

 

In der Kreisliga B, Staffel 1 belegte die SV Schnellenbach mit zwei Punkten Vorsprung auf den 1. FC Reichshof den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A auf

 

In der Staffel 2 belegte der TuS Brüchermühle unter Spielertrainer Roland Golombeck mit zwei Punkten Vorsprung auf den TuS Weiershagen den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A auf.

Absteigen aus dieser Staffel in die Kreisliga C musste hingegen der SSV Odenspiel, der mit sieben Punkten Rückstand auf die Reservemannschaft des BV 09 Drabenderhöhe, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz belegte

 

 

Kreisliga C

 

Die dritte Mannschaft des SV Frömmersbach spielt in der Kreisliga C, Staffel 2. Trainer dieser Truppe ist Olaf Gösselkeheld. Am Ende dieser Spielzeit belegt die Mannschaft mit 0:40 Punkten und einem Torverhältnis von 10:146 Toren den letzten Tabellenplatz. Auch diese Mannschaften gehören zum Fußball, was hier absolut nicht negativ gemeint sein soll!

 

 

Spielzeit 1984 / 85

 

 

Bezirksliga

 

In der Bezirksliga belegte der SV Morsbach mit zwölf Punkten Rückstand auf den RS 19 Waldbröl, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den vorletzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga A absteigen

 

 

Kreisliga A

 

In der Kreisliga A belegte der SV Schnellenbach mit einem Punkt Rückstand auf den TuS Derschlag, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den drittletzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga B absteigen, neben dem Tabellenletzten SV Frömmersbach

 

 

Kreisliga B

 

In dieser Spielzeit spielte der BSV Bielstein mit zwei Mannschaften in der Kreisliga B. die 1. Mannschaft wurde vom Kreis der Staffel 2 zugeteilt, die Reservemannschaft der Staffel 1. Vor Beginn der Spielzeit tauschte Bielstein die Mannschaften oder die Bezeichnungen einfach aus, weil der Verein hoffte, dass die Aufstiegschancen in dieser Staffel besser waren. Der Erfolg gab ihnen letztlich Recht. Am Ende dieser Spielzeit belegte die Reservemannschaft des BSV Bielstein in ihrer Staffel mit acht Punkten Vorsprung auf die Reserve des RS 19 Waldbröl den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A Oberberg auf, wo sie dann allerdings wieder zur 1. Mannschaft wurde

 

 

Kreisliga C

 

In der Kreisliga C Staffel 2 belegte die SpVg Rossenbach mit neun Punkten Vorsprung auf die Reservemannschaft des TuS Elsenroth den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga B Oberberg (8. Liga) auf

 

 

Pokal

 

Am 18. August 1984 standen sich in Eckenhagen im Endspiel um den Kreispokal der A-Kreisligist SSV 08 Bergneustadt und der Bezirksligist VfL Gummersbach gegenüber. In der ersten Halbzeit sehen die knapp 200 Zuschauer nur eine gute Torchance, die der Neustädter Jörg Haselbach jedoch nicht verwerten konnte. So stand es nach in einem schwachen Spiel zur Pause entsprechend torlos 0:0 Unentschieden. Nach dem Wechsel kommen die favorisierten Gummersbacher besser ins Spiel und gehen durch einen platzierten Weitschuss von Achim Stolzki mit 1:0 in Führung. Zwar drängen die Neustädter auf den Ausgleich, doch Detlev Havemann sorgt mit dem 2:0 für die Entscheidung.

 

In der 1. Runde um den Mittelrheinpokal verlor der VfL Gummersbach auf heimischen Platz gegen den Verbandsligisten Bonner SC mit 0:1. In der ersten Halbzeit hatten die aus einer gut stehenden Deckung heraus spielenden Hausherren durch Ferdi Grizler und Willi Nüchter zwei gute Torchancen, die jedoch nicht verwertet werden konnten. In der 88. Minute sorgte dann der Ex-Schalker Ulrich van den Berg mit einem Kopfball für die Entscheidung.

 

 

 

Spielzeit 1985 / 86

 

 

Kreisliga A

 

In der Kreisliga A belegte die TuRa Dieringhausen mit einem Punkt Vorsprung auf den SSV Wildbergerhütte den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Bezirksliga Mittelrhein auf

Auf dem letzten Tabellenplatz stand der SV Morsbach und musste damit in die Kreisliga B absteigen

 

 

Kreisliga B

 

In der Staffel 1 schaffte der SV Schnellenbach unter seinem Trainer Rolf-Dieter Winkler den direkten Wiederaufstieg. Am Ende hatte man neun Punkte Vorsprung auf den SV Frömmersbach und konnte den Aufstieg bereits frühzeitig feiern

 

In der Staffel 2 zog der SSV Denklingen von Beginn an recht einsam seine Kreise. Unter Spielertrainer Friedhelm Fritz kam man die komplette Spielzeit ohne eine Niederlage aus und hatte am Ende fünf Punkte Vorsprung auf den ärgsten Verfolger, der SpVg Wallerhausen

 

In einem Endscheidungsspiel um den dritten Aufsteiger in die Kreisliga A gewann der SV Frömmersbach gegen die SpVg Wallerhausen knapp mit 1:0

 

Spielzeit 1986 / 87

 

 

 

Landesliga

 

Der einzige oberbergische Landesligaverein SSV Marienheide unter Trainer Wolfgang Träger hatte vom ersten Spieltag an einen schweren Stand und kam eigentlich kaum richtig in die Gänge. So stand man von Beginn an unter Druck und kämpfte um den Klassenerhalt. Als der SSV nach dem 19. Spieltag mit sechs Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz scheinbar hoffnungslos abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz stand, riß der Vorstand die Reißleine, trennte sich vom glücklosen Trainer Träger und verpflichtete mit Dietmar Krumpholz einen Mann, der in dieser Spielzeit sogar noch als Aktiver beim SSV tätig war und von daher die Verhältnisse im Verein bestens kannte. Zwar verlor der SSV das erste Spiel unter seiner Führung mit 0:3, doch spielte man beim designierten Aufsteiger SC Brück. Doch dann ging ein Ruck durch die Mannschaft. Die neue Marschroute von Krumpholz griff und aus den nächsten sechs Spielen holte der SSV 9:3 Punkte. Mit dieser Serie fand man endlich wieder Anschluß an den so wichtigen 13. Tabellenplatz.

 

Erst am 28. Spieltag entledigte man mit einem 3:1 Erfolg gegen den direkten Konkurrenten VfL Erp eines Kandidaten um die drei feststehenden Abstiegsplätze. Da der andere Konkurrent Winfriedia Mülheim auf heimischen Platz nur zu einem torlosen Unentschieden gegen den Pulheimer SC kam, hatte Marienheide jetzt nur noch zwei Punkte Rückstand und eine um vier Tore schlechtere Tordifferenz auf Mülheim. In zwei Spielen vielleicht sogar machbar. Man hoffte auf die eigene Stärke und dem schweren Restprogramm der Mülheimer.

 

Durch einen 4:1 Erfolg am vorletzten Spieltag beim bereits als Absteiger feststehenden SC Brühl und einer gleichzeitigen 1:3 Niederlage von Winfriedia Mülheim beim Aufstiegskandidaten 1. FC Godesberg erhöhten sich die Chancen Marienheides natürlich erheblich.

 

Vor dem 30. Spieltag stand man punktgleich mit Winfriedia Mülheim auf dem ersten Abstiegsplatz. In der Tordifferenz war der SSV auch nur um ein Tor besser, so dass alles von den Spielen am letzten Spieltag abhing.

 

Marienheide empfing auf heimischen Platz den Pulheimer SC, die zwar auf den dritten Tabellenplatz belegten, aber keine Chance mehr auf die Meisterschaft mehr hatten, denentsprechend von unmotiviert bis völlig locker alle Spielvariationen drauf hatten. Winfriedia Mülheim hatte ebenfalls ein Heimspiel, gegen den kölschen Rivalen Eintracht Köln.

Mitte der ersten Halbzeit sah es noch gar nicht gut aus für Marienheide, während man sich gegen die frei aufspielenden Gäste sehr schwer tat, führte Mülheim gegen Eintracht bereits mit 3:1. Erst als Jose Moreno im Strafraum gefoult wurde und Ralf Börsch den fälligen Elfmeter zur 1:0 Führung verwandelte, ließ die Nervosität spürbar nach. Während sich in Köln die Ereignisse überstürzten und mit jedem Anruf ein neuer Spielstand übermittelt wurde, erhöhte Jose Moreno in der 74. Minute auf 2:0. Nach einer Nachlässigkeit in der Abwehr kamen die Pulheimer kurz darauf auf 1:2 heran, und drängten die Heier in der Schlussphase stark in die Defensive. Doch die Abwehr um Libero Klaus Winterberg hielt den Angriffen stand, und während das Spiel in Marienheide noch wenige Minuten lief, wurde aus Köln das schier unglaubliche Endresultat übermittelt, 6:6 unentschieden. Damit reichte der knappe Erfolg zum Klassenerhalt, und als der Schiedsrichter das Spiel wenige Minute später abpfiff, hatte es der SSV tatsächlich doch geschafft, dem Abstieg zu entrinnen

 

 

Kreisliga B

 

In der Kreisliga B, Staffel 1 belegte der SV Wiedenest unter ihrem charismatischen Trainer Rolf Semrau mit vier Punkten Vorsprung auf die Reservemannschaft des VfL Gummersbach den 1. Tabellenplatz und stieg damit erstmals in die höchste Fußballklasse im Kreis, der Kreisliga A auf.

 

In der Staffel 2 belegte der SV Morsbach mit zehn Punkten Vorsprung auf den TuS Elsenroth den 1. Tabellenplatz und stieg damit ebenfalls in die Kreisliga A auf

 

 

Kreisliga C

 

In der Kreisliga C, Staffel 1 belegte der TuS Othetal mit fünf Punkten Vorsprung auf die Reservemannschaft der SpVg Dümmlinghausen den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga B auf

 

 

Pokal

 

Am 17. August 1986 standen sich in Derschlag im Endspiel um den Kreispokal der Bezirksligist VfL Gummersbach und der von Spielertrainer Karl-Heinz Wiehle betreute B-Kreisligist 1. FC Reichshof gegenüber. Die 350 Zuschauer sahen von Beginn an ein recht ausgeglichenes Spiel, in dem sich bis zum Schlusspfiff die zwei Klasse höher spielenden Gummersbacher gegen die gut stehende Verteidigung nicht entscheidend durchsetzen konnte. Im Elfmeterschießen zeigen die Reichshöfer dann die besseren Nerven und gewinnen durchaus verdient mit 4:3

 

 

 

Spielzeit 1987 / 88

 

 

 

Bezirksliga

 

Spannend bis zum Schluß blieb die Entscheidung an der Tabellenspitze. Zwar führte der VfL Gummersbach unter Trainer Reinhold Tanzius vor dem letzten Spieltag nach dem grandiosen 7:1 Erfolg gegen Winfriedia Mülheim mit zwei Punkten und einem um 14 Tore besseren Torverhältnis gegenüber dem ärgsten Verfolger Borussia Kalk, dennoch blieb halt der zumindest theoretische Restzweifel. Am letzten Spieltag holte der VfL den noch benötigten Punkt durch ein 1:1 unentschieden gegen den Lokalrivalen TuRa Dieringhausen.

 

Am Tabellenende belegte der RS 19 Waldbröl mit drei Punkten Rückstand auf die SpVg Wahn-Grengel, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den drittletzten Platz und musste damit in die Kreisliga A absteigen

Auf dem vorletzten Platz stand Hansa Vollmerhausen, welche damit ebenfalls  in die Kreisliga A Oberberg absteigen musste

 

 

Kreisliga A

 

In der Kreisliga A belegte die SpVg Dümmlinghausen-Bernberg unter Spielertrainer Detlev Havemann mit sieben Punkten Rückstand auf den SSV Homburg-Nümbrecht den vorletzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga B absteigen

 

 

Kreisliga B

 

In der Kreisliga B, Staffel 1 standen am Ende dieser Spielzeit der TSV Ründeroth und der TuS Eckenhagen punktgleich an der Tabellenspitze

Daraufhin setzte der Kreis ein Entscheidungsspiel an. So standen sich die beiden Mannschaften am 29. Mai 1988 vor 600 Zuschauern auf dem Sportplatz in Marienhagen zum entscheidenden Spiel gegenüber. Bereits in der 2. Spielminute traf der Eckenhagener Schürholz mit einem wuchtigen Freistoß aus 18 Metern zur 1:0 Führung. In der Folge waren die Eckenhagener immer wieder mit ihren schnell vorgetragenen Kontern gefährlich, doch im Ründerother Tor stand an diesem Tag mit Frank Prinz ein hervorragender Torwart, der dem TSV mit dem knappen 0:1 Rückstand zur Pause noch alle Optionen offen hielt. In der Kabine mußte der TSV-Trainer Armin Wossler die richtigen Worte gefunden haben, denn zur zweiten Halbzeit stand eine andere Ründerother Mannschaft auf den Platz, die im weiteren Verlauf des Spiels den Eckenhagener mehr und mehr den Schneid abkauften und selber Torchancen herausspielten. In der 70. Minute schaffte Torjäger Dirk Petzhold aus dem Gewühl heraus den verdienten Ausgleichstreffer. Als sich beiden Mannschaften und die Zuschauer bereits auf die fällige Verlängerung einrichteten starteten die Ründerother einen letzten Angriff.  Spielführer Thomas Schumacher nahm einen schönen Pass von Stefan Spieß auf und traf dann mit einem herrlichen Schuss unhaltbar für den gegnerischen Torwart zum 2:1. Als der Schiedsrichter die Begegnung kurz darauf abpfiff, hatte Ründeroth den Aufstieg in die Kreisliga A geschafft.

 

Die 1. Mannschaft des TuS Othetal unter Trainer Helmut Naß war eigentlich gut in die neue Spielzeit der Kreisliga B gestartet. Nach acht Spielen konnte man ein Punktekonto von 11:5 aufweisen. Dann aber erfolgte der Einbruch, eine Serie von fünf sieglosen Spielen und zum Ende der Vorrunde stand man mit 12:14 Punkten in Sichtweite der Abstiegszone.

Am Ende dieser Spielzeit mußte der TuS zunächst in einem Entscheidungsspiel um den 12. Tabellenplatz gegen die Reservemannschaft des VfR Marienhagen antreten. Der Verlierer dieser Begegnung stieg sofort in die Kreisliga C Oberberg ab. Auf dem Sportplatz in Dümmlinghausen lag Othetal bis zur letzten Minute mit 0:1 im Rückstand, ehe mit dem letzten Angriff doch noch der verdiente Ausgleich fiel. Nachdem dann die Verlängerung torlos blieb, mußte das Elfmeterschießen entscheiden. Hier hatte Othetal den Hauch mehr Glück und gewann mit 9:8, so dass Marienhagen als Absteiger feststand. Othetal mußte dann noch ein weiteres Entscheidungsspiel machen, diesmal gegen den Tabellenzwölften der Staffel 2, dem TuS Homburg-Bröltal. Diese hatten sich in einem Entscheidungsspiel um diesen 12. Platz mit 2:0 gegen die Reservemannschaft des BV 09 Drabenderhöhe durchgesetzt.

 

Am 5. Juni 1988 standen sich dann Othetal und Homburg-Bröltal in Bielstein gegenüber, und nach neunzig Minuten lautete das Endergebnis 1:0 für Homburg-Bröltal, so dass auch Othetal den Gang in die Kreisliga C antreten musste.

 

 

In der Staffel 2 setzte sich die Türkenmannschaft des SSV 08 Bergneustadt mit fünf Punkten Vorsprung auf den SSV Odenspiel durch und stieg damit ebenfalls in die Kreisliga A auf

 

 

Kreisliga C

 

In der Kreisliga C, Staffel 1 standen nach dem letzten Spieltag die dritte Mannschaft des VfL Gummersbach und die Reservemannschaft des SV Wiedenest punktgleich an der Tabellenspitze.

In einem Entscheidungsspiel gewann der VfL Gummersbach am 29. Mai 1988 in Brüchermühle gegen Wiedenest mit 2:1 nach Verlängerung und schaffte damit den Aufsteig in die Kreisliga B. In einem stets spannenden Spiel hatten die Gummersbacher in der Verlängerung das notwendige Quentchen Glück und siegten nach Toren von Sarica und Hettich. Das Gegentor erzielte Sterling.

 

In der Staffel 2 belegte die dritte Mannschaft der SpVg Dümmlinghausen mit drei Punkten Vorsprung auf die DJK Gummersbach den 1. Tabellenplatz und stieg auf.

 

In der Staffel 3 stand die Reservemannschaft des TuS Wiehl mit drei Punkten Vorsprung auf die dritte Mannschaft des SV Morsbach an der Tabellenspitze und durfte den Aufstieg feiern.

 

In der Staffel 4 mußte hingegen wieder ein Entscheidungsspiel über den Aufsteiger entscheiden, da die Türkenmannschaft des SV Schnellenbach und der SSV Hochwald punktgleich an der Tabellenspitze standen.

Hierbei erwiesen sich die Nordkreisler als besser und gewannden knapp mit 2:1, den einzigen Treffer für Hochwald erzielte Uwe Pack

 

 

Pokal

 

Am 23. August 1987 standen sich im Endspiel um den Kreispokal Oberberg der Landesligist SSV Marienheide und der A-Kreisligisten VfR Marienhagen gegenüber. Und wie es sich für einen haushohen Favoriten gehört, zeigte sich der SSV Marienheide den 300 Zuschauern im Bergneustädter Wilhelm-Bisterfeld-Stadion von Beginn an als spielbestimmende Mannschaft. Die drängten die Spieler aus Marienhagen sofort in die Verteidigung und erspielten sich eine Reihe bester Torchancen. Eine dieser Möglichkeiten nutzte Außenverteidiger Jürgen Josteit bereits in der 7. Spielminute, als er VfR-Torwart Joachim Kulicke mit einem platzierten Schuss knapp außerhalb des Strafraums keine Abwehrmöglichkeit ließ. Diese frühe Führung beruhigte das Spiel natürlich noch mehr. In der Folgezeit zeigte der Landesligist seine technische Überlegenheit, und bestimmte auch weiterhin das Spiel, ohne sich jedoch weitere Torchancen herausspielen zu können. Ganz im Gegenteil, die Marienhagener wussten die Überlegenheit der Marienheider für eigene schnell vorgebrachte Konter sehr gut zu nutzen und erspielten sich ihrerseits gute Gelegenheiten, jedoch konnten sie diese nicht zum Ausgleich nutzen, der in dieser Phase des Spiels noch nicht einmal unverdient gewesen wäre.

Nach einer guten halben Stunde wurde Savino Carbotta im VfR-Strafraum unfair angegangen, so dass der Schiedsrichter sofort auf Elfmeter entschied. Spezialist Ralf Börsch trat an und verwandelte sicher zum 2:0. Damit schien die Vorentscheidung gefallen zu sein

Doch nur weitere fünf Minuten später sah das Spiel auf einmal wieder ganz anderes aus. Neuzugang Christian Schenk konnte sich gegen die gesamte SSV-Abwehr durchsetzen und schob den Ball letztlich am herausstürzenden Torwart Wolfgang Lindenau vorbei zum 1:2 Anschlusstreffer ins lange Eck. Mit diesem knappen Ergebnis wurden dann auch die Seiten gewechselt.

Mit fortschreiten der Spieldauer machte sich bei den wacker kämpfenden A-Kreisligisten der Kräfteverschleiß immer deutlicher bemerkbar. Die Heier wurden nicht mehr so konsequent gedeckt und angegriffen und erspielten sich wieder eine Reihe guter Torchancen. dennoch dauerte es bis zur 75. Minute, als Torjäger Torsten Meirich den Ball uneigennützig zu seinem Mitspieler Thorsten Lowens weitergab und dieser zum letztlich spielentscheidenden 3:1 einschob.

In der letzten Viertelstunde spielten die Marienheider locker ihr Spiel zu Ende. Die sich ihnen immer noch bietenden Chancen wurden teilweise recht leichtfertig vergeben, jedoch drohte ihnen vom Gegner auch keine wirkliche Gefahr mehr. Der SSV hatte das Spiel komplett im Griff.

Als der Schiedsrichter das Spiel nach neunzig Minuten abpfiff, stand für den Landesligisten eine hochverdienter 3:1 Erfolg zu Buche.

 

Marienheide:

Wolfgang Lindenau – Jürgen Josteit, Frank Simon, Stefan Alfer, Stefan Brochhaus, Ralf Börsch, Savino Carbotta, Frank Trapp [ab 75. Henning Maaß], Torsten Meirich, Thorsten Lowens, Olaf Braun [ab 64. Ingo Steiner]

 

Marienhagen:

Achim Kulicke – Andreas Bäcker, Wolfgang Koch, Ingo Ley, Michael Dick, Siegfried Krems, Andreas Degen [ab 70. Stefan Przewloka], Thomas Klippel [ab 65. Wolfgang Feld], Christian Schenk, Rüdiger Horn

 

 

Im Mittelrheinpokal zeigte sich der einzige oberbergische Fußball-Landesligist dann von seiner besten Seite.

 

 

In der 1. Runde erwartete der SSV am 18. November 1987 den Bonner Bezirksligisten 1. FC Hardtberg. Den Zuschauern wurde von Beginn an viel geboten, denn beide Mannschaften agierten sehr offensiv, und da im Gegenzug die Defensive nicht unbedingt ihren besten Tag hatte, ergaben sich viele Strafraumszenen. In der 15. Minute ging der SSV durch einen Treffer von Torjäger Torsten Meirich mit 1:0 in Führung, doch bereits im Gegenzug schafften die Gäste den Ausgleich. Kurze Zeit später brachte Giovanni Calitri die Oberberger erneut in Führung. Doch auch diese Führung brachte keine Sicherheit ins Marienheider Spiel, ganz im Gegenteil. Die Bonner kamen auf und schlugen mit einem Doppelpack zurück. Zur Pause führten die Gäste durchaus verdient mit 3:2.

In der Halbzeitpause muss SSV-Trainer Dietmar Krumpholz die richtigen Worte gefunden haben, denn nach dem Wechsel gingen seine Spieler doch konzentrierter ans Werk. In der 66. Minute erzielte Torsten Meirich den 3:3 Ausgleichstreffer. Die richtige Einstellung zum Spiel fand der SSV dennoch nicht, denn sie ließen den Gegner immer wieder gefährlich aufkommen, so wunderte es auch niemand, dass diese nur wenig später mit dem 4:3 wieder in Führung gingen. In der 80. Minute sorgte Giovanni Calitri mit seinem Tor zum 4:4, dass der SSV zumindest in die Verlängerung kam.

Dort war es dann ein ausgeglichenes Spiel. In der 114. Minute machte Thorsten Lowens das 5:4 und sorte damit letztlich für die Entscheidung in einem torreichen Spiel, welches zwar für die Zuschauer durchaus seinen Unterhaltungswert hatte, für dem Trainer jedoch viel Arbeit in Aussicht stellte.

 

 

Im Achtelfinale mußte man am 4. April 1988 zum Verbandsligisten SV Hoengen fahren, wo man als Außenseiter recht locker aufspielen konnte. Vor 350 Zuschauer entwickelte sich dann von Beginn an ein recht einseitiges Spiel. Marienheide drängte die Hausherren bis tief in die eigene Hälfe zurück, vermöchte die sich ihnen bietenden guten Torchancen jedoch nicht zu verwerten. So stand es zur Pause noch torlos 0:0 unentschieden. Auch nach dem Wechsel stand der Hausherr tief in der Verteidigung. Hingegen besaßen Giovanni Calitri mit einem Linksschuß knapp über das Tor und Torsten Meirich nach einer glänzenden Kombination über Jürgen Josteit und Calitri eine tolle Einschußmöglichkeit, doch die hochverdiente Führung auf der Gegenseite, Hoengens Spieler Detilon stellte mit seinem Tor zum 1:0 den Spielverlauf auf dem Kopf. Der SSV drängte weiter und der SV stand sicher in der Abwehr. Erst sieben Minuten vor Schluß köpfte Giovanni Calitri eine Flanke von Josteit zum überfälligen Ausgleich ein. Als sich rund um den Platz bereits alle auf eine Verlängerung eingestellt hatten, wurde SSV-Mittelstürmer Torsten Meirich im gegnerischen Strafraum gefoult. Libero Klaus Winterberg ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte sicher zur 2:1 Führung. Der Schiedsrichter ließ aufgrund der vielen Verletzungsunterbrechungen fast sieben Minuten nachspielen. So gerieten die Gäste noch einmal gehörig unter Druck, als SSV-Torwart Wolfgang Lindenau schon geschlagen war, Verteidiger Josteit den Ball aber gerade noch von der Linien schlagen konnte. Den anschließenden Befreidungsschlag nahm Frank Trapp an der Mittellinie auf, überlief die aufgerückte Hoengener Abwehr und schob den Ball dann am Torwart zum entscheidenden 3:1.

 

Marienheide:

Wolfgang Lindenau – Stefan Alfer, Jürgen Josteit, Frank Simon, Klaus Winterberg, Henning Maaß [ab 75. Savino Carbotta], Irfan Buz [ab 30. Frank Trapp], Giovanni Calitri, Olaf Braun, Thorsten Lowens, Torsten Meirich

 

 

Im Viertelfinale wartete dann am 14. April 1988 mit dem Oberligisten Viktoria Köln eine zwar reizvolle aber unwahrscheinlich schwere Aufgabe, zumal man noch bei der Viktoria antreten mußte. Diese spielte zwar im Südstadion, eigentlich der Heimstätte von Lokalrivale Fortuna Köln, was jedoch nichts an der Frage nach dem Favoriten änderte, und das war auf jeden die Viktoria, die mit einem mit Ex-Profis gespickten Kader den Aufstieg in die 2. Bundesliga anstrebten.

Die 150 Zuschauer schauten jedoch zunächst ein wenig verdutzt drein, als der bergische Landesligist den Domstädter durchaus Paroli bot, und es nicht sofort auf die vermutete einseitige Begegnung hinauslief. Sicherlich bestimmte Viktoria aufgrund ihrer spielerischen Fähigkeiten das Spiel und drängte die Marienheider auch verstärkt in die Verteidigung, diese blieben jedoch mit ihren schnell vorgetragenen Kontern ein ständiger Gefahrenpunkt. In der 35. Minute drang Torjäger Torsten Meirich bei einem dieser Konter in den gegnerischen Strafraum und wurde dort vom Kölner Verteidiger regelwidrig von den Beinen geholt, so dass der Schiedsrichter ohne zu zögern auf Strafstoß entschied. Libero Klaus Winterberg verwandelte diesen in bewährter Manier zur durchaus nicht unverdienten 1:0 Führung. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten getauscht.

Nach Wiederanpfiff ergab sich ein völlig anderes Spiel. Die Kölner gaben ihre Überheblichkeit auf und spielten nunmehr einem Oberligisten angepassten Fußball, so dass die Gäste fast nur noch in der Verteidigung standen. Hier hatte sich mit Libero Winterberg und vor allem mit Torwart Sascha Burger jedoch ein unüberwindlich scheinendes Hindernis aufgebaut. Gleich reihenweise machte Burger hundertprozentige Kölner Torchancen zunichte, so dass diese der Verzweiflung nahe waren. Lediglich in der 71. Minute musste Burger einen von Andre Kröning verwandelten Foulelfmeter passieren lassen. Weitere Tore wollten jedoch nicht mehr fallen, so dass es am Ende der regulären Spielzeit noch 1:1 unentschieden stand und die Begegnung in die Verlängerung ging.

Dort zeigte sich dann dasselbe Bild wie in der zweiten Halbzeit. Stetig anstürmende Hausherren und bravourös verteidigende Gäste. Zweimal mussten Frank Simon und Olaf Braun für ihren geschlagenen Torwart auf der Linie retten. Bis zur 115. Minute hielt Burger sein Tor mit seinen Paraden sauber, als der Schiedsrichter nach einem Foul erneut auf den Elfmeterpunkt zeigte und der Ex-Profi Andre Kröning sich anschichte, diesen gleich dem ersten sicher zu verwandeln. Doch diesmal musste er sich Burger, dem besten Mann auf dem Platz geschlagen geben, denn dieser wehrte nun auch schon Elfmeter ab. Als der Schiedsrichter das Spiel nach 120 Minuten abpfiff, stand es immer noch unentschieden, so dass ein Elfmeterschießen über das Weiterkommen entscheiden musste.

Bei den völlig erschöpften Gästen liefen Klaus Winterberg, Stefan Ludwig, Giovanni Calitri, Stefan Bochhaus und Frank Trapp an und trafen jeweils. Letztlich lief alles auf das Duell Markus Bilawa gegen Sascha Burger heraus, und als der Torwart diesen Elfmeter abwehren konnte, war die Pokalsensation perfekt. Der SSV Marienheide hatte mit seinem Erfolg gegen den Oberligisten  sicherlich einen der größten Erfolge in ihrer Vereinsgeschichte geschafft

 

Marienheide:

Sascha Burger – Stefan Ludwig, Klaus Winterberg, Frank Simon, Olaf Braun [ab 100. Savino Carbotta], Henning Maaß, Thorsten Lowens, Torsten Meirich [ab 65. Stefan Brochhaus], Frank Trapp, Giovanni Calitri

 

 

Nur noch zwei Spiele, dann könnte der SSV Marienheide von einem DFB-Pokalspiel gegen Bayern München oder dem 1. FC Köln träumen. Doch zuvor stand am 28. April 1988 die Halbfinal-Begegnung gegen den Verbandsligisten SG Düren 99 auf dem Spielplan. Der Traditionsverein aus der Voreifel galt zwar als Favorit, doch immerhin hatte der SSV zum ersten Mal in dieser Pokalrunde Heimrecht und außerdem hatte man in der Runde zuvor beim Oberligisten Viktoria Köln gewonnen, also trat man schon mit einem gehörigen Schuss Selbstbewusstsein an.

Die 500 Zuschauer sahen zunächst eine ausgeglichene Begegnung, geprägt vom gegenseitigem Respekt und der Angst, keinen Fehler zu machen. Nach einer ersten Halbzeit ohne jeglichen Höhepunkt stand es zur Pause folgerichtig noch torlos 0:0 unentschieden.

Nach Wiederanpfiff kamen zunächst die Gäste besser ins Spiel. Sie kamen mutiger nach vorne und zogen endlich auch mal ihre Angriffe durch, so dass die Verteidigung der Marienheider einige Male gehörig unter Druck kam, doch bislang zeigte sich auch in diesem Spiel, dass auf Torwart Sascha Burger Verlass sein konnte.

Die erste richtige Aufregung gab es dann in der 61. Spielminute. Die Gäste aus der Voreifel zogen über den rechten  Flügel einen Angriff auf, und die folgende Flanke nach innen lenkte SSV-Verteidiger Stefan Ludwig unerreichbar für seinen Torwart Burger ins eigene Tor ab. Nach der glücklichen Führung musste Marienheide seine abwartende Haltung aufgeben und verstärkt selber Initiative ergreifen. So entwickelte sich endlich ein packendes Pokalspiel mit vielen guten Torchancen auf beiden Seiten. Vor allem aber stand Torwart Burger im Brennpunkt des Geschehens und verhinderte mit tollen Paraden das 0:2 und damit die vorzeitige Entscheidung.

In der 80. Minute hatten die Hausherren die bis dato größte Chance zum Ausgleich. Ein Kopfball von Torsten Meirich tanzte förmlich auf der Latte, und den abprallenden Ball setzte Giovanni Calitri erneut an die Latte.

Mit dem Schlusspfiff hatten die Marienheider Spieler und Anhänger den Torjubel bereits auf den Lippen, aber ein fulminanter Schuss von Torjäger Torsten Meirich traf abermals nur die Latte.

Als der gut leitenden Schiedsrichter das Spiel kurz darauf abpfiff, hatten die Marienheider sich gegen einen klassenhöheren Gegner erneut hervorragend geschlagen. Sie waren über weite Strecken ein durchaus gleichwertiger Gegner, und hätten mit ein wenig Glück zumindest die Verlängerung erreichen können.

 

Marienheide:

Sascha Burger – Klaus Winterberg, Frank Simon, Stefan Ludwig, Jürgen Josteit [ab 70. Ingo Steiner], Frank Trapp, Thorsten Lowens, Henning Maaß, Torsten Meirich, Stefan Brochhaus [ab 70. Ralf Börsch], Giovanni Calitri

 

 

 

Spielzeit 1988 / 89

 

 

 

Landesliga

 

In der Landesliga belegte der VfL Gummersbach in seiner Staffel mit acht Punkten Rückstand auf Eintracht Köln, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz standen, den vorletzten Tabellenplatz und musste damit in die Bezirksliga absteigen

 

 

Kreisliga A

 

In der Kreisliga A belegte der TuS Wiehl unter Trainer Norbert Teipel mit fünf Punkten Vorsprung auf den SV Morsbach den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Bezirksliga Mittelrhein auf

 

 

Kreisliga B

 

Der VfL Gummersbach hatte in dieser Spielzeit sowohl die Reserve- als auch die 3. Mannschaft in der Kreisliga B. Der Staffelleiter hatte die Reservemannschaft in die Staffel 2, und die dritte Mannschaft in die Staffel 1 gesetzt. Da der Vorstand des VfL in der Staffel 1 die besseren Chancen auf einen Aufstieg sah, wurden die beiden Mannschaften kurzerhand getauscht. Aus der vermeintlich stärkeren Reservemanschaft wurde offiziell die 3. Mannschaft, die dann folglich in der leichteren Staffel 1 antrat. Und aus der 3. Mannschaft wurde offiziell die Reservemannschaft, und trat in der schwereren Staffel 2 an. Letztlich sollte der VfL mit dieser Maßnahme Recht bekommen, denn am Ende dieser Spielzeit belegte die 3. Mannschaft des VfL Gummersbach in ihrer Staffel mit einem Punkt Vorsprung auf den 1. FC Reichshof den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A auf.

Die Reservemannschaft  des VfL hingegen belegte in der Staffel 2 mit zwölf Punkten Rückstand auf die SpVgg Holpe-Steimelhagen, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, abgeschlagen den letzten Tabellenplatz und musste in die Kreisliga C absteigen.

 

Pokal

 

Am 20. August 1988 standen sich im Endspiel um den Kreispokal Oberberg vor 600 Zuschauern auf dem frisch eingeweihten Sportplatz in Denklingen der Landesligist SSV Marienheide und der A-Kreisligist TuS Wiehl gegenüber.

Da beide Mannschaften zwei Spielklassen trennen war die grundsätzliche Frage nach dem Favoriten von Vornherein beantwortet. „Für uns ist das Endspiel im Grunde eine undankbare Aufgabe. Gewinnen wir hoch, ist das die selbstverständlichste Sache der Welt, gewinnen wir knapp, wird unser Erfolg kritisch beäugt und sollten wir verlieren, lacht alle Welt über uns,“ beschreibt Marienheides Pressesprecher Rolf Fenstermacher die Bürde des klaren Favoriten. Hingegen mußte der TuS Wiehl sein Licht sicherlich nicht unter den Scheffel stellen. Mit Torwart Frank Winkler hatte auch der letzte der fünf Neuzugänge die Freigabe erhalten, so dass TuS-Trainer Norbert Teipel eine schlagkräftige Mannschaft aufs Feld schicken konnte. „Ich habe den SSV am letzten Wochenende beobachtet. Dabei erschien mit die Mannschaft in der Defensive nicht ganz so kompakt wie im Mittelfeld und Angriff. Vielleicht können wir daraus ja Kapital schlagen.“

Von Beginn an zeigten die von Trainer Teipel taktisch hervorragend eingestellten Wiehler keinen Respekt von dem Favoriten und zogen ihr Spiel auf. Die Abwehr unter Libero Frank Jost stand hervorragend und ließ kaum gefährliche Situationen zu. Das größte Übergewicht hatte der TuS im Mittelfeld, wo der Ex-Oberligaspieler Andreas Harnisch sehr gut mit Spielführer Michael Ranke zusammenspielte und ein um den anderen gefährlichen Angriff einleitete.

Bereits in der 10. Spielminute brachte Frank Jost die Wiehler im Anschluss an einen Eckball mit 1:0 in Führung. Mit der ersten gelungen Aktion schaffte Marco Kuffel wenige Minuten später den Ausgleich. Trotzdem bestimmten die Wiehler auch weiterhin das Spiel. Kurz vor der Pause erzielte Michael Theis mit einem technischen Kabinettstückchen absolut nicht unverdient das 2:1. Mit dieser knappen Führung ging es dann in die Pause.

Wer jedoch erwartet hatte, dass die Marienheider nach Wiederanpfiff endlich ihre Hemmungen ablegen würden, und das Spiel bestimmen, sah sich sofort eines besseren belehrt. Auch nach dem Wechsel zeigten die Wiehler den besseren Fußball. Gegen die überforderte Abwehr erspielten sie sich Chance um Chance, versäumten es jedoch, das wohl entscheidende dritte Tor zu erzielen, so traf Andreas Harnisch zweimal nur den Innenpfosten, scheiterte Christoph Klein am gut parierenden Sascha Burger. So dauerte es bis zur 83. Minute, als der eingewechselte Thorsten Schiergens mit seinem Tor zum 3:1 die Sache endlich klar machte. Als Schiedsrichter Ignaz Klein aus Odenspiel das durchaus faire Spiel nach 90 Minuten abpfiff, hatte der TuS Wiehl verdient gewonnen.

Trainer Teipel zeigte sich dann auch von der Leistung seiner Mannschaft mehr als zufrieden: „Ich freue mich, dass unser Mut zum Offensivfußball aufgegangen ist. Wir wollten uns nicht nur hinten reinstellen. Ich wusste, dass wir eine Chance haben, wenn wir unser Spiel finden würden.“ Marienheides Trainer Dietmar Krumpholz versuchte angesichts der Überlegenheit des Kreisligisten erst gar nicht, die Niederlage schön zu reden.“Meine Mannschaft hatte überhaupt keine Einstellung, wirkte überheblich und hat spielerisch wie kämpferisch enttäuscht. Nach dem 1:2 Rückstand wollten wir den Ausgleich mit der Brechstange schaffen, so dass wir uns nicht hätten beklagen können, wenn die Wiehler noch zwei oder drei Tore geschossen hätten.“

 

Wiehl:

Frank Winkler – Eckhardt Wirths [ab 70. Thorsten Schiergens], Frank Jost, Frank Sievers, Michael Theis, Dirk Telgheider, Jörg Wendt, Andreas Harnisch, Holger Neuburg [ab 30. Christoph Klein], Michael Ranke, Udo Krohm

 

Marienheide:

Sascha Burger – Peter Vollmann, Stefan Alfer, Frank Simon [ab 70. Irfan Buz], Klaus Winterberg, Thorsten Lowens, Volker Thomas, Ralf Börsch, Torsten Meirich, Börny Alzer, Marco Kuffel [ab 46. Frank Trapp]

 

 

Freundschaftsspiele

 

In einem Freundschaftsspiel verlor die verstärkte Mannschaft des A-Kreisligisten TuS Wiehl im Wiehltalstadion gegen den schottischen Erstligisten Heart of Midlothian Edinburgh knapp mit 1:2. Bereits in der 6. Spielminute brachte der Morsbacher Thomas Roth die Hausherren mit 1:0 in Führung. Nach einer Viertelstunde schaffte dann Nationalspieler McPherson den Ausgleich. Erst Mitte der zweiten Halbzeit sorgte Nationalspieler Bannon für das letztlich entscheidende 2:1.

 

Am 16. September 1988 verlor der TuS Wiehl ein Freundschaftsspiel vor 1.800 Zuschauer im heimischen Wiehltalstadion gegen den Bundesligisten 1. FC Köln mit 0:7. Die von Christoph Daum trainierten Gäste gingen bereits in der 1. Minute durch Fleming Polvsen mit 1:0 in Führung. Stefan Engels und Thomas Allofs erhöhten bis zur Pause auf 3:0. In der Schlussphase sorgten zweimal Andreas Gielchen sowie Pierre Littbarski und Schlipper für standesgemäßen Endstand. Das von Bodo Illgner gehütete Tor wurde hingegen nur selten wirklich gefährlich angegriffen

 

 

Jugend

 

In der Leistungsstaffel Oberberg belegte die A-Jugendmannschaft des TuS Wiehl unter Trainer Helmut Schenk verlustpunktfrei den 1. Tabellenplatz und damit schaffte damit souverän den Aufstieg in die Sonderstaffel. Ihre Klasse bewies die Mannschaft dann im Endspiel um den Kreispokal Oberberg, als sie den Vizekreismeister RS 19 Waldbröl mit 1:0 besiegte.

 

 

Spielzeit 1989 / 90

 

 

Landesliga

 

In der Landesliga belegte der SSV Marienheide, punktgleich mit dem SSV Troisdorf 05, jedoch mit einer um vier Tore schlechteren Tordifferenz, den drittletzten Tabellenplatz, und musste damit in die Bezirksliga Mittelrhein absteigen

 

 

Kreisliga A

 

In der Kreisliga A belegte der TuS Brüchermühle mit zwölf Punkten Vorsprung auf den SV Morsbach den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Bezirksliga Mittelrhein auf

Am Tabellenende belegte der TSV Ründeroth mit vier Punkten Rückstand auf die Reservemannschaft des SSV Marienheide, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand den vorletzten Platz und musste damit in die Kreisliga B absteigen

 

 

Kreisliga C

 

In der Kreisliga C, Staffel 1 belegte der TuS Othetal mit zwölf Punkten Vorsprung vor der Reservemannschaft des BSV Bielstein den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga B auf

 

In der Staffel 2 belegte die Türkenmannschaft des TV Rebbelroth unter Trainer Wolfang Hiller mit vier Punkten Vorsprung auf die zweite Türkenmannschaft des SSV 08 Bergneustadt den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga B auf.

 

 

Freundschaftsspiel

 

Am 10. Juli 1989 landete auf dem Düsseldorfer Flughafen die schottische Spitzenmannschaft Celtic Glasgow, um für zehn Tage in Wiehl ihr Trainingslager zu beziehen. Zustande kam das Gastspiel der Schotten im Oberbergischen durch den Wiehler Hotelier Manfred Koch. Dieser hatte Kontakt mit dem Frankfurter Spielervermittler Günter Bachmann aufgenommen, und Bachmann wiederum empfahl der Vereinsführung die Durchführung eines Trainingslagers in Wiehl. Leider wurde der Rasenplatz im Wiehler Stadion zu dieser Zeit neu gesät, so dass die Schotten zum Training nach Gummersbach fahren mussten, wo ihnen die Stadt den Rasenplatz im Stadion Lochwiese zur Verfügung stellte. Im Gegenzug erklärte sich die Vereinsführung zu einem Freundschaftsspiel in der Lochwiese bereit. Die Vereinsführungen entschlossen sich dann aus den beiden in der Bezirksliga Mittelrhein spielenden Vereinen TuS Wiehl und dem VfL Gummersbach eine kombinierte Mannschaft zu bilden.

Der Kader des 35-fachen schottischen Landesmeisters, der zudem 1967 im Endspiel gegen Inter Mailand auch den Europapokal der Landesmeister gewann, umfasste nicht weniger als 15 aktuelle A- bzw. Juniorennationalspieler. Besonders bekannt dürften der 80-fache irische Nationaltorwart Pat Bonner, der 72-fache schottische Nationalspieler Paul McStay sowie der 63-fache polnische Nationalspieler Dariusz Dziekanowski gewesen sein, der wenige Jahre später auch mal zwei Jahre beim 1. FC Köln in der Bundesliga spielte.

Am Dienstag dem 18. Juli fanden sich dann über 1.000 Zuschauer in der Lochwiese ein, um sich die Begegnung des schottischen Erstligisten gegen die Auswahl der beiden oberbergischen Sechstligisten anzusehen. Das Spiel wurde geleitet von FIFA-Schiedsrichter Franz-Josef Assenmacher. Doch wer nun erwartet hatte, dass die reinen Amateure in einer Torflut untergehen, sah sich sehr schnell getäuscht. Zwar übernahmen die Schotten von Anpfiff an die Initiative und drängen die Oberberg direkt tief in ihre eigene Hälfte zurück, doch gestützt auf eine sehr gut eingestellte Abwehr mit einem sicheren Torwart Frank Winkler und einem umsichtigen Libero Oliver Strombach stemmte man sich den Angriffen der Schotten immer wieder erfolgreich entgegen, so dass die Minuten verrinnen, ohne das die Gäste zum Torerfolg kamen. Mit Geschick und Glück wurde die Null verteidigt. So dauerte es sage und schreibe 39 Minuten, ehe Tony Burns Torwart Winkler mit einem platzierten Schuss aus 10 Meter das erste Mal überwinden konnte. Nur drei Minuten später erhöhte Dariusz Dziekanowski mit einem Kopfball auf 2:0. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Oberberger bereits selber angefangen Angriffe vorzutragen. In der 43. Minute konnte sich Mittelstürmer Torsten Schiergens durchsetzen, umspielte auch noch Torwart Pat Bonner, brachte dann jedoch nicht mehr genügend Schwung hinter dem Ball, so dass der Glasgower Millioneneinkauf vom FC Pisa, Paul Elliot, das Leder noch von der Torlinie wegschlagen konnte. Nur eine Minute später hatte bot sich Regisseur Andreas Harnisch eine weitere gute Gelegenheit, doch sein Schuss wurde im letzten Moment abgeblockt. Mit einem überraschend guten 0:2 wurden dann die Seiten gewechselt.

Die zweite Halbzeit zeigte zwar weiterhin die spielerische Überlegenheit der Profis, doch hielten sich die Torchancen in Grenzen. Die Abwehr stand auch nach den Auswechslungen weiterhin gut, während sich bei den Schotten die Anstrengungen des Trainingslagers doch bemerkbar machten. So viel Schwung mit zahlreichen Torchancen wie in die erste Halbzeit bot die zweite bei weitem nicht. Als Schiedsrichter Assenmacher nach 90 Minuten das Spiel abpfiff, stand es immer noch nur 2:0 für Celtic Glasgow.

Die von den Trainern Reinhold Tanzius und Norbert Teipel betreute Mannschaft hatte sich gegen die Profimannschaft erstaunlich gut aus der Affäre gezogen und zeitweise sogar richtig gut mitgespielt. So war es nur verständlich, dass Celtic-Trainer Billy McNeill den Hausherren großes Lob zollte: „A nice match and a good team“. Hingegen zogen manche Zuschauer fast enttäuscht von dannen: „Da weiß man gar nicht, ob man sich über die gute Leistung der eigenen Mannschaft freuen, oder über die wenigen Tore für´s Geld ärgern soll!“

 

VfL-Vorstandmitglied Paul Schmitz sprach dann aus, was an diesem Abend wohl auch viele andere dachten: „Wir sollten einmal überlegen, ob wir nicht mit einer Kombination  Wiehl-Gummersbach in die Meisterschaft gehen“

 

 

Jugend

 

Die A-Jugendmannschaft des TuS Wiehl wurde unter Trainer Helmut Schenk Kreismeister. Neben Stürmer Christian Schuster und Torwart Markus Vollmer gehörte auch Verteidiger Lars Kuck zu den Spielern, die mit einer Sondergenehmigung ausgestattet mehrere Einsätze in der 1. Seniorenmannschaft hatten, die in der Bezirksliga Mittelrhein spielte.

 

 

 

 

Spielzeit 1990 / 91

 

 

 

Bezirksliga

 

In der Bezirksliga belegte der SSV Marienheide mit neun Punkten Vorsprung auf den CfB Ford Niehl den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Landesliga Mittelrhein auf.

 

Der VfL Gummersbach unter seinem engagierten Trainer Reinhold Tanzius kam von Beginn an nicht richtig in Schwung, und stand so sehr schnell im Tabellenkeller. Nachdem die Mannschaft am 23. Spieltag nach einer blamablen Leistung beim ESV Olympia Köln mit 0:2 unterlag, und schier aussichtslos auf einem Abstiegsplatz stand, zog Tanzius die Konsequenzen und erklärte seinen sofortigen Rücktritt als Trainer. „Ich bin enttäuscht von der Einstellung der Mannschaft, von der man in dieser kritischen Situation erwarten hätte können, daß sie die Ärmel hochgekrempelt hätte; aber das war nicht der Fall. Das war gestern unterstes Kreisliga-Niveau. So kann man einfach nicht spielen, wenn man gegen den Abstieg kämpft. Für mich ist der Abstieg in die Kreisliga nur noch durch ein Wunder abzuwenden“

Einen Tag später stellte der VfL-Vorstand Wolfgang Töpfer als neuen Trainer vor. Das erste Spiel zu Hause gegen den TuS Stammheim ging auch prompt mit 0:2 verloren, und riss den VfL noch tiefer in der Abstiegsstrudel. Doch dann griff die Philosophie Töpfers, er fand wohl die richtigen Worte und die passende Taktik, und die Mannschaft konnte dies auch auf dem Platz umsetzten. Aus den nächsten drei Spielen holte der VfL 5:1 Punkte. Am vorletzten Spieltag gewann man beim TuS Wiehl mit 1:0, und als dann am letzten Spieltag der VfL Leverkusen auf heimischen Platz mit 2:0 bezwungen werden konnte, war der Klassenerhalt mit 14:4 Punkten aus den letzten neun Spielen entgegen aller Erwartungen doch geschafft.

 

 

Kreisliga A

 

In der Kreisliga A belegte der SSV 08 Bergneustadt unter Trainer Rainer Keilhack mit drei Punkten Vorsprung auf den TuS Derschlag den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Bezirksliga Mittelrhein auf.

Absteigen in die Kreisliga B musste die Türkenmannschaft des SSV 08 Bergneustadt und der BV 09 Drabenderhöhe unter Spielertrainer Detlev Havemann, der die Mannschaft aber erst kurz vor Schluss übernommen hatte.

 

 

Kreisliga B

 

In der Kreisliga B, Staffel 1 belegte die SpVg Dümmlinghausen mit vier Punkten Vorsprung auf den TuS Othetal den 1. Tabellenplatz und stieg damit direkt in die Kreisliga A auf.

Im unteren Bereich belegte die Türkenmannschaft des TV Rebbelroth mit vier Punkten Rückstand auf die Reserve des TuS Wiehl, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga C absteigen.

 

In der Staffel 2 belegte der TSV Ründeroth mit einem Punkt Vorsprung auf die SpVg Wallerhausen den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A auf.

Absteigen in die Kreisliga C musste die Reservemannschaft des BV 09 Drabenderhöhe, die mit drei Punkten Rückstand auf die Reserve des SSV Nümbrech den letzten Tabellenplatz belegte

 

Der TuS Othetal unter Trainer Günter Gläser setzte sich als Aufsteiger von Beginn dieser Spielzeit an in der Spitzengruppe fest. Nach dem 10. Spieltag lautete das Punktverhältnis 17:3. Nach Ende der Vorrunde belegte der TuS Othetal sogar den 1. Tabellenplatz. Erst am 20. Spieltag wurde der TuS von der SpVg Dümmlinghausen als Tabellenführer abgelöst. Die Kräfte der insgesamt doch recht jungen Mannschaft ließen allmählich nach. Am Ende belegte man mit vier Punkten Rückstand auf Dümmlinghausen den 1. Tabellenplatz. Aufgrund des glücklichen Umstands, dass zum ersten Mal seit Jahren kein oberbergischer Verein aus der Bezirksliga in die Kreisliga A abgestiegen war, konnten die beiden Tabellenzweiten, der TuS Othetal aus Staffel 1 und die SpVg Wallerhausen aus der Staffel 2 in einem Entscheidungsspiel einen dritten Aufsteiger in die Kreisliga A ausspielen.

Am 9. Juni 1991 trafen sich beide Mannschafte auf dem Sinsperter Sportplatz. Die SpVg, die in den vergangenen Jahren bereits vier Mal als Tabellenzweiter nur äußerst knapp den Aufstieg verpasst hatten galten gemeinhin als klarer Favorit. Das Spiel bestätigte diese Annahme auch zu Genüge, denn nach 65 Spielminuten führte sie nach einem überlegen geführten Spiel klar und scheinbar uneinholbar mit 3:0. Dann kamen die Othetaler mit dem Mut der Verzweiflung doch noch mal ins Spiel. Angetrieben von ihrem überragenden Libero Klaus Füchtey, der diese Position längst aufgegeben hatte, drängten sie die siegesgewissen Wallerhausener immer mehr in die Verteidigung. Dann traf Füchtey mit dem Kopf zum 1:3 und wenig später mit dem Fuß zum 2:3, und fünf Minuten vor Spielende schaffte Markus Waschkewitz gegen die völlig konsternierten Südkreisler den inzwischen durchaus verdienten Ausgleich. Bis zum Ende der regulären Spielzeit blieb es beim 3:3 unentschieden, so dass das Spiel in die Verlängerung ging.

In der Verlängerung waren beide Mannschaften zu kraftlos, um noch eine eigenes Spiel auszuziehen und somit nur noch bedacht, keinen Treffer zu kassieren. Als der Schiedsrichter nach 120 Minuten das Spiel endlich abpfiff, mußte die Entscheidung über den Aufstieg im Elfmeterschießen fallen. Hierbei zeigten die Schützen zunächst keine Nerven und verwandelten ihre Schüsse sicher, so dass es nach neun angetretenen Schützen 5:4 für Othetal stand. Als fünfter Schütze für Wallerhausen trat Klaus Fischer an, und schoss nicht einmal schwach und unplatziert. Doch diesmal war Othetals Torwart Oliver Müller in der richtigen Ecke und konnte den Ball abwehren, so dass Othetal das Spiel gewonnen hatte. Der TuS Othetal war durch diesen Erfolg zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte in die Kreisliga A aufgestiegen.

 

 

Kreisliga C

 

In der Kreisliga C, Staffel 5 belegte die SG Hunsheim unter Trainer Volker Langlotz mit fünf Punkten Vorsprung auf die Reservemannschaft der DJK Gummersbach den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga B auf

 

 

Pokal

 

Am 3. Oktober 1990 standen sich im Endspiel um den Kreispokal Oberberg der Bezirksligist SSV Marienheide und der A-Kreisligist SSV 08 Bergneustadt gegenüber. Vor 400 Zuschauer in der Gummersbacher Lochwiese erwischten die Heier den besseren Start. In der 16. Minute erzielte Torsten Schiergens mit einem durchaus nicht unhaltbar scheinenden Schuss die 1:0 Führung. In der zweiten Halbzeit kamen die Neustädter zwar besser ins Spiel, doch in der Schlussminute sorgte Torsten Meirich per Elfmeter für die Entscheidung.

 

Am 14. April 1991 verlor der SSV Marienheide Im Viertelfinale um den Mittelrheinpokal beim Oberligisten SC Jülich 10 mit 0:2. Bis zur Halbzeit konnten die drei Klasse tiefer spielenden Gäste noch mithalten und sicherten sich ein torloses Unentschieden. In der zweiten Halbzeit musste sich Torwart Andreas Schulz jedoch zweimal geschlagen geben, so dass beim Schlusspfiff zwar 0:2 stand, die Oberberg mit ihrer Leistung dennoch hoch zufrieden sein konnten.

 

 

Junioren

 

In der Sonderstaffel Oberberg, Gruppe Süd belegte die A-Juniorenmannschaft des TuS Wiehl in ihrer Staffel mit zwei Punkten Vorsprung auf den RS 19 Waldbröl den 1. Tabellenplatz.

Im Endspiel um die Kreismeisterschaft verlor die A-Juniorenmannschaft des TuS Wiehl in Wiedenest gegen den Meister der Staffel Nord, dem TuS Derschlag mit 1:2 nach Verlängerung.

 

 

 

 

Spielzeit 1991 / 92

 

 

Landesliga

 

In den ersten beiden Spieltagen stellte der SSV Marienheide bereits die Weichen für den weiteren Verlauf der Saison. Am 1. Spieltag gab es auf heimischen Platz einen 4:0 Erfolg gegen den 1. FC Ringsdorff-Godesberg und eine Woche später gewann der SSV beim TuS Höhenhaus gar mit 5:0. Somit hatte die Mannschaft von Trainer Manfred Schulte bereits deutlich eine Duftmarke gesetzt. Und als sie dann am 3. Spieltag beim Mitfavoriten VfL Rheinbach nach einer ganz soveränen Leistung mit 3:0 gewonnen hatten, war die Marschroute in Richtung Aufstieg klar festgelegt.

Am Ende dieser Spielzeit belegte der SSV Marienheide mit fünf Punkten Vorsprung auf den VfL Rheinbach den 1. Tabellenplatz und steig damit erstmals in die Verbandsliga Mittelrhein auf.

 

 

Bezirksliga

 

In der Bezirksliga belegte der TuS Brüchermühle mit zehn Punkten Rückstand auf den VfL Leverkusen, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den vorletzten Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A ab

 

 

Kreisliga A

 

In der Kreisliga A belegte der TuS Othetal unter Spielertrainer Klaus Füchtey mit einem Punkt Rückstand auf drei Vereine den drittletzten Tabellenplatz und musste damit wieder in die Kreisliga B absteigen.

 

 

Kreisliga B

 

In der Kreisliga B, Staffel 1 belegte der TuS Weiershagen unter Spielertrainer Karl-Heinz Wiehle mit zehn Punkten Vorsprung auf die DJK Gummersbach den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A auf

 

In der Staffel 2 stand die SpVg Wallerhausen, punktgleich mit der Griechenmannschaft des TuS Derschlag an der Tabellenspitze. Beide Mannschaften hatten zudem dieselbe Tordifferenz (+ 47), dabei erzielten die Griechen drei Tore mehr, so dass sie nach den heute bestehenden Regeln aufgestiegen wären. Diese Regel wurde in diesem Jahr noch nicht angewendet.

So setzte der Fußballkreis ein Entscheidungsspiel zwischen den beiden Mannschaften an. In diesem Spiel stand 1:0 für Wallerhausen, als der Schiedsrichter das Spiel nach Zuschauerausschreitungen, die nach seiner Ansicht von den Derschlagern verursacht wurden, abbrach.

Der Fußballkreis wertete das Spiel mit 2:0 für Wallerhausen als gewonnen, so dass sie damit in die Kreisliga A (7. Liga) aufsteigen

Im unteren Bereich belegte die SG Hunsheim mit zehn Punkten Rückstand auf die Reservemannschaft des SSV Nümbrecht, die auf dem ersten gesicherten Nichtabstiegsplatz stand, abgeschlagen den letzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga C absteigen

 

 

Kreisliga C

 

Der neu gegründete Verein Baris Spor Hackenberg wird vom Fußballkreis Oberberg der Kreisliga C, Staffel 1 zugeteilt

Am 8. September 1991 trat Baris Spor Hackenberg zum ersten Meisterschaftsspiel auf dem heimischen Stentenberg gegen die Reservemannschaft des SV Frömmersbach an und verlor mit 0:2.

Dies sollte über die gesamte Saison gesehen die einzige Niederlage gewesen sein, denn am Ende belegte Baris in der Tabelle mit einem Punkt Vorsprung auf die Reservemannschaft der TuRa Dieringhausen den 1. Tabellenplatz und konnte in seinem ersten Jahr gleich den Aufstieg in die Kreisliga B feiern.

 

 

Freundschaftsspiel

 

In einem Freundschaftsspiel verliert der TuS Wiehl am 10. September 1991 auf heimischen Platz gegen den derzeitigen Tabellenführer der 2. Bundesliga, dem FC Schalke 04, mit 0:4. Nachdem zunächst TuS-Torwart Markus Vollmer mehrfach glänzend hielt, schaffte Mittelstürmer Peter Senscheid erst kurz vor der Pause das 1:0 für die Profis. In der zweiten Halbzeit erzielt derselbe Spieler einen Hattrick. Kurz vor dem Schluss vergab Torsten Hennecken noch die Chance zum Ehrentreffer.

 

 

 

 

Spielzeit 1992 / 93

 

 

Kreisliga A

 

In einer der dramatischsten Spielzeiten standen vor dem letzten Spieltag der Kreisliga A Oberberg der TuS Brüchermühle und der TuS Derschlag punktgleich an der Tabellenspitze, jedoch hatte Brüchermühle eine um drei Tore bessere Tordifferenz.

Am letzten Spieltag gewann Brüchermühle zu Hause gegen die Reservemannschaft des SSV Marienheide mit 4:2 und kam in der Endtabelle so auf 39:13 Punkte bei einem Torverhältnis von 62:20 (+40). Der TuS Derschlag empfing, ebenfalls auf heimischen Platz, die TuRa Dieringhausen und gewann am Ende mit 6:0, so dass sie ebenfalls 39:13 Punkte aufwies, jedoch ein Torverhältnis von 62:19 hatte, also eine Tordifferenz von +41 und damit als Meister in die Bezirksliga Mittelrhein aufstieg.

 

Absteigen in die Kreisliga B mussten der TuS Weiershagen mit neun Punkten Rückstand auf die SpVg Dümmlinghausen, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz standen, und der TSV Ründeroth als Vorletzter

 

 

Kreisliga B

 

In der Kreisliga B, Staffel 1 wurde Baris Spor Hackenberg mit sechs Punkten Vorsprung auf den TuS Othetal Meister und stieg damit in die Kreisliga A auf.

Hingegen belegte der VfL Berghausen mit 4:44 Punkten bei einem Torverhältnis von 19:100 den vorletzten Tabellenplatz, und stieg dennoch nicht ab, denn als Absteiger stand bereits seit Längerem die Reservemannschaft des SV Schnellenbach fest, die sich während der laufenden Spielzeit vom Spielbetrieb abgemeldet hatte

 

Im Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Kreisliga A gewann die Griechenmannschaft des TuS Derschlag am 6. Juni 1993 vor 1.200 Zuschauer in Eckenhagen gegen den TuS Othetal unter Trainer Klaus Füchtey knapp mit 3:2. Bis zur 80. Minute führten die Griechen durch zwei Tore von Kovatsis mit 2:0. Dann schafften die Othetaler durch Wegner und Roman Müller den Ausgleich, doch mit dem Schlusspfiff sorgte erneut Dimi Kovatsis für die Entscheidung.

 

Junioren

 

Vor dem 22. und letzten Spieltag in der A-Junioren Bezirksliga Mittelrhein standen die Mannschaften der SSG 09 Bergisch Gladbach und des TuS Wiehl punktgleich an der Tabellenspitze, jedoch hatten die Junioren aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis eine um zwei Tore bessere Tordifferenz. So war die Ausgangslage am 2 Mai 1993 klar. Wiehl musste gewinnen, um auf Platz 1 zu kommen. Vor knapp 300 Zuschauern im heimischen Stadion begannen die Spieler von Trainer Ingo Krämer zu nervös, als dass sie ihren gewohnten Spielrhytmus fanden. Dennoch kamen sie im Verlauf des Spiels zu einigen guten Torchancen, ein Kopfball von Martin Grumbt verfehlte nur knapp das Tor, später waren es dann Kilian Gärtner, zweimal Mike Selbach und noch einmal Grumbt, die gute Chancen liegen ließen. Bei einem Freistoß von Selbach aus gut 22 Metern reagierte zudem der Gladbacher Torwart glänzend. Bis zum Ende stand die Gästeabwehr gut. Beim Schlusspfiff stand es immer noch unentschieden, so dass die Gladbacher als Meister und Aufsteiger in die Verbandsliga feststanden.

 

 

 

Spielzeit 1993 / 94

 

 

Kreisliga A

 

In der Kreisliga A belegte der 1. FC Reichshof mit vier Punkten Rückstand auf die SpVg Wallerhausen, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den vorletzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga B absteigen

Gemeinsam mit der TuRa Dieringhausen, die mit fünfzehn Punkten Rückstand auf die SpVg Wallerhausen den letzten Tabellenplatz belegte

 

 

Kreisliga B

 

 

Als der TuS Eckenhagen am 1. Spieltag der Kreisliga B, Staffel 1 auf eigenem Platz mit 5:2 besiegt wurde, spürte die Mannschaft des TuS Othetal unter Trainer Klaus Füchtey vielleicht schon, dass sie in diesem Jahr mit der Meisterschaft dran waren. Weitere Siege folgten, am 8. Spieltag wurde der bis dato härteste Konkurrent, der SV Schnellenbach auf heimischen Platz mit 5:2 besiegt, und am Ende der Vorrunde stand der TuS mit vier Punkten Vorsprung auf die Verfolger recht souverän an der Tabellenspitze.

Die Rückrunde sollte dann jedoch direkt mit einer Niederlage, zudem noch zu Hause beginnen, 0:1 gegen Eckenhagen, so dass der schöne Vorsprung fast schon wieder aufgebraucht war. Am 18. Spieltag ein Unentschieden gegen die Reservemannschaft des TuS Derschlag, womit man diesen Verfolger auf Distanz hielt, am 21. Spieltag jedoch eine 1:2 Niederlage beim anderen Verfolger, dem SV Schnellenbach.

In dieser Phase musste Trainer Füchtey sein Traineramt aufgrund eines Bandscheibenvorfalls an den Trainer der Reserve, Bernd Hüppe übergeben. Mit ihm folgte eine Siegesserie, und nach einem 8:0 Erfolg am vorletzten Spieltag auf heimischen Platz gegen die Reservemannschaft des SSV 08 Bergneustadt hatte man mit drei Punkten Vorsprung die Meisterschaft sicher und konnte zudem ausgiebig den Aufstieg in die Kreisliga A Oberberg feiern. Dass man am letzten Spieltag mit 2:5 bei der Reservemannschaft des VfL Gummersbach verlor, tat der Freude keinen Abbruch, nur für die Statistiker hatte man in der Endtabelle nur einen Punkt Vorsprung auf die Reservemannschaft des TuS Derschlag und zwei auf den SV Schnellenbach.

 

 

In der Staffel 2 belegte der SV Hermesdorf unter Trainer Karl-Heinz Wiehle mit fünf Punkten Vorsprung auf die Reservemannschaft des SV Morsbach den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A auf

 

 

Junioren

 

Die A-Juniorenmannschaft des TuS Wiehl unter Trainer Ingo Krämer galt vor dieser Spielzeit als großer Favorit auf die Meisterschaft der Bezirksliga Mittelrhein. Mit dem ensprechenden Selbstbewußtsein und den taktischen Vorgaben ausgestattet stürmte Wiehl auch direkt an die Spitze und ließ zur Winterpause die schärfsten Konkurrenten 1. FC Hardtberg und den Bonner SC ungeschlagen klar hinter sich.

Mitte Januar dann der große Knall beim TuS Wiehl. Am 17. Januar, genau eine Woche vor dem fast schon entscheidenden Spiel gegen den zweitplatzierten 1. FC Hardberg trat Trainer Krämer tritt mit sofortiger Wirkung von seinem Funktion als Trainer zurück. „Mit drei bis vier Spielern stimmte die Chemie nicht mehr - und diese haben es geschafft, auch die übrige Mannschaft zu beeinflußen. Auslöser war ein Fragebogen des Fachorgans Fußballtraining, in dem die Spieler in 38 Antworten die Arbeit des Trainers bewerten sollten. Da gab es einige kritische Bewertungen, bestätigte Hartmut Livree, der Obmann der A-Junioren. Da sich Krämer nicht umstimmen ließ, und der Wunschtrainer Norbert Teipel absagte, stellten sich Jugendleiter Helmut Lewandowski und Hartmut Livree im wichtigen Spiel an die Seitenlinie. Am 23. Januar verloren die A-Junioren in Hardtberg dann auch prompt mit 1:2, und büßten die Tabellenführung ein. Nach kurzer Zeit konnte Theo Boxberg als Trainer gewonnen werden, der die Mannschaft wieder auf die Erfolgsspur zurückführte. Als Wiehl am vorletzten Spieltag beim Siegburger SV 04 ganz soverän mit 9:3 gewann, gleichzeitig der 1. FC Hardtberg mit 1:3 beim SV Beuel 06 v erlor, war den Wiehlern die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. Letztlich hatten sie in der Tabelle vier Punkte Vorsprung auf den 1. FC Hardtberg. In den Aufstiegsspielen setzten sie sich dann gegen den Aachener Vertreter SC Bardenberg durch und steigen damit in die höchste deutsche Juniorenspielklasse auf.

Auch im Kreispokal hielt sich der TuS Wiehl schadlos. Im Endspiel gewannen sie in der Gummersbacher Lochwiese gegen den SSV Marienheide mit 6:2.

Der unterlegene SSV Marienheide, der von Peter Schlaak trainiert wurde, nahm dennoch am Mittelrheinpokal teil, wobei sich in der 1. Runde der SC Erkelenz doch als zu groß erwies, auch wenn die 0:15 Niederlage auf heimischen Platz dennoch ein wenig verwunderte.

 

In der Leistungsstaffel standen die A-Juniorenmannschaften des TuS Derschlag und die Mannschaft des SSV Homburg-Nümbrecht punktgleich an der Tabellenspitze. In einem Entscheidungsspiel gewan Derschlag und stieg damit in die Bezirksliga Mittelrhein auf

 

 

 

Spielzeit 1994 / 95

 

 

Verband

 

Mit Beginn des Spieljahres 1994 / 95 schloß sich der Fußballkreis Oberberg dem Modellversuch des FV Mittelrhein, in Form einer „Play-Off-Runde“ den Spielbetrieb attraktiver zu machen, an.

Der Kreisvorstand beschloß, dass die Kreisligen A und B geteilt werden. In jeder Staffel spielten 7 Mannschaften. Zunächst erfolgte bis zur Winterpause eine Hin- und Rückrunde. Die ersten drei der jeweiligen Tabelle spielten dann in der Aufstiegsrunde, die drei letzten in der Abstiegsrunde. Zwischen den jeweils viertplazierten fanden Entscheidungsspiele statt. Der Gewinner wurde der Aufstiegsrunde zugeteilt, der Verlierer der Abstiegsrunde.

Die Mannschaften in den Aufstiegs- bzw. Abstiegsrunde spielen dann im Frühjahr wiederum in Hin- und Rückspielen die Aufsteiger bzw. Absteiger aus,

Das Punkt- und Torverhältnis wurde nicht mit in die 2. Runde übernommen.

 

 

Kreisliga A

 

Am letzten Spieltag in der Aufstiegsrunde der Kreisliga A sah alles nach einem Dreikampf zwischen der SpVg Dümmlinghausen, dem VfL Gummersbach und dem SV Hermesdorf aus, die nur ein Punkt auseinander an der Tabellenspitze standen. Im direkten Vergleich erwartete die SpVg die einen Punkt besser stehenden Hermesdorfer, der VfL musste nach Brüchermühle. Die Hermesdorfer hatten im Vorfeld niemals mit diesem Erfolg gerechnet, denn sie hatten genau für dieses Wochenende ihre Mannschaftstour nach Mallorca geplant, die sie trotz der Möglichkeit aufzusteigen nicht verpassen wollten. So trat in Dümmlinghausen eine leicht verstärkte Reservemannschaft an, die jedoch in einem grandiosen Spiel der SpVg einen Punkt abknüpfte. Ein Sieg mit zwei Toren hätte der Mannschaft um Spielertrainer Geusa gereicht, und sie wären zum ersten Mal in ihrer langen Vereinsgeschichte in die Bezirksliga aufgestiegen. Der lachende Dritte war dann der VfL, der zwar in Brüchermühle ebenfalls nur unentschieden spielte, dieser eine Punkt reichte aber letztlich zum direkten Aufstieg. Der SV stieg indes ebenfalls nicht auf, weil ihm am Ende ein Tore fehlte.

 

In der Abstiegsrunde der Kreisliga A belegte die Reservemannschaft des Tus Derschlag mit sieben Punkten Rückstand auf die Griechenmannschaft des TuS Derschlag, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stehen, den letzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga B absteigen.

 

 

Kreisliga B

 

In der Aufstiegsrunde der Kreisliga B, Staffel 1 belegte der TuS Eckenhagen unter Trainer Roland Golombeck mit drei Punkten Vorsprung auf die DJK Gummersbach den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A auf

 

 

Kreisliga C

 

In der Staffel 2 konnte sich die Reservemannschaft von Baris Spor Hackenberg ganz souverän durchsetzen; ohne Niederlage mit nur drei Unentschieden hatte man am Ende sechs Punkte Vorsprung auf die Reserve des VfR Marienhagen, die gleichfalls in die Kreisliga B aufstieg. Um den dritten Platz, der in dieser Spielzeit ebenfalls zum Aufstieg berechtigte, kämpften die Reservemannschaften des TuS Othetal und der TuRa Dieringhausen.

Während der Saison hatte Othetals Trainer Bernd Hüppe seine Tätigkeit beendet. Im weiteren Verlauf der Spielzeit wurde die Mannschaft von Heinz Waschkewitz und Frank Baumhof betreut. Am Ende lagen beide Vereine punktgleich auf dem 3. Tabellenplatz. Da Othetal jedoch eine um 27 Tore bessere Tordifferenz aufwies, stieg man als dritte Mannschaft aus dieser Staffel in die Kreisliga B auf.

 

 

Pokal

 

Im Achtelfinale um den Kreispokal Oberberg erwartete die Verbandsligamannschaft des SSV Marienheide am 4. August 1994 auf heimischen Platz den B-Kreisligisten TuS Homburg-Bröltal. Zwar galt Marienheide in diesem recht umgleichen Duell vor Spielbeginn schon als Favorit, dass sich die Begegnung dann so einseitig entwickelte, konnte nun auch niemand ahnen. Von der ersten Minute an waren die vier Klassen höher spielenden Marienheider, die zudem nahezu in Stammbesetzung angetreten waren, den Gästen in jeder Beziehung überlegen. Es war ein Spiel auf ein Tor, und wenn die Gäste mal über die Mittelinie kamen, dann meistens nur beim Anstoß, und derer gab es reichlich. Schon zur Pause führte der SSV mit 9:0, und auch die zweite Halbzeit sollte für die bedauernswerten Gäste nicht besser werden. Eine  Minute vor Schluß stand es 18:0 für die Hausherren, als der Schiedsrichter noch einmal auf den Elfmeterspunkt zeigte. Nun wollte sich auch SSV-Torwart Uwe Schneider in die lange Torschützeliste eintragen, setzte den Ball aber neben das Tor, so dass es bei diesem Ergebnis blieb. In diesem geschichtsträchtigen Spiel traf Torsten Meirich fünfmal, Manfred Tombers, Peter Schinkowski und Wolfgang Kamp jeweils dreimal, Bernd Kausemann, Joey Ebert und Cemal Salkimtas jeweils einmal, dazu traf der Gegner einmal ins eigene Netz.

 

Am 24. August 1994 trafen sich im Gummersbacher Stadion die Mannschaften des Verbandsligisten SSV Marienheide und des Bezirksligisten TuS Wiehl zum Endspiel um den Kreispokal Oberberg. Die favorisierte Mannschaft von Trainer Helmut Schulte begann das Spiel entsprechend offensiv. Zwar standen die von Trainer Andreas Harnisch taktisch hervorragende eingestellten Wiehler sehr tief, durch ihre schnellen Konter legten die die Abwehr der Marienheider immer wieder offen. In der 21. Minute spielte sich Mike Selbach nach einem Fehler von SSV-Libero Andre Zanter über die rechte Seite durch, und seinen Rückpass verwertete Sascha Obst zur 1:0 Führung. In der Folgezeit vergaben Torsten Meirich und Jörg Telgheider eine gute Chance zum Ausgleich, denn Verteidiger Lars Kuck rettete auf der Linie. In der 37. Minute wurde SSV-Spieler Slobodan Grbesa nicht rechtzeitig angegriffen, so dass er mit einem harten Schuss von der Strafraumgrenze unhaltbar für Wiehls Torwart Andreas Novak zum 1:1 ausgleichen konnte. Kurz vor der Pause flankte Sven Hanak in den Wiehler Strafraum und Torjäger Jörg Telgheider köpfte zur durchaus verdienten 2:1 Führung ein. Nur eine Minute bot sich Manfred Tombers eine weitere Großchance, dabei scheiterte er jedoch an Wiehls Torwart Andreas Novak Nach dem Wechsel drängten die Wiehler auf den Ausgleich und setzten die zwei Klassen höher spielenden Marienheide gehörig unter Druck. Als Thorsten Wirths im Strafraum elfmeterwürdig gefoult wurde, bleib die Pfeife des Schiedsrichters stumm, dafür zeige er wenige Minuten später auf den Punkt, als Mike Selbach von Grbesa deutlich erkennbar vor dem Strafraum gefoult wurde, quasi als Konzessionsentscheidung. Sascha Obst war es egal, er drosch den Ball mit Wucht zum 2:2 unter die Latte. In der Folgezeit suchten beide Mannschaften die Entscheidung, wobei vor allem Torwart Novak dreimal glänzend gegen Tombers, Telgheider und Meirich parieren konnte. Als sich dann die Zuschauer und Offiziellen bereits langsam auf eine Verlängerung einstellten, nahm Sven Hanak vier Minuten vor Schluss einen Ball von Wolfgang Kamp auf und sorgte mit seinem Tor zum 3:2 für die Entscheidung in diesem durchaus ausgeglichenen Spiel.

 

 

 

Spielzeit 1995 / 96

 

 

Kreisliga B

 

In der Kreisliga B, Staffel 4 stand die Reservemannschaft des SV Morsbach punkgleich mit der SpVgg Holpe-Steimelhagen an der Tabellenspitze.

In ihrer Aufstiegsrunde belegte sich dann mit drei Punkten Vorsprung auf die SpVg Wallerhausen den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A auf

In der Abstiegsrunde belegte die Reservemannschaft des TuS Brüchermühle mit acht Punkten Rückstand auf die Reserve des RS 19 Waldbröl, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga C absteigen

 

 

Spielzeit 1996 / 97

 

 

Bezirksliga

 

In der Bezirksliga belegte der SV Morsbach mit acht Punkten Rückstand auf den RS 19 Waldbröl, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den vorletzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga A Oberberg absteigen

Als zweiter Vertreter aus dem Oberbergischen musste der TuS Derschlag die Klasse in Richtung Kreisliga A verlassen. Sieben Punkten Rückstand auf den RS 19 Waldbröl reichten nur zum drittletzten Tabellenplatz. Auch der kurzfristige Trainerwechsel von Siegfried Jarosch auf Nico Dragoumenis konnte die Mannschaft nicht vor dem Abstieg retten

 

 

Kreisliga A

 

An der Spitze entbrannte ein Zweikampf zwischen den Mannschaften des TuS Elsenroth und des SV Schnellenbach. Zur Winterpause standen sie noch punktgleich auf Platz 1. In der Rückserie leistete sich Schnellenbach jedoch einige recht unnötige Punktverluste, so dass Elsenroth vor dem 28. und drittletzten Spieltag einen Vorsprung von fünf Punkten auf den Konkurrenten hatte und diesen zudem an der heimischen Kreuzheide empfangen konnte. Zwar glaubte an diesem Sonntag, [i]dem 11. Mai 1997 niemand wirklich, dass man sich in Elsenroth die Meisterschaft noch nehmen ließ, aber zumindest gab es noch eine theoretische Ungewissheit.

Von Beginn an zeigte die von Spielertrainer Frank Jost hervorragend eingestellte und auf hohem technischen Niveau spielende Elsenrother Mannschaft ihren Siegeswillen und ließ dem vermeintlichen Konkurrenten keine wirkliche Chance. In der 20. Minute brachte Tim Poos die Hausherren mit 1:0 in Führung und vertrieb damit auch den letzten Hauch von Nervosität. In der 40. Minute erhöhte Spielertrainer Jost auf 2:0. Kurz vor der Pause entstand dann eine Unruhe auf dem Platz, als der Schiedsrichter den Elsenrother Stefan Schmidt mit einer sehr zweifelhaften gelb-roten Karte vom Platz stellte. Elsenroth war zwar nur noch zu Zehnt, beherrschte aber auch weiterhin das Spiel.

Mit dem beruhigenden Vorsprung von 2:0 wurden dann auch die Seiten gewechselt. Nach dem Wiederanpfiff war von der Mannschaft von Spielertrainer Patrick Dörmbach kein wirkliches Aufbäumen erkennbar, sie hatte sich wohl bereits mit der Niederlage abgefunden. Als Poos in der 55. Minute Schnellenbachs Torwart Axel Brachthäuser zum dritten Mal überwinden konnte, begann an der Kreuzheide das große Feier. Die restliche halbe Stunde spielte Elsenroth dann routiniert runter. Frank Jost gelang in der 80. Minute gar das 4:0.

Als der Schiedsrichter das einseitige Spiel nach 90 Minuten abpfiff, hatte der TuS Elsenroth mit dem erstmaligen Aufstieg in die Bezirksliga den größten Erfolg in der 84-jährigen Vereinsgeschichte errungen. Dazu meinte der 1. Vorsitzende des TuS Elsenroth: „Der größte Anteil an diesem Erfolg gebührt unserem Spielertrainer Frank Jost und der unglaublich tollen Kameradschaft innerhalb der Mannschaft.

 

Als drittletzten traf es die Mannschaft der DJK Gummersbach. Die Truppe von Trainer Helmut Braun fing die Spielzeit mit einem 4:2 Erfolg über den VfR Marienhagen eigentlich sehr gut an, und stand nach dem zweiten Spieltag auf dem 2. Tabellenplatz. Dann wurde die Mannschaft jedoch durchgereicht, stand aber erst am vorletzten Spieltag zum ersten Mal auf dem Abstiegsplatz, der direkte Konkurrent SSV Wildbergerhütte gewann halt die beiden letzten Spiele, während man selber einmal Unentschieden spielte und nur das letzte Spiel gewann, die beiden Punkte fehlten am Ende.

Vorletzter wurde die Griechenmannschaft des TuS Derschlag und bereits länger als Absteiger stand die Reservemannschaft des SV Morsbach fest

 

 

Kreisliga B

 

In der Kreisliga B, Staffel 1 belegte die TuRa Dieringhausen mit zwei Punkten Vorsprung auf den TuS Brüchermühle den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A auf

Absteigen aus dieser Staffel in die Kreisliga C musste hingegen die Reservemannschaft der SpVg Dümmlinghausen, die mit einem Punkt Rückstand auf die Reserve des BSV Bielstein, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den vorletzten Tabellenplatz belegte

 

In der Staffel 2 belegte die SpVg Wallerhausen unter Trainer Klaus Füchtey mit sechs Punkten Vorsprung auf den SSV Denklingen den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A auf

 

 

Kreisliga C

 

In der Kreisliga C, Staffel 2 belegte die Reservemannschaft der DJK Gummersbach punktgleich mit der Reservemannschaft des TuS Eckenhagen, den 1. Tabellenplatz. Das Entscheidungsspiel um die Staffelmeisterschaft gewann Gummersbach mit 2:1 und stieg damit in die Kreisliga B auf

 

 

 

Spielzeit 1997 / 98

 

 

Kreisliga A

 

In der Kreisliga A belegte die Reservemannschaft des SSV Marienheide mit einem Punkt Vorsprung auf den TuS Eckenhagen den 1. Tabellenplatz und stieg damit direkt in die Bezirksliga auf.

 

Dem Tabellenzweiten TuS Eckenhagen bot sich jedoch die Möglichkeit, über eine Relegationsrunde ebenfalls aufzusteigen.

Nachdem Eckenhagen die ersten beiden Spiele gegen den SV Bechen mit 2:2 und gegen Ataspor Porz mit einem 3:3 jeweils unentschieden spielte, mußte man am dritten Spieltag gegen den TuS Untereschbach unbedingt gewinnen, um seine Aufstiegschancen überhaupt noch zu wahren. Letztlich gewann Eckenhagen gegen Untereschbach knapp mit 3:2. Da aber zur selben Zeit der bis dato führende SV Bechen gegen Ataspor Köln mit 0:1 verlor, stand Eckenhagen nunmehr, jedoch punktgleich mit Ataspor an der Tabellenspitze. Beide Mannschaften wiesen auch dieselbe Tordifferenz, nämlich plus eins, auf. Jedoch hatte Eckenhagen mehr erzielte Tore als Ataspor aufzuweisen, belegte deshalb den 1. Tabellenplatz und schaffte damit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Aufstieg in die Bezirksliga.

 

Im unteren Bereich belegte die TuRa Dieringhausen mit 26 Punkten Rückstand auf den SSV Wildbergerhütte abgeschlagen den vorletzten Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga B ab

 

 

Kreisliga B

 

In der Kreisliga B, Staffel 1 wurde der BSV Viktoria Bielstein mit acht Punkten Vorsprung auf die DJK Gummersbach den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A auf.

Die DJK Gummersbach unter ihrem Trainer Börny Alzer war schlecht in diese Saison gestartet, Bereits im November zu einem Trainerwechsel. Klaus Füchtey übernahm das Amt von Börny Alzer. In der Winterpause stand die DJK noch auf Platz 6, spielte sich im Verlauf der Rückrunde ab stetig nach oben. Am Ende belegte die DJK Gummersbach mit einem Punkt Vorsprung auf den VfL Berghausen den 2. Tabellenplatz und stieg damit ebenfalls in die Kreisliga A auf

In unteren Bereich belegte die Reservemannschaft der TuRa Dieringhausen mit 14 Punkten Rückstand auf den TuS Weiershagen, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, abgeschlagen den letzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga C  absteigen.

 

In der Staffel 2 belegte die Reservemannschaft des SV Morsbach mit acht Punkten Vorsprung auf den TuS Homburg-Bröltal den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A auf

 

 

Kreisliga C

 

In der Staffel 2 belegte die Reservemannschaft des TuS Othetal unter Trainer Frank Jungjohann mit zwei Punkten Vorsprung auf die Reserve des SSV Nümbrecht den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga B Oberberg auf

 

 

 

Junioren

 

Die A-Juniorenmannschaft des RS 19 Waldbröl belegte in der Bezirksliga Mittelrhein mit zwei Punkten Rückstand auf den TuS Wiehl den 2. Tabellenplatz.

In den folgenden Aufstiegsspielen gewann Waldbröl in drei Spielen gegen den FC Pesch und stieg damit in die Verbandsliga Mittelrhein auf

 

 

Freundschaftsspiel

 

Am 30. April 1998 empfing der Bezirksligist TuS Wiehl im heimischen Wiehltalstadion den Zweitligisten Fortuna Köln zu einem Freundschaftsspiel. Vor 600 Zuschauern entwickelte sich ein munteres Spiel, in dem die Amateure gegen die Profis aus der Domstadt über weite Strecken sogar recht gut mitspielen konnten und sich im Verlauf doch einige gute Torchancen erspielten. Bei der Fortuna spielten mit Zoran Milinkovic und Alexander Besser zwei Gastspieler mit, die unter den Augen von Trainer Bernd Schuster besonders glänzen wollten und von daher im Mittelfeld sehr viel Druck machen. In der 11. Spielminute köpfte Edgar Schmitt einen Eckball zur 1:0 Gästeführung ein. Fünf Minuten später erhöhte Rainer Schütterle mit einem wuchtigen Distanzschuss auf 2:0. Bis dato hatte Gäste-Torwart Wolfgang Wiesner noch keinen einzigen Ballkontakt. Nach dem 2:0 kamen die Wiehler jedoch immer besser ins Spiel, konnten vor allem die Abwehr stabilisieren. so dass es zur Pause immer noch 2:0 stand. Kurz nach Wiederanpfiff besorgte abermals Schmitt das 3:0. Die Fortuna spielte natürlich flüssiger und druckvoller, wodurch sich für die Gäste immer wieder gute Torchancen ergaben. Dirk de Witt erzielte in der 54. Minute das 4:0. Nach einer guten Stunde wurde Wiehls Torjäger Patrick Engelbreit acht Meter vor dem gegnerischen Tor frei gespielt doch dann rutschte ihm der Ball über den Spann und vergab damit die bis dahin beste Chance zum Ehrentreffer. Dann sorgte Matthias Mink für das Tor des Monats, als er den Ball quer in der Luft liegend volley traf und zum 5:0 verwandelte. Mit seinem zweiten Tor erzielte de Witt das sechste Tor für die Fortuna. Fünf Minuten vor dem Schluss wurden die Bemühungen der Hausherren dann endlich belohnt. Gegen die weit aufgerückte Kölner Abwehr starteten die Wiehler einen mustergültigen Angriff, den Björn Lob mit dem Ehrentreffer zum 1:6 erfolgreich abschloss. Bei diesem respektablen Ergebnis blieb es dann bis zum Schlusspfiff.

 

 

 

Spielzeit 1998 / 99

 

 

 

Bezirksliga

 

Zwar war der SSV 08 Bergneustadt auch in der Spielzeit 1997 / 98 als Mitfavorit auf den Meistertitel der Bezirksliga Mittelrhein, Staffel 1 gestartet, doch konnte die Mannschaft die Erwartungen nicht erfüllen und landete am Ende auf einem enttäuschenden 5. Platz. Dies sollte sich jedoch in der Spielzeit 1998 / 99 ändern.

Zunächst wurde mir Frank Jost ein neuer Trainer engagiert. Dieser konnte beim TuS Wiehl und beim SSV Marienheide zunächst seine spielerischen Fähigkeiten zeigen. Zudem vermochte er auch als Trainer zu überzeugen. Nicht  nur, dass er mit dem TuS Elsenroth souverän die Kreismeisterschaft gewann, er schaffte es auch, die Bezirksliga ebenso überzeugend zu halten.

Zwar musste der SSV insgesamt zehn Abgänge verkraften, doch konnten im Gegenzug neun zum Teil hochkarätige Spieler angeworben werden, darunter mit Andreas Novak, Börny Alzer, Viktor Köhn, Stefan Witt und Slobodan Grbesa, allesamt überdurchschnittliche Fußballer.

Trotzdem steckte Jost die Erwartungen nicht zu hoch, „Der fünfte Platz aus dem Vorjahr ist das Maß aller Dinge, jeder Platz besser wäre für mich eine Überraschung.“

Doch bereits am 1. Spieltag zeigte sich das enorme Potential dieser Mannschaft. Nach Toren von Kai Schillingmann, Stefan Witt, Domenico Porco, Frank Trapp und Willi Kanelias wurde der TuS Wiehl mit 8:2 nach Hause geschickt. Auch wenn das Lokalderby auf heimischen Platz gegen Baris Spor Hackenberg mit 2:3 verloren ging, stand man in der Winterpause hinter dem großen Favoriten ESV Gremberghoven auf dem 2. Tabellenplatz. Das stellte einen großen Erfolg dar, zumal  in dieser Spielzeit auch der 2. Platz aufstiegsberechtigt war.

Auch in der Rückrunde setzte die Mannschaft zunächst konsequent die Vorgaben von Trainer Jost um. Am 22. Spieltag wird der bisherige Tabellenführer Gremberghoven auf dem Stentenberg in einem begeisternden Spiel mit 5:3 besiegt.

Doch schon am nächsten Spieltag zeigte der SSV seine andere Seite, als sie beim Vorletzten SV Altenberg unmotiviert und innerlich zerstritten mit 2:3 verlor. Unmittelbar nach dem Spiel erklärte ein verärgerter und zutiefst enttäuschter Frank Jost seinen sofortigen Rücktritt als Trainer. „Die Mannschaft hat Potential, ich bin ehrgeizig, aber es wird  nicht umgesetzt. Wir haben Spieler, die ihr Ego nicht der Mannschaft unterordnen können. Ich hoffe, dass die Mannschaft jetzt wachgerüttelt ist und den Aufstieg in die Landesliga noch schafft“

Die Mannschaft zeigte sich betroffen und begab sich noch in der Woche geschlossen zu Jost, um ihn zu bitten, seinen Entschluss noch einmal zu überdenken. Letztlich trat Jost von seinem Rücktritt zurück, am Wochenende besiegte die Mannschaft den unmittelbaren Verfolger Union Rösrath mit 2:1.

Am 27. Spieltag spielte der SSV beim Heiligenhauser SV. Zwar gingen die Hausherren nach einer Stunde mit 1:0 in Führung, doch Volker Haselbach und zweimal Slobodan Grbesa sorgten für einen letztlich verdienten 3:1 Erfolg. Durch diesen Sieg war dem SSV der 2. Tabellenplatz auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen und damit der insgesamt vierte Aufstieg in die Landesliga perfekt.

 

Im April hatte der Vorstand des TuS Eckenhagen die 1. Mannschaft aus dem laufenden Spielbetrieb der Bezirksliga abgemeldet. Der TuS Eckenhagen wurde in der Tabelle an die vorletzte Stelle (Istanbulspor Köln hatte sich bereits vorher abgemeldet) gesetzt, und stieg damit am Ende dieser Spielzeit in die Kreisliga A ab.

 

Die Mannschaft des TuS Elsenroth belegte mit 14 Punkten Rückstand auf den TuS Wiehl, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den drittletzten Tabellenplatz, und musste damit in die Kreisliga A absteigen

 

Die Reservemannschaft des SSV Marienheide belegte mit sechs Punkt Rückstand auf den TuS Wiehl den viertletzten Tabellenplatz.

 

In der folgenden Relegationsrunde belegte der SSV nach Niederlagen gegen den RS 19 Waldbröl und dem RSV Rath-Heumar sowie einem Unentschieden am letzten Spieltag gegen den TuS Immekeppel jedoch nur den letzten Tabellenplatz und stieg damit ebenfalls in die Kreisliga A ab.

 

 

Kreisliga A

 

In der Kreisliga A belegte der SV Hermesdorf mit sieben Punkten Vorsprung auf den ewigen Rivalen RS 19 Waldbröl auf dem 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Bezirksliga Mittelrhein auf.

 

In der folgenden Aufstiegsrunde gewann Waldbröl gegen die Reservemannschaft des SSV Marienheide, den TuS Immekeppel und den RSV Rath-Heumar und stieg somit ebenfalls in die Bezirksliga Mittelrhein auf

 

Am Tabellenende belegte die DJK Gummersbach unter Trainer Klaus Füchtey mit vierzehn Punkten Rückstand auf den VfL Gummersbach den drittletzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga B absteigen

 

Bereits länger als Absteiger stand die Reservemannschaft des SV Morsbach fest, der Verein hatte diese im Verlauf dieser Spielzeit aus dem laufenden Spielbetrieb zurückgezogen

 

 

Kreisliga B

 

In der Kreisliga B, Staffel 1 belegte der TuS Weiershagen mit sieben Punkten Rückstand auf die Reservemannschaft des VfR Marienhagen, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga C absteigen.

 

In der Staffel 2 belegte die Reservemannschaft der DJK Gummersbach mit nur einem gewonnenen Punkt und 16 Punkten Rückstand auf die Reserve des SV Frömmersbach, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz steht, abgeschlagen den letzten Tabellenplatz und muss damit in die Kreisliga C absteigen

 

 

Freundschaftsspiel

 

Am 6. August 1998 verliert der TuS Wiehl vor 100 Zuschauer im heimischen Stadion in einem Freundschaftsspiel gegen den tunesischen Verein CSS Sfaxien mit 0:2. Der aktuelle Afrika-Pokalsieger, der vom renommierten deutschen Trainer Eckhard Krautzun betreut wird, zeigte zwar von Beginn an ihre spielerische Überlegenheit, konnte sich jedoch keine nennenswerte Torchance herausspielen. Zumal die Wiehler Abwehr von ihrem Trainer Ingo Krämer sehr gut eingestellt worden war. So stand es zur Pause noch torlos 0:0 unentschieden. Zur zweiten Halbzeit wechselte Krautzun vier aktuelle Nationalspieler ein, die auch zum Kader der tunesischen Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft in Frankreich gehörten. Damit wurde das Spiel der Gäste zielstrebiger und druckvoller. In der 55. Minute verhinderte nur der Pfosten die 1:0 Führung, doch nur zwei Minuten später verwerteten die Gäste einen Abpraller nach einem erneuten Pfostenschuss zur verdienten 1:0 Führung. In der 63. Minute nutzen die Afrikaner einen Stellungsfehler in der Wiehler Verteidigung aus, und erzielten aus kurzer Distanz das 2:0. In der Schlussminute sprach der Schiedsrichter den recht gut mithaltenden Hausherren einen Elfmeter zu. Björn Lob vergab jedoch die große Chance zum Ehrentreffer und verschoss, so dass es beim 2:0 für die Gäste blieb.

 

 

 

Spielzeit 1999 / 00

 

 

 

Kreisliga A

 

In der Kreisliga A belegte der TuS Homburg-Bröltal unter Trainer Dieter Jacobs mit neun Punkten Vorsprung auf den SSV Wildbergerhütte den 1. Tabellenplatz und stieg in die Bezirksliga Mittelrhein auf.

 

Nach anfänglichen Schwierigkeiten fing sich der SSV Wildbergerhütte unter ihrem Trainer Helmut Braun und konnte sich in der Spitzengruppe der Kreisliga A Oberberg festsetzen. Nach einer 0:2 Niederlage am 28. Spieltag im Spitzenspiel gegen den Tabellenführer TuS Homburg-Bröltal hatte der SSV zwar keine Chance mehr auf die Meisterschaft und den damit verbundenen direkten Aufstieg in die Bezirksliga, doch bot sich ihnen als Tabellenzweiter in einer Relegationsrunde eine weitere Chance. Dazu traf man auf den Zweiten der Kreisliga A Köln, Borussia Kalk, die gemeinhin als Favorit für den Aufstieg halten, dem zweiten aus der Kreisliga A Rhein-Berg, dem SV Linde und dem Tabellen-dreizehnten der Bezirksliga, dem SV Altenberg. Der Sieger dieser Relegationsrunde schaffte den Aufstieg in die Bezirksliga

Im ersten Spiel der Relegationsrunde verlor der SSV Wildbergerhütte vor 300 auf heimischen Platz gegen Borussia Kalk mit 1:2. Nach einem ausgeglichenen Spiel stand es zur Pause noch torlos 0:0 unentschieden. Kurz nach Wiederanpfiff brachte Rafael Gilbert die Kölner mit 1:0 in Führung. Der eingewechselte Oliver Lange schaffte zwar den Ausgleich, doch Jörg Lange sorgte dann für Kalks knappen Erfolg.

Im zweiten Spiel gewann der SSV Wildbergerhütte beim SV Linde mit 1:0. Von Beginn an zeigten die sehr motiviert auftretenden Gäste ihren Siegeswillen und bestimmten das Spiel. Dennoch mussten Spieler und Anhänger bis zu 70. Minute warten, ehe Onur Özdemir zum erlösenden 1:0 traf. Erst in der Schlussphase kam Linde zu einigen, jedoch zumeist ungefährlichen, Torchancen.

Im dritten Spiel gewann der SSV Wildbergerhütte in Engelskirchen gegen den SV Altenberg mit 2:0. Zwar bestimmten die Oberberger weitgehend das Spiel, doch zeigte sich allzu deutlich, dass Torjäger Onur Özdemir verletzungsbedingt fehlte. In der 72. Minute traf Niclas Müller mit einem Heber aus mehr als 30 Metern, und weil es gut geklappt hatte, machte er es in der 85. Minute noch einmal.

In der Schlusstabelle belegte der SSV hinter Aufsteiger Borussia Kalk den undankbaren zweiten Tabellenplatz

 

 

Kreisliga B

 

In der Kreisliga B, Staffel 1 marschierte der TSV Ründeroth unter Trainer Klaus-Dieter Stenzel von Beginn an vorneweg. Zur Winterpause hatte man bereits 12 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten, der Reservemannschaft des TuS Derschlag. Nachdem man am 22. von 30 Spieltagen den Tabellenzweiten SV Wiedenest mit 3:0 besiegt hatte, stand die Meisterschaft fest. Am Ende belegte der TSV  mit 27 Punkten Vorsprung auf die Reservemannschaft des TuS Derschlag, bei einem Torverhältnis von 151:27 den 1. Tabellenplatz und stieg damit wieder in die Kreisliga A auf.

 

In der Staffel 2 lag die Reservemannschaft des RS 19 Waldbröl in der Winterpause mit neun Punkten Rückstand auf einem schier aussichtslosen fünften Tabellenplatz. In der Rückrunde fand Trainer Uwe Wisser scheinbar die richtigen Worte und die Mannschaft um Spielführer Markus Kardel die richtige Einstellung. Während die Konkurenten vor ihnen Punkt um Punkt einbüßten, startete Waldbröl durch. Bei lediglich fünf Gegentoren wurden nur Siege eingefahren. Als man dann am vorletzten Spieltag selber mit 6:1 gegen die Reservemannschaft des TuS Wiehl gewann und gleichzeitig die schärfsten Konkurrenten des TuS Reichshof und der SpVg Rossenbach Federn ließen, konnte Waldbröl die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Kreisliga A Oberberg feiern. In der Abschlusstabelle hatte man letztlich drei Punkte Vorsprung auf die SpVg Rossenbach.

Absteigen aus dieser Staffel in die Kreisliga C muss hingegen die Reservemannschaft des TuS Eckenhagen, die mit 13 Punkten Rückstand auf den 1. FC Reichshof, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz steht, den letzten Tabellenplatz belegte

 

 

Kreisliga C

 

Die Spielzeit der Kreisliga C, Staffel 2 wurde diesmal vor allem von den Leistungen der Reservemannschaft des TuS Homburg-Bröltal geprägt. Unter der Leitung von Frank Sellau setzte sich die Mannschaft sicher gegen ihre Konkurrenten durch. Es war genau die richtige Mischung aus erfahrenen Spielern, die teilweise ihre langjährige Erfahrung aus der 1. Mannschaft mitbrachten und jungen ehrgeizigen Spielern, die diese Mannschaft so erfolgreich machte. Hinzu kam, dass Torwart Oliver Holzhausen eine tolle Saison hinlegte und der Mittelfeldmotors Alexander Wilhelm immer den richtigen Takt schlug, so dass man in der Abschlusstabelle ganze elf Punkte Vorsprung auf die 3. Mannschaft des BSV Viktoria Bielstein hatte.

 

 

Pokal

 

TuS Homburg-Bröltal stand das erste Mal im Endspiel um den Kreispokal Oberberg, musste sich dem Ligakonkurrenten TuS Derschlag jedoch mit 1:2 geschlagen geben.

 

 

Junioren

 

Am 14. März 2000 gewann die A-Juniorenmannschaft des RS 19 Waldbröl im Achtelfinale um den Mittelrheinpokal beim Regionallisten 1. FC Köln mit 3:1. Die aus einer verstärkten Deckung heraus operierenden Gäste gingen in der 30. Minute nach einem Konter durch Ahmet Suicmez mit 1:0 Führung. Zwar kamen die Kölner durch den ehemaligen Waldbröler Michael Loch zum 1:1 Ausgleichstreffer, doch sorgten zwei weitere Kontertore von Suicmez für die große Überraschung.

 

 

Verein

 

Im Jahr 2000 drohte die Insolvenz der überschuldeten Handballabteilung des VfL Gummersbach auch die Fußballer zu erfassen. So löste sich die Fußballabteilung aus dem Gesamtverein und gründete sich im März 2000 unter dem Namen 1. FC Gummersbach neu

 

 

 

Spielzeit 2000 / 01

 

 

 

Verband

 

Am 3. Mai 2001 fand in Ründeroth der 1. Kreistag des neugegründeten Fußballkreises Berg statt. Bei den Vorstandwahlen wählten die anwesenden Vereinsvertreter zunächst den Frielingsdorfer Rolf Müller zum 1. Vorsitzenden, anschließend den Ohlhagener Detlef Baldauf zum stellvertretenden Vorsitzenden. Harald Langusch wurde neuer Vorsitzender der Kreisspruchkammer. Beisitzer der Spruchkammer wurden u. a. Gerd Feige, Wilhelm Wardenbach und Peter Windhof

 

 

Kreisliga A

 

Vor dem letzten Spieltag der Kreisliga A am 13. Mai 2001 standen mit dem FV Wiehl und dem TuS Derschlag zwei Mannschaften punktgleich an der Tabellenspitze. Dabei hatten die Derschlager eine um fünf Tore bessere Tordifferenz. Am 26. Spieltag empfingen die Derschlager am heimischen Epelberg die Reservemannschaft des RS 19 Waldbröl, während die Wiehler zum Absteiger nach Nümbrecht mussten. Bereits in der 8. Spielminute bot sich dem Derschlager Sascha Obst die große Chance, die erste Weiche für die Meisterschaft zu stellen, allerdings schoss er einen Foulelfmeter Waldbröls Torwart Schindhelm direkt in die Arme. Doch nur fünf Minuten später brachte Andreas Bujock Derschlag mit einem herrlichen Volleyschuss mit 1:0 in Führung. Fast zur selben Zeit führte Wiehl nach einem Tor von Frank Jost ebenfalls mit 1:0. Beide Spitzenmannschaften drängten nun darauf, diese Führung auszubauen. Vor allem Sascha Obst erwischte einen gebrauchten Tag, was er sich auch alles an guten Chancen erarbeitete, vergab er. Aber auch Ralf Lau und Rudi Giebler machten es nicht besser. Hingegen trafen die Wiehler in Nümbrecht wie sie wollten, zweimal Christoph Klein sowie Lars Kuck machten recht schnell aus dem 1:0 ein 4:0, und durch zwei weitere Tore von Torsten Hennecken hatten die Wiehler den Fünf-Tore-Vorsprung der Derschlager bereits zur Pause ausgeglichen. Nach Wiederanpfiff wurden die Mannen von Trainer Ralph Köhler immer nervöser, außer einem Pfostenschuss des unglücklichen Obst sprangen keine großen Chancen mehr heraus. Zudem ließ man die Gäste immer mehr ins Spiel kommen, so dass es eher nach dem Ausgleich als nach dem 2:0 aussah. Negativer Höhepunkt war eine Keilerei zwischen Derschlags Ali Demirkaya und Waldbröls Mike Selbach, nach der beide Spieler vom Schiedsrichter die Rote Karte erhielten. In Derschlag tat sich dann nichts mehr. In Nümbrecht herrschte indes pure Euphorie, die Wiehler spielten sich in einen Rausch, zumal sie von den Schwierigkeiten der Derschlager auf dem Laufenden waren, und ließen den bedauernswerten Hausherren absolut keine Chance. Mit seinem dritten Tor erhöhte Hennecken auf 7:0, und als Stefan Schmidt kurz darauf das 8:0 erzielte, verließ Kreisvorsitzender Folkmar Becher den Epelberg um schnellstmöglich nach Nümbrecht zu kommen. Christoph Klein und Frank Jost sorgten in der Zwischenzeit sogar für ein zweistelliges Ergebnis. Pünktlich mit dem Abpfiff erschien Becher auf dem Sportplatz um Wiehls Kapitän Hennecken feierlich die Meisterschale zu überreichen.

In der Relegationsrunde um den Aufstieg in die Bezirksliga sollte Wiehl dann aber am TuS Homburg-Bröltal scheitern.

 

Am Tabellenende war es am letzten Spieltag nicht ganz so spannend. Der TuS Elsenroth und der SSV Homburg-Nümbrecht standen abgeschlagen auf den beiden letzten Tabellenplätzen und waren auch theoretisch schon lange abgestiegen.

Der BSV Viktoria Bielstein belegte den drittletzten Tabellenplatz, doch als feststand, dass der Meister FV Wiehl den Aufstieg in die Bezirksliga verpasst hatte musste auch der BSV den bitteren Weg in die Kreisliga B antreten.

 

 

Kreisliga B

 

In der Kreisliga B, Staffel 1 belegte die TuRa Dieringhausen mit zwölf Punkten Vorsprung auf den TuS Belmicke den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A auf. Absteigen in die Kreisliga C musste die Reservemannschaft des BSV Bielstein, die mit zehn Punkten Rückstand auf die Reserve des SV Schnellenbach auf dem letzten Tabellenplatz stand

In der Staffel 2 belegte der SSV Denklingen unter Trainer Boro Rados mit sieben Punkten Vorsprung auf den TuS Eckenhagen den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A auf

 

 

Kreisliga C

 

In der Kreisliga C, Staffel 1 belegte die DJK Gummersbach mit sechs Punkten Vorsprung auf die Reservemannschaft des VfR Marienhagen den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga B auf

 

 

Pokal

 

Am 6. September 2000 standen sich in Derschlag im Endspiel um den Kreispokal Baris Spor Hackenberg und der RS 19 Waldbröl gegenüber. Bei strömenden Regen verfolgten knapp 250 Zuschauer diese Begegnung, in der die türkischen Fans bereits nach vier Minuten jubeln konnten, denn Viktor Köhn hatte Baris mit 1:0 in Führung gebracht, jedoch unter gütiger Mithilfe von Waldbröls Torwart Uwe Schupp, der den an sich harmlosen Schuss ins eigene Tor faustete. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt. In der zweiten Halbzeit kamen die Waldbröler immer besser ins Spiel, so war es auch durchaus verdient, als Sebastian Schneider in der 51. Minute zum 1:1 Ausgleichstreffer traf. Beide Mannschaften vergaben in der Folge weitere gute Torchancen, so dass es beim Schlusspfiff unentschieden stand. In der Verlängerung kam Baris wieder besser ins Spiel. Harry Werner brachte die Türken in der 97. Minute erneut in Führung. Dann ging es Schlag auf Schlag. In der 105. Minute musste zunächst einer von Waldbröls besten Frank Engelbert mit gelb-rot vom Platz, dann schied auch Ahmet-Ali Suicmez verletzungsbedingt aus, so dass RS nur noch neun Spieler auf dem Platz hatte. Keine Minute später erhöhte Köhn auf 3.1 und sorgte damit für die Entscheidung. Seine zwei weiteren Tore zum Endstand von 5:1 waren nur noch schmückendes Beiwerk.

 

Hackenberg:

Andreas Roemmer, Caner Sengün, Ergün Yücebas, Murat Sarica, Robert Hess, Seyfettin Yilmaz [Kara], Burak Kuzu [Yalcin Sarica], Harry Werner, Ahmet Cinar [Rusen Soylu], Vedat Demirtas, Viktor Köhn

 

Waldbröl:

Uwe Schupp, Michael Wickler, Andreas Baum, Daniel Hoffmann, Sebastian Schneider [Izo Cakic], Torsten Neef, Andreas Engelbert (ab 46. Hendrik Lennarz), Refajet Dauti [46. Fitim Dauti], Ahmet Suicmez, Daniel Schröder, Frank Engelbert

 

 

Junioren

 

In der Verbandsliga Mittelrhein belegte die A-Juniorenmannschaft des RS 19 Waldbröl mit vier Punkten Vorsprung auf Fortuna Köln den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Regionalliga West, der höchsten deutschen Jugendstaffel auf

 

 

 

Spielzeit 2001 / 02

 

 

Bezirksliga

 

Am 18. Mai 2002 standen sich auf dem Sportplatz in Overath-Eulenthal zum Entscheidungsspiel um den letzten Aufsteiger in die Landesliga die beiden Tabellenzweiten der Bezirksligastaffeln 1 und 2, Baris Spor Hackenberg und der FC Geistingen gegenüber. In der ersten Halbzeit sahen die knapp 1.000 Zuschauer, davon sicherlich die meisten aus dem Oberbergischen, eine spielbestimmende Geistinger Mannschaft. Sie erspielten sich einige Torchancen und waren dem Führungstreffer durchaus näher als die Hackenberger. In der Pause muss Trainer Leo Geusa die richtigen Worte gefunden haben, denn nach dem Wechsel zeigte sich eine andere Mannschaft. Baris spielte nun endlich ansehnlichen Fußball und hatte nun ebenfalls gute Tormöglichkeiten, doch beide Seiten konnten ihre teils hochkarätigen Torchancen nicht nutzen, so dass es weiterhin torlos blieb. Man bekam langsam das Gefühl, dass in dieser Begegnung vielleicht der eine Treffer die Entscheidung bringen könnte.

In der 80. Minute trat Murat Sarica einen Eckball vors Tor der Geistinger. Harry Werner verlängerte per Kopf zu Ergün Yücebas, der frei am langen Pfosten stand und den Ball aus kurzer Entfernung unhaltbar für den Torwart zum 1:0 einschob.

Hackenberg musste noch einige bange Minuten überstehen, doch endlich war ihnen mal das glück hold, welches ihnen in der Endphase dieser Spielzeit oftmals verwehrt geblieben war. Als der Schiedsrichter das spannende und doch sehr faire Spiel nach 90 Minuten abpfiff, hatte Baris sich nicht nur einen knappen Sieg sondern auch zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Zugehörigkeit zur Landesliga Mittelrhein gesichert.

Nach Spielschluss waren sich alle Verantwortlichen bewusst, dass das Spiel hätte genau so gut auch umgekehrt ausgehen können. „Uns war klar, dass die Mannschaft, die das erste Tor schießt, gewinnt", umschrieb Geschäftsführer Fevzi Cevik, wie ausgeglichen die Begegnung verlief. "Es gab so viele Chancen, wir hätten das Spiel höher gewinnen, aber auch ganz klar verlieren können"

 

Hackenberg:

Andreas Roemmer - Adem Illkay, Isa Bülbül, Murat Sarica, Seyfi Yilmaz, Ergün Yücebas [ab 81. Yalcin Sarica], Burak Kuzu, Harry Werner, Arthur Schilke [ab 46. Ahmet Cinar],
Sebahattin Yilmaz, Viktor Köhn [ab 89. Ugur Karakavuz]

 

 

Kreisliga A

 

In der Kreisliga A, Staffel Ost belegte der SV Hermesdorf unter Trainer Roland Golombeck mit zwölf Punkten Vorsprung auf den FV Wiehl den 1. Tabellenplatz. In den folgenden Relegationsspielen bezwingt Hermesdorf auch den Meister der Staffel West, dem TuS Marialinden, und stieg damit in die Bezirksliga Mittelrhein auf

 

Zur Spielzeit 2001 / 02 wurde von Vereinsseite des SSV Denklingen aus eine Menge Geld in neue Spieler investiert, so dass der Kader zu Beginn der Meisterschaftsserie eine Vielzahl bekannter und vor allem guter Spieler aufwies, die das Niveau der Mannschaft erheblich anhoben. In der Kreisliga spielte man von Anfang an oben mit und stand in der Winterpause auf dem 4. Tabellenplatz. Vereinsinterne Probleme führten jedoch dazu, dass sich der Verein, in der Tabelle auf Platz 8. stehend, vor dem letzten Spieltag freiwillig aus dem Spielbetrieb zurückzog und damit als Absteiger in die Kreisliga B feststand.

 

 

Kreisliga B

 

In der Kreisliga B, Staffel 1 belegte die Reservemannschaft der SV Schnellenbach in ihrer Staffel mit neun Punkten Rückstand auf die Reserve des VfR Marienhagen, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den vorletzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga C absteigen

 

 

Kreisliga C

 

In der Kreisliga C, Staffel 2 belegte die Reservemannschaft des TuS Brüchermühle mit großem Vorsprung auf den SV Schönenbach den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga B auf

 

 

Pokal

 

Im Kreispokal des neugegründeten Fußballkreises Berg schaffte der SSV Denklingen nach Siegen über die SpVg Dümmlinghausen, dem 1. FC Gummersbach, dem SV Hermesdorf und dem SV Refrath den Einzug ins Halbfinale, wo man zwar dem TuS Immekeppel knapp unterlag, im Spiel um Platz 3 den SV Frielingsdorf jedoch besiegte, womit man sich zum einzigen Mal in der Vereinsgeschichte für den Mittelrheinpokal qualifizieren konnte.

 

Aufgrund der Ereignisse des 11. September 2001 rund um die Terror-Anschläge in den USA hatte sich der Vorstand des SSV Marienheide in Absprache mit Trainer Theo Boxberg und der Mannschaft entschlossen, zum am selben Tag terminierten Viertelfinal-Pokalspiel beim Heiligenhauser SV nicht anzutreten. "Nach Bekanntwerden dieser schrecklichen Ereignisse in den USA war der gesamte vor Ort vertretene Vorstand sowie Trainer und Spieler einer Meinung, unter diesen Eindrucken nicht ein Fußballspiel austragen zu können. Unsere Gedanken waren in diesen Stunden bei den Opfern und deren Familien", begründete  Heier Fußball-Vorstand um den Spielausschuss-Vorsitzender Giovanni Carbotta die Entscheidung

Daraufhin hatte der Technische Obmann des Fußballkreises Berg Gerhard Dittich das Spiel für den Heiligenhauser SV als gewonnen gewertet. Er zeige zwar Verständnis für die Haltung der Marienheider, dennoch müsse er aus formalen Gründen das Spiel für Heiligenhaus werten.

Aus der offiziellen Pressemittelung des Technischen Obmanns Dittich zu Entscheidung, das Spiel für Heiligenhaus zu werten: „Wie aus den Eintragungen des Schiedsrichters im Spielbericht zu entnehmen ist, konnte das Spiel nicht durchgeführt werden, weil der SSV Marienheide aufgrund der schrecklichen Vorkommnisse in den USA nicht angetreten ist. Nach bekannt werden der bedauerlichen Ereignisse ist die getroffene Entscheidung, nicht zu spielen, vollkommen zu verstehen und nachzuvollziehen. Auch besteht aus spielleitender Sicht vollstes Verständnis für eine Spielabsage, doch wäre zumindest in irgendeiner Art und Weise eine kurze Mitteilung von Nöten gewesen.
Da der SSV Marienheide aber sowohl das Schiedsrichtergespann als auch den Gegner hat anreisen lassen ohne eine Benachrichtigung an verantwortlicher Stelle zu hinterlassen, ist trotz der vertretbaren Entscheidung von Marienheide der Heiligenhauser SV aus Sicht der zu Grunde liegenden Statuen im Kreispokal eine Runde weiter und bestreitet am Dienstag, den 25.09.2001 das nächste Spiel“.

Gegen die Entscheidung hatte der SSV Marienheide Widerspruch eingelegt. Der Vorstand wollte mit diesem Einspruch nur eins erreichen, "dass nicht ein Regelwerk über menschlichen Emotionen steht und eine sportliche Entscheidung außer Kraft setzt." Carbotta weiter im Schreiben an den Fußballkreis: "Bezüglich Ihres richtigen Einwands einer vorzeitigen Mitteilung an das Schiedsrichtergespann und den Gegner können wir nur anführen, dass uns das Schiedsrichtergespann nicht bekannt war, und die hauptverantwortlichen Vorstandsmitglieder berufsbedingt erst gegen 18:45 Uhr am Sportplatz waren"

Als am 26. November 2001 in Hennef die Verbands-Spruchkammer des FV Mittelrhein über diesen Einspruch beraten wollte, zog Theo Boxberg als Vertreter des SSV Marienheide den Einspruch vor der Verhandlung überraschend zurück. „Ich habe im Namen des SSV Marienheide darauf verzichtet, die Sportgerichtsbarkeit darüber entscheiden zu lassen und den Antrag zurückgezogen. Dieser Schritt erfolgt ausschließlich aus sportlichen Gründen. Es ging uns darum, dass unsere Gründe, auf das Spiel an diesem Abend zu verzichten, moralisch nachvollziehbar waren und auch im Vordergrund standen. Und das ist uns vor der Spruchkammer auch noch einmal bestätigt worden"

Dabei wären die Chancen des SSV Marienheide gar nicht mal so schlecht gewesen, vor der Verbandsspruchkammer unter Vorsitz von Herbert Schartmann Recht zu bekommen, denn seiner Ansicht nach hatte der TO Dittrich gar kein Recht, das Spiel für die Heiligenhauser zu werten. Dies hätte er nur machen dürfen, wenn eine schriftliche Beschwerde, etwa vom Heiligenhauser SV, eingegangen wäre, und dies war nicht der Fall.

So siegte hier letztlich die sportlich faire Einstellung der Marienheider, denn erstens war der Pokal inzwischen ausgespielt worden, und ferner hätte dann auch Heiligenhaus die Möglichkeit gehabt, Einspruch einzulegen, so dass sich das Verfahren noch lange hätte hinziehen können, und womöglich auch die weitere Fortsetzung des Mittelrheinpokals blockiert wäre.

Boxberg: "Das wäre ja Wahnsinn gewesen. Die letzten Spiel hätten wiederholt werden müssen, und die nächsten Runden wären vermutlich für längere Zeit geblockt worden. Das lag nicht in unserem Interesse und auch nicht im Interesse des Sports."

Abschließend äußerte sich dann noch einmal der TO Dittich in einer Stellungnahme: Am 26.11.2001 fand in Hennef vor der Verbandsspruchkammer die Sitzung über den Einspruch vom SSV Marienheide gegen die Wertung des Pokalspiels Marienheide - Heiligenhaus statt.
Bekanntlich wurde das Spiel vom TO für Heiligenhaus gewertet da Marienheide zum Spiel aus persönlichen Gründen nicht angetreten ist.
Zwischenzeitlich wurden durch Kreis und Verbandsbeschluss alle Einsprüche von Marienheide verworfen, sodass als letzte Instanz die Verbandsspruchkammer angerufen wurde. Es kam bedauerlicherweise von der Kammer zu keinem endgültigen Beschluss, da Marienheide seinen gestellten Antrag zurücknahm.
Zu der Sitzung wurde vor allem von Vertretern des SSV Marienheide in den Pressemitteilungen erklärt, dass die getroffene Entscheidung des TO Gerhard Dittich von der VSK angezweifelt und Formfehler dem Kreis vorgeworfen wurden. Dies ist unzutreffend und wurde vom Fußballverband Mittelrhein bestätigt, wobei die getroffene Entscheidung des TO vom Beirat des Verbandes Mittelrhein in jeder Hinsicht nach den Satzungen für korrekt erklärt wurde. Die Andeutungen der Verbandsspruchkammer wurden kritisiert und widerlegt, sodass die Äußerungen von Marienheide gegenüber der Presse nicht richtig sind. Es bleibt anscheinend festzuhalten, dass entsprechend der Satzung entschieden wurde
."

 

 

Am 24. November 2001 erwartete der oberbergische B-Kreisligist SSV Denklingen in der 1. Runde um den Mittelrheinpokal auf heimischen Platz den Bezirksligisten Blau-Weiß Oedekoven. Von Beginn an ließen die Gäste mit ihrer besseren Technik die Gastgeber gar nicht erst ins Spiel kommen und gingen bereits in der 5. Minute mit 1:0 in Führung. Erst langsam konnte sich der Kreisligist lösen und sein eigenes Spiel aufbauen. Nach einer guten halben Stunde war es ein Spiel durchaus auf Augenhöhe. Zweimal Veton Ajvaci und einmal Andreas Domke vergaben jedoch gute Torchancen, und wie Effektivität aussieht, zeigte dann Oedekoven als sie in der 35. Minute mit einem Konter das 2:0 erzielten. In der Halbzeitpause gab Denklingens Trainer Klaus-Dieter Stenzel seiner Mannschaft die Order mit, den durchaus verwundbar scheinenden Gegner weiter unter Druck zu setzten. Und direkt nach Wiederanpfiff bot sich Maik Michels die größte Möglichkeit zum Anschlusstreffer, doch er verzog knapp. Erneut zeigten sich die Gäste äußerst konterstark. nach einem schnell vorgetragenen Angriff wurde Torwart Christoph Dankowski das dritte Mal bezwungen. Mit diesem Tor war das Spiel das praktisch gelaufen. Die cleveren Gäste nutzen nun die zunehmende Resignation und den Kräfteverschleiß der Oberberger und erzielten noch drei weitere Tor. Die letzte Torchance bot sich dann wieder den Hausherren, doch auch diesmal hatte Leo Lebon kein Schussglück,  so dass es beim Schlusspfiff fast standesgemäß 6:0 für Oedekoven stand. Der Erfolg war zwar verdient aber dennoch um einige Tore zu hoch, zumal die zeitweise sehr gut mitspielenden Hausherren zumindest ein Tor verdient gehabt hätte.

"Wir haben alles versucht, es hat aber nicht sollen sein. Im Endeffekt geht der Sieg natürlich in Ordnung", meinte Stenzel, „Wir haben ein gute Truppe. Und am heutigen Nachmittag hat auch die Einstellung und das Verhalten auf dem Platz gestimmt. Wenn wir den Treffer zum 1:2 machen, sind wir wieder im Spiel. Mit dem 0:3 war das Spiel dann gelaufen.

 

Denklingen:

Christoph Dankovski - Udo Schumacher, Henning Buik [55. Mamud Abadi], Ali Sevim, Maik Michels, Andreas Domke [46. Leo Lebon], Michael Kolodziej, Ivan Mrsic, Veton Ajvaci, Sven Kleinrahm, Refajet Dauti [ab 46. Joso Mrsic]

 

 

Junioren

 

In der Regionalliga West belegte die A-Juniorenmannschaft des RS 19 Waldbröl mit 13 Punkten Rückstand auf Rot-Weiss Essen, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den letzten Tabellenplatz und musste damit in die Verbandsliga Mittelrhein absteigen

 

 

 

Spielzeit 2002 / 03

 

 

 

Landesliga

 

Am 10. November 2002 erwartete der SSV Marienheide zum 12. Spieltag der Landesliga Mittelrhein an der heimischen Jahnstraße mit dem Tabellenzehnten VfL Meckenheim eine durchaus lösbar scheinende Aufgabe. Bereits in der 12. Spielminute brachte Harry Werner die Hausherren mit 1:0 in Führung. Gut zehn Minuten später erhielt ein Gästespieler die Rote Karte, so dass die Gäste nicht nur spielerisch sondern auch zahlenmäßig unterlegen waren, und als unmittelbar vor der Pause Viktor Köhn das 2:0 erzielte, war das Spiel eigentlich gelaufen. Auch nach dem Wechsel kam von den schwach spielenden Gästen kein Aufbäumen, Marco Holländer in der 59., Timo Küper in der 63. und Jen Supra in der 77. Minute erhöhen fast nach Belieben auf 5:0. Die restliche Zeit wollten die Heier dann ganz locker herunterspielen. Bei einem der ganz wenigen Angriffe kamen die Gäste in der 83. Minute zum 1:5 Ehrentreffer, wie jeder der Anwesenden glaubte. Was dann jedoch folgte, war für genau diese Anwesenden kaum faßbar und noch weniger erklärlich. In Zahlen ausgedrückt, 86. Minute Tor zum 2:5; 88. Minute Tor zum 3:5, 89. Minute Tor zum 4:5 und in der Nachspielzeit sogar noch das Tor zum Endstand von 5:5. Da war sogar der sprachgewandte SSV-Trainer Theo Boxberg mal wirklich sprachlos.

 

Marienheide

Julius Büscher, Eduard Welk, Isa Bülbül [57. Marco Holländer], Achim Wesenberg, Ciprian Alexandru [40. Rolf Zikeli], Matthias Rothstein, Dennis Lüdenbach, Harry Werner, Timo Küper, Erkan Yorganci [28. Jen Supra], Viktor Köhn

 

 

In der Landesliga Mittelrhein belegte Baris Spor Hackenberg mit zwölf Punkten Rückstand auf den SC West Köln, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den vorletzten Tabellenplatz und musste damit wieder in die Bezirksliga absteigen

 

 

Kreisliga A

 

In der Kreisliga A Berg, Staffel Ost belegte der TuS Homburg-Bröltal in der Kreisliga A, Staffel Ost mit einem Punkt Vorsprung auf den TuS Derschlag den 1. Tabellenplatz. In zwei Entscheidungsspielen setzte man sich dann gegen den Meister der Staffel West, dem TV Hoffnungsthal durch, womit man wieder in der Bezirksliga spielen konnte.

 

 

Kreisliga B

 

In der Staffel Ost 1 belegte der SV Frömmersbach sechs Punkten Rückstand auf die Reservemannschaft des FV Wiehl, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den viertletzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga C Berg absteigen. Dabei hatte es doch gut begonnen, die beiden ersten Meisterschaftsspiele wurden gewonnen, doch als man am 3. Spieltag auf heimischen Platz mit 0:3 gegen den SV Schnellenbach unterlag, beendete Trainer Helmut Braun seine Tätigkeit in Frömmersbach mit sofortiger Wirkung.

 

 

Pokal

 

Am 3. Oktober 2002 trafen im Endspiel um den Kreispokal der Bezirksligist TuS Homburg-Bröltal und der A-Kreisligist TuS Immekeppel aufeinander. Die Hälfte der rund 400 in der Gummersbacher Lochwiese anwesenden Zuschauer unterstützten die Homburger zwar äußerst lebhaft, mussten dann aber erkennen, dass ihre favorisierten Mannschaft lange zeit kein erfolgversprechendes Mittel fand, um die gut gestaffelte Abwehr von Immekeppel zum bezwingen. So entwickelte sich ein schwaches Spiel ohne richtige Höhepunkte. In der zweiten Halbzeit drückten die Homburger noch stärker, mehrere fast hundertprozentige Torchancen wurden zum Teil kläglich vergeben. So dauerte es bis zur 77. Minute, ehe Veton Ajvaci eine gegnerische Abwehrschwäche zum verdienten 1:0 nutzte. Auch in der Folge hatten sie beste Chancen, das Spiel zu entscheiden. In der vorletzten Minute kamen dann die Immekeppler überraschend zum Ausgleichtreffer, als Ralf Zimmermann unhaltbar für Torwart Oliver Holzhausen traf. In der Verlängerung zeigten sich die Homburger dann endlich treffsicher. In der 93. Minute sorgte Dennis Heidenpeter für die erneute Führung, in der 107. Minute erhöhte Refajet Dauti zunächst auf 3:1, und wenige Minuten später  traf abermals Dauti zum Endstand von 4:1.

 

Homburg-Bröltal:

Oliver Holzhausen; Vitali Kelm, Andreas Ott, Dennis Heidenpeter, Torsten Jungjohann, Pawel Warkentin, Tim Breidenbach [ab 78. Maik Michels], Renzo Mascara [ab 110. Driton Asani], Veton Ajvaci [ab 90. Refajet Dauti], Festim Mimini, Ilija Ljubicic

 

 

Am 23. November 2002 standen sich auf dem Sportplatz in Nümbrecht-Grötzenberg in der 1. Runde um den Mittelrheinpokal zwei höchst unterschiedliche Mannschaften gegenüber. Auf der einen Seite der heimische TuS Homburg-Bröltal, eine Mannschaft aus der Bezirksliga, auf der anderen Seite mit Fortuna Köln eine Mannschaft mit großem Namen, die sich sogar schon Bundesligist nennen darf, auch wenn diese Zeit annähernd 30 Jahre her ist. Ohne Respekt traten die Hausherren auf, spielten ihr Spiel und gingen in der 8. Minute durch Illija Ljubicic gar nicht unverdient mit 1:0 in Führung. Pawel Warkentin hatte auf der rechten Seite Vitali Kelm freigespielt, der seinem Gegenspieler Thomas Hübener enteilte und präzise auf Illija Ljubicic flankte. Dieser versenkte den Ball aus sechs Metern ins Kölner Tor. Die knapp 900 Zuschauer waren aus dem Häuschen zumal die Homburger auch weiterhin munter mitspielten. Dennoch ließ es sich natürlich nicht verhindern, dass die Kölner, die immerhin drei Spielklasse höher in der Oberliga antreten, das Spiel in den Griff bekamen und sich nur ihrerseits Torchancen erarbeiteten. In der 17. Minute hielt Homburgs-Torwart Oliver Holzhausen gleich zweimal glänzend gegen Kölns Torjäger Marcel Podszus, doch drei Minuten später war er gegen den Schuss von Paul Zichlarz machtlos. Die Kölner drängten zwar weiter, doch Homburgs Abwehr stand sicher, nur zwei Minuten vor der Pause gönnte man sich eine kleine Unaufmerksamkeit, die von den cleveren Kölner auch prompt ausgenutzt wurde. Nach einem Freistoß traf Jörn Heineke per Kopf zum 2:1 Pausenstand.

Auch nach dem Wechsel schafften es die hoch-favorisierten Gäste nicht, sich entscheiden abzusetzen. Ganz im Gegenteil boten sich auch den Homburger durchaus gute Möglichkeiten, den Ausgleich zu erzielen. So scheiterte Vitali Kelm nur knapp an Kölns Torwart Arno Klein. Angefeuert von den zahlreichen Anhängern hielt Homburg dem Druck bis zur 80. Minute stand. Dann jedoch hatte Kölns Torjäger Podszus seinen großen Auftritt. Zunächst wurde er zweimal mustergültig von seinen Mitspielern in Szene gesetzt und markierte innerhalb von zwei Minuten die Treffer zum 3:1 und 4:1, und nur eine Minute später traf er mit einem Schuss aus 30 Metern genau in den Winkel nicht nur für ein Tor des Jahres, sondern schaffte auch einen lupenreinen Hattrick innerhalb von vier Minuten. Das der eingewechselte Guido Rodemers in der 89. Minute noch zum 1:6 traf, war allenfalls für die Statistiker interessant. Homburg leistete dem Favoriten über 80 Minuten hinweg einen großartigen Kampf und wurde mit dem 1:6 weit unter Wert geschlagen. So meinte auch Homburgs Trainer Dieter Jacobs nach dem Spiel: „Wir haben tolle Moral bewiesen und super gekämpft. Bis zur 80. Minute konnten wir absolut mitgehalten. Die Chance zum 2:2 war da. Insgesamt war es mit der Atmosphäre und dem guten Wetter einfach ein Glückstag für den Verein." Nahezu identisch war dementsprechend auch der Kommentar von Ralf Aussem, dem Trainer der Fortuna: „Wir haben uns gerade in der Anfangsphase sehr schwer getan. Bröltal war immer gefährlich. Wenn Arno Klein nicht gegen Kelm hält, steht es 2:2. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Es war wichtig, dass wir hier klar gewinnen."

 

Homburg-Bröltal:

Oliver Holzhausen - Andreas Ott [ab 82. Heiko Abramsen], Dennis Heidenpeter, Tim Breidenbach, Pawel Warkentin, Renzo Mascara [ab 82. Marc Nossol], Festim Mimini, Vitali Kelm, Veton Ajvaci [ab 61. Maik Michels], Illija Ljubicic

 

Köln:

Arno Klein - Mirko Casper, Sascha Jagusch, Thomas Hübener, Markus Voike, Andre van der Zander, Paul Zichlarz, Christian Daskewitz, Jörn Heineke, Sven Meusch [ab 76. Guido Rodemers], Marcel Podszus

 

 

Spielzeit 2003 / 04

 

 

Landesliga

 

Zu Beginn dieser Spielzeit befand sich der SSV Marienheide in einer schweren Finanzkrise. Auch auf Druck der anderen Abteilungen fasste der Hauptvorstand in der Vorstandssitzung vom 18. Juli 2003 den Beschluss, den Etat der Landesliga-Fußballer drastisch zurückzuschrauben. Als das Ergebnis dieser Sitzung der Mannschaft kurz danach bekannt gegeben wurde, erklärten sich spontan nur drei Spieler aus dem aktuellen Kader bereit, die erheblichen finanziellen Kürzungen hinzunehmen und weiter beim SSV Fußball zu spielen. Ansonsten wollten alle Leistungsträger den Verein verlassen. Der Vorstand hatte bereits vorsorglich alle Spieler vor dem Stichtag 30. Juni abgemeldet, daher konnten sie sich sofort anderen Vereinen anschließen.

 

Am 29. Juli 2003 meldete der SSV Marienheide seine Fußballmannschaft aus finanziellen Gründen offiziell vom Spielbetrieb der Landesliga Mittelrhein ab. In der Pressemitteilung, die einen Tag später veröffentlicht wurde, hieß es „ […] Die lobenswerten Bemühungen einiger verbleibender Spieler, einen ergänzenden Kader aufzustellen, haben nicht zu dem gewünschten Ziel geführt. In Übereinstimmung mit unserem verantwortlichen Trainer, Herrn Theo Boxberg, haben wir uns aus Verantwortung gegenüber unseren Spielern aus qualitativen und quantitativen Gründen gegen eine Fortführung der Landesligamannschaft ausgesprochen. Die Weiterführung einer Landesligamannschaft hat nach aktuellen, neuen Richtlinien des SSV-Vorstandes keine Perspektiven. […]„

 

 

Bezirksliga

 

In der Bezirksliga spielte der TuS Lindlar von Beginn an in der Tabellenspitze mit und lieferte sich ganz lange ein Duell mit dem CfB Ford Niehl. Zur Winterpause noch relativ abgeschlagen auf Platz 4 machte die Truppe von Trainer Wilfried Berkele mit jedem Spiel Boden gut. Am vorletzten Spieltag gewann Lindlar bei der SG BP Worringen mit 4:3, während der CfB Ford Niehl beim SV Schlebusch mit 1:3 verloren. Damit stand der TuS zwar an der Tabellenspitze, hatte jedoch am letzten Spielzeit den gravierenden Nachteil, dass sie selber nicht mehr aktiv ins Geschehen eingreifen konnte, weil sie spielfrei waren. Hingegen nutzte Niehl seine große Chance, gewann zu Hause gegen den 1. FC Spich soverän mit 5:1 und wurde damit Meister und Aufsteiger in die Landesliga.

Am Tabellenende hatte der RS 19 Waldbröl das Glück, dass er sein Schicksal in die eigenen Hände nehmen konnte. Am vorletzen Spieltag wurde Baris Spor Hackenberg an der heimischen Maibuche mit 2:1 besiegt, so dass man mit einem 2-Punkte-Vorsprung und der erheblich besseren Tordifferenz gegenüber dem vorletzten ESV Olympia Köln den letzten Spieltag angehen konnte. Olympia mußte sinnigerweise beim Ortsrivalen SV Hermesdorf antreten. Waldbröl spielte auswärts bei Türk Genc Köln, die schon seit Längerem als Absteiger feststanden. Hermedorf machte es Olympia zwar schwer, verlor aber letztlich dennoch knapp mit 1:2. Die Waldbröler wollten sich erst gar nicht auf Schützenhilfe verlassen und zogen ihr eigenes Spiel konsequent durch. Nach einem lupenreinen Hattrick von Kilian Gärtern führten die Waldbröler bereits nach einer Viertelstunde mit 3:0. Als Oliver Rempel in der 20. Minute auf 4:0 erhöhte, war der Sieg klar, und die Teilnahme an der Bezirksliga auch für die kommende Spielzeit gesichert.

 

 

Pokal

 

In der ersten Runde um den Mittelrheinpokal musste sich der TuS Homburg-Bröltal am 22. November 2003 auf heimischen Platz dem Ligakonkurrenten TuS Lindlar mit 1:4 geschlagen geben

 

 

 

Spielzeit 2004 / 05

 

 

Kreisliga B

 

In der Kreisliga B, Staffel 2 belegte der SSV Wildbergerhütte mit drei Punkten Vorsprung auf den TuS Othetal den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A auf

 

In der Staffel 4 belegte die Reservemannschaft des SV Morsbach mit 33 Punkten Rückstand auf den TuS Reichshof, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, abgeschlagen den letzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga C absteigen

 

 

Pokal

 

Am 1. Oktober 2004 standen sich in Rösrath zum Endspiel um den Kreispokal der Bezirksligist TuS Homburg-Bröltal und der Spitzenreiter der Kreisliga A, der VfR Wipperfürth gegenüber. Beide Mannschaften begannen furios. Bereits nach zwei Minuten hatte Bröltals Renzo Mascara eine gute Kopfballchance. Kurz darauf legte sich Vitali Kelm den Ball vor dem gegnerischen Tor zu weit vor. Im direkten Gegenzug traf Patrick Althoff nur das Außennetz. Ins Netz traf hingegen Mascara in der 6. Minute, und sorgte damit für die 1:0 Führung. Eduard Kelm hatte ihn von rechts schon angespielt, und Mascara ließ VfR-Torwart Bastian Schneider mit einem trockenen Schuss in die kurze Ecke keine Chance. In der Folge entwickelte sich ein recht ausgeglichenes spiel mit guten Tormöglichkeiten auf beiden Seiten, wobei VfR-Torjäger Franco Lemke in der 30. Minute nur an TuS-Torwart Christof Schiwy scheiterte. Lemke war wenig später auch an der vielleicht Spiel entscheidenden Szene beteiligt. Die größten Heizsporne beider Mannschaften, Lemke und Slobodan Grbesa übten sich zum im Ringen und dann im Boxen und zur Verwunderung aller wurde nur Lemke vom Schiedsrichter vom Platz gestellt. Wipperfürths Schwung war ohne ihres besten Stürmers gebrochen, so dass der TuS das Spiel mehr oder weniger bestimmte. In der 67. Minute trugen sie einen schönen Angriff vor, bei dem am Ende Eduard Kelm das letztlich entscheidende 2:0 erzielte. In der restlichen Zeit passierte dann nichts mehr.

 

Homburg-Bröltal:

Christof Schiwy, Vitali Kelm, Tobias Breilmann, Dennis Heidenpeter, Pavel Warkentin, Eduard Kelm, Sasa Grbesa, Shpetim Ajdari, Renzo Mascara [ab 82. Veton Ajvazi], Festim Mimini [ab 90. Timo Kuhn], Dennis Gerlach [ab 82. Tim Breidenbach]

 

Wipperfürth:

Bastian Schneider, Pechat Charaf [ab 79. Erdal Bas], Christian Keller, Andrea Esposito, Carsten Koch [ab 71. Murat Yorganci], Thomas Bober [ab 82. Murat Bahar], Benjamin Voß, Giovanni Bernardo, Pasquale Probo, Patrick Althoff, Franco Lemke

 

 

In der 1. Runde um den Mittelrheinpokal gelang dem TuS Homburg-Bröltal indes die große Sensation, als man den Traditionsverein Viktoria Köln durch einen 2:0 Erfolg auf eigenem Platz nach Hause schickte.

Im Achtelfinale erwartete man dann die Amateure von Bayer 04 Leverkusen, doch die drei Klasse höher spielenden Oberligisten erwiesen sich bei der 0:2 Niederlage doch als zu stark.

 

 

 

Spielzeit 2005 / 06

 

 

Bezirksliga

 

In der Bezirksliga belegte der SV Hermesdorf unter Trainer Roland Golombeckmit vier Punkten Rückstand auf den SV Altenberg, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den drittletzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga A absteigen

 

 

Kreisliga A

 

Am 14. Mai 2006, unmittelbar nach der Niederlage am 28. Spieltag gegen die U23 Mannschaft der SSG 09 Bergisch Gladbach teilte Klaus Füchtey, Trainer des FV Wiehl der Mannschaft mit, dass er am Saisonende sein Amt zur Verfügung stellen wird. Die Mannschaft setzte sich hierauf zusammen und sprach sich gegen den Trainer aus, eine weitere produktive Zusammenarbeit sei unter diesen Umständen nicht möglich, und teilten dies auch dem Vorstand mit. Füchtey wurde daraufhin mit sofortiger Wirkkung aus seinem Vertrag entlassen. Der FV Wiehl stand auf einem Abstiegsplatz

 

 

Kreisliga B

 

In der Kreisliga B, Staffel 4 belegte die Reservemannschaft des RS 19 Waldbröl mit vier Punkten Rückstand auf den SV Wiedenest, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz steht, den vorletzten Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga C ab

Begleitet wurde Waldbröl vom SSV Hochwald, die mit19 Punkten Rückstand auf den SV Wiedenest abgeschlagen den letzten Tabellenplatz. Auch der im Januar vollzogene Trainerwechsel von Klaus Bauer zu Holger Manz konnte den Abstieg nicht verhindern.

 

 

Kreisliga C

 

In der Kreisliga C, Staffel 10 belegte der SV Schönenbach unter Trainer Norman Becker mit 16 Punkten Vorsprung auf die Reservemannschaft des SV Hermesdorf den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga B auf. Die Schönenbacher bleiben die komplette Spielzeit über ungeschlagen und leisteten sich nur zwei Unentschieden.

 

 

Pokal

 

Am 3. Oktober 2005 spielte im Endspiel um den Kreispokal der Verbandsligist SSG 09 Bergisch Gladbach gegen den B-Kreisligisten SV Morsbach. Den zahlreichen Zuschauern in der Gummersbacher Lochwiese war von Beginn an klar, dass der Klassenunterschied kein spannendes Spiel erwarten ließ. Die Gladbacher waren zwar nicht einmal mit ihrer Stammmannschaft angetreten, aber auch die Ergänzungsspieler waren für die tapfer mitspielenden Oberberger mehr als eine Nummer zu groß. Bereits in der 6. Minute lagen sie durch Tobias Balduan mit 0:1 im Rückstand. In der 19. Minute konnte Morsbach Torwart Maik Schmidt zwar einen Foulelfmeter von Christian Rutz abwehren, musste jedoch den Nachschuss von Peter Schnickmann passieren lassen. Zur Pause stand es bereits 0:5, womit der Kreisligist noch gut bedient war. In der zweiten Halbzeit setzte sich das lockere Spielchen fort. So fielen die Tore in regelmäßigen Abständen, zu allem Überfluss unterlief ihnen beim Stand von 0:10 noch ein Eigentor. Den Oberbergern bot sich während der neunzig Minuten nur eine wirklich gute Torchance, die konnte Wolfgang Bölte leider nicht nutzen, sonst hätte es in der 7. Minute sogar 1:1 gestanden.

 

Bergisch Gladbach:

Carsten Scheel, Frank Steinhausen, Sebastian Bungert, Patrick Prang, Philipp Richardt, Tobias Balduan, Max Eumann, Jürgen Scheiner, Christian Rutz, Alemao Jude, Peter Schnickmann

 

Morsbach:

Maik Schmidt, Bastian Höfer, Christian Huhn, Tim Zimmermann [85. Peter Merxen], Kai Wittershagen, Maik Greb, Alexander Petri, Marco Zimmermann, Wolfgang Bölte [40. Peter Luczykowski], David Buchen [60. Patrick Lapuch], Sascha Kuhn

 

 

Im Mittelrheinpokal war für die beiden oberbergischen Vertreter dann bereits in der 1. Runde Schluss. Der SSV 08 Bergneustadt verlor nach ganz schwachem Spiel beim Ligakonkurrenten FC Hennef mit 1:6, der SV Morsbach unterlag auf eigenem Platz dem Bezirksligisten 1. FC Rheinbach gar mit 0:7

 

 

 

Spielzeit 2006 / 07

 

 

Kreisliga A

 

In der Kreisliga A belegte der SSV Wildbergerhütte mit fünf Punkten Rückstand auf den SV Schnellenbach, der auf den ersten Nichtabstiegsplatz stand, den 13. Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga B absteigen

 

 

Kreisliga B

 

In der Kreisliga B, Staffel 4 wurde der SSV Nümbrecht mit zehn Punkten Vorsprung auf die Reservemannschaft des SSV 08 Bergneustadt ganz souverän Meister und stieg damit in die Kreisliga A auf.

Der Torschützenkönig dieser Staffel kam ebenfalls vom SSV Nümbrecht. Alain Rothenpieler erzielte alleine 47 Tore.

Im unteren Breich belegte der BSV Bielstein mit fünf Punkten Rückstand auf die SpVg Dümmlinghausen, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den vorletzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga C absteigen

 

 

Kreisliga C

 

In der Kreisliga C, Staffel 4 belegte die Reservemannschaft der SG Hunsheim mit neun Punkten Rückstand auf die Reserve der SpVg Dümmlinghausen, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den vorletzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga D absteigen

 

 

Spielzeit 2007 / 08

 

 

Kreisliga A

 

In der Kreisliga A belegte der RS 19 Waldbröl mit fünf Punkten Rückstand auf Rot-Weiß Olpe, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stehen, den 12. Tabellenplatz und musste damit in die Relegationsrunde.

In dieser Runde scheiterte Waldbröl jedoch an der SpVg Dümmlinghausen und der DJK Wipperfeld und musste damit in die Kreisliga B absteigen

 

 

Kreisliga B

 

Die Spielzeit 2007 / 08 begann für den TSV unter Spielertrainer Viktor Köhn in der Kreisliga  B mit einem sensationellen 11:0 Auswärtssieg beim SV Frömmersbach und endete 29 Spieltage später mit einem 4:0 bei der SG Agathaberg. In der Abschlusstabelle belegte der TSV mit vier Punkten Vorsprung auf die SpVg Dümmlinghausen den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A auf

 

 

Kreisliga C

 

Aus der Kreisliga C, Staffel 6 stieg der FC Windhagen in die Kreisliga D ab

 

In der Staffel 7 belegte der BSV Bielstein in seiner Staffel mit zwei Punkten Vorsprung auf die Reservemannschaft des VfR Marienhagen den 2. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga B Berg auf

 

 

Pokal

 

Am 10. Mai 2008 standen sich in Bensberg im Endspiel um den Kreispokal Berg die A-Juniorenmannschaft des SV Morsbach, die in der Sonderstaffel Berg spielen und des Verbandsligisten SSG 09 Bergisch Gladbach gegenüber. Der Bundesliga-Aufsteiger zeigte den Oberbergern von Beginn an deutlich ihre Grenzen auf und führte zur Pause bereits mit 5:0. In der ersten Halbzeit erspielten sich die Morsbacher ihre einzige Torchance im gesamten Spiel. Carsten Weyer verpasst jedoch die große Möglichkeit zum Ehrentreffer. Trotz großer Gegenwehr wurde es am Ende denn doch zweistellig, der SV Morsbach unterlag mit 0:11.

 

 

 

Spielzeit 2008 / 09

 

 

Kreisliga B

 

Am Ende dieser Relegationsrunde belegte die Reservemannschaft des SSV 08 Bergneustadt, punkt- und torgleich mit der DJK Dürscheid den 1. Tabellenplatz. Da der SSV jedoch den direkten Vergleich der beiden Mannschaften mit 4:3 für sich entschieden hatte, stiegen sie in die Kreisliga A auf

 

In der Kreisliga B, Staffel 3 belegte der BSV Bielstein mit fünf Punkten Rückstand auf die Reservemannschaft des 1. FC Gummersbach, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den drittletzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga C absteigen

 

In der Kreisliga B, Staffel 4 belegte Borussia Derschlag mit 16 Punkten Rückstand auf die SV Schönenbach, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, abgeschlagen den letzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga C absteigen

 

 

Kreisliga D

 

In der Kreisliga D, Staffel 9 belegte die Reservemannschaft des SSV Marienheide mit sieben Punkten Vorsprung auf die Reserve der SV Schnellenbach den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga C auf

In der Staffel 10 belegte die Reservemannschaft des SSV Wildbergerhütte mit neun Punkten Vorsprung auf die SpVg Wallerhausen den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga C auf

 

 

Pokal

 

Am 3. Oktober 2008 standen sich in Heiligenhaus zwei völlig unterschiedliche Mannschaften gegenüber, so dass die Frage nach dem Sieger sich eigentlich nicht wirklich stellte. Zu deutlich schien der Klassenunterschied zwischen dem Verbandsligisten SV 09 Bergisch Gladbach und dem A-Kreisligisten SSV Nümbrecht zu sein.

Gladbachs Trainer Lars Leese schickte eine Mannschaft auf den Platz, die sich hauptsächlich aus Reservisten der 1. Mannschaft, Spieler der Reservemannschaft, die in der Bezirksliga spielen und A-Junioren zusammensetzte.

So sahen die 400 Zuschauer von Beginn an eine recht ausgeglichene Begegnung, in der kein Klassenunterschied erkennbar war. Nümbrechts Trainer Torsten Hennecken hatte seine Mannschaft offensiv ausgerichtet, und so spielten sie auch. Bereits in der 9. Minute brachte Fitim Dauti die Oberberger mit 1:0 in Führung.

Nun kamen auch die Gladbacher ins Spiel, und zeigten ihr spielerisches Potenzial. Nur fünf Minuten nach der Führung stand Gino Windmüller nach einer Flanke völlig frei und köpfte den Ball unhaltbar für SSV-Torwart Kevin Riemschoss zum 1:1 Ausgleich ein. Zehn Minuten später traf der ehemalige Lindlarer Tim Hoffstadt sogar zur 2:1 Führung. Das Spiel wurde nun endgültig vom Favoriten bestimmt. Nümbrecht kam nur noch bedingt nach vorne. Erst fünf Minuten vor der Pause wurden sie mal richtig gefährlich. Nach einem Freistoß von Eduard Kelm stand diesmal Fitim Dauti frei und markierte das 2:2. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit spielten die Mannschaften auf demselben Niveau, es war beim besten Willen kein Klassenunterschied zu erkennen. Ganz im Gegenteil, die Nümbrechter machten das Spiel, technisch und spielerisch, kombinierten herrlich, vergaßen leider nur, dass Fußball ergebnisorientiert ist, und vergaben reihenweise beste Torchancen.

Vitali Kelm tauchte vor dem Tor auf, verzog aber seinen Schuss mit dem Außenrist. Fitim Dauti hätte endgültig zum Pokalhelden werden können, doch er schloss völlig freistehend zu überhastet ab. Nur zwei Minuten rutschte Eduard Kelm eine Flanke seines Bruders Vitali über den Fuß.

So fingen sich die Gladbacher wieder, zumal die Nümbrechter leicht resigniert ob ihrer vergebenen Chancen nachließen. Zunächst konnte Torwart Riemschoss einen Schuss von Tarik Sahin mit einem tollen Reflex noch abwehren; doch bei ihrem nächsten gefährlichen Vorstoß kam Denis Depta zum Schuss und sorgte mit seinem Treffer zum 3:2 bereits für die Entscheidung. Das 4:2 vergab Sahin, als er mit dem Ball beide Pfosten traf, aber halt nicht ins Tor. Die Nümbrechter konnte hingegen keine gefährlichen Akzente mehr setzen. Als der Schiedsrichter das Spiel nach 90 Minuten abpfiff, hieß der recht glückliche Sieger SV 09 Bergisch Gladbach, den Nümbrechtern blieb hingegen nur der Respekt der besseren Mannschaft.

"Ich bin mit der Leistung sehr zufrieden, aber natürlich nicht mit dem Ergebnis. Das 2:3 fiel praktisch aus dem Nichts. Wenn wir unsere Chancen genutzt hätten, wären wir als verdienter Sieger vom Platz gegangen", erklärte Nümbrechts Trainer Torsten Hennecken nach dem Abpfiff.

Nümbrecht:

Kevin Riemschoss; Bastian von Ameln [46. Johann Kasper], Mehmet Ümit, Peter Schinkowski, Ali Ümit [85. Max Jordan], Eduard Kelm, Paul Gellert, Vitali Kelm, Dennis Gerlach, Fitim Dauti [77. Fisnik Pllana], Roman Kasischke.

Bergisch Gladbach:
Andreas Kath; Daniel Jung, Mircan Basar, Gino Windmüller, Benjamin Germerodt, Pedram Panahi, Patrick Heinemann, Norman Wermes, Denis Depta, Chris Klein [73. Derim Hayrizi], Tim Hoffstadt [63. Tarik Sahin]

 

 

 

Spielzeit 2009 / 10

 

 

Kreisliga A

 

In der Kreisliga A belegte die Reservemannschaft des SSV 08 Bergneustadt mit 16 Punkten Vorsprung auf die SpVg Dümmlinghausen den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Bezirksliga Mittelrhein auf.

 

 

Kreisliga B

 

In der Kreisliga B, Staffel 4 belegte die Reservemannschaft des SSV Nümbrecht unter Trainer Helmut Schenk mit vier Punkten Vorsprung auf den SSV Wildbergerhütte den 2. Tabellenplatz. In der Relegationsrunde setzte die Reserve sich dann gegen die Reservemannschaft des TuS Lindlar und dem TuS Untereschbach durch und stieg damit in die Kreisliga A auf

Am Tabellenende belegte der SV Hermesdorf mit sechs Punkten Rückstand auf den TuS Elsenroth, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den vorletzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga C absteigen

 

 

Kreisliga C

 

In der Kreisliga C, Staffel 7 belegte die Reservemannschaft des FV Wiehl in ihrer Staffel mit drei Punkten Rückstand auf Borussia Derschlag den 2. Tabellenplatz. In der folgenden Relegationsrunde setzte sich Wiehl gegen die dritte Mannschaft des Heiligenhauser SV und der Reservemannschaft des SV Refrath durch und stieg damit ebenfalls in die Kreisliga B Berg auf

 

 

Kreisliga D

 

In der Staffel 10 belegte die dritte Mannschaft des FV Wiehl mit acht Punkten Vorsprung auf den SSV Odenspiel den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga C auf

 

 

Pokal

 

Als der Schiedsrichter am 30. September 2009 auf der Wiehler Eichhardt das Endspiel um den Kreispokal Berg anpfiff, waren mit dem Verbandsligisten SSV 08 Bergneustadt und dem Bezirksligisten TuS Homburg-Bröltal die beiden besten oberbergischen Mannschaften angetreten. Natürlich waren die Neustädter klarer Favorit dennoch hofften viele unter den 500 Zuschauer auf ein spannendes Spiel.

Bröltals Trainer Dieter Jacobs musste auf Festim Mimini und Nima Kalantari verzichten, beide litten unter einer fiebrigen Erkältung. Ansonsten setzte er auf seine gewohnt starke Defensivabteilung. Rabia Al-Saleh war als einzige Spitze vorgesehen, dahinter stand ein breites Sechser-Mittelfeld. Bergneustadts Trainer Torsten Reisewitz machte seine Ankündigung war, und stellte die Mannschaft auf einigen Positionen um, vor allem setzte er in diesem Spiel auf zwei Stürmer.

Die Taktik von Trainer Jacobs ging auf, man ließ keinen gefährlichen Angriff zu, erspielte sich aber selber gute Torchancen. In der 7. Minute kam ein Eckball genau auf Marco Holländer, der den Ball zwar wuchtig  in Richtung Tor köpfte, doch Radion Miller stand goldrichtig am langen Pfosten und lenkte den Ball noch an die Latte. Mit jeder gespielten Minute wurde SSV-Trainer Reisewitz klar, dass dieses System heute nicht funktioniert. Nach 20 Minuten stellte er daher wieder auf das alte System, mit nur einer Spitze, um. In dieser Spielphase erlitt SSV-Stürmer Patrick Siebert bei einem unglücklichen Zusammenprall eine Platzwunde am Ohr und musste ausgewechselt werden. Da er dann jedoch kurzzeitig stark benommen war, wurde ein Rettungswagen gerufen, der Siebert vorsorglich ins Krankenhaus brachte.

Anstatt jedoch geschockt zu sein, schien dieser Vorfall den SSV eher zu motivieren. Andre Schilamow konnte sich nach einem ‚Einwurf gegen seinen Gegenspieler durchsetzen, dann passte er maßgerecht in den freien Raum zu Nils Nettersheim, der den Ball an TuS-Torwart Ioannis Stavropoulos vorbei ins Tor zur 1:0 Führung schob. Nach diesem Tor bestimmte der Verbandsligist das Spiel deutlich, zudem verloren die Bröltaler nunmehr ihre Zweikämpfe. Der SSV spielte nun zielstrebiger nach vorne, so dass sich auch zwangsläufig Torchancen ergaben. Andre Schilamow scheitert mit einem Schuss von der Strafraumgrenze an Torwart Stavropoulos, wenig später erhält Nettersheim von Hermann Schattner erneut einen maßgerechtes Zuspiel, nur dass er diesmal den Ball am Tor vorbeischiebt, so dass es mit einem knappen 1:0 in die Pause ging.

Unmittelbar nach Wiederanpfiff bot sich dem SSV die nächste Großchance. Nach einem Freistoß von Miller kam Schattner aus kurzer Entfernung frei zum Kopfball, drückte den Ball aber knapp neben das Tor.

So ganz wollten sich die Bröltaler aber doch nicht ergeben, denn nach und nach wurde das Spiel wieder ausgeglichen, die Zweikämpfe wurden wieder härter und bissiger, und sie erspielten sich wieder eigene Torchancen. In der 68. Minute hatte der große Homburger Anhang den Torschrei bereits auf den Lippen. Bastian von Ameln spielte Fahri Ceylan frei, der nur noch dem SSV-Torwart Benedikt Kunze gegenüberstand, der jedoch mit einem ganz starken Reflex den Ausgleich verhinderte.

Statt des Ausgleichs fiel im Gegenzug die Entscheidung. Bröltals letzter Mann Shpetim Ajdari vertändelte leichtfertig den Ball an Nettersheim, der im Strafraum von Torwart Stavropoulos elfmeterwürdig attackiert wurde; der Schiedsrichter ließ jedoch Vorteil laufen und der mitgelaufene Christopher Lieblang konnte den Ball mühelos zum 2:0 ins Tor schieben. Der TuS machte nun auf, ohne wirklich gefährlich zu werden, so dass sich dem SSV noch einige gute Konterchancen boten. Torwart Stavropoulos verhinderte mit guten Paraden gegen Tom Maiwald und Florian Harnisch eine deutlichere Niederlage. Als der Schiedsrichter das Spiel nach 90 Minuten abpfiff, hatte der SSV 08 Bergneustadt einen durchaus verdienten 2:0 Sieg errungen.

Ich bin positiv überrascht, wie viele Zuschauer trotz des Wochentermins, des nicht gerade guten Wetters und der parallel laufenden Champions League gekommen sind. Vor zehn Jahren hatten wir Endspiele mit 100 Besuchern. Das zeigt, dass der Wettbewerb immer attraktiver wird und sich durchgesetzt hat. Wir haben ein gutes Endspiel gesehen, das mit der nötigen Aggressivität geführt wurde und in Bergneustadt einen verdienten Sieger gefunden hat“, erklärte Rolf Müller, Vorsitzender des Fußballkreises Berg.

Der Bergneustädter Trainer Torsten Reisewitz meinte zum Spiel:Meine Jungs haben die Sache relativ ruhig und sachlich heruntergespielt. Wenn allerdings Bröltal kurz vor unserem zweiten Tor das 1:1 macht, kann das Spiel in eine andere Richtung kippen. Der Sieg geht unterm Strich in Ordnung, zumal Bröltal in der Schlussphase nachgelassen hat und wir noch einige Kontermöglichkeiten vergeben haben. Die Verletzung von Patrick Siebert ist natürlich sehr unglücklich. Wir hoffen alle, dass es nicht so schlimm ist.

Und Dieter Jacobs, Trainer des TuS Homburg-Bröltal:Das Fehlen von Festim und Nima hat sich bemerkbar gemacht. Wir waren in der ersten Halbzeit zu zaghaft. Ich habe nur mit einer Spitze angefangen, weil wir die Außenspieler des SSV abfangen wollten, was uns ganz gut gelungen ist. Nach vorne hat uns aber das Feuer gefehlt. Nachher sind wir besser draufgegangen und waren in den Zweikämpfen präsenter. Wenn Fahri das 1:1 macht, geht das Spiel anders aus. Der Erfolg für die Bergneustädter war im Endeffekt verdient, weil sie fußballerisch stärker waren.

 

Bergneustadt:

Benedikt Kunze, Radion Miller, Sebastian Wasem, Martin Brzoska, Hermann Schattner [ab 73. Andreas Krolewski], Tom Maiwald, Florian Harnisch, Alexander Tomm, Andre Schilamow [ab 80. Markus Wagner]. Patrick Siebert [ab 24. Christopher Lieblang], Nils Nettersheim

 

Homburg-Bröltal:

Ioannis Stavropoulos, Shpetim Ajdari, Bastian von Ameln, Robert Mikoschek, Adrian Mikoschek, Kevin Degen [ab 72. Georgios Xanthoulis], Marco Holländer, Tim Breidenbach Moussa Hombach, Fahri Ceylan, Rabi Al-Saleh

 

 

 

Spielzeit 2010 / 11

 

 

Bezirksliga

 

In der Bezirksliga belegte die Reservemannschaft des SSV 08 Bergneustadt mit fünf Punkten Rückstand auf den SSV Ostheim, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, den vorletzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga A absteigen

 

 

Kreisliga B

 

In der Kreisliga B, Staffel 2 belegte die Reservemannschaft des TuS Homburg-Bröltal mit acht Punkten Vorsprung auf die Reserve des SSV Nümbrecht den 1. Tabellenplatz und steigt damit in die Kreisliga A  auf

 

 

Kreisliga D

 

In der Kreisliga D, Staffel 8 belegte die Reservemannschaft des VfR Marienhagen mit vier Punkten Vorsprung auf den TSV Hämmern den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga C auf

 

 

Pokal

 

Auf der Sportanlage des TuS Homburg-Bröltal trafen sich am 12. Oktober 2010 die beiden Gewinner der Halbfinalspiele, der Mittelrheinligist SSV 08 Bergneustadt und der Bezirksligist Heiligenhauser SV zum Endspiel um den Kreispokal. Leider wollten diesem Spiel nur 150 Zuschauer beiwohnen.

Der Heiligenhauser Trainer hatte seine Mannschaft sehr defensiv eingestellt, und so war es wahrlich kein Wunder, dass der Favorit das Spiel von Beginn an bestimmte, und den Gegner tief in ihre Hälfte zurückdrängte. Bergneustadt wollte diese massiv stehende Deckung mit schnellen Pässen in die Tiefe öffnen. Den ersten richtigen Torschuss gab es in der 18. Minute, als Hakan Firats Versuch von einem Verteidiger abgeblockt wurde. Wenig später stand Firat wiederum im Mittelpunkt des Geschehens. Er erlief eine zu kurze Kopfballrückgabe eines Heiligenhauser Verteidigers zu seinem Torwart Jerome Bendig, und spitzelte den Ball am Torwart vorbei. Beim Versuch, diesen zu umlaufen, wurde Firat eindeutig getroffen, doch Schiedsrichter Heinz Wendeler sah darin kein absichtliches Foulspiel und verweigerte folglich den von Seiten des SSV stürmisch geforderten Elfmeter. Nun erst Recht, hieß es in der Folgezeit beim SSV, die das Tempo noch einmal erhöhten, sich auch eine Vielzahl bester Möglichkeiten erspielten, letztlich aber immer wieder am sehr guten Torwart Bendig scheiterten, zudem traf Christian Hausmann mit einem schönen Schuss nur den Pfosten.

In der 39. Minute legte Tobias Schöler für Andreas Krolewski ab, und dieser traf mit einem trockenen Schuss ins lange Eck unhaltbar für Bendig zur längst überfälligen 1:0 Führung. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt. Die Zuschauer erwarteten eigentlich ein Aufbäumen der Heiligenhauser, um den Spiel eine Wende zu geben, doch nichts geschah, Heiligenhaus stand tief in der Deckung. Der erste Schuss aufs Bergneustädter Tor wurde drei Minuten vor der Pause abgegeben.

Nach der Pause kamen vor allem die Heiligenhauser hoch motiviert aus der Kabine, und wollten alles dran setzen, zumindest ein Unentschieden zu schaffen. Doch die cleveren Neustädter machten ihnen einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Unmittelbar nach Wiederanpfiff erhielten die Neustädter einen Eckball. Den scharf hereingebrachten Ball konnte ein Heiligenhauser nur mit Mühe von der Linie kratzen, doch Schöler bewies Abstauberqualitäten und drückte den Ball mit Hilfe des Innenpfostens zum 2:0 ins gegnerische Tor. In der Folge zog der SSV sich etwas zurück und versuchte über Konter erfolgreich zu sein, dabei wurden mehrere gute Gelegenheiten zum teil kläglich vergeben. Die nun drängenden Heiligenhauser erspielten sich ihrerseits einige gute Torchancen. In der 64. Minute schoss Raul Liesendahl nur knapp am Tor vorbei, und in der 82. Minute verhinderte nur ein glänzend reagierender Christian Salmen, bei seiner einzigen ernsthaften Prüfung, den Anschlusstreffer. Zwei Minuten später landete der Ball dann tatsächlich im Neustädter Tor, doch wurde dem Treffer vom Schiedsrichter die Anerkennung verweigert, weil er den Schützen im Abseits gesehen haben will. Eine Entscheidung, die den heftigen Protest der Heiligenhauser nach sich zog.

Bergneustadts Trainer Torsten Reiseweitz war zwar mit dem Ergebnis, nicht aber mit der letzten halbe Stunde der Partie zufrieden. „Da haben wir unsere Kontergelegenheiten nicht gut ausgespielt und wenn Christian Salmen kurz vor Schluss nicht das 2:1 verhindert hätte, wäre es sicherlich noch einmal eng geworden.“ Insgesamt überwogen aber die positiven Eindrücke. „Wir haben 50 Minuten lang deutlich gemacht, dass wir die klassenhöhere Mannschaft sind. Es hätte auch 6:1 ausgehen können. Wir haben wieder zu Null und eine gute Pokalrunde gespielt“, so der Trainer.

 

Bergneustadt

Christian Salmen; Radion Miller, Sebastian Wasem, Martin Brzoska, Hermann Schattner, Thomas Ziegler, Christian Hausmann, Hakan Firat [ab 57. Nils Nettersheim], Felix Bably, Andreas Krolewski [ab 66. Christopher Lieblang], Tobias Schöler [ab 80. Tom Maiwald].

 

 

Verein

 

Zur Spielzeit 2010 / 11 ging der TuS Belmicke eine Spielgemeinschaft mit Benolpe  (Gemeinde Drolshagen, Kreis Olpe, Westfalen) ein, und nahm unter dem Namen TuS Belmicke-Benolpe am Spielbetrieb im Fußballkreis Olpe teil. Dort wurde die Mannschaft in der Kreisliga D Olpe (12. Liga) eingestuft

 

Im Jahr 2010 beschloss der Rat der Gemeinde Reichshof die Errichtung von drei Kunstrasenplätzen auf Gemeindegebiet. Einer dieser Plätze soll im Raum Denklingen/Brüchermühle realisiert werden. Grundvoraussetzung des Beschlusses und der damit verbundenen finanziellen Unterstützung durch die Kommune war jedoch die Fusion der beteiligten Vereine SSV Denklingen und TuS Brüchermühle. Im Oktober des Jahres  beschloss die Mitgliederversammlung des SSV Denklingen nach intensiven gemeinsamen Vorbereitungen und Abstimmungen mit den verantwortlichen Sportgremien die Umbenennung des SSV Denklingen in "Sportfreunde Asbachtal 2011 e.V. Damit war der Weg frei für eine Fusion mit dem TuS Brüchermühle.

 

 

 

Spielzeit 2011 / 12

 

 

Mittelrheinliga

 

In der Mittelrheinliga konnte für den SSV 08 Bergneustadt unter Trainer Torsten Reisewitz

das Ziel von Anfang an nur der Erhalt der Klasse sein. In der Klasse spielten 17 Mannschaften, fünf davon sollten am Ende zu den Absteigern zählen. Am 1. Spieltag gab es noch einen verdienten 1:0 Erfolg gegen den SC Brühl. Nach dem 8. Spieltag stand der SSV auf dem 2. Tabellenplatz, zur Halbzeit stand man auf dem sicheren 11. Tabellenplatz, am Ende hatte man elf Punkte Rückstand auf den TSC Euskirchen, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand. Die Mannschaft spielte einfach zu unkonstant. Wunderbare Erfolge standen auch acht Niederlagen mit mehr als vier Gegentoren gegenüber.

 

 

Bezirksliga

 

Eigentlich war Baris Spor Hackenberg bereits vor Beginn der Serie abgestiegen. Am 19. August 2011 schloß die Verbandsspruchkammer (VSK) Baris Spor Hackenberg mit sofortiger Wirkung aus dem Fußballverband Mittelrhein (FVM) aus. Grund dafür waren nicht beziehungsweise nur zum Teil beglichene Zahlungsrückstände von Ordnungs- und Verfahrensgebühren. Zum 1. Juli stand der Verein beim Kreis mit etwa 1.300 € in der Kreide, rund 1.100 € waren beim FVM noch offen.

 

Da Baris Spor Hackenberg gegen den Ausschluß fristgerecht Widerspruch eingelegt hatte, übergab die Kreisspruchkammer des Fußballkreises Berg die Angelegenheit zur Prüfung der Sachlage an den Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik Verband nach Duisburg. Dem Widerspruch wurde am 26. August 2011 soweit stattgegeben, dass Baris Spor Hackenberg bis auf weiteres an der Meisterschaftsrunde teilnehmen konnte

 

Am 12. Oktober 2011 hob das Verbandsgericht des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes hat das im August von der FVM-Verbandsspruchkammer gefällte Urteil auf, Baris Spor Hackenberg vom Spielbetrieb auszuschließen. Allerdings belegte das Gericht den Verein mit einer Geldstrafe in Höhe von 500 Euro und die 1. Mannschaft mit der Aberkennung von sechs Punkten für die laufende Spielzeit.

 

Am 27. Oktober 2011 belegte die Bezirksspruchkammer I des Fußballverbandes Mittelrhein Baris Spor Hackenberg  per einstweiliger Verfügung mit einer Sperre, weil bei einer angesetzten Verhandlung kein Vereinsvertreter erschienen war. Der Spruchkammervorsitzende Norbert Schneider legte für Montag, 7. November einen neuen Termin fest. Bis dahin wurde Baris Spor vom Spielbetrieb ausgeschlossen und bekam darüber hinaus ein Ordnungsgeld von 500 €.

 

Am 7. November 2011 hob die Bezirkspruchkammer hebt die einstweilige Verfügung, den Klub vorläufig auszuschließen, auf. Baris Spor Hackenberg durfte ab sofort wieder am Spielbetrieb teilnehmen, die zwischenzeitlich abgesetzten Partien gegen Porz und Marialinden werden neu terminiert. „Es ist alles gut verlaufen. Jetzt können wir uns wieder auf das Sportliche konzentrieren“, erklärte Vereinsprecher Alper Durak.

 

Nach Abschluß der Vorrunde stand Baris zwar auf dem ersten Abstiegsplatz, hatte jedoch direkten Kontakt mit dem unteren Mittelfeld.

 

Der Verein kam jedoch niemals richtig zu Ruhe. Der erste Trainer Adem Ilkay warf im März 2012 das Handtuch, die Interimstrainer Salih Yilmaz und Thorsten Valbert Anfang Mai, dann übernahm mit Aydin Arslan der dritte Trainer den Posten. Außerdem setzten sie in den 28 Spielen insgesamt 34 Spieler ein.

 

Als Baris jedoch am 27. Spieltag mit 1:11 beim SC West Köln verlor, waren sie abgestiegen.

 

Drei Tage später teilte Baris Spor Hackenberg dem Staffelleiter mit, dass sie am Sonntag zum nächsten Spiel gegen den SV Frielingsdorf nicht antreten werden. „Es ist schade, dass es so gekommen ist, aber es ist die beste Lösung. Ich will verhindern, dass bei den Spielern der Frust durchbricht und die Sache eskaliert. So wollen wir uns nicht aus der Liga verabschieden.“ erklärte Interimstrainer Aydin Arslan

 

Dem Verein plagten hohe Schulen, die Insolvenz drohte, zudem musste er nach dem Abstieg in die Kreisliga A einen hohen personellen Aderlaß verkraften, eine leistungsstarke Reservemannschaft oder Jugendmannschaft war nicht vorhanden, das Geld für starke auswärtige Spieler auch nicht. Die aktuelle Vereinsführung, die gegen Ende der Spielzeit nur aus dem 1. Vorsitzenden Yusuf Malcok und Geschäftsführer Hüseyin Aksoy bestand erklärten, dass sie defintiv zurücktreten würden. So waren die Aussichten, einen neuen Vorstand zu finden sehr gering.

 

Auf der mit Spannung erwarteten Mitgliederversammlung am 3. Juni 2012 wurde dann wider Erwarten doch nicht die Auflösung des Vereins beschloßen. Nach Angaben von Fetim Karaca, dem Vorsitzenden einer Kommission von zehn türksichen Kulturvereinen im Oberbergischen hätten sich Personen gefunden, die im neuen Vorstand mitarbeiten wollten. Außerdem sei man dabei, mit den Gläubigern des Vereins Vergleiche zu erzielen, um die Schuldenlast zu drücken. Außerdem stehe man wegen der Steuerrückzahlungen in aussichtsreichen Verhandlungen mit dem Finanzamt.

Die neue Mannschaft von Baris sollte auf jeden Fall in der Kreisliga A antreten, dies gestaltete sich jedoch umso schwerer, da man zur Zeit keine taugliche Mannschaft habe, auf dem Markt nur noch wenige Spieler finden konnte, die das Niveau für die Kreisliga A hätten und zudem nichts kosten dürften. Außerdem gab es noch keinen handlungsfähigen Vorstand, da dieser erst am 7. Juni gewählt werden sollte.

 

 

Kreisliga A

 

In der Kreisliga A zeigte sich der SSV Homburg-Nümbrecht von Beginn an als Maß aller Dinge. Die junge, hoch motivierten und von ihrem Trainer Hans Jordan jederzeit taktisch klug eingestellte Mannschaft erspielte sich 27 Siege in 28 Spielen, bei einem Torverhältnis von 123:24, also einem Plus von 99 Toren; eine im Oberbergischen bis dato noch nicht erreichte Bilanz. Und sogar die einzige Niederlage musste man mehr der eigenen Dusseligkeit als dem Können des Gegners zuschreiben. Am 14. Spieltag führte man bei Rot-Weiß Olpe nach 75 Minute bereits mit 4:1, um das Spiel dann noch mit 4:6 zu verlieren. Letztlich konnten sie den einzigen Bezwinger, der als Tabellenzweiter abschloss, mit 17 Punkten distanzieren. So verwunderte es auch niemanden, dass Nümbrecht mit Dennis Lepperhoff und Stefan Rößler die beiden Top-Torjäger der Liga in seinen Reihen hatte.

Als Absteiger in die Kreisliga B stand bereits vor dieser Spielzeit die Reservemannschaft des SSV 08 Bergneustadt fest, die ihre Mannschaft vor Beginn zurückgenommen hatten.

Torschützenkönig wurde Dennis Lepperhoff mit 36 Toren vor seinem Vereinskollegen Stefan Rößler mit 29 und Tim Müller von der SpVg Dümmlinghausen mit 26 Toren.

 

 

Kreisliga B

 

In der Kreisliga B, Staffel 2 hatte es den VfL Berghausen getroffen. Nach 28 Jahren ununterbrochen in der Kreisliga B musste man als Tabellenletzter den bitteren Gang in die Kreisliga C antreten. In der 62-jährigen Vereinsgeschichte erst der zweite Abstieg. So brachte auch der Trainerwechsel in der Winterpause von Wilfried Schulte zu Christopher Lieblang keinen positiven Aufschwung.

In der Staffel 3 kam der Meister und Aufsteiger ebenfalls aus Nümbrecht. Die Reservemannschaft des SSV unter ihrem engagierten Trainer Stephan Schwarz belegte mit fünf Punkten Vorsprung auf den SV Morsbach den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A auf. Absteigen mussten der RS Waldbröl und der TuS Othetal.

Torschützenkönig wurde Bashkim Kastrati vom 1. FC Gummersbach mit insgesamt 33 Toren, dabei traf er am letzten Spieltag beim 8:0 Erfolg gegen die Sportfreunde Asbachtal alleine siebenmal.

 

 

Kreisliga C

 

In der Kreisliga C, Staffel 5 belegte die Reservemannschaft des SV Wiedenest den letzten Tabellenplatz und musste in die Kreisliga D absteigen

In der Staffel 6 hatte der SV Hermesdorf zwar einen Trainerwechsel zu überstehen, am Ende standen sie doch recht unangefochten auf dem 1. Tabellenplatz und hatten damit auch den Aufstieg in die Kreisliga B sicher. Absteiger war die Reservemannschaft des SV Morsbach

 

 

Kreisliga D

 

In der Kreisliga D, Staffel 9 gab es an der Tabellenspitze lange Zeit ein Kopf an Kopf-Rennen zwischen den Reservemannschaften von Borussia Derschlag und des 1. FC Gummersbach, welches der Ortsteil Derschlag letztlich für sich entschied, und damit in die Kreisliga C aufstieg.

In der Staffel 10 wurde die Mannschaft von Vatanspor Waldbröl souverän Meister und stieg damit ebenfalls in die Kreisliga C auf

 

 

Pokal

 

Am 3. Oktober 2011 standen sich auf dem Sportplatz in Frielingsdorf die Mannschaften der beiden Bezirksligisten TuS Homburg-Bröltal und des TuS Marialinden gegenüber. Obwohl beide Mannschaften am Samstag noch ein schweres Meisterschaftsspiel bestritten hatten, merkte man ihnen zu Beginn des Spiels nicht an. Das Spiel hatte trotz der Temperaturen ein hohes Tempo. Fahri Ceylan und Mehmet Ümit hätten die Bröltaler bereits frühzeitig in Führung bringen können, vergaben die Chancen jedoch. In der 9. Minute kamen die Marialindener das erste Mal richtig gefährlich vors gegnerische Tor, und waren direkt erfolgreich. Nach schöner Vorarbeit von Jens Kräbbe erzielte Linus Werner das 1:0. Die Mannschaft von Trainer Dieter Jacobs spielte unverdrossen ihren Stil weiter. Dennis Heidenpeter vergab die nächste gute Chance, als er den Ball aus drei Metern Entfernung neben das Tor setzte. Auf der Gegenseite bot sich Alexander Röger ebenfalls eine große Möglichkeit, das Ergebnis zu erhöhen, er scheiterte mir seinem gut platzierten Kopfball an Torwart Jakob Horstmann, der den Ball aus dem Winkel fischte.

In der 34. Minute schafften die Bröltaler den längst erwarteten Ausgleich, als Heidenpeter mit einem trockenen Schuss in den Winkel dem gegnerischen Torwart keine Chance ließ. Bis zur Pause ließen Mehmet Ümit und Eduard Kelm weitere Großchancen ungenutzt.

Nach dem Wechsel bot sich den Zuschauer ein völlig anderes Spiel, das Tempo ließ von Minute zu Minute nach, der Spielfuß ebenso. Jetzt merkte man beiden Mannschaften an, dass das Spiel enorm viel Kraft gekostet hatte. In der 55. Minute nutzte Jens Käbbe eine Unsicherheit in der Bröltaler Abwehr und brachte Marialinden erneut in Führung. Wer jetzt ein richtiges Aufbäumen der Bröltaler erwartete hatte, wurde enttäuscht. Die einzige brauchbare Aktion ihrer Bemühungen war ein Fernschuss von Bastian Sellau, den Marialindens Torwart Marco Katzorke abwehrte. Bröltal war einfach am Ende seiner Kräfte und brachte nichts mehr zustande, obwohl man nach einem Platzverweis für Marcel Spanier in der Schlussphase einen Spieler mehr auf dem Platz hatte. Als die neunzig Minuten vorbei waren, sah alles nach einem Sieg für Marialinden aus. Der Schiedsrichter zeigte allen deutlich erkennbar eine Minute Nachspielzeit an.

Die Anhänger der Vertreters aus dem rheinisch-bergischen Kreises feierten bereits, als die Bröltaler einen letzten verzweifelten Angriff starteten. An der Eckfahne wurde der Bröltaler Fitim Dauti gefoult. Dauti nutzte die entstandene Verwirrung und führte den Freistoß blitzschnell aus. In der Mitte stand sein Mitspieler Adrian Mikoschek völlig frei und schoß den Ball zum 2:2 Ausgleich ins Tor. Damit hatten die Bröltaler sich zumindest in die Verlängerung gerettet. Die Marialindener Spieler und Anhang sahen den Ursprung des Tores natürlich ganz anders. Ihrer Ansicht nach hatte der Ball bei der Ausführung nicht geruht, auch habe Dauti den Ball von einer anderen Stelle gespielt, als das Foul begangen worden war. Der Schiedsrichter hatte die Situation wohl anders gesehen, er ließ das Spiel laufen und das Tor gelten. Der Linienrichter, der sich in unmittelbarer Nähe der besagten Stelle befand, hatte ebenfalls kein Zeichen gegeben, dass der Freistoß nicht regulär ausgeführt worden ist.

In der Verlängerung zeigten sich die Bröltaler als stärker. In der 98. Minute war es erneut Adrian Mikoschek, der ins Tor traf, und als Fitim Dauti gut zehn Minuten später nach schöner Vorarbeit von Shpetim Ajdari zum 4:2 traf, wußte eigentlich jeder, dass das Spiel entschieden war.

Man muss zugeben, dass das Thema für uns eigentlich schon erledigt war. Es war ein Sieg der Moral und wir hatten das nötige Quäntchen Glück“, freute sich Bröltals Trainer Dieter Jacobs. Die spielentscheidende Szene habe er nicht richtig mitbekommen. „Fitim hat schnell reagiert und das clever gemacht“, ließ er sich entlocken.

 

Homburg-Bröltal:

Jakob Horstmann, Jonas Töllner [ab 86. Stefan Gietz], Ali Ümit, Robert Mikoschek, Adrian Mikoschek, Mehmet Ümit, Bastian Sellau, Festim Mimini [ab 36. Eduard Kelm], Dennis Heidenpeter [ab 79 Sphetim Ajdari], Fitim Dauti, Fahri Ceylan

 

 

 

Spielzeit 2012 / 13

 

 

 

Landesliga

 

Am 14. Oktober 2012 stand auf dem Terminkalender des Fußballverbands Mittelrhein die 1. Runde im Mittelrheinpokal an. Der SSV 08 Bergneustadt hatte sich indes mit dem FC Pesch darauf geeinigt, das für den 15. Spieltag vorgesehene Meisterschaftsspiel bereits an diesem Tag auszutragen. In dem Heimspiel waren für den noch sieg- und punktlosen SSV eigentlich die ersten Punkte vorgesehen. In der 16. Minute brachte Nils Nettersheim den SSV nach schöner Vorarbeit von Nick Pawlik mit 1:0 in Führung, doch nur vier Minuten später schafften die Gäste den Ausgleichstreffer. Mit diesem Ergebnis wurde in einem bis dato durchaus normalen Fußballspiel auch die Seiten gewechselt. In der 53. Minute trat dann der Bonner Schiedsrichter Thomas Scheffel das erste Mal so richtig in Erscheinung, als er dem Neustädter Nick Pawlik wegen wiederholtem Meckerns die Gelb-Rote Karte zeigte. Vier Minuten später wurde ein Gästespieler im Strafraum von Tolga Samut angegangen und ging zu Boden. Der Schiedsrichter wertete diese Aktion als Notbremse, zeigte auf den Elfmeterpunkt und dem vermeintlichen Foulspieler die Rote Karte. Vor allem Tobias Schöler regte sich über diese Entscheidung so sehr auf, dass er zunächst die Gelbe und weil er sich absolut nicht beruhigen wollte, auch die Gelb-Rote Karte erhielt. Es dauerte dann mehrere Minuten, bis der Gästetorwart den Strafstoß zur 2:1 Führung verwandeln konnte. Die Neustädter Spieler ließen sich jedoch nicht mehr beruhigen. Sechzig Sekunden später holte sich Michel Hock die Gelb-Rote Karte ab, Foulspiel und Handspiel.

In der 65. Minute zeigte der Schiedsrichter abermals auf den Elfmeterpunkt, diesmal soll Martin Brzoska ein Handspiel begangen haben. Da Brzoska bereits in der 1. Spielminute eine nach Angaben der Zuschauer lächerliche gelbe Karte erhalten hatte, wurde er nun vom Schiedsrichter der Gelb-Roten Karte bedacht. Damit standen auf Neustädter Seite nur noch sechs Spieler auf dem Platz. Nun hatte auch der Trainer Torsten Reisewitz genug. Nach Rücksprache mit dem 1. Vorsitzenden Wolfgang Lenz ging er zum Schiedsrichter und teilte ihm mit, dass der SSV das Spiel nicht mehr fortsetzen wird, woraufhin dem Schiedsrichter nichts anderes übrigblieb, als das Spiel abzubrechen. Der Elfmeter wurde natürlich nicht mehr ausgeführt. Da es sich bei jeder einzelnen Entscheidung des Schiedsrichters um eine sogenannte Tatsachenentscheidung handelte, hatte auch der Einspruch gegen das Spiel keine Erfolgsaussichten, zumal auch der Spielabbruch durch den Schiedsrichter absolut regelkonform ablief. Dementsprechend wurde das Spiel mit 2:0 Toren für den FC Pesch gewertet und der SSV wartete weiterhin auf seinen ersten Punkt

 

Es sollte zwanzig Spiele dauern, ehe dem bedauernswerten SSV 08 Bergneustadt unter seinem Trainer Torsten Reisewitz der erste Punktgewinn gelingt, und dann schlug der SSV auch richtig zu. In einem Nachholspiel des 13. Spieltags gewann der SSV am 11. April 2013 auf heimischen Platz gegen Bergfried Leverkusen mit 4:2. Zwar ging man durch Oliver Ziegler und einem von Serkan Mutlu verwandelten Foulelfmeter zweimal in Führung, doch beide Male schafften die Gäste, die sich auf dem vorletzten Tabellenplatz befanden, den Ausgleich. Im Gegensatz zu anderen Spielen, bei denen man gut mitspielte, letztlich dann doch verlor, gelang hier Nick Pawlik sogar eine dritte Führung, und diesmal spielte der SSV bis zum Schluss ohne große Fehler durch. Mit seinem zweiten Tor krönte Oliver Ziegler seine gute Leistung, sorgte gleichzeitig für das Endergebnis und somit auch für ein kollektives Aufatmen bei allen Spielern, Funktionären und Anhängern des SSV. Der Makel der Null war endlich beseitigt. Und schon formulierte SSV-Trainer Reisewitz neue Ziele: „Den Abstieg wird man dadurch nicht mehr verhindern können, aber wir haben für den Rest der Saison das leise Ziel formuliert, Leverkusen vielleicht noch abzufangen.

 

Am Ende belegte der SSV 08 Bergneustadt mit 34 Punkten Rückstand auf den SV Schlebusch, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stand, abgeschlagen den letzten Tabellenplatz und musste damit in die Bezirksliga Mittelrhein absteigen. Das letzte Tor für den SSV in dieser mehr als deprimierenden Spielzeit erzielte bezeichnenderweise Christian Salmen. Der etatmäßige Stammtorwart war im letzten Meisterschaftsspiel beim FC Pesch von Trainer Torsten Reisewitz mangels Personal als einziger Auswechselspieler aufgeboten worden. In der 62. Minute eingewechselt erzielte er nach einer starken Leistung als Aushilfs-Stürmer in der Schlußminute den Ehrentreffer zum 1:6. „Wir haben den Klassenerhalt knapp um 35 Punkte verpasst“, meinte Reisewitz als Schlussfazit zur abgelaufenen Spielzeit, „wir haben den Platz nur dreimal nicht als Verlierer verlassen. Daher sind wir froh, dass die Saison vorbei ist.

 

 

 

Bezirksliga

 

Nach einer spannenden Spielzeit mit einigen Anwärtern auf den Meistertitel hatte der TuS Lindlar unter Trainer Werner Thies letztlich den längsten Atem. Am Ende hatten sie zwei Punkte Vorsprung auf den TuS Marialinden, und stiegen damit nach langer Wartezeit wieder in die Landesliga Mittelrhein auf. Der TuS Homburg-Bröltal mischte eine ganze Zeit lang in der Spitzengruppe mit, verlor dann ein, zwei Spiele recht unnötig, gewann zwar am letzten Spieltag mit 2:1 gegen den neuen Meister TuS Lindlar, scheiterte am Ende bei gleicher Punktzahl und Tordifferenz wie Marialinden aber dennoch an einem zu wenig erzielten Treffer. „Insgesamt haben wir in dieser Saison nicht so viel falsch gemacht, aber am Ende fehlt eben ein Tor. Ein paar von uns sind in den letzten Spielen mit dem Druck nicht zurechtgekommen. Jetzt überwiegt erst einmal die Enttäuschung“, meinte Bröltals Trainer Thorsten Nehrbauer. Der Neuling SSV Nümbrecht spielte unter Trainer Walter Jordan eine tolle Saison. Zur Winterpause lag man noch an der Tabellespitze, musste dann aber den gehobenen Ansprüchen Tribut zollen und belegte am Ende einen hervorragenden 5. Tabellenplatz.

 

 

 

Kreisliga A

 

Von Beginn an entwickelte sich in der Kreisliga A ein Zweikampf zwischen dem TV Herkenrath und dem FV Wiehl. Unter Trainer Ingo Kippels hatte sich die Wiehler Mannschaft gefunden und wurde zu einer konstanten Einheit geformt. Zunächst konnte auch der BV 09 Drabenderhöhe unter Trainer Hermann-Josef Geisler noch mithalten. Zur Winterpause lagen die drei Mannschaften noch recht knapp beieinander, Herkenrath vor Wiehl und Drabenderhöhe. Letztlich lief jedoch alles auf das Duell Wiehl gegen Herkenrath hinaus. Zumal es bisher immer wo war, dass der 1. Tabellenplatz gleichbedeutend war mit dem direktem Aufstieg, Der Tabellenzweite konnte sich bisher noch nicht über die sogenannte Quotenregelung durchsetzen und verpasst den Aufstieg. Am 23. April gewann der FV Wiehl in Herkenrath und schaffte damit den entscheidenden Vorteil, den sie bis zum letzten Spieltag nicht mehr abgaben. Letztlich hatten sie vier Punkte Vorsprung auf Herkenrath und sicherten sich damit den Aufstieg in die Bezirksliga. „Ich bin sehr stolz auf die Jungs, die Mannschaft hat sich das verdient, weil sie das ganze Jahr gut gearbeitet hat. Dafür sind wir am Ende belohnt worden.“, meinte Wiehls Trainer Ingo Kippels zum Saisonverlauf seiner Mannschaft.  Mit seiner offensiven Spielweise brachten es die Wiehler auf über 100 Tore. So war es auch nicht verwunderlich, dass Wiehl mit Salih Tatar, der es auf 33 Tore brachte, den Torschützenkönig der Kreisliga stellte, und mit seinem Sturmpartner Markus Möller, der 27 Tore erzielte, auch den dritten der Torschützenliste.

Über die Quotenregelung schaffte dann auch tatsächlich der Tabellenzweite TV Herkenrath den Aufstieg in die Bezirksliga Mittelrhein.

Als erster Absteiger stand bereits vor dieser Spielzeit Baris Spor Hackenberg fest, der sich noch vor dieser Saison zurückgezogen hatte. Fünf Spieltage vor Schluss zog sich dann auch der zweite türkische Verein in dieser Liga, Gencler Birligi Bergisch Gladbach mit sofortiger Wirkung aus dem laufenden Spielbetrieb zurück und war damit der zweite Absteiger.

 

 

 

Kreisliga B

 

Gerade hatte der TuS Weiershagen am 21. Oktober 2012 sein Meisterschaftsspiel beim SC Vilkerath nach einem äußerst schwachem Spiel mit 2:12 verloren, als sich noch auf dem  Sportplatz der Abteilungsleiter Klaus Pflitsch und der Trainer Andreas Bujock zu einer Aussprache trafen. Nach wenigen Worten war klar, dass sich der TuS Weiershagen soeben fristlos von seinem Trainer getrennt hatte. „Ich hätte gerne weitergemacht und bin mir keiner Schuld bewußt. Das ist natürlich schade, denn ich habe vier Jahre alles für den Verein gegeben“, konnte Bujock die Entscheidung nicht nachvollziehen. Für Abteilungsleiter Klaus Pflitsch war die Situation dagegen klar: “Man muss nur auf die Tabelle sehen. Wir mussten einfach handeln. Er hat die Spieler nicht mehr erreicht. Nun müsse es einen kompletten Umbruch geben, um die Saison noch zu retten

Wenige Tage später übernahm das Weiershagener Urgestein Christian Lutter das Training der 1. Mannschaft. In der Winterpause kam dann richtig Schwung in den Verein. Zehn Spieler meldeten sich ab, sechs neue konnten verpflichtet werden, wobei fast ausnahmslos Stammspieler den Verein verließen.

 

Zur Winterpause stand der SSV Wildbergerhütte-Odenspiel in der Staffel 3 mit drei Punkten Vorsprung auf den SV Morsbach an der Tabellenspitze, weitere drei Punkte dahinter belegte der SV Schönenbach den 3. Tabellenplatz. Im Verlauf der Rückrunde musste der SSV immer wieder unerwartete Niederlagen hinnehmen und fiel zurück, während sich an der Spitze der Zweikampf zwischen Morsbach und Schönenbach zuspitzte. Das direkte Duell endete 1:1. Vor dem letzten Spieltag hatte Morsbach drei Punkte Vorsprung auf Schönenbach, und benötigte aufgrund der schlechteren Tordifferenz im letzten Spiel bei der TuRa Dieringhausen zumindest ein  Unentschieden zum direkten Aufstieg. Der SV Schönenbach musste hingegen beim 1. FC Gummersbach antraten. Zur Pause war für die Morsbacher auch noch alles im Lot. Die Schönenbacher lagen in Gummersbach mit 0:1 im Rückstand, man selber hatte mit einem 2:2 zumindest das Soll erfüllt. In der zweiten Halbzeit änderte sich die Sachlage jedoch völlig. Schönenbach ging durch einen Doppelschlag in Führung, hingegen verspielten die Morsbacher den scheinbar sicheren Aufstieg durch eine 3:5 Niederlage. Am Ende waren beide Mannschaften punktgleich, jedoch wies Schönenbach eine um 41 Tore bessere Tordifferenz auf, und stieg damit direkt in die Kreisliga A Berg auf.

Als Absteiger stand bereits vor Beginn dieser Spielzeit die Reservemannschaft des SSV 08 Bergneustadt fest, das der SSV die Mannschaft zurückgezogen hatte. Der Vorletzte, der TuS Weiershagen, der in 28 Spielen keinen Sieg und nur zwei Unentschieden bei einem Torverhältnis von 23:149 schaffte, erreichte damit ein Relegationsspiel gegen den Vorletzten der anderen Staffel, der SG Overath-Eulenthal.

 

 

 

Kreisliga C

 

An der Spitze der Staffel 5 setzte sich der VfL Kreuzberg klar durch und hatte am Ende neun Punkte Vorsprung auf den VfL Berghausen, die in die Relegationsrunde auf die Tabellenzweiten der anderen Staffeln, der Reservemannschaft des TV Herkenrath und dem SSV Hochwald traf.

Absteigen in die Kreisliga D musste die Reservemannschaft des TSV Ründeroth, die mit einem Punkt Rückstand auf die Reservemannschaft der SG Agathaberg den letzten Tabellenplatz belegte. Agathaberg holte aus den beiden letzten Spielen vier Punkte und rettete sich somit zumindest in die Relegationsrunde.

 

Als sich am 21. April 2013 auf dem Marienheider Sportplatz die beiden Mannschaften des SSV Marienheide und des SV Wiedenest am 25. Spieltag der Kreisliga C Berg, Staffel 6 gegenüberstanden, traf der Tabellenführer auf den 6. der Tabelle, von daher eigentlich ein Spiel mit einem zumindest normalen Spannungsmoment. Gästetrainer Salih Yilmaz hatte seine Mannschaft vor dem Spiel taktisch sicherlich gut auf den Gegner eingestellt. Doch was seine Spieler nach dem Anpfiff des Unparteichen dann zeigten, schien eher eine Bewerbungsveranstaltung für einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde zu sein. Das erste Tor der Marienheider konnte der Schiedsrichter gerade noch vereiteln, indem er Abseits pfiff, doch nur Sekunden später schlug es zum ersten Mal auch gültig im Gästetor ein. Nach zehn Minuten stand es 2:0, nach zwanzig 4:0, nach dreißig 7:0 und zur Pause hatten die Gäste schon dreizehn Tore kassiert. Nach der Halbzeit lief der SV Wiedenest nur noch mit neun Spielern auf. Drei hatten keine Lust mehr gehabt weiterzuspielen, wobei einer davon schon ausgewechselt war. Da Trainer Yilmaz angesichts der beschämenden Leistung seiner Mannschaft auch schon drei Mal gewechselt hatte, mussten die Gäste die gesamte zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten. Die Marienheider hatten indes ihren Spaß am Toreschießen gefunden, der arme Schiedsrichter kam im Notieren der ganzen Tore überhaupt nicht mehr mit, der Gästetrainer stand mehr oder weniger sprachlos an der Seitenlinie, und konnte das Ganze überhaupt nicht fassen, und als das Meisterschaftsspiel nach neunzig Minuten beendet war stand ein 24:0 Heimsieg auf dem Spielbericht. Dabei erzielte Hasan Okuyucu alleine acht Tore und Andreas Matus sieben

Für alle Statistik-Fetischisten der Spielverlauf in Zahlen und Namen:

 

1:0 Hasan Okuyucu (5.)

2:0 Andreas Matus (8.)

3:0 Andreas Matus (12.)

4:0 Andreas Matus (18.)

5:0 Hasan Okuyucu (23.)

6:0 Hasan Okuyucu (26.)

7:0 Hasan Okuyucu (28.)

8:0 Andreas Matus (33.)

9:0 Hasan Okuyucu (36.)

10:0 Andreas Matus (38.)

11:0 Rene Radermacher (40.)

12:0 Hasan Okuyucu (42.)

13:0 Rene Radermacher (43.)

14:0 Rene Radermacher

15:0 Andreas Matus

16:0 Hasan Okuyucu

17:0 Corvin Kaiser

18:0 Hasan Okuyucu

19:0 Christian Wernscheid

20:0 Corvin Kaiser

21:0 Kevin Kessmann

22:0 Pascal Prinz

23:0 Rene Radermacher

24:0 Andreas Matus

 

Die Staffel 6 wurde von zwei Mannschaften geprägt, die mit ihren doch sehr gegensätzlichen Auftreten immer wieder für Aussehen sorgten. An der Spitze rangierte der SSV Marienheide unter ihrem Trainer Cemal Salkimtas, die die gesamte Spielzeit über geführt hatten und am Ende nicht nur zwölf Punkte Vorsprung auf den SSV Hochwald aufwiesen, sondern auch ein absolut grandioses Torverhältnis von 163:22. Höhepunkt war dabei sicherlich ein 24:0 Erfolg am 24. Spieltag gegen den bedauernswerten SV Wiedenest.

Am Tabellenende rangierte der SG Hunsheim, 21 Punkte Rückstand auf die Reservemannschaft des VfR Marienhagen und gleichfalls ein beeindruckendes Torverhältnis von 20:153. Nach unendlich vielen Niederlagen in Folge holte man am letzten Spieltag mit einem 4:4 Unentschieden bei der Reservemannschaft des SSV Wildbergerhütte-Odenspiel zumindest den dritten Punkt.

 

 

 

Kreisliga D

 

In der Staffel 9 belegte die Reservemannschaft des SV Schnellenbach mit zwei Punkten Vorsprung auf die Reservemannschaft des SSV Marienheide den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga C Berg auf.

 

In der Staffel 10 liegen mit der Reservemannschaft des SV Morsbach und der SpVg Wallerhausen zwei Mannschaften punktgleich an der Tabellenspitze. Da die Morsbacher jedoch eine um 15 Toren bessere Tordifferenz haben, steigen sie in die Kreisliga C Berg auf

 

 

 

Pokal

 

Das Endspiel um den Kreispokal Berg wurde zu einer ligainternen Angelegenheit, denn mit dem FV Wiehl und dem SSV Süng trafen am 3. Oktober 2012 in Dümmlinghausen zwei Vertreter der Kreisliga A aufeinander.

Vor knapp 500 Zuschauer zeigten sich die favorisierten Wiehler erschreckend schwach. Gegen die gut stehende Verteidigung der Sünger wurde zu langsam und zu umständlich agiert, so dass überhaupt kein Druck gegen das gegnerische Tor aufgebaut wurde. Und die wenigen Chancen waren eine sichere Beute von Süngs Torwart Marcus Biber. In der Halbzeitpause mag Wiehls Trainer Ingo Kippels zwar die richtigen Worte gefunden habe, sie schienen bei seinen Spielern aber nicht angekommen zu sein, denn deren Spiel wurde in der zweiten Halbzeit kein Deut besser. In der 62. Minute ging es dann sehr schnell. Bei einem Konter wurde Tim Schulte von Oliver Schmitz auf halbrechts freigespielt. Dessen Schuss wurde leicht abgefälscht zu einer Bogenlampe und fiel so unhaltbar für den Wiehler Torwart Christian Stein zum überraschenden 1:0 im langen Eck. In ihrer Lethargie dauert es lange, bis die Wiehler den Sparmodus endlich abgestellt und die Angriffe forscher vortrugen. Doch erst in der 89. Minute bot sich ihnen die erste wirklich gute Chance zum Ausgleich. Bei einem Schuss von Waldemar Kilb konnte Torwart Biber mit einer starken Fußabwehr glänzend reagieren, und hielt damit den knappen Vorsprung fest.

Als bereits die Nachspielzeit angebrochen war, und die vielen Sünger Anhänger ihre Freude lautstark mit „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ Ausdruck verliehen, brachten die Wiehler den Ball zum letzten Mal in den Sünger Strafraum. Viermal konnten die Sünger Spieler den Ball abwehren, ehe er am Fünf-Meter-Raum Markus Möller vor die Füße fiel, der ihn dann zum glücklichen Ausgleich ins Tor schoss, und so zumindest die Verlängerung erzwang. Dort zeigten sich dann die Wiehler als Psychisch stärker, der späte Ausgleich hatte die Mannschaft von Trainer Andrea Esposito doch so sehr geschockt, dass die Wiehler das Spiel in der Folge bestimmten. In der 96. Minute traf Yasin Köse mit einem Schuss aus 25 Metern zur 2:1 Führung, vier Minuten später erhöhte Alexander Küsters nach schöner Vorarbeit von Möller auf 3:1, und spätestens mit dem 4:1 durch Waldemar Kilb, unmittelbar nach Wiederanpfiff zur zweiten Hälfte der Verlängerung war die Entscheidung gefallen. Das 2:4 durch Matthias Oberberg hatte letztlich nur noch statistischen Wert.

 

Wiehl:

Christian Stein; Radion Miller, Jonathan Noss, Max Denk, Waldemar Kilb, Max Jeschonnek [ab 65. Alexander Küsters], Dominik Knotte, Yasin Köse, Markus Mancarella, Moussa Hombach [ab 38. Kevin Derksen], Tomasz Romanowski [ab 60. Markus Möller]

 

Süng:

Marcus Biber; Christopher Schmitz, Hansi Krzisch, Sergej Zimmerling, Enrico Avola, Simon Tigges, Florian  Scharf [ab 55. Matthias Schleiser], Björn Pfeiffer [ab 72. Methan Dalboy], Oliver Schmitz [ab 71. Matthias Oberberg], Tim Schulte, Marc Spisla

 

 

 

A-Junioren

 

In der Verbandsliga Mittelrhein belegte die A-Juniorenmannschaft des SSV Nümbrecht mit zwanzig Punkten Rückstand auf Germania Dürwiß, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stehen, den letzten Tabellenplatz. Zur Winterpause stand die Mannschaft von Trainer Michael Mechtenberg auf dem vorletzten Tabellenplatz, hatte den SV Lohmar noch hinter sich, und die Vereine vor ihnen waren durchaus noch in Sichtweite. Jedoch sollte der SSV Nümbrecht in der gesamten Rückserie keinen Punkt mehr holen und stieg letztlich sang- und klanglos ab.

 

In der Bezirksliga machte hingegen die A-Juniorenmannschaft des FV Wiehl positiv von sich reden. Trainer Ingo Kippels hatte eine motivierte und taktisch auf hohen Niveau spielenden Mannschaft geformt, die am Ende dieser Spielzeit mit sieben Punkten Vorsprung auf den FC Rheinsüd Köln den 1. Tabellenplatz belegte, und somit den Aufstieg in die Verbandsliga Mittelrhein schaffte

 

 

Verein

 

14. März 2013

Baris Spor Hackenberg ist nicht mehr Mitglied des Fußball-Verbands Mittelrhein (FVM). Der krisengeschüttelte Bergneustädter Verein hatte seine Mannschaften im Sommer vor allem aufgrund finanzieller Probleme nicht mehr ins Rennen geschickt. Mit der Entscheidung des Verbands ist die sportliche Zukunft der Hackenberger wohl endgültig besiedelt: Es gibt aller Voraussicht nach keine.

Der Spielbetrieb ist vollständig eingestellt. Zudem ist der Verein mit der Zahlung von Beiträgen und Ordnungsgeldern in erheblicher Größenordnung im Rückstand, begründete Ernst Wilden, Vorsitzender des Rechts- und Satzungsausschusses auf Anfrage unserer Zeitung.

Zudem habe der Verein auf mehrfache Aufforderungen und Mahnungen keinerlei Reaktion gezeigt. Alleine beim Verband waren noch rund 2000 Euro an Geldern offen. Darüber hinaus ist der Verein kein unbeschriebenes Blatt, erklärte Wilden. Auch beim Fußballkreis Berg stehen die Hackenberger mit mehreren hundert Euro in der Kreide. Wir haben es immer wieder versucht und uns sogar um persönliche Kontaktaufnahme bemüht, allerdings ohne Ergebnis. Die Entwicklung des Vereins ist traurig, sagte der Chef des Fußballkreises Berg, Rolf Müller. Der Niedergang des Clubs tue ihm sehr leid.

Die Entscheidung für das Ausscheiden von Baris Spor aus dem FVM wurde per Präsidiumsbeschluss getroffen. Eine Spruchkammersitzung bei der weitere Kosten angefallen wären, haben wir uns erspart, betonte Wilden. Um wieder am Spielbetrieb teilzunehmen, sei ein komplett neuer Aufnahmeantrag notwendig.

Wie und ob es mit Baris Spor Hackenberg weitergeht, ist derzeit ungewiss. Den Verein plagen neben der sportlichen Perspektivlosigkeit hohe Schulden. Hinzu kommt die Frage, wer überhaupt für den Club zuständig ist. Der auf einer Mitgliederversammlung im Juni 2012 gewählte Vorstand um Ali Yalcin Gündüz taucht nicht im Vereinsregister auf. Angegeben wird dort eine Vertretungsregelung bestehend aus drei anderen Vereinsmitgliedern. Die Verhältnisse bei Baris Spor sind völlig ungeklärt. Öffentlich äußern wollte sich dazu niemand.“

(laut dem OVZ-Sport v. 14.3.2013)

 

 

 

 

Spielzeit 2013 / 14

 

 

 

Verein

 

 

Bedingt durch den demographischen Wandel hatten sich die Jugendabteilungen der beiden Vereine SV Wiedenest und TuS Othetal bereits vor Jahren darauf verständigt, eine gemeinsame Jugendmannschaft im Form einer Spielgemeinschaft zu stellen.

 

Da sich auch für den Seniorenbereich für beide Vereine ein Zusammenschluss als äußerst sinnvoll erweisen könnte, traten die Vorstände aufeinander zu und besprachen die Möglichkeiten und Voraussetzungen eines Zusammenschlusses.

 

Ursprünglich hatten die vorstände geplant, dass man erst ab der Spielzeit 2014/2015 als Spielgemeinschaft antritt, doch hatte sich recht schnell herausgestellt, dass sofortiger Handlungsbedarf  bestand. Die beiden 1. Mannschaften rangieren im grauen Mittelfeld der Kreisliga C Staffel 6.

Wiedenest hatte seine 3. Mannschaft mangels Spielern aus dem laufenden Spielbetrieb abmelden müssen. Die Verantwortlichen erhofften sich für die Zukunft eine höhere Wettbewerbsfähigkeit. „Die Vereine hatten zuletzt unter der mangelnden Trainingsbeteilung zu leiden“, berichtete Othetals Abteilungsleiter Markus Bauch. „Wir können demnächst eine bessere sportliche Perspektive bieten, was auch wichtig ist, um unsere Jugendspieler zu halten.

 

Bevor die Pläne von den Mitgliedern beider Vereine besprochen und dem dann hoffentlich auch zugestimmt werden, musste man sich zunächst an die formaljuristischen Modalitäten dieses Zusammenschlusses begeben.

Auch aus finanziellen Gründen wurde die Gründung eines neuen Vereins schnell verworfen, so dass man letztlich den Entschluss fasste, dass sich

die Fußballabteilung des TuS Othetal sich aus dem Gesamtverein löst und sich dem SV

Wiedenest angliedert, so bleibt der SV sich bestehen bleibt, jedoch in FC Wiedenest-Othetal

umbenennt.

Natürlich gibt es immer Argumente hinsichtlich der Tradition der Vereine, aber alle sachlichen Gründe sprechen für diesen Schritt“, meinte Wiedenests 1. Vorsitzender Andreas Clemens zum Thema. Jedoch konnte man die Notwendigkeit, dies zu diesem Schritt führt, nicht abstreiten, wie Bauch betonte. „Beide geben etwas auf, aber wir erhoffen uns eine positive Entwicklung im sportlichen Bereich.“

Als Vereinsfarben hatte man sich für die Kombination Blau-Schwarz-Weiß entschieden.

 

Am 7. Juni 2013 hatte der Vorstand des TuS Othetals, in Person des 1. Vorsitzenden Detlef Kämmerer und der Geschäftsführerin Ramona Voth die Vereinsmitglieder zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in das Bürgerhaus nach Neuenothe eingeladen. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden folgte dann als einziger aufgeführten Tagesordnungspunkt: Zusammenschluss der Abteilung Fußball (inkl. Jugendfußball) mit dem SV Wiedenest zum FC Wiedenest-Othetal).

Nach einer Aussprache stimmten die über fünfzig anwesenden Teilnehmer mit überwältigender Mehrheit für den Zusammenschluss.

 

Zeitgleich fand beim SV Wiedenest ebenfalls eine Mitgliederversammlung statt, in der es um dasselbe Thema bzw. die Umbenennung des SV Wiedenest in den FC Wiedenest-Othetal ging. Hier gab es sogar ein einstimmiges Ergebnis.

 

Für die aktiven Junioren- und Seniorenspieler hieß das vor allem, sich beim TuS Othetal fristgerecht bis zum 30. Juni abmelden, und dann beim FC Wiedenest-Othetal anmelden, um dort den Passantrag auszufüllen und zu unterschreiben, denn sonst gibt es keinen Spielerpass.

 

Da es sich hierbei nur um eine formelle Umbenennung eines bereits bestehenden Vereins handelte, konnte der Zusammenschluss auch in kurzer Zeit erfolgen und erhielt sehr schnell die Zustimmung des Fußballverbands Mittelrhein

 

Bis zu den ordentlichen Vorstandswahlen Anfang 2014 übernahm Clemens den Vorsitz. Sein Stellvertreter war Markus Bauch. Silvia König und Ralf Siepermann teilten sich die Geschäftsführung, Jens Thieme und Kathrin Ebel die Kassengeschäfte. Stefan Waschkewitz fungierte als Fußballobmann.